Schubladen umbauen

Erdhorn

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Hallo,

an unserem Kiefernschrank waren im Originalzustand 4 große und flache Schubladen, die nie richtig funktioniert haben. Die Schubladen waren 95 cm breit und hatten einen Boden aus Bastelsperrholz, welcher schon durch sein Eigengewicht deutlich durchgehangen hat. Hat man mehr als zwei Paar Handschuhe reingelegt, hat der Boden am darunterleigenden Fach geschliffen und man hat immer mehrere Fächer gleichzeitig geöffnet.
Die originalen Führungsschienen waren auch unverschämt. Die haben sich schon bei minimaler Belastung verzogen und dann sind die Kugeln der Lager rausgefallen.

Ich habe in einem ersten Versuch die Fronten abgetrennt und mit Dachlassen verbunden. Nun habe ich eine zusammenhängende Front von ca 95 x 63 cm
und sieht im Moment so aus.
Das ist aber auch unpraktisch, denn diese große Front ist schwer und würde viel Platz benötigen, wenn ich sie mit Drehscharnieren anschlagen würde.

Hat jemand eine Idee wie ich das mit wenig Spezialwerkzeug und wenig Aufwand optimal umbauen kann?
Ich habe mir schon überlegt, ob ich mir stabile Schwerlast-Vollauszüge besorgen soll und dann eine große Schublade mit einem stabilen Boden baue.
Was haltet ihr von der Idee?

Welche Teleskopschienen würdet ihr mir empfehlen?
Muss es was von Blum oder Hettich sein, oder gibt es auch etwas Preiswerteres?

Aus welchem Material würdet ihr das Schubfach bauen? Kann ich die 4 alten Kästen nehmen und miteinander verleimen?
 

uli2003

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Die originalen Führungsschienen waren auch unverschämt.
Wahrscheinlich hat die Kiefernkommode mal 'ne Handvoll Dollar gekostet, und du beschwerst dich über die billigst Schienen und Kästen..
Mehr geht für den Preis nicht, und 4 Schwerlastzüge? (Wofür?) übersteigen den Wert des Schranks.

Wenn du günstige Beschläge haben möchtest, empfehle ich dir Rollenauszüge a la FR602 von Hettich oder ähnlich. Billig und funktionieren lange und gut.
Die Kästen musst du dann entsprechend umarbeiten / stabilisieren.

Grüße
Uli
 

Erdhorn

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Nene, die Kommode ist ein mannhoher Schrank mit etwa 2m Breite und hat 1995 in einem Möbelhaus 1000,- oder 1500,- DM gekostet. Das war damals ein stolzer Preis, fand ich.

4 Schwerlastauszüge wollte ich nicht einbauen.
Ich wollte aus den 4 einzelnen Schubladen, die ohnehin viel zu flach waren um praktisch zu sein, eine einzelne große Schublade machen. Einen Schwerlastauszug für bis zu 160 kg habe ich über Google beim ersten Treffer für 50 Euro gesehen. 50 Euro fänd ich noch ganz OK. Wenn das funktioniert, dann hätte der Schrank einen enormen Zugewinn beim Nutzwert.


FR602 sieht schon mal sehr viel stabiler aus, als das, was ursprünglich verbaut war.
Laut Datenblatt sind die allerdings "nur" für 35 kg ausgelegt.

Aber das ist schon mal ein Anhaltspunkt. Ich werde mal weiter googeln.
 

elmgi

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Eine einzelne Schublade aus den bisherigen vier zu machen ist wenig sinnvoll. Die Schublade würde dann eher eine "Stapelkiste" sein.
Wenn Du mehr Höhe als bisher benötigst, dann teile wenigstens in zwei Schubladen auf und nimm die von Uli empfohlenen Auszüge. Bei 35 kg Belastbarkeit je Schublade zweifle ich ohnehin daran, dass der Korpus eine volle Beladung (70 kg) unbeschadet überstehen würde.

Nur zur Information: 1996 habe ich für den cbm Kiefer-Blockware ("Möbelqualität") 730 DM zzgl. 15% Mehrwertsteuer bezahlt, also rund 840 DM nur für das Holz!
 

Erdhorn

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Ich habe inzwischen etwas die Kataloginfos zur Hettich FR602 studiert. Ich denke, ich werde diese Teile nehmen.
Die alten Schubladen muss ich in der Breite etwas stutzen, denn sonst ist nicht genug Platz. Das krieg ich aber hin :emoji_slight_smile:

Meine Perle wollte zuerst auch nur eine Schublade haben, aber eine 60cm hohe Schublade ist wohl doch unpraktisch, weshalb wir uns auf 2 Schubladen geeinigt haben.


Kann mir jemand sagen, was es im Katalog mit den Maßen 32 und 64 mm in Bezug auf die Direktbefestigungsschraube auf sich hat?

Was ist überhaupt eine Direktbefestigungsschraube? Gibt es auch Indirektbefestigungsschrauben? :emoji_slight_smile:



Zum Preis: Ich weiß nicht, wie viel Schränke man aus 1 m³ Holz bauen kann und wie groß der Anteil des Holzpreises am Gesamtpreis ist. Die 1000 DM waren damals deutlich mehr, als man für vergleichbare Schränke bei Discountern bezahlt hat. Deswegen hätte ich zumindest halbwegs brauchbare Qualität erwartet.
Die unbrauchbaren Schubladen waren nicht das Einzige, was an dem Schrank nicht funktioniert hat.
Das Bodenbrett hatte im Original nur ganz außen 4 Füße und hat sich daher bei Beladung durchgebogen. Das habe ich durch 4 weitere Füße im Bereich der beiden mittleren senkrechten Bretter ausgeglichen.
Die Holzeinlässe der Türen sind an manchen Stellen so dünn, dass sie angebrochen sind.
Die Rückwand war originalerweise nur lose in Nuten gestellt, sodass der ganze Schrank nur rumgeeiert ist. Das findet man aber wohl auch bei deutlich teureren Möbeln.
Die Verschlüsse, mit denen die Türen verschlossen werden, klappern auch nur. Die sind reingeschlagen, haben sich gelöst und man kann sie nicht nachziehen.

Naja, meine Perle hatte sich den Schrank damals alleine ausgesucht. Ich hätte den nicht gekauft, wenn ich den aufgebaut im Laden gesehen hätte.
 

beppob

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grüß dich erdhorn,

das ist ja das schöne an Schubladen, daß man da Ordnung halten kann und nicht alles aufeinander stapeln muß.

verleime die schubkästen vernünftig mit stabieleren böden und montier vollauszüge, die seitlich montiert werden, dann verlierst du nicht soviel platz in der höhe. diese gibt es (günstig, finde ich) Auszugsschienen, Vollauszüge, Schwerlastauszüge bequem online kaufen mit 35 und 50kg Belastbarkeit. die brauchen seitlich nicht viel luft und durch unterlegen von leisten, oder einnuten der auszüge in die schubladenseiten, kannst du die vorhandene luft auf das richtige maß bringen.

dann hast du mit wenig Einsatz den vorhandenen schrank erheblich verbessert. :emoji_wink:
 

Erdhorn

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Jo, ich finde Schubladen grundsätzlich auch praktisch - nur 12cm nutzbare Höhe bei 90cm Breite nicht :emoji_slight_smile:

Die FR602 habe ich inzwischen bestellt. Im Baumarkt hatten die leider nur die FR302. Die kamen mir recht labil vor.
Es waren auch Vollauszüge von Hettich im Baumarkt vorrätig (die Bezeichnung habe ich mir nicht gemerkt), aber die kamen mir auch nicht wirklich sehr stabil vor und hätten 35 Euro gekostet.
Bei zweifelhafter Stabilität war mir das zu teuer.
Außerdem ist mir dabei aufgefallen, dass diese Teile beidseitig zwangsgeführt sind.
Da die Schubladen bei 50 cm Tiefe und 90cm Breite dazu neigen zu verkanten, traue ich den FR602 mit ihren großen Rollen eine größere Haltbarkeit zu. Bei den Führungen mit den vielen kleinen Kugeln und beidseitiger Zwangsführung geht bestimmt eher was kaputt.

Sobald ich die FR602 hier habe, werde ich die vorhandenen Kästen auf die richtige Breite anpassen. Werkzeug um Nuten zu fräsen, habe ich nicht. Ich werde wohl genau arbeiten müssen :emoji_slight_smile:
Das gilt für so ziemlich alle Maße. Die Fronten werden zwischen den Korpusbrettern versenkt und sind so breit, dass sie spack sitzen. Auch die Höhe der Fronten sind so groß, dass sie aneinander reiben. Im Zweifelsfall werde ich die Schienen also etwas tiefer anbringen und die Fronten auf der Unterseite etwas abschleifen.

Naja, eine Schönheit wird der Schrank eh nicht. Er steht seit 3 Jahren im Wintergarten und seitdem hat das Material deutlich gelitten. Im Sommer herrschen dort regelmäßig 45°C und die UV-Strahlung dürfte auch nicht unerheblich sein.
 

elmgi

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Sobald ich die FR602 hier habe, werde ich die vorhandenen Kästen auf die richtige Breite anpassen. Werkzeug um Nuten zu fräsen, habe ich nicht
Ich denke, Du willst "höhere" Schubladen erzielen. Das wird mit dem alten Material wohl kaum gehen.

Naja, eine Schönheit wird der Schrank eh nicht. Er steht seit 3 Jahren im Wintergarten und seitdem hat das Material deutlich gelitten
Da der Schrank wohl primär nur einen Nutzzweck erfüllen soll, würde ich neue Schubladen aus günstigem Fichte-Leimholz anfertigen und nur verschrauben. Den Boden aus Sperrholz nicht einnuten sondern von unten auf den Schubladenrahmen aufsetzen und ebenfalls nur verschrauben. Die Sperrholzkanten werden seitlich ohnehin durch die Auszüge verdeckt, vorne werden die Fronten montiert und die Rückseite sieht man ohnehin nicht.
 

Erdhorn

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Ich denke, Du willst "höhere" Schubladen erzielen. Das wird mit dem alten Material wohl kaum gehen.
Mein Plan ist bisher, zwei Schubladenrahmen aufeinander zu leimen. Vom oberen Rahmen würde ich das Bodenbrett, welches in Nuten steckt, herausnehmen.
Zumaufeinanderleimen ist es wohl ratsam ein paar Dübel einzubauen. Eine Dübelfräse habe ich nicht. Ich werde daher versuchen so genau wie möglich mit der Bohrmaschine zu arbeiten und notfalls die Löcher etwas größer zu bohren. Optimal ist das natürlich nicht, aber es soll ja auch kein Gesellenstück werden. Ich habe Spaß dran, wenn ich mit wenig Aufwand alte Sachen aufwerten kann.

Da der Schrank wohl primär nur einen Nutzzweck erfüllen soll, würde ich neue Schubladen aus günstigem Fichte-Leimholz anfertigen und nur verschrauben. Den Boden aus Sperrholz nicht einnuten sondern von unten auf den Schubladenrahmen aufsetzen und ebenfalls nur verschrauben. Die Sperrholzkanten werden seitlich ohnehin durch die Auszüge verdeckt, vorne werden die Fronten montiert und die Rückseite sieht man ohnehin nicht.
Wenn die andere Variante nicht klappt, dann mache ich das so.
Allerdings ist es für mich immer ein Problem geeignetes und brauchbares Holz zu bekommen.
Für einen Schubladenrahmen würde ich vielleicht ein Glattkantbrett mit 200x18 mm nehmen. So etwas habe ich schon mal an anderer Stelle verbaut. Das hat sich im Laufe der Zeit ganz übel verzogen. Bei der Variante wäre das Holz dann sogar teurer, als die Führungsschiene.
Die originalen Rahmen sind zwar auch nicht besonders hochwertig, aber sie sind immerhin relativ formstabil.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sachen vorhanden sind. Ich muss nichts Neues kaufen und ich brauche nichts unnötig wegzuschmeißen.

Mir ist klar, dass ein Profi anders denkt. Der hat für so etwas wahrscheinlich das passende Material schnell zur Hand und kann auf ganz andere Werkzeuge zurückgreifen. Wenn ich hier nur ein Brett sauber und genau abschneiden will, dann habe ich schon viel zu tun. Mit der Stichsäge geht es nicht und mit der Handkreissäge müsste ich mir erst einen Anschlag anbringen. Selbst dann wird es nicht sehr genau, weil das Blatt relativ viel Spiel hat.
 

Erdhorn

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Mach ich, Danke. Ich hoffe, dass ich am Wochenende loslegen kann. Dann habe ich auch wieder ein paar Klamotten vor den Füßen weg, die seit dem letzten Umzug hier herumliegen :emoji_slight_smile:
 

elmgi

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Ich habe da noch etwas als Info für Dich:

[ame=http://www.youtube.com/watch?v=7us0epd7dyc]Montage von Rollschubführungen, Hettich für Heimwerker - YouTube[/ame]
 

beppob

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schönes Video,

aber das sind nur teilauszüge, ich würde auf jeden fall vollauszüge nehmen, sonst hat man gleich wieder einen verhau in der Schublade, wenn man an den hinteren Bereich nicht ran kommt :mad:

diese rollschubführungen sind ja recht günstig, aber sind auch sehr laut, holperig und unkomfortabel, da sind teleskopschienen schon bedeutend hochwertiger und gibt's auch recht günstig, siehe mein link in beitrag #6
 

uli2003

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Die von dir verlinkten Vollauszüge sind bei korrekter Montage vielleicht etwas leiser. Ich bezweifle jedoch ganz stark, dass ein Laie die exakt eingebaut bekommt, zumal sie sich echt bescheiden montieren lassen, und keine Toleranzen zulassen.

Das sind die bei mir ganz klar unbeliebtesten Auszüge, zumal sie meistens noch deutlich teurer gehandelt werden als beispielsweise der Blum 560H.

Grüße
Uli
 

Erdhorn

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Danke für das Video.
Neue Informationen enthält es zwar nicht, aber es ist trotzdem gut, dass ich das, was ich mir bisher rausgesucht habe, noch mal bestätigt bekomme.
Bei meinem Schrank wird es etwas knifflig, weil ich bei der Höhe kein Spiel habe und weil die Fronten versenkt sind und die Korpusvorderkanten rund sind und große Radien haben.

Da fällt mir gerade ein: Kann man die FR602 überhaupt für Schubladen ohne Anschlag verwenden? Oder muss ich noch einen Anschlag anbringen, damit die Schublade nicht zu weit in den Korpus gedrückt wird?
 

elmgi

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Die Führung des Auszugs verjüngt sich an der Hinterseite soweit, dass die Rolle des an der Schublade befestigten Teils sicher gebremst wird. Ein "Durchlaufen" der Schublade ist nicht möglich.
 

Erdhorn

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Wenn dann jemand die Schublade zu "wirft", dann bremsen nur die beiden Rollen die evtl. schwere Schublade ab, richtig?
Vielleicht sollte ich dann doch noch beidseitig zwei solidere Anschläge anbringen. Das ist ja nicht sehr aufwendig könnte aber bei regelmäßiger Benutzung durch Kinder die Lebensdauer deutlich erhöhen :emoji_slight_smile:
 

beppob

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Die von dir verlinkten Vollauszüge sind bei korrekter Montage vielleicht etwas leiser. Ich bezweifle jedoch ganz stark, dass ein Laie die exakt eingebaut bekommt, zumal sie sich echt bescheiden montieren lassen, und keine Toleranzen zulassen.

Das sind die bei mir ganz klar unbeliebtesten Auszüge, zumal sie meistens noch deutlich teurer gehandelt werden als beispielsweise der Blum 560H.

Grüße
Uli
grüß dich Uli,

die auszüge lassen in der breite eine Toleranz von 1mm zu und haben zum anschrauben langlöcher, somit kann man auch etwas verfahren. wo haben die rollschubführungen mehr Toleranzen :confused:
ein 500er auszug kostet unter zehn euro, das ist doch akzeptabel :emoji_frowning2: der blum 560h kostet das doppelte, ausserdem verlierst du ca 20mm in der höhe an Stauraum.

im Prinzip hast du recht, in einem hochwertigen Möbel baue ich auch einen in der art des blum ein, aber wenn es wenig kosten soll, oder für die Werkstatt sind die günstigen teile eine gute alternative.

ich habe mal so eine teleskopschine in unserer Theke eingebaut, da sind generell 48 flaschen (0,5ltr.) Bier drin und werden täglich oft geöffnet und geschlossen (bei Stoßzeiten nicht immer sehr gefühlvoll :emoji_open_mouth:), die hält schon jahre lang ohne Probleme :cool:

genau gearbeitet werden muß beim Möbelbau speziell bei Schubladen eigentlich generell :emoji_stuck_out_tongue:
 

uli2003

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Die Rollschubführungen sind nur einseitig zwangsgeführt. Das macht es schon einiges leichter. Und die 'kleinen' von dir genannten Kugelführungen lassen sich meines Wissens nach nicht aushängen, wenn dann nicht mindestens in der Schubladenseite eine Nut ist, wird es extrem fummelig.
Wenn die Kugelführungen schon 1mm Vorspannung haben, laufen die schon nicht mehr vernünftig.

ich habe mal so eine teleskopschine in unserer Theke eingebaut, da sind generell 48 flaschen (0,5ltr.) Bier drin und werden täglich oft geöffnet und geschlossen (bei Stoßzeiten nicht immer sehr gefühlvoll ), die hält schon jahre lang ohne Probleme
So ein 10 Euro Teil? Glaub ich dir nicht.

Grüße
Uli
 

beppob

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Die Rollschubführungen sind nur einseitig zwangsgeführt. Das macht es schon einiges leichter. Und die 'kleinen' von dir genannten Kugelführungen lassen sich meines Wissens nach nicht aushängen, wenn dann nicht mindestens in der Schubladenseite eine Nut ist, wird es extrem fummelig.
Wenn die Kugelführungen schon 1mm Vorspannung haben, laufen die schon nicht mehr vernünftig.



So ein 10 Euro Teil? Glaub ich dir nicht.

Grüße
Uli
grüß dich Uli,

die kugelführungen kann man schon aushängen, wie soll man die denn sonst montieren :confused:
wenn man die Toleranz ausnutzt laufen die trotzdem, da die Befestigungslaschen beweglich sind und somit nur eine geringe Spannung entsteht.

der auszug in der Theke war natürlich teurer, da er viel tiefer ist und eine höhere Belastung hat. ist aber der selbe Hersteller und die gleiche Machart, nur etwas massiver :emoji_wink:
 

uli2003

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die kugelführungen kann man schon aushängen, wie soll man die denn sonst montieren
Wenn das geht ist gut. Die günstigen lassen/ließen sich oft nicht aushängen, was dann eine ordentliche Fummelei bedeutet. Darauf wollte ich hinaus.

Grüße
Uli
 

Erdhorn

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Hallo,

ich hatte vorhin endlich mal Zeit mich mit der Sache kurz zu beschäftigen.
Beim Zerlegen der alten Kästen sind die Sperrholzböden an den Kanten gebrochen, da sie dort mit kleinen Nägeln unter dem Kasten befestigt waren. Das Zeug möchte ich nicht mehr nehmen und stattdessen eine beschichtete Spanplatte also Schubladenboden unter den Rahmen schrauben.
Welche Materialstärke nehme ich am Besten? Die Schublade hat etwa die Größe 90x50cm.

Regalböden in der Küche haben 18mm Stärke und liegen nur seitlich auf. Die Schubladenböden würden an allen 4 Seiten aufliegen. Die Spannweite beträgt daher "nur" 50 cm. Reicht es, wenn ich ca 10-12mm beschichtete Spanplatte nehme?
 

carsten

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Hallo

Spanplatte als Schubkastenboden wenn nur darunter geschraubt würde ich nicht empfehlen, brechen mitunter an den Kanten recht schnell aus.
Sperrholz wäre geeigneter da reichen dann auch 5 mm
 

Erdhorn

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Nur 5mm?
Die originalen Böden bestehen aus 4mm Sperrholz und die hingen schon bei nur geringer Beladung sehr stark durch. Kann es sein, dass es große Unterschiede in der (Sperr-)Holzqualität gibt? Das Zeug, was hier verbaut ist, kommt mir sehr leicht, porös und spröde vor.
Wenn ich mir wieder Sperrholz besorge, worauf müsste ich dann achten?

Beschichtete Spanplatte hätte den Vorteil, dass sie leichter sauber zu halten wäre.
 
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