Hallo erstmal!
ich bin zwar neu hier im Forum, allerdings schon länger stiller Mitleser. Alex ist mein Name und ich bin gelernter und praktizierender Schreiner. Aktuell noch in Unterfranken wohnhaft aber bald vielleicht in Hessen. Ist aber eine andere Geschichte. Gerne möchte ich euch heute mein letztes Projekt, einen Schreibtisch, vorstellen. Gründe für den Bau gab es verschiedene. Zum einen hatte mich schon länger nach einem kleinen Schreibtisch umgeguckt der von der Optik her eher etwas klassisch sein soll. Zweitens habe ich seit Ewigkeiten noch ca. 6 Blätter Apfelbaumfurnier bei mir liegen gehabt. Dieser war 0,9mm stark und typisch für den Apfelbaum, stark gerissen und mit einigen Fehlstellen. Allerdings wollte ich ihn aufgrund dieser tollen Farbe und dem leichten Riegel unbedingt verwenden. Zudem ist perfekt einfach langweilig. Aber am allermeisten wollte ich meine Erfahrungen mit dem furnieren mit Knochenleim ausweiten. Bisher hat sich das nur auf sehr kleine Werkstücke beschränkt. Hier ging es zum ersten Mal darum, größere Flächen wirklich komplett aufzureiben. Mir blieb ehrlich gesagt auch keine andere Möglichkeit, da ich keinen Zugriff auf eine Furnierpresse habe. Vielleicht ist das hier für den ein oder anderen auch eine Inspiration wie man mit wenig, bzw. ohne Werkstatt, daheim auskommt. Die einzige Maschine die ich benötigte war eine Kappsäge. Aber der Reihe nach.
Als Trägerplatte dient hier eine 22mm starke Tischlerplatte, die ich im Baumarkt gekauft habe. In dem Maß 1200 x 600 kostete diese ca. 35€. Warum dieses Maß? Das Maß hat sich letzten Endes nach der Menge des verfügbaren Apfelbaumfurniers gerichtet. Als ich das Design festlegte war mein Plan es komplett aufzubrauchen. Das hat auch geklappt. Ist aber auch riskant wenn man keine Reserven mehr hat. Wie ihr allerdings seht, habe ich die Form geändert. Einen kleinen Bogen hat die Platte vorne. Der ist natürlich absolut optional. Ein Kumpel von mir hat den für mich gefräst.
Gut, als nächstes an die Anleimer. Woher bekommt man die jetzt in der Länge? Natürlich im Internet. 20mmx5mm Eiche sollte es sein. Doch als die kamen war ich etwas enttäuscht/verärgert. Die leisten waren nicht nur extrem gefladert, sonderen es war auch noch Roteiche. Der Kotrast zum Eichenfurnier, welches ich auch im Internet bestellt habe, war viel zu krass.
Also blieb mir nichts anderes übrig als diesen auch zu furnieren. Mit 0,9er Furnier kann man das schonmal machen. Das ging auch wirklich sehr unkompliziert. Sowohl Furnier als auch Anleimer einfach etwas vorgewärmt und dann mit einem nassen Lappen und einem Holz aufgerieben. Das Stück Holz habe ich mir extra dafür hergestellt. Es funktioniert meiner Meinung nach besser als der Furnierhammer. Aber vor allem ist es etwas schonender.
Als das getrocknet war, das überstehende Furnier entfernt wurde, ging es darum die Anleimer passend abzulängen. Am einfachsten geht das wahrscheinlich mit der Kappsäge. Das hieße für mich allerdings wieder alles raus in den Hof tragen. Deswegen habe ich es erstmal mit der Hobellade versucht. Das hat tatsächlich auch sehr gut geklappt. Auch wenn das ganze etwas abenteuerlich aussieht. Wichtig ist es die Leiste richtig festzuhalten im gefragten Winkel. Bei den sehr spitzen Winkel musste ich halt etwas improvisieren um den passenden Winkel zu erreichen. Bei den 45° hinten war es relativ einfach. Da habe ich mir den Winkel einfach angerissen und passend angehobelt.
Also die Anleimer dann angepasst waren habe ich sie mit Zwingen angeleimt. Auch hier wieder alles etwas vorgewärmt. Dann hat man auch genug Zeit die Zwingen festzumachen. Gut, jetzt war furnieren angesagt und das ging erstmal richtig in die Hose. Was einem beim Furnieren mit Knocheleim immer klar sein sollte ist, dass hier sehr sehr viel Feuchtigkeit im Spiel ist. Einseitig aufgetragen wölbt sich das Furnier sofort und es wird extrem schwer es aufzureiben. Deswegen wird der Knochenleim häufig beidseitig aufgetragen damit man einen Gegenzug hat. Grundsätzlich funktioniert das auch aber man hat das riesige Problem das sich der Leim danach nicht mehr mit einem Bügeleisen reaktivierten lässt, weil alles voller Leim ist und das Bügeleisen komplett einsaut. Und auf das regelmäßige erwärmen und somit flüssig halten des Leims, kann ich bei diesen "großen" Flächen einfach nicht verzichten. Somit bleibt nur noch ein nasser Lappen. Bei Probestücken hat das wunderbar damit geklappt. Auch das Bügeln ist dann überhaupt kein Problem mehr. Ich habe allerdings nicht bedacht was das mit dem Furnierklebeband macht.... Das hat sich natürlich sofort verabschiedet als es nass wurde ich ich das ganze aufgerieben habe. Dadurch hat sich die komplette Bordüre an der Seite gelöst und das über Stunden zusammengesetzte Furnierbild hat sich wieder in seine Einzelteile zerlegt. Nur zur Erinnerung, ich hatte kein Furnier mehr übrig. Und noch ein Punkt den ich nicht so klar bedacht hatte war, wie stark das Furnier arbeiten wird. Da hier extrem viel Feuchtigkeit im Spiel ist, war keine Maßhaltigkeit mehr gegeben. In der Breite waren es plötzlich locker 2mm mehr und die Bordüre war aufgrund des Maserverlaufs auch extrem gequollen. Alles in allem ist das Komplett in die Hose gegangen und ich hatte keine Lust mehr. Aber so schnell wollte ich dann doch nicht aufgeben. Also habe ich das Furnier wieder entfernt, in alle Einzelteile zerlegt und in der Badewanne mit heißen Wasser den kompletten Knochenleim runtergewaschen. Als das Furnier wieder trocken war, ging es darum zu retten was zu retten ist. Alle Kanten musste ich mit dem Hobel nochmal nacharbeiten um das wieder einigermaßen ansehnlich zusammenzubekommen. Hat aber zum Glück eingermaßen gut geklappt. Leider gab es nur ein paar Trockenrisse. Die fallen aber nicht so extrem auf, da das Furnier auch so schon die eine oder andere Fehlstelle hat.
Also wie habe ich es dann gemacht? Nach dem studieren ein paar Videos amerikanischer Kollgen war mir klar, dass ich mich von dieser Angst, dass der Leim sofort geliert und zu kalt ist, verabschieden muss. Die habe nämlich genau das gezielt genutzt. In der Praxis vewendet man den Leim dann also wie ein Kontaktkleber. Ich habe den Knochenleim also beidseitig aufgetragen und gezielt etwas gelieren lassen. Als ich das Furnier dann aufgelegt habe, hat das so gut gehalten, dass ich es kaum mehr runtergebracht habe. Also ging ich folgendermaßen vor. Furnier und Trägerplatte mit Leim benetzen, etwas abkühlen lassen, Furnier ausgerichten auflegen und jetzt immer nur die Hälfte der furnieren Fläche mit dem Bügeleisen leicht erwärmen und dann schön aufreiben. Auch der Einsatz von etwas Wasser als Gegenzug ist gar kein Problem, wenn man nicht übertreibt. Mit der Technik habe ich es dann wirklich geschafft das sauber draufzubekommen. Auch ein korrigieren des ganzen Furniers ist kein Problem wenn man die komplette Fläche erwärmt. Man sollte den Leim halt nicht wieder zu flüssig machen, sodass es sich wieder nach oben hin sich ablöst.
Als das trocken war, ging es an das nächste, oben schon erwähnte, Problem. Nämlich die Maßhaltigkeit. Ich musste alle Seiten leicht nachschneiden und der Bogen fehlte ja auch noch. Das war aber nicht so wild. Mit einer Art Lineal und dem Gegenstück des Bogens, habe ich das einfach mit einem Cutter etwas nachgeschnitten. Die Rückseite wurde in diesem Zug dann auch noch furniert. Das war super entspannt. Man hatte ja schon etwas Übung und Fugenband war da ja auch keins im Spiel.
Aber das Fügen der Eiche hat mich wirklich wahnsinnig gemacht. Mein Plan war es zwischen zwei Multiplexplatten zu spannen und dann mit dem Hobel zu fügen. Doch trotz einer rasiermesserscharfen Klinge war das einfach nicht möglich. Ständig gab es extreme Ausrisse. Dadruch bliebt mir nichts anderes übrig, als das ganze anstatt mit einem Hobel, mit Schleifpapier zu fügen.
Aber auch das war irgendwann geschafft. Und auch das Fügen der Gehrungen hat erstaunlich gut mit der Hobellade funktioniert. Anfangs dachte ich eigentlich das ich hier mit die meisten Probleme habe werde. Aber dem war dann doch nicht so. Ich habe das Furnier einfach aufgelegt und mich an den Winkel herangetastet. Hier konnte ich wirklich auf den zehntel Milimetergenau arbeiten. Beim furnieren war das dann zwar doch schon wieder etwas tricky, weil das Holz eben arbeitet, aber am Ende sind die Gehrungen einfach nur gut geworden.
Am Ende habe ich das Ganze erstmal ein paar Tage richtig durchtrocknen lassen. Danach wurde es geschliffen und mit einem Hartöl beschichtet. Auf das Gestell will ich gar nicht so viel eingehen. Mit diesem bin ich auch nicht so zufrieden, weil es etwas wackelig geworden ist. Und hier wurde dann auch mal die Kappsäge genutzt.
Fazit:
Sooooooo viel Arbeit.... aber doch ganz schön geworden. Ich habe wirklich extrem viel gelernt bei dem Ganzen. Mit der Methode des furnieres von solchen zusammengesetzten Furnieren, bin ich mir aber unsicher, ob das wirklich der geeignetste Weg ist. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man alle Teile einzeln aufleimt. Auch kann ich einem nur mitgeben viel mit der Konsistenz des Leim zu experimentieren. Ich habe Ihn durch den Glauben das er dadurch besser hält, häufig zu dick gemacht. Das hatte zur Folge das er sich manchmal sehr schlecht verreiben lassen hat. Hier nochmal abschließende Bilder. Sind leider nicht die besten weil meine Handykamera echt räudig ist. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

ich bin zwar neu hier im Forum, allerdings schon länger stiller Mitleser. Alex ist mein Name und ich bin gelernter und praktizierender Schreiner. Aktuell noch in Unterfranken wohnhaft aber bald vielleicht in Hessen. Ist aber eine andere Geschichte. Gerne möchte ich euch heute mein letztes Projekt, einen Schreibtisch, vorstellen. Gründe für den Bau gab es verschiedene. Zum einen hatte mich schon länger nach einem kleinen Schreibtisch umgeguckt der von der Optik her eher etwas klassisch sein soll. Zweitens habe ich seit Ewigkeiten noch ca. 6 Blätter Apfelbaumfurnier bei mir liegen gehabt. Dieser war 0,9mm stark und typisch für den Apfelbaum, stark gerissen und mit einigen Fehlstellen. Allerdings wollte ich ihn aufgrund dieser tollen Farbe und dem leichten Riegel unbedingt verwenden. Zudem ist perfekt einfach langweilig. Aber am allermeisten wollte ich meine Erfahrungen mit dem furnieren mit Knochenleim ausweiten. Bisher hat sich das nur auf sehr kleine Werkstücke beschränkt. Hier ging es zum ersten Mal darum, größere Flächen wirklich komplett aufzureiben. Mir blieb ehrlich gesagt auch keine andere Möglichkeit, da ich keinen Zugriff auf eine Furnierpresse habe. Vielleicht ist das hier für den ein oder anderen auch eine Inspiration wie man mit wenig, bzw. ohne Werkstatt, daheim auskommt. Die einzige Maschine die ich benötigte war eine Kappsäge. Aber der Reihe nach.
Als Trägerplatte dient hier eine 22mm starke Tischlerplatte, die ich im Baumarkt gekauft habe. In dem Maß 1200 x 600 kostete diese ca. 35€. Warum dieses Maß? Das Maß hat sich letzten Endes nach der Menge des verfügbaren Apfelbaumfurniers gerichtet. Als ich das Design festlegte war mein Plan es komplett aufzubrauchen. Das hat auch geklappt. Ist aber auch riskant wenn man keine Reserven mehr hat. Wie ihr allerdings seht, habe ich die Form geändert. Einen kleinen Bogen hat die Platte vorne. Der ist natürlich absolut optional. Ein Kumpel von mir hat den für mich gefräst.
Gut, als nächstes an die Anleimer. Woher bekommt man die jetzt in der Länge? Natürlich im Internet. 20mmx5mm Eiche sollte es sein. Doch als die kamen war ich etwas enttäuscht/verärgert. Die leisten waren nicht nur extrem gefladert, sonderen es war auch noch Roteiche. Der Kotrast zum Eichenfurnier, welches ich auch im Internet bestellt habe, war viel zu krass.
Also blieb mir nichts anderes übrig als diesen auch zu furnieren. Mit 0,9er Furnier kann man das schonmal machen. Das ging auch wirklich sehr unkompliziert. Sowohl Furnier als auch Anleimer einfach etwas vorgewärmt und dann mit einem nassen Lappen und einem Holz aufgerieben. Das Stück Holz habe ich mir extra dafür hergestellt. Es funktioniert meiner Meinung nach besser als der Furnierhammer. Aber vor allem ist es etwas schonender.
Als das getrocknet war, das überstehende Furnier entfernt wurde, ging es darum die Anleimer passend abzulängen. Am einfachsten geht das wahrscheinlich mit der Kappsäge. Das hieße für mich allerdings wieder alles raus in den Hof tragen. Deswegen habe ich es erstmal mit der Hobellade versucht. Das hat tatsächlich auch sehr gut geklappt. Auch wenn das ganze etwas abenteuerlich aussieht. Wichtig ist es die Leiste richtig festzuhalten im gefragten Winkel. Bei den sehr spitzen Winkel musste ich halt etwas improvisieren um den passenden Winkel zu erreichen. Bei den 45° hinten war es relativ einfach. Da habe ich mir den Winkel einfach angerissen und passend angehobelt.
Also die Anleimer dann angepasst waren habe ich sie mit Zwingen angeleimt. Auch hier wieder alles etwas vorgewärmt. Dann hat man auch genug Zeit die Zwingen festzumachen. Gut, jetzt war furnieren angesagt und das ging erstmal richtig in die Hose. Was einem beim Furnieren mit Knocheleim immer klar sein sollte ist, dass hier sehr sehr viel Feuchtigkeit im Spiel ist. Einseitig aufgetragen wölbt sich das Furnier sofort und es wird extrem schwer es aufzureiben. Deswegen wird der Knochenleim häufig beidseitig aufgetragen damit man einen Gegenzug hat. Grundsätzlich funktioniert das auch aber man hat das riesige Problem das sich der Leim danach nicht mehr mit einem Bügeleisen reaktivierten lässt, weil alles voller Leim ist und das Bügeleisen komplett einsaut. Und auf das regelmäßige erwärmen und somit flüssig halten des Leims, kann ich bei diesen "großen" Flächen einfach nicht verzichten. Somit bleibt nur noch ein nasser Lappen. Bei Probestücken hat das wunderbar damit geklappt. Auch das Bügeln ist dann überhaupt kein Problem mehr. Ich habe allerdings nicht bedacht was das mit dem Furnierklebeband macht.... Das hat sich natürlich sofort verabschiedet als es nass wurde ich ich das ganze aufgerieben habe. Dadurch hat sich die komplette Bordüre an der Seite gelöst und das über Stunden zusammengesetzte Furnierbild hat sich wieder in seine Einzelteile zerlegt. Nur zur Erinnerung, ich hatte kein Furnier mehr übrig. Und noch ein Punkt den ich nicht so klar bedacht hatte war, wie stark das Furnier arbeiten wird. Da hier extrem viel Feuchtigkeit im Spiel ist, war keine Maßhaltigkeit mehr gegeben. In der Breite waren es plötzlich locker 2mm mehr und die Bordüre war aufgrund des Maserverlaufs auch extrem gequollen. Alles in allem ist das Komplett in die Hose gegangen und ich hatte keine Lust mehr. Aber so schnell wollte ich dann doch nicht aufgeben. Also habe ich das Furnier wieder entfernt, in alle Einzelteile zerlegt und in der Badewanne mit heißen Wasser den kompletten Knochenleim runtergewaschen. Als das Furnier wieder trocken war, ging es darum zu retten was zu retten ist. Alle Kanten musste ich mit dem Hobel nochmal nacharbeiten um das wieder einigermaßen ansehnlich zusammenzubekommen. Hat aber zum Glück eingermaßen gut geklappt. Leider gab es nur ein paar Trockenrisse. Die fallen aber nicht so extrem auf, da das Furnier auch so schon die eine oder andere Fehlstelle hat.
Also wie habe ich es dann gemacht? Nach dem studieren ein paar Videos amerikanischer Kollgen war mir klar, dass ich mich von dieser Angst, dass der Leim sofort geliert und zu kalt ist, verabschieden muss. Die habe nämlich genau das gezielt genutzt. In der Praxis vewendet man den Leim dann also wie ein Kontaktkleber. Ich habe den Knochenleim also beidseitig aufgetragen und gezielt etwas gelieren lassen. Als ich das Furnier dann aufgelegt habe, hat das so gut gehalten, dass ich es kaum mehr runtergebracht habe. Also ging ich folgendermaßen vor. Furnier und Trägerplatte mit Leim benetzen, etwas abkühlen lassen, Furnier ausgerichten auflegen und jetzt immer nur die Hälfte der furnieren Fläche mit dem Bügeleisen leicht erwärmen und dann schön aufreiben. Auch der Einsatz von etwas Wasser als Gegenzug ist gar kein Problem, wenn man nicht übertreibt. Mit der Technik habe ich es dann wirklich geschafft das sauber draufzubekommen. Auch ein korrigieren des ganzen Furniers ist kein Problem wenn man die komplette Fläche erwärmt. Man sollte den Leim halt nicht wieder zu flüssig machen, sodass es sich wieder nach oben hin sich ablöst.
Als das trocken war, ging es an das nächste, oben schon erwähnte, Problem. Nämlich die Maßhaltigkeit. Ich musste alle Seiten leicht nachschneiden und der Bogen fehlte ja auch noch. Das war aber nicht so wild. Mit einer Art Lineal und dem Gegenstück des Bogens, habe ich das einfach mit einem Cutter etwas nachgeschnitten. Die Rückseite wurde in diesem Zug dann auch noch furniert. Das war super entspannt. Man hatte ja schon etwas Übung und Fugenband war da ja auch keins im Spiel.
Aber das Fügen der Eiche hat mich wirklich wahnsinnig gemacht. Mein Plan war es zwischen zwei Multiplexplatten zu spannen und dann mit dem Hobel zu fügen. Doch trotz einer rasiermesserscharfen Klinge war das einfach nicht möglich. Ständig gab es extreme Ausrisse. Dadruch bliebt mir nichts anderes übrig, als das ganze anstatt mit einem Hobel, mit Schleifpapier zu fügen.
Am Ende habe ich das Ganze erstmal ein paar Tage richtig durchtrocknen lassen. Danach wurde es geschliffen und mit einem Hartöl beschichtet. Auf das Gestell will ich gar nicht so viel eingehen. Mit diesem bin ich auch nicht so zufrieden, weil es etwas wackelig geworden ist. Und hier wurde dann auch mal die Kappsäge genutzt.
Fazit:
Sooooooo viel Arbeit.... aber doch ganz schön geworden. Ich habe wirklich extrem viel gelernt bei dem Ganzen. Mit der Methode des furnieres von solchen zusammengesetzten Furnieren, bin ich mir aber unsicher, ob das wirklich der geeignetste Weg ist. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man alle Teile einzeln aufleimt. Auch kann ich einem nur mitgeben viel mit der Konsistenz des Leim zu experimentieren. Ich habe Ihn durch den Glauben das er dadurch besser hält, häufig zu dick gemacht. Das hatte zur Folge das er sich manchmal sehr schlecht verreiben lassen hat. Hier nochmal abschließende Bilder. Sind leider nicht die besten weil meine Handykamera echt räudig ist. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!
