Spiel von Einfachglas in Holzrahmen

raziausdud

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Hallo zusammen,

ich hatte mein Vorhaben an anderer Stelle schon einmal thematisiert, eine Provisorium mit Folie (Foto1) soll "richtig" werden. Nun soll es weitergehen, auch weil ich mich entschieden habe, diesmal Zuschnitt, Hobeln, Fasen und Nuten machen zu lassen. Ich möchte 13 Elemente herstellen, ein Miniaturmuster zeigt Foto2. Es sollen zwei Seiten der Überdachung (Überstand 50cm) mit jeweils 2 einfachen Falttüren aus 3-4 Elementen jahreszeitenabhängig "dicht gemacht werden", also das Ganze soll einmal im Jahr geöffnet und geschlossen werden. Ich habe mich nun auch für die einfachste Variante entschieden, das Glas soll in Nuten geführt werden. Ich meine, es war @Holzrad09, der diese Methode gern nutzt und vorgeschlagen hat. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die Elemente so viel einfacher herzustellen sind, also im Grunde nur Verschrauben/Verdübeln des Rahmens (34x44) und der Quersprossen (24x34). Zum eventuellen Glaswechsel werde ich eine Seite jedes Elements verschrauben, die andere wird geleimt,

Nun zu den eigentlichen Fragen:

1. wieviel Spiel sollte das Glas in der Nut haben, einmal in der Stärke (Glas 3mm) und einmal in Höhe und Breite ?
2. Nuttiefe 5mm ausreichend?
3. Wie das Glas gegen Klappern sichern?
4. Über Verklotzung habe ich einiges schon gelesen. Ist das bei der Anbringungs- und Nutzungsart möglich - und nötig?

Danke im voraus auch für weitere Tipps

Rainer

100_3213.JPG
100_3214.JPG
 

carsten

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Hallo

du schreibst nix zu der tatsächlichen Größe der Elemente / einzelnen Glasscheiben.
1. 3 mm halte ich im Außenbereich für zu dünn Evtl würde ich sogar auf VSG gehen ( insbesondere wenn Kinder im /ums Haus sind).
2. 5 mm finde ich auch hier zu wenig, zudem finde ich ein Nut ungeeignet. Bei Fenstern und Co spricht man von einem Glaseinstand von mind 15 mm hier werden die Glasscheiben in der Regel von Glasleisten gehalten was ich auch hier empfehlen würde dann kann man das auch passend konstruieren und verklotzen dass da nix klappert.
 

Friederich

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Hat statische Funktion. Bei Fenstern/Türen wirkt dann das dadurch eingespannte Glas es dem "Hängen" entgegen.
Wenn du aber die Gläser in Nuten setzen willst-wie willst du da überhaupt Klötze anbringen?
Machs doch lieber wie üblich und setz das Glas in eine Falz, verklotze es, und schraub dann Leisten davor.
 

Boshu

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Die 3mm werden Dir in den Ecken brechen, wenn sich da ein wenig was bewegt oder Spannung drauf kommt. Zumal da ja anscheinend auch Wasser ran kommt. Zusaetzlich wird dann in der Nut Ein Algenparadies entstehen....5mm Nuttiefe ist sehr knapp, da bleibt ja bei 3mm Luft keine Auflage mehr.
 

Holzrad09

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das Glas soll in Nuten geführt werden. Ich meine, es war @Holzrad09, der diese Methode gern nutzt und vorgeschlagen hat. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die Elemente so viel einfacher herzustellen sind .....
Da muss aber noch bisschen was andere außer das Glas in eine Nut zu stecken getan werden. Die Nut muss 1 - 1,5 mm breiter als die Glasdicke gefräst werden, anschließend wird der Spalt mit Fensterkitt verfüllt und nach dem aushärten kann der Rahmen nicht mehr absacken. Das Glas sollte auch gut passend geschnitten werden.
https://www.woodworker.de/forum/thr...se-in-einfacher-rahmentür.112011/#post-715785Mache einen Glasfalz, verklotze die Scheiben und befestige sie mit Glasleisten.
LG
 

magmog

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Moin,

werden die Teile mit Bändern angeschlagen oder nur als Ganzes bewegt?
Wird von Bewitterung/Schlagregen auszugehen sein?
Ca. Größe der einzelnen Scheiben?
 

raziausdud

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Danke schon einmal für die zahlreichen Beiträge. Danke @Holzrad09, dass Du mein altes Thema gefunden hast, ich nämlich nicht ... Ich hatte so auf Einfachheit gehofft. Lange und komplizierte Projekte fallen mir zunehmend schwer, vor allem die Planung, als Amateur ist nahezu jedes Projekt ja immer das erste . Vielleicht gebe ich das Projekt auch komplett außer Haus ...

Ein Element soll ca. H200xB45 cm werden, eine Scheibe also etwa 60x40. Immer drei Elemente sollen eine Falttür werden, wobei ein Element fest steht. Verbindung gedacht über Klavierband oder andere einfache Bänder. Das Provisorium in Foto1 soll praktisch in der Mitte zu öffnen sein, und zwei der jeweils drei Elemente nach innen gefaltet weggeklappt werden.

Und es gibt einen Grund, das so einfach und kostengünstig wie möglich zu halten, quasi halb Windschutz halb Gewächshaus: einen „richtigen“ Wintergarten lässt die Bauordnung nicht zu ...

Ist Kunststoff für die Scheiben hier unkritischer? Ich wollte dieses Material aus Umweltschutz-Gründen und auch wegen der durch Putzen allmählich zunehmenden feinen Verkratzung eigentlich vermeiden.

Beim aktuellen Provisorium wird eine Fläche so gut wie nie nass (Osten), die andere gelegentlich auf der unteren Hälfte (Süden, dort aber ist ein haushoher Hang; im Westen eine hohe Scheune; ist also deutlich windärmer als „draußen“). Selbst die sehr primitiv befestigte Plane (1mm, s. o. Foto1) des Provisorium hat seit 2 Jahren alle Böen überstanden, die Folie wurde im Sommer halt komplett abgebaut, die Dachlatten blieben stehen.

Rainer
 
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