Schiebetür aus Sperrholz oder MDF

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von wolfst1978, 20. November 2008.

  1. wolfst1978

    wolfst1978 ww-pappel

    Beiträge:
    4
    Hallo Woodworker,

    wir würden gerne, zwecks Platzersparnis, eine normale Zimmertür durch eine Schiebetür ersetzen. Der Plan steht soweit und es geht eigentlich nur noch ums Türblatt. Dieses soll 120 cm breit und 220 cm hoch und max. 3 cm (besser 2,5cm) tief sein.

    2 Möglichkeiten haben wir uns überlegt:

    1. einfach eine MDF Platte verwenden oder
    2. aus 4 mm Sperrholz eine "richtige" Tür aufbauen

    Die Tür trennt den Wohnbereich vom Eingangsbereich ab. Sie muss nicht isolieren, sondern nur als Windfang dienen. Eingangsbereich ist eher feucht und kalt (zumindest im Winter), im Wohnbereich brennt ein Kaminofen. Wir haben also einen grösseren Temperaturunterschied zwischen Aussen- und Innenseite.
    Welche Variante könnt ihr mir empfehlen, bzw. hat jemand noch eine bessere Idee. Glas kommt nicht in Frage, da das nicht zum Stil unseres Hauses passt.

    Vielen Dank
    Stefan und Sonja
     
  2. netsupervisor

    netsupervisor ww-ulme

    Beiträge:
    168
    Ort:
    Bayreuth
    Hallo Stefan und Sonja,

    ich hab zwar das System nicht ganz verstanden, aber ich denke mal, du meinst, dass die Schiebetüre maximal 30mm dick sein soll. So dick muss es doch eigentlich auch nicht sein, oder?
    Denke max 19-22mm dürfte da reichen.

    Früher hab ich viel in MDF gemacht, mittlerweile bin ich von dem Material eigentlich gar nicht mehr so überzeugt. Es ist erstens teuer (teuerer als Span), schwerer und platzt leicht an den Kanten auf. Außerdem macht es alles Werkzeuge schneller Stumpf....
    Ich würde zu Spanplatte greifen, nochbesser wäre eine Verbundplatte aus Schichverleimung, also z.B. Stäbchenverbundplatten oder Tischlerplatten. Die sind allerdings etwas teuerer.

    Wie habt ihr euch das mit dem Sperrholz gedacht?
    Wollt ihr wohl mehrere Platten aufeinander leimen?
    So einfach ist das leider nicht, schon gar nicht bei der Größe. Ohne Furnierpresse wohl auch keine saubere Angelegenheit.

    Hoffe, ich hab euch ein wenig weitergeholfen.
    Grüße
    manuel
     
  3. wolfst1978

    wolfst1978 ww-pappel

    Beiträge:
    4
    Hallo Manuel,

    ja, mit den 30 mm meinte ich die Dicke.
    Mit Sperrholz hatten wir uns gedacht das wir einen Rahmen auf eine 4mm Sperrholzplatte kleben, diesen dann innen mit Stegen ausstatten und dann auf die ander Seite wieder ne 4 mm Sperrholzplatte drauf leimen. Ich weiß leider nicht wie ich es besser erklären kann, da ich die Fachbegriffe nicht kenne. Die Tür wäre somit innen hohl und damit viel leichter. Wir mussten eine unserer Zimmertüren absägen, da konnte man sehen das die in dieser Art aufgebaut war.
    Ne Furnierpresse haben wir nicht, allerdings hätte ich dafür einfach ein Holzbrett und ein paar Getränkekästen verwendet um eine Presse zu improvisieren.

    Meine Sorge bei ner Spanplatte ist, das die nicht gerade bleibt und sich mit der Zeit wölbt.

    Grüsse
    Stefan
     
  4. carsten

    carsten Moderator Mitarbeiter

    Hallo

    also üblicherweise wird dafür ein normaler Türrohling verwendet( gibt es im Fachhandel in unterschiedlichen Breiten und auch Gewichten ( abhängig vom Aufbau). Allerdings in der Regel 40 mm stark.
    Soll es dünner sein bevorzuge ich Tischlerplatten, je nach weiterverarbeitung mit Span oder MDF Deck.
     
  5. gleiter

    gleiter ww-robinie

    Beiträge:
    2.266
    Ort:
    Österreich
    Hallo Stefan!

    So, wie Du den Türaufbau in Sperrholz beschreibst, habe ich das auch mal gemacht. Ebenfalls die Forderung 30 mm stark, noch dazu ein Sondermaß und eingebaute Glaselemente. Hat klaglos gefunzt. Voraussetzung eine komplett ebene Fläche, zum Beschweren habe ich Hochlochziegel verwendet, zum Einen weil ich gerade eine Palette stehen hatte, zum Anderen wegen der satteren Auflagefläche.

    Gruß, André.
     
  6. Dingsda42

    Dingsda42 ww-robinie

    Beiträge:
    1.815
    Wenn du die Variante mit dem Sperrholz nimmst, wie willst du die Tür dann endbehandeln?
    Wenn sie deckend behandelt wird, würde ich die Platten auf das Gestell schrauben oder mit einem Nagler anschießen und die Löcher danach dichtspachteln, dann erübrigt sich der Aufwand mit dem pressen.
     
  7. wolfst1978

    wolfst1978 ww-pappel

    Beiträge:
    4
    Danke für die Antworten. Ich werde die Tür jetzt aus Sperrholz anfertigen wie ichs geschrieben habe. Von den Kosten machts keinen großen Unterschied, und ich denke das ist die sauberste Lösung.
    Die Tür wird grundiert und danach lackiert. Nageln oder tackern wäre ohne weiteres möglich. Vielleicht verleime ich und tacker zusätzlich noch.

    Viele Grüße
    Stefan
     
  8. Dingsda42

    Dingsda42 ww-robinie

    Beiträge:
    1.815
    Ja klar, Leim solltest du auf jeden Fall angeben. Wenn du danach tackerst, dann sparst du dir halt das pressen weil die Klammern die Platte auf dem Gestell halten.
     
  9. ensteff

    ensteff ww-kastanie

    Beiträge:
    32
    Ort:
    .
    Ich hänge mich mal dran

    Hallo, ich hoffe es ist okay, dass ich mich einfach an das Thema dranhänge.

    Ich möchte gern vor der Kellertreppe eine Falttüre bauen, möglichst einfach aus einem Plattenmaterial. Das Treppenhaus und die Kellertreppe sind unbeheizt, es ist also ungefähr das gleiche Klima auf beiden Seiten der Tür.

    Trotzdem habe ich die Sorge, dass die Türe sich verziehen könnte. Welches Material ist da am besten? Tischlerplatte, MDF, Multiplex, Sperrholz, ...

    Soll halt auch nicht so teuer werden, aber bei den 2 m² macht das Material auch keinen großen Unterschied.

    Danke für die Tipps.

    Steffen
     
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