Spüle in geölte Arbeitsplatte einsetzen

Mazze

ww-ulme
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Hallo zusammen,

meine neue Spüle ist da -- so eine neumodische Kunststeinspüle. Eingesetzt wird sie in eine geölte Akazienplatte.

In der Anleitung steht, daß man unter (!) den Spülenrand dünn Silikon geben soll, um eine Abdichtung zu erreichen. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, daß Silikon auf geölten Flächen nicht dauerhaft hält. Mir mißfällt daran weiterhin, daß eine spätere Demontage der Spüle nahezu unmöglich wird.

Gibt es eine Alternative?

Cheers,
Martin
 

WinfriedM

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Es sollte auf jeden Fall ein holztaugliches Silikon sein:

Hermann Otto GmbH

Alternativ gehen Produkte auf MS-Polymerbasis, z.B. Pattex 4in1.

Ausbau: Geht mit einem Schneiddraht (dünner Stahldraht), den man durch die Fuge fädelt und dann von beiden Seiten zieht und schneidet. Machen die KFZler so, wenn sie die eingeklebten Front/Heckscheiben ausbauen.

Das Öl, was du verwendest, sollte keine Wachszusätze enthalten bzw. sonst musst du sehr gut die Oberfläche vor der Verklebung reinigen/anschleifen. Ich würd zuvor auch mal einen Klebetest machen.
 

Mazze

ww-ulme
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Danke an alle -- hätte vorher die Suche füttern sollen. Asche auf mein Haupt! Die Platte ist leider vorgeölt und nicht anders zu bekommen, daher weiß ich auch nichts zu dem Öl. Wegen Silikon und der Entfernung mit Draht: prima, gute Idee!

Acyrl dürfte sogar noch besser sein, vielleicht nehm ich einfach etwas Acryl. Ganz dünne Schicht genügt ja...

Cheers,
Martin
 

WinfriedM

ww-robinie
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Die Fuge muss arbeiten können. Je dünner, um so weniger geht das. Und Acryl hat sehr wenig Elastizität, ich hab schon unzählige gerissene Acrylfugen gesehen. Rechne damit, dass deine Platte quer zum Holz 0.5-1% arbeitet. Dein Waschbecken eher kaum, dazwischen entsteht die Spannung.
 

Mazze

ww-ulme
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Die Fuge muss arbeiten können. Je dünner, um so weniger geht das. Und Acryl hat sehr wenig Elastizität, ich hab schon unzählige gerissene Acrylfugen gesehen. Rechne damit, dass deine Platte quer zum Holz 0.5-1% arbeitet. Dein Waschbecken eher kaum, dazwischen entsteht die Spannung.

Hm. Nicht falsch verstehen, da soll eine ganz dünne Schicht (eigentlich Silikon) UNTER den Rand des Beckens. Ist ein Steinbecken, der Rand ist also gut 1/2 Zentimeter breit. Auf einer topfebenen Fläche wäre keine Dichtmasse nötig, es sollen also nur minimale Fugen ausgeglichen werden. Die entstehende "Dichtung" wäre also sehr viel dünner als 1mm und eben ca. 5mm breit.

Sollte es da wirklich Spannungsrisse geben?
 

WinfriedM

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So eine dünne "Dichtung" wird sich auf jeden Fall von einem der Materialien lösen müssen, geht physikalisch gar nicht anders, so unterschiedlich wie Holz und Stein sich bewegt. Ob das für die Dichtwirkung nachteilig ist, ist eine andere Frage, die ich dir nicht beantworten kann (bin auch nur ein Küchen-Laie). Ich würde aber zu Silikon tendieren, weil es elastischer ist.

Meinst du sowas in der Art ohne sichtbare Silikonfuge?
http://image01.otto.de/pool/formatb/292723.jpg
 

Mazze

ww-ulme
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> Meinst du sowas in der Art ohne sichtbare Silikonfuge?

Genau! Ich werde die Spüle wohl erstmal ohne Dichtmaterial einsetzen. Das kann ich ja auch problemlos "nachrüsten" ...
 
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