Richtige Einstellung Verleimfräser

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Free, 11. Februar 2019.

  1. Free

    Free ww-esche

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    Hallo zusammen!

    Habe mir folgenden Fräser für den Frästisch zugelegt:

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    Ist mein erster Fräser dieser Art und ich habe erste Testläufe gemacht. Bin aber noch nicht ganz glücklich.

    Ich versuche mal die Einstellungen wiederzugeben. Folgendes habe ich gemacht:

    1. Frästiefe auf 2,5mm eingestellt

    2. Fräshöhe 39mm

    Erste Fräsung durchgeführt.

    Dann das Konterprofil:

    1. wie oben 2,5mm Tiefe

    2. Fräshöhe auf 36,6mm, testweise auch auf 36,55 und 36,65mm

    Ergebnis ist ok, aber nicht perfekt. Die Zacken greifen gut ineinander, beim Verleimen bleibt aber ein minimaler Spalt bestehen. Ich versuche gleich mal ein paar Bilder zu machen.

    Verbesserungsvorschläge wären willkommen!

    Gruß,

    Flo
     
  2. Komihaxu

    Komihaxu ww-robinie

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    Stell sicher, dass deine Werkstücke absolut identische Dicke haben. Im Zweifel nochmal durch den Dickenhobel schieben. Jedes Zehntel ist entscheidend!

    Die Höhe zwischen Fräseroberkante und Tischoberfläche kannst du so ausrechnen:
    Einstellhöhe = (Fräserhöhe B + Werkstückdicke) / 2
    Hoffe, ich entsinne mich da richtig.


    Danach ist eine Probefräsung fast unumgänglich, die Teststücke müssen exakt gleich dick wie dein finales Werkstück sein.

    Moment! Ein Spalt oder ein Versatz zwischen den Brettflächen?

    Wenns ein Spalt in den Zahnspitzen ist, dann hast du nicht tief genug gefräst.
    Zum Einstellen der Tiefe nehme ich ein dünnes Stahllineal und schiebe damit den Anschlag vorsichtig so weit nach hinten, dass er gerade so den Grund des Fräserzahns berührt.
    Mit angelegtem Lineal drehe ich den Fräser per Hand, er soll nur ganz leicht am Lineal "ankratzen".
     
  3. Free

    Free ww-esche

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    So, hier die Bilder:
     

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  4. kgb007

    kgb007 ww-esche

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    Mit einem Verleimfräser zu arbeiten macht es notwendig, den Aufnahmeanschlag am Frästisch etwas nach vorn zu stellen, so dass man „bis auf den Grund“ fräsen kann. Im Prinzip wie beim Abrichten.
     
  5. Free

    Free ww-esche

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    Hallo Rainer, hallo Komihaxu,

    danke für die Tips. Werde ich beim nächsten Versuch beachten.

    Rainer: Also z.B. ne Unterlegscheibe hinter den Aufnahmeanschlag und dann so einstellen, dass es passt?

    Komihaxu: ja das mit der Dicke kann tatsächlich ein Problem sein, hatte das Gefühl, dass die Fräsung ganz leicht verläuft. Meist schließt eine Seite beim Verleimen ganz gut, auf der anderen Seite bildet sich ein Spalt. Habe erstmals die Klemmung der Höhenverstellung an der Oberfräse benutzt, war bisher nicht nötig, hier aber schon.

    Gruß,

    Flo
     
  6. kgb007

    kgb007 ww-esche

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    Wie auch immer man den Anschlag etwas versetzen kann. Bei meinem Anschlag gibt es einen Mechanismus. Wichtig ist, dass das Ganze parallel und 90 Grad zum Tisch bleibt. Wenn das mit Scheiben klappt, solltest Du es versuchen.
     
  7. Komihaxu

    Komihaxu ww-robinie

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    Für diese Fräsung braucht es echte Präzision. Die Brettdicke muss gleich sein, der Andruck muss passen, beim Fräsen darf sich weder Brett noch Frästisch (oder Anschlag) verbiegen, etc etc.

    Du wirst merken, dass es da wirklich eine ordentliche Maschine braucht, nicht jeder klapprige Frästisch ist da geeignet.
    Und für ein paar wenige Fräsungen wirst du dir den Aufwand der Einstellarbeit normalerweise nicht antun, da brauchts schon eine kleine Serie. Was wird denn eigentlich aus den Brettern?
     
  8. Dietrich

    Dietrich ww-robinie

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    Hallo,

    völlig falsche Vorgehensweise, das ist ein Fräsprofil für eine Breitenverbindung nicht für Kopfholz.
    Für eine Oberfräse mit Schaftfräser sind die Einstellungen doch ganz gut.

    Gruß Dietrich
     
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  9. kgb007

    kgb007 ww-esche

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    Warum soll das in Hirnholz nicht funktionieren? (Nur nebenbei: die Bilder beim Fräser stellen eine Hirnholzverbindung dar)
     
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  10. Free

    Free ww-esche

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    Hallo zusammen,

    Die Bilder zeigen beides. Ich möchte den Fräser für die Wangen einer Relaxliege aus dem anderen Threat verwenden.

    Werde eure Tips berücksichtigen und am Mittwoch nochmal probieren.

    Könnt ihr mir noch sagen wie die Einstellungen sein müssen, wenn ich 39mm voll ausnutzen möchte? Also ein möglichst dickes Stück verleimen?

    Werden fast nur Verleimungen in der Breite.

    Gruß,

    Flo
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2019
  11. Free

    Free ww-esche

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    Der Frästisch ist nicht klapprig :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:

    Ich glaube/hoffe der taugt schon was. Ist ne Trend T11 in nem Frästisch mit Incra Komponenten. Mit dem LS Anschlag bekomme ich schon recht genaue Fräsungen hin. Aber das halbieren von 4,67 mm ist schon ne Kunst. Mein Messgerät zeigt nur 0,05mm Schritte an.

    Gruß,
    Flo
     
  12. Holzrad09

    Holzrad09 ww-robinie

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    Weil man für Längsverbindungen einen Keil oder Trapezzinkenfräser verwendet ! Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    LG
     
  13. kgb007

    kgb007 ww-esche

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    B1A41C75-72AE-4471-B3A4-8C1348C52E53.jpeg Der Fräser stellt doch eine Keilzinkenverbindung her, oder bin ich jetzt blöd?
    Zitat: In der Normenliteratur ist die Keilzinkenverbindung definiert als „Längsverbindung zweier Vollhölzer, z. B. Bretter, Bohlen, Kanthölzer, deren Enden mit keilförmigen Zinken gleicher Teilung und gleichen Profils ineinandergreifen und miteinander verklebt sind.“
     
  14. Holzrad09

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    Dieser Spitzverleimfräser dient nur der Breitenverleimung, für Längsverbindungen sind die Spitzen viel zu kurz, Keilzinken kann man ohne Leim zusammenstecken ohne das es auseinanderfällt, mach das mal mit den kleinen Spitzen. :emoji_grin:
    Spitzverleimfräser für Breitenverleimung > Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    Keilzinkenfräser für Längsverleimung > Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2019
  15. kgb007

    kgb007 ww-esche

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    Dieser Fräser ist für die Oberfräse allerdings etwas überdimensioniert. :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:
    Er will ja keine Weichholzbretter längs verbinden sondern schafft so etwas wie eine Leimholzplatte
    Und zurück zur Eingangsfrage: woher kommt der Spalt? Darauf wurde geantwortet.
     
  16. Holzrad09

    Holzrad09 ww-robinie

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    Für die OF bräuchte er solch einen Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. um Längsverbindungen herzustellen.
    LG
     
  17. Free

    Free ww-esche

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    Moin,
    ich werde es testen. Habe gerade mit dem Shop telefoniert. Meine Herangehensweise ist wohl falsch. Ich soll den Fräser exakt auf Materialhöhe einstellen und fürs Konterprofil das Brett drehen und nich den Fräser verstellen. Er hat nen Moment gebraucht, dann fiel der Groschen. Meine Denkweise die 4,67mm zu halbieren war völlig falsch.

    Werde es morgen testen, dann berichten.

    Holzrad: Die Längsverbindungen haben deutlich besser geklappt als die Stirnseiten.

    Viele Grüße,

    Flo
     
  18. Hondo6566

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    Hast du eine 12mm Spannzange? Weil die meisten Verleimfräser haben scheinbar diesen Schaftdurchmesser.
     
  19. Free

    Free ww-esche

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    Habe 8, 12 und 12,7. Dieser Fräser hat 12mm.
     
  20. SteffenH

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    Außer, dass sich die Teile beim Verleimen nicht in der Höhe verschieben, bringt so eine Längsfräsung doch eh nichts.
     
  21. IngoS

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    Hallo, ich kenne das nur so, dass man auf Umschlag fräst. Trotzdem muss der Fräser in der Höhe richtig eingestellt werden. Bei meiner Tischfräse rechne ich immer: Fräserdicke minus Werkstückdicke das dann durch Zwei plus Werkstückdicke. Das ist das Maß, um das der Fräser über den Tisch schaut.
    Beispiel: Fräser 50mm dick, Werkstück 30mm dick. 50mm minus 30mm ist 20mm durch Zwei ist 10mm. 10mm plus 30mm Werkstück gleich 40mm. Oberkante Fräser muss also 40mm über der Tischfläche eingestellt werden und dann natürlich auf Umschlag fräsen.
    Ach ja, und damit die Zähne gut ausgefräst werden stelle ich bei meinem 5mm Profil 5,5mm Frästiefe ein und schiebe das zweite Anschlaglineal entsprechend vor,

    Gruß

    Ingo
     
  22. Hondo6566

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    Ingo, das ist identisch mit (Fräserhöhe+Werkstückhöhe)/2.
    Wurde oben bereits gesagt.
    Beweis: (Fh-Wh)/2 + (2*Wh)/2
    Auf ein Nenner gestellt ist das (Fh-Wh+2*Wh)/2 = (Fh+Wh)/2

    Gruß Andreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2019
  23. Free

    Free ww-esche

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    Nabend!

    Hatte was früher frei und konnte daher einen Test machen. Entweder ich verstehe es noch immer nicht, oder es klappt so einnfach nicht.
    Nur zum Verständnis: Ich stelle den Fräser so wie von euch beschrieben ein und fräse das erste Brett, dann nehme ich das andere Brett und fräse es mit der gleichen Einstellung. Wenn ich dann eines der Bretter um 180 Grad drehe, sollten die Fräsungen ineinander passen, richtig?

    Versuchsaufbau 1:

    Arbeitshöhe Fräser 40mm - Brettstärke 25mm=15mm:2=7,5mm+25mm=32,5mm Fräserhöhe
    oder nach Hondo 40mm+25mm:2=32,5mm

    Kann ich drehen wie ich will, passt nicht ineinander!
     

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  24. Free

    Free ww-esche

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    Versuchsaufbau 2 nach Beratung durch den Verkäufer:

    Brettstärke=Fräserhöhe

    Keine Ahnung ob ich nen grundlegenden Denkfehler drin habe :emoji_frowning2:

    Brauche die Fräsungen für das Projekt nicht zwingend, würde mich aber freuen, wenn ichs hin bekomme.

    Könnt ihr mir weiter helfen?

    Gruß,

    Flo
     

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  25. IngoS

    IngoS ww-robinie

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    Hallo,

    so wie das gefräst ist, kann es nicht hinkommen, wenn du da wirklich auf Umschlag gefräst hast. Steck die beiden Teile mal zusammen, dass die Verzahnung richtig greift, Nun kannst du den Versatz messen. Um den halben Betrag des Versatzes musst du den Fräser nun anheben oder absenken. Dann sollte es klappen.
    Beispiel: Versatz ist 3mm, dann den Fräser um 1,5mm verstellen.

    Gruß

    Ingo
     
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