Stand-/Säulenbohrmaschine (JET, Teknatool etc.)

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von uxtuner, 9. Februar 2019.

  1. Dietrich

    Dietrich ww-robinie

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    Hallo,

    Maschinengewicht 69kg und Ausladung 195mm sind nun nicht absolut überzeugend, Auflagegewicht 30kg für den Bohrtisch wäre ein Grund sie nicht zu wählen.
    Eine Bohrsäule nennt sich im engl. Drill-Press und weißt auf einen Verwendungszweck.
    Stell mal eine Personenwaage auf den Bohrtisch und drück mit dem Bohrfutter über den Vortriebsstern auf die Waage, 30 kg sind sehr schnell vermute allzu schnell erreicht...
    Aufbäumende Bohrmaschinen bohren aber keine winkelgenauen Löcher.

    Gruß Dietrich
     
  2. hennerich

    hennerich ww-kastanie

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    Für einen Profi sind das wichtige Informationen. Mal schauen, wann ich als Laie an diese Grenzen stoße. Mein Gefühl sagt mir, dass es damit noch etwas dauern wird. Und schaut man sich vergleichbare Modelle in der Preisklasse an, ist die Jet immer noch (meiner Meinung nach) am Besten ausgestattet. Sowohl vom Drehzahlbereich als auch von der Ausladung und dem soliden Gesamtgewicht.
    Ich bin mit meinem Kauf zufrieden.
     
  3. lunateide

    lunateide ww-robinie

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    @ Dietrich

    Eine durchaus ernstgemeinte Frage: Erreicht man den hier zitierten Druck von 30 kg auch beim Bohren in Holz (z.B. 12 mm Holzbohrer oder 30 mm Forstner)?

    Gruß
    Roland
     
  4. Dietrich

    Dietrich ww-robinie

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    Hallo Roland,

    sicher noch nicht bei 12mm in Holz, in Stahl sieht es anders aus und erst recht beim Senken.
    So eine Bohrspindel mit Vorschubstern ist ja auch eine Übersetzung/Untersetzung.
    Das Verhältnis vom Umfang und der Umdrehungszahl des Vorschubhebels zum Vorschubweg des Futters
    sagt viel aus über die Kräfte.

    Gruß Dietrich
     
  5. --hias--

    --hias-- ww-ahorn

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    Ich will Löcher in holz bohren mal kleine Durchmesser mal große. Sie sollte so
    Woher hast du die Daten?

    Auf der Herstellerseite steht 380mm Ausladung und 71kg Gewicht
    Von Belastung mit 30 KG konnte ich nichts finden
     
  6. --hias--

    --hias-- ww-ahorn

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    @hennerich kannst du bitte mal die ausladung nachmessen?
     
  7. Dietrich

    Dietrich ww-robinie

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    Hallo,

    hier her: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    380mm Ausladung können nicht stimmen, da die Bohrspindel in der Mitte des Bohrtisches trifft ud nicht an der Vorderkante, vergleicht man Tischgröße dann stimmen die 195mm sicher.
    Die 30kg Maximal-Belastung stehen in den technischen Daten der verlinkten Seite.
    Die Motorleistungen schwanken je nach Seite von 370 bis 1000 Watt, unverständlich.

    I.O. ist die Eingangsdrehzahl von 180 U/min.

    Gebraucht hätte man mehr bekommen fürs Geld.

    Gruß Dietrich
     
  8. Dietrich

    Dietrich ww-robinie

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    Hallo,

    nur zum Vergleich, die Metabo/Flott Elektronik-Tischbohrmaschine hier im Bild hat 205mm Ausladung, der Flott Pendant hatte 185mm, Kräku 240mm, alles eher kleine komfortable Maschinen mit 400 U/min Eingangsdrehzahl, d.h. bei rund 14-15mm Bohrleistung in Stahl sollte man aufhören.
    Eine bei Eingangsdrehzahl und Bohrleistung überlegene Maschine sollte sich nicht so eine Schwäche wie beim Bohrtisch leisten.

    [​IMG]

    Gruß Dietrich
     
  9. hennerich

    hennerich ww-kastanie

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    Hier kann man die technischen Daten Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. nachlesen und hier gibts auch Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. dazu.
     
  10. --hias--

    --hias-- ww-ahorn

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    Und was würdest du empfehlen
     
  11. Georg L.

    Georg L. ww-robinie

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    Rummeckern kann man an allem. Wenn ich aber die Preise der Flott/Kräku/Metabo mit dem der Jet vergleiche, ist das Preis/Leistungsverhältnis mindestens ebensogut. Und für wahrscheinlich 95% der von hias vorgesehenen Anwendungen mehr als ausreichend. Also warum immer das Größte und Schwerste obwohl das überhaupt nicht benötigt wird?
     
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  12. --hias--

    --hias-- ww-ahorn

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    Zumal es bei mir in der Gegend nicht wirklich gebraucht angebote von den guten alten maschinen gibt. Ausser man gibt gleich 1500 € oder mehr für ne 25 Jahre alte Maschine aus.

    Ich möchte auch mal in eisen ein Loch bohren oder senken je nach verwendungszweck und das sollte die Maschine schon können. Aber überwiegend wird in holz gebohrt.

    Dabei sollte die maßhaltigkeit im Vordergrund stehen wenn ich z.b nen 30 forstner einspanne und damit 50 Löcher bohr möchte ich nicht das jedes Loch dann ein anderes Maß hat weil die Spindel zu viel Toleranz hat.

    Das ist dann eben die Frage was kauft man. Von optimum hört man überwiegend nix gutes
     
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  13. Dietrich

    Dietrich ww-robinie

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    Hallo Hennerich,

    Du wurdest gebeten mal die Ausladung zu messen, die Verlinkung eines ganzen Jet-Kataloges ist Käse?!
    In der englisch sprachigen Anleitung steht aber auch 190mm, braucht Dir aber nicht peinlich sein.

    @Hias, so eine Elektronik-TBM ohne Zwischentisch eignet sich sehr gut zum Bau von Anschlagsystemen die tischgebunden sind, auf dem Bohrtisch selbst sind sie meist recht klein und nur bedingt nutzbar.
    Für den Holzwerker mit wenig Metall-Ambitionen ist das genau richtig.
    In der Größe gibt es aber auch massive sehr leistungsfähige Tischbohrmaschinen mit Getriebe und Bohrleistung bis 25mm bei MK3 Aufnahme, die kann gut Metall und ganz locker auch Holz, kostet auf den 1. Blick irrsinnig viel, ersetzt aber eigentlich 2 Maschinen, hier bspw. eine schwedische Strands: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    Erinnert stark an die legendären Arboga Getriebebohrmaschinen.

    Eine Maschine mit Zwischentisch ist für den Holzwerker nicht so komfortabel, diese Bauart kommt aus dem Metallbereich.

    Gruß Dietrich
     
  14. FredT

    FredT ww-robinie

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    Nun ja, aber Wegdrehen ist für einen zwischentisch doch immer möglich?
     
  15. hennerich

    hennerich ww-kastanie

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    Musst ja den Katalog nicht anschauen. Ich will dafür keine Werbung machen. Hier mal die Bilder von der Ausladung. Die passen mit den Herstellerangaben nahezu überein.
    IMG_9831.jpg IMG_9829.jpg
     
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  16. Georg L.

    Georg L. ww-robinie

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    Das will der TE ja garnicht. Warum müssen hier immer total überdimensionierte Maschinen empfolen werden. Der TE will eine Bohrmaschine für seine Holzarbeiten, mit der er auch ab und zu Löcher in Metall bohren will. Für diese Anforderungen Passt die Maschine eigentlich perfekt. Also was ist daran auszusetzen? Außer vielleicht dass sie nicht tannengrün ist?:emoji_slight_smile:Wann hat man als Holzwerker denn Werkstücke die über 30 kg wiegen? Die sind dann meistens so groß, dass man sie sowieso nicht auf den Bohrtisch bekommt, also was soll das rumgemäkel an der Maschine. Klar geht immer besser, aber es empfielt dir ja auch niemand, wenn du ein Auto mit Anhängerkupplung kaufen möchtest, um mit einem Anhänger mal einen halben Kubikmeter Sand zu holen, besser einen Vierachser Actros mit 30 t zu kaufen.
     
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  17. Dat Ei

    Dat Ei ww-birnbaum

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    Moin, moin,

    das Problem ist, dass Du hier nicht allein das Gewicht des Werkstücks entscheidend ist, sondern auch der Druck, der durch die Bohrung über das Werkstück auf den Tisch wirkt. In einem Video zur Teknatool hat der Test mit einem mäßig großen Forstnerbohrer in Stirnholz gebohrt und dabei eine Personenwaage unter das Werkstück gestellt. Bei der Bohrung traten Kräfte auf, die einem Gewicht von über 70kg entsprachen!


    Dat Ei
     
  18. blueball

    blueball ww-robinie

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    war der Forstnerbohrer stumpf oder wurde sinnlos mit purer roher Gewalt gedrückt? Vielleicht hat der Gute 170kg Körpergewicht und hat sich teilweise dran gehängt beim Bohren mit nem 2,50DM Baumarktforstnerbohrer aus dem Jahre 1984. Sind auch Dinge, über die man sich mal Gedanken machen könnte... Grüße und noch einen schönen Tag
    Ps: Viel Spaß mit deinem neuen Maschinchen. Denke das passt schon für deinen Einsatzzweck.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Mai 2019
  19. Dat Ei

    Dat Ei ww-birnbaum

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    Moin Lutz,

    nach 170kg Körpergewicht sah der schlanke Herr nun wahrlich nicht aus. Zu der Qualität des Forstnerbohrers kann ich natürlich nichts näheres sagen. Aber wie Dietrich bereits schrieb, lautet der Name "Drill Press", und es kann jeder im Eigenversuch mit dem Bohrständer seiner Wahl und einer Personenwaage nachvollziehen, welche Kräfte auftreten. Schau doch mal selber, welche Kräfte z.B. bei einer 35mm Forstner-Bohrung in Stirnholz (am besten Hartholz) auftreten.


    Dat Ei
     
  20. hennerich

    hennerich ww-kastanie

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    Hallo zusammen,

    auch wenn es anfangs etwas nach "Schlechtmacherei" aussah, hab ich die Hinweise von @Dietrich schon verstanden und mir dazu meine Gedanken gemacht. Fakt ist, ich werde deshalb auf keinen Fall die Maschine zurück schicken. Dann ist natürlich wichtig auf die entsprechenden Randbedingungen zu achten. Dazu fällt mir die Schärfe des Bohrers ein und auch die "Gewalt", mit der ich den Bohrer ins Material presse. Ich stelle mir das so vor, dass ich mir z.B. mit einem Forstnerbohrer mehr zeit lasse und einen Zyklus aus drücken und loslassen fahre statt stumpf nur zu drücken. Wie gesagt bin ich nicht vom Fach, hatte keinen altehrwürdigen Lehrmeister und mache das halt mit gesundem Menschenverstand (der ja auch mal irren kann, daher sind wir ja alle in diesem Forum unterwegs).
    Außerdem hatte ich mir überlegt: Wenn sich der Tisch nach unten biegen kann (und das ist ja der casus knacksus in der aktuellen Diskussion), dann stelle ich einfach ein Holz drunter und gut ist. Oder spricht da was dagegen?

    Grüße
    Henri

    P.S. auf der ersten Seite dieses Threads war auch von der GÜDE GSB 32 die Rede. Und bei dieser Maschine hab ich noch nicht mal eine Angabe des Herstellers zum Pressdruck in den Anleitungen und technischen Informationen finden können. Nur mal so nebenbei.

    Und noch was: Ich muss mich hier ja nicht rechtfertigen zu meinem Kauf. Ich suche schon über 1 Jahr danach und hab etliche Suchaufträge bei Kleinanzeigen laufen gehabt. Darunter auch Flott, Interkrenn, Alzmetall und so weiter. Mein Budget lag bei max. 800€ und ich hab mir gefühlt 100te gebrauchte angeschaut. Viele davon sahen gut aus und hätten mein Budget gesprengt, andere sahen ziemlich ramponiert aus und das Risiko, dass ich viel Geld für ein kaputtes Gerät ausgebe war hoch. Angeschaut hätte ich mir das möglichst, aber nicht bei 300 km. Da fährt man nicht mal eben nebenbei hin. Also ist es die halt geworden und ich freu mich darüber.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Mai 2019
  21. --hias--

    --hias-- ww-ahorn

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    Genau das hab ich mir auch schon überlegt
    Finde ich bei optimum oder anderen auch nicht



    Außerdem kann man den Tisch wegdrehen und einen Klotz beim Fuß draufstellen und da drauf das Werkstück.
    Der Tisch von der jet ist auch viel größer als bei anderen Maschinen drum vielleicht auch die Angabe von 30kg wenn man dann noch bohrt dann kann das Gewicht vielleicht das Guss teil hinten beschädigen
     
  22. Dat Ei

    Dat Ei ww-birnbaum

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    Moin Henri,

    auch ich bin nicht vom Fach, und es hat bei mir einen Moment gebraucht, bis ich Dietrichs Anmerkung verstanden habe. Sein Hinweis ist richtig und berechtigt, aber ob er für Dich relevant ist, kannst nur Du entscheiden. Dietrichs Anforderungen und Anwendungen müssen nicht Deine sein. Ich wollte Dir ganz sicher nicht Deine Lösung mies machen oder Dir den Spaß daran nehmen. Für mich selber, der ich mit einem Wabeco Bohrständer (noch) unterwegs bin, hat der Thread einige neue Erkenntnisse gebracht.

    Dir viel Erfolg und noch mehr Vergnügen mit Deiner Anschaffung!


    Dat Ei
     
  23. hennerich

    hennerich ww-kastanie

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    Nein, der "Seitenhieb" gibt auch eher in Richtung Dietrich. Man liest gerade in seinen ersten Posts etwas "komisches" zwischen den Zeilen, das einem diesen Eindruck vermittelt. Ich vermute stark, dass ihm das noch nicht mal bewusst ist, daher überbewerte ich das nicht sonder lese das eher emotionslos sachlich. Alles gut :emoji_wink:
     
  24. Dietrich

    Dietrich ww-robinie

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    Hallo Georg,

    da alle Welt immer nach Vorrichtungen (Jigs) sucht und ich gute Erfahrungen auch mit den Elektronik-TBM´s gemacht habe empfehle ich diese besonders zum Einsatz in geplanten Anschlagsystemen. Zwingend notwendig ist bei diesem Maschinentyp dann eine Höhenverstellung des Bohrkopfes. Vorteil eine immer gleichhohe Arbeitshöhe.
    Die erwähnte schwedische Strands, eine Maschine für die Ewigkeit, hatte ich genannt um zu zeigen das Tischbohrmaschinen nicht mal bei vermeintlich teuren Modellen deutscher Hersteller enden.
    Es soll ja Leute geben die auf sehr gute Qualität achten.
    Etwas seltsam finde ich, man zahlt ohne Murren Höchstpreise für die "systemgebundenen" Elektrowerkzeuge...wegen der Qualität und beim Bohren soll es dann preiswert gehen.

    @hennerich, die Maschine ist soweit i.O., Über-, bzw. Untersetzung passt, das Design hebt sich wohltuend von allzu kostengünstigen Geräten ab, den wenig belastbaren Maschinentisch/Bohrtisch empfinde ich einschränkend.
    Nicht etwa das Auflagegewicht bildet hier den begrenzenden Faktor sondern wie von den Kollegen richtig interpretiert der Bohrdruck, etwaiges Auflagegewicht ist zusätzlich einzurechnen. Man denke an einen Maschinenschraubstock, der kann schon 30% der Maximallast darstellen.

    Gruß Dietrich
     
    schrauber-at-work gefällt das.
  25. Dat Ei

    Dat Ei ww-birnbaum

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    Moin, moin,

    hat jemand schon mal die Teknatool Nova Voyager DVR live und in Farbe gesehen? Hat jemand Erfahrungen mit dieser Drill Press?


    Dat Ei
     
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