Habe diese Woche einige Tests mit dem Fischleimgries von Kremerpigmente durchgeführt. Die Zubereitung war ähnlich wie bei anderen Glutinleimen. Ich habe in etwa die doppelte Menge Wasser 20g zum Fischleimgries 10g dazugegeben.

Danach dann nach Vorgabe von Kremer Pigmente zwei Stunden quellen lassen. Dann im Wasserbad auf knapp 65° erwärmt. Angenehm ist mir aufgefallen, kein unangenehmer Geruch.
Die Verarbeitung war dann doch etwas ernüchternd. Erhofft hatte ich mir ja, dass ich diesen Leim auch zimmerwarm bei einer langen offenen Zeit verarbeiten kann. Der muss aber wie jeder andere Warmleim verarbeitet werden.
Ich habe Leimversuche auf vorerwärmten Holz und auf Holz mit Werkstatttemperatur 18° durchgeführt. Auf nicht vorgewärmten Holz bei 60° etwa 2-3min offene Zeit, dann geliert er. Bei 50° vielleicht noch eine Minute. Ab 40° nur noch einige Sekunden. Bei etwa 30• geliert er im Leimtopf. Vorrausgesetzt mein Thermometer funktioniert richtig. Bei vorgewärmten Holz sind die offenen Zeiten gefühlt in etwa wie bei Hautleim. Für mich also uninteressant. Da bleibe ich bei fertigen Fischleim und Hautleim.
@werists das war dann wohl auch für dich leider nichts.
Interessant war auch, dass sich Eiche stark verfärbt, anders als beim fertigen Fischleim. Links Fischleimgries, rechts fertiger Fischleim. Eigentlich wollte ich mein Tischgestell damit verleimen. Das habe ich dann besser gelassen.
@isso trotzdem noch interessiert? Dann lege ich was ins Päckchen.
Für ein paar Kleinigkeiten habe ich ihn dann aber doch benutzt, damit es nicht ganz umsonst war. Für das Verkleben von Messing mit Holz und Holz auf Holz.
