Shinko Abrichte: Sehr unsauberes Hobelbild

Harti79

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Hi zusammen,

ich bin seit letzter Woche jetzt nach viel überlegen auch im Besitz eines Shinko Dickenhobels, hätte zwar gerne eine „richtige“ Maschine in den Keller gestellt, aber nachdem ich bereits einen Makita Dickenhobel hatte, war dies die günstigere Variante. :emoji_wink:
Jetzt hab ich allerdings ein Problem das ich einfach nicht in den Griff bekomme, daher hier einfach mal als neuen Thread:
Es wird ja hier in langen Diskussionen drüber geredet ob man andere Wendemesser verwenden kann, hierbei wurde auch mehrfach vermutet, dass die zweischneidigen Messer den Vorteil hätten sich automatisch „auszurichten“.
Nun, sagen wir es mal so: Bei mir scheint das nicht zu funktionieren! :emoji_cry:
Ich bekomme eine super ebene Fläche und auch perfekte 90° hin, allerdings ist die Oberfläche alles andere als Perfekt! Hier mal ein Beispiel von einem Stück Kastanie:
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Die beiden letzten Bilder sind mit dem iPhone als Macro aufgenommen: Man kann sehr gut die Plättchen erkennen denke ich, irgendwie sind die nicht so 100% ausgerichtet, bei dem großen „Invers-Kratzer“ würde ich sogar sagen ist der Abstand zwischen den Messern einfach deutlich zu groß!
Ich habe alle 16 Messer abgenommen, einzeln gereinigt und kontrolliert: Es ist mir an keiner Schneide etwas aufgefallen. Keine Kratzer, keine Macken, nichts.
Auch die Welle sieht in Ordnung aus. Ich hoffe man kann erkennen wie hier einfach Holz „stehen“ geblieben ist, es sind also keine Kratzer von dem Tisch oder irgendwelchen Teilen darauf.
Ich hab die Original Messer drauf, alle in die gleich Richtung des Punktes ausgerichtet. Ach ja, und weil die Diskussion in dem Shinko Thread ja schon sehr ausführlich vorkam: Ich habe jedes Messer mit einem Drehmomentschlüssel und 5nm festgezogen. :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:

Irgendjemand schon ähnliche Erfahrungen mit der Shinko gemacht oder eine Idee woran das liegen könnte? Reklamieren bei Dictum oder ist das noch im „normalen“ Rahmen - in dem Fall würde ich sie zurückschicken und mir doch überlegen was ordentliches zu kaufen…
Die Oberfläche von den Streifenmessern meines Makita Dickenhobels sieht zumindest deutlich besser aus…

Danke und Grüße aus Köln
Philipp
 

carsten

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Hallo

kenne den Hobel selbst nicht. Würde das aber im Rahmen des Preises und der verwendeten Technik (Einzelmesser) als erwartbare Optik bezeichnen. In der Regel wird ja noch geschliffen.
 

Lorenzo

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Scheint irgendwas nicht zu stimmen, andere Besitzer berichten von nem sehr guten Hobelbild. Versuch das mit dem Verkäufer zu klären, solang schiebst das Holz einfach nach dem auf Dicke Hobeln noch einmal mit der abgerichteten Seite durch den Dickenhobel, oder schleifst/hobelst das von Hand weg.
 
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Hatte das gleiche Phänomen auch, allerdings bei dem Dickenhobel von Shinko, Dictum angeschrieben, die Antwort lautete: "Bei einer entsprechende Werkstückbreite ist eine Anpassung der Spanabnahme erforderlich, in diesem Fall müssten Sie die Einstellung entsprechend reduzieren um ein ebenmäßigeres Hobelbild erzielen zu können. " Bei mir war es lediglich ein 26cm breites Stück Fichte, Spanabnahme sehr gering eingestellt, konnte ich kaum geringer einstellen. War mir vorher nicht aufgefallen, da ich nur schmale Stücke durchgeschoben hatte. Wechsel der Messer hatte keinen Effekt. Scheint bei breiteren Werkstücken an die Grenzen zu kommen.
 
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magmog

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Guuden,

ich sehe das Abbild von Messerscharten. Aus dem Bereich der Messerwelle
ein paar Plättchen aus dem Schartenbereich einer Reihe gegen die Nachbarn tauschen
oder um 90° drehen.
 

Harti79

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Du meinst mit Messerscharten es wäre an einem der Messer die Schneide kaputt? Zum einen ist der Hobel ja neu, zum andern hab ich alle Messer gereinigt und vor einer Lampe genau angesehen, habe keine Beschädigungen gesehen.
Aber ich werde morgen noch mal alle abschrauben und einfach andersrum drehen, mal gucken ob es was ändert…
 

dsdommi

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Moin
Kann Sebastian nur Zustimmen.
Genau dein Hobelbild hatte ich nachdem ich die 100 Jahre Eiche abgerichtet habe auf Ahorn.
Beschädigungen an den Messern konnte ich auch nicht sehen, habe die Messer trotzdem gedreht und gut war.
Auch bei 20cm super Hobelbild.
 

Lorenzo

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Hatte das gleiche Phänomen auch, allerdings bei dem Dickenhobel von Shinko, Dictum angeschrieben, die Antwort lautete: "Bei einer entsprechende Werkstückbreite ist eine Anpassung der Spanabnahme erforderlich, in diesem Fall müssten Sie die Einstellung entsprechend reduzieren um ein ebenmäßigeres Hobelbild erzielen zu können. " Bei mir war es lediglich ein 26cm breites Stück Fichte, Spanabnahme sehr gering eingestellt, konnte ich kaum geringer einstellen. War mir vorher nicht aufgefallen, da ich nur schmale Stücke durchgeschoben hatte. Wechsel der Messer hatte keinen Effekt. Scheint bei breiteren Werkstücken an die Grenzen zu kommen.
Ich kann mit der Antwort von Dictum irgendwie nix anfangen. Entweder sind da Abstände zwischen den Messern, dann werden zwar die hochstehenden Grate kleiner bei geringerer Spanabnahme, aber verschwinden würden sie erst bei Spanabnahme=0, das kann ja nicht die Lösung sein.
Wie schon erwähnt sieht es ganz klar nach Scharten im Messer aus. Andererseits ist so ne Scharte mindestens zu spüren und eigentlich auch zu sehen.
Ich kann mir ebenso nicht vorstellen dass die Shinkos keine Überlappung der einzelnen Schneiden haben, das wär schon... mau.
Hartis Maschine ist dazu noch neu. Da sollten auch die Messer In Ordnung sein. Schau dir das nochmal an Harti. Fahr mit dem Fingernägel über die Schneiden der Messer, wenn da irgendwas hakt, dreh sie und teste nochmal.
Du am besten auch Hackeschwengel. Das kann ja so nicht angehen. Und wie gesagt bisher war die einhellige Meinung dass die Shinkos ein gutes Hobelbild haben.
 
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Dann wären die originalen Plättchen ab Werk mies, bei mir war das Gerät ebenfalls fast neu, vorher nur ein paar schmale Fichtenleisten gesehen.
An den Messern ist nichts zu fühlen mit den Fingernägeln und auch nichts zu sehen, hab sie auch unter ein kleines digitales Mikroskop gelegt damals. Vermute eher auch ein grundsätzliches Problem bei gewissen Breiten.
 

dsdommi

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Man kann ja sehr gut feststellen welches Messer da was stehen lässt. Dieses Messer in gleicher Position mit einem anderen Messer tauschen. Wenn sich dann die Position des Überstands ändert weißt du genau dass es am Messer liegt. Vielleicht ist eine Ecke um ein Hundertstel verbogen oder so.
Du sprichst ja davon dass die Fläche super eben ist, da kann es ja nicht viel sein was da übersteht. Justus hatte das ja ähnlich auch schon vorgeschlagen.
@FleischpeitscheAusHack
Und du hast dich mit der Aussage von Dictum einfach zufrieden gegeben?
Wenn 2 Messer nicht optimal zueinander stehen ist doch die Breite des Brettes völlig egal. Diese Logik hätte ich mir von Dictum genauer erklären lassen.
Hast du denn mal ein schmales Brett mal Links mal Rechts mal In der Mitte durchgeschoben?
 
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Man kann ja sehr gut feststellen welches Messer da was stehen lässt. Dieses Messer in gleicher Position mit einem anderen Messer tauschen. Wenn sich dann die Position des Überstands ändert weißt du genau dass es am Messer liegt. Vielleicht ist eine Ecke um ein Hundertstel verbogen oder so.
Du sprichst ja davon dass die Fläche super eben ist, da kann es ja nicht viel sein was da übersteht. Justus hatte das ja ähnlich auch schon vorgeschlagen.
@FleischpeitscheAusHack
Und du hast dich mit der Aussage von Dictum einfach zufrieden gegeben?
Wenn 2 Messer nicht optimal zueinander stehen ist doch die Breite des Brettes völlig egal. Diese Logik hätte ich mir von Dictum genauer erklären lassen.
Hast du denn mal ein schmales Brett mal Links mal Rechts mal In der Mitte durchgeschoben?
Letztlich ging die müßige Kommunikation über eine ganze Weile hin und her und man schien da nicht viel Verständnis für das Problem zu haben, hatte dann irgendwann keinen Nerv mehr dazu und beinahe resigniert. Mit schmalen Stücken konnte ich das kaum reproduzieren. Durch diesen Thread hier wurde ich aber an die Problematik erinnert und sollte das Thema nochmal angehen, gerade wenn ich da auch nicht der Einzige betroffene zu sein scheine.
 

dsdommi

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Ich vermute mal dass der TE, nicht wie geschrieben den Dickenhobel von Shinko, sondern die Abrichte hat. Dickenhobel hat er wohl die Makita. Oder?
 

dsdommi

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Hallo

kenne den Hobel selbst nicht. Würde das aber im Rahmen des Preises und der verwendeten Technik (Einzelmesser) als erwartbare Optik bezeichnen. In der Regel wird ja noch geschliffen.
@carsten
Vielleicht solltest du deine erwartbare Optik etwas modernisieren. :emoji_yum:
Ein schönes Hobelbild ist auch mit den kleinen Maschinen erwartbar und erzielbar
 

Harti79

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Ich vermute mal dass der TE, nicht wie geschrieben den Dickenhobel von Shinko, sondern die Abrichte hat. Dickenhobel hat er wohl die Makita. Oder?
Ja genau, ich hab die Shinko Anrichte, aber die Welle ist ja „identisch“, nur das die der Abrichte nur 20cm mit 16 Messern und der Dickenhobel 33cm mit 26(??) Messern hat. Ich geh gleich mal in den Keller und tausche Messer miteinander, mal gucken wie es dann aussieht. Vielleicht kann man ja auch wirklich noch minimal etwas verschieben, muss ich mir genau ansehen…
 

Harti79

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Also ich würde mal sagen die Originalmesser sind einfach scheiße! :emoji_frowning2:
Ich habe gerade mal alle Messer gedreht, dann die Kastanie noch mal drüber geschoben: jetzt ist alles super!
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Dann hab ich mir die Messer bei denen die Unebenheiten waren noch mal einzeln angesehen (hab es mir extra vorher an der Stirnseite markiert wo die waren) und tatsächlich kleinste Kerben in der Schneide entdeckt! Das sollte ja wohl nach etwas Probehobeln von Kastanie (10 cm breit) und einem kleinen 6cm streifen Eiche Leimholz nicht passieren, oder?

Ich werd morgen mal bei Dictum anrufen, mal gucken was die sagen, ich würde mal schätzen ich hatte keine 10 Minuten „ernsthafte“ Betriebszeit… DFC75F47-A386-450E-80DC-2A6B76380196.jpeg
Grüße
Philipp
 

dsdommi

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Na dann bin ich mal gespannt ob Dictum wenigstens kulant agiert.
Zumindest weißt du jetzt dass die Maschine auch in schön kann.
 

IngoS

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(hab es mir extra vorher an der Stirnseite markiert wo die waren) und tatsächlich kleinste Kerben in der Schneide entdeckt!

Hallo,

das kann bei HSS Messern schon nach einem Meter Hobeln passieren, wenn das Holz dreckig ist, bzw. Sandkörner sich in der Oberfläche festgesetzt haben.

Bist du sicher, dass dein Holz absolut sauber war?

Gruß

Ingo
 

Harti79

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naja, was heißt schon im Keller sauber.
Sowohl die Kastanie lag schon 2 Jahre aufgeschnitten zum trocknen im Keller, als auch dieser Leimholzrest.
Aber das wäre ja wirklich bitter wenn die SO empfindlich sind und es keine vernünftige Alternative zu den Originalmessern gäbe, zu dem Thema gibt es ja schon einen sehr langen Thread hier im Forum.
 
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