Proxxon AH 80 für 60x60x1000 mm Teile geeignet?

blackarrow

ww-ulme
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Hallo zusammen,

ich arbeite in meiner kleinen Werkstatt mit einem Metabo DH330 Dickenhobel und einer Metabo TKS 254 Tischkreissäge. Grundsätzlich sind das eher Baustellenmaschinen und nicht besonders präzise, für vieles reicht es mir aber, da ich den Rest mit Handwerkzeugen mache.

Probleme habe ich vor allem bei längeren Teilen wie Stuhl- oder Tischbeinen. Die Abmessungen liegen bei maximal etwa 60 × 60 × 1000 mm. Bei vielen Projekten brauche ich eigentlich nur zwei exakt plane und rechtwinklige Referenzflächen, manchmal aber auch vier und dabei habe ich Probleme.

Da ich wenig Platz und ein begrenztes Budget habe, suche ich eine möglichst kleine Lösung und bin dabei auf die Proxxon AH 80 gestoßen.

Meine Frage wäre: Ist die AH 80 für solche Abmessungen überhaupt geeignet?

Danke!
 

bast_ig

ww-robinie
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Hi,

interessantes Gerät. Proxon ist auch erstmal keine schlechte Marke. Ich meine, als Daumenregel beim Abrichten von @IngoS gelesen zu haben, dass man 1,5 mal die Tischlänge gut machen kann. 1000 mm kann man händisch gut unterstützen, also geht es vielleicht mit Übung. Das Gerät hat nur 200 W Leistung. Das stelle ich mir eher als Begrenzung vor.

Alternativ wäre eine Möglichkeit, dass Du die Regerenzflächen erst möglichst gut sägst und dann noch mit einem Hobel glättest. Dafür brauchst Du eine stabile Werkbank, bist aber sonst flexibler.

Grüße
 

blackarrow

ww-ulme
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Naja, 0.8 mm ist für mich schon relativ viel, mit Handwerkzeugen arbeite ich sehr langsam (aber entspannt).

Bretter werden immer von Hand (grob) gehobelt und durch DH330 geschickt. Zwei Flächen flach und parallel ohne Probleme.

Aber bei solchen Elementen z. B. 50x50 mm oder kleiner wird es immer spannend, besonders wenn die nicht mehr durch Stosslade bearbeitet werden können (zu lang).

200 W klingt aber sehr wenig.

Einhell, HBM, Vevor, Scheppach und Co. lieber nicht. Metabo wäre für mich die unterste Grenze (auch nicht perfekt aber OK).
 

wirdelprumpft

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aktuell HC260 und die hier von HBM wüsste nicht ob ich da zur Metabo greifen würde
Ich hatte über 20 Jahre ne Metabo Magnum HC260 aber die hat mit der aktuellen Metabo nichts gemein.
Grund war für mich damals das de 2 Stahleinzugswalzen hatte. Keine Ahnung wie das beim Aktuellen Metabomodell ist.
Bei der HBM scheint zumindest die erste aus Metall zu sein die hinter der Welle sieht nach Gummi aus.
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blackarrow

ww-ulme
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Nach kurzer Recherche zur Proxxon AH80 habe ich gesehen, dass die Maschine offenbar viele Probleme hat, angefangen bei der Montage der Ersatzmesser bis hin zur Genauigkeit. Besonders stutzig macht mich dabei die Leistung von nur 200 W.

Ich habe deshalb einen kleinen Test gemacht. Dafür habe ich mit Absicht ein gebogenes und krummes Stück Fichte aus dem Baumarkt genommen, 40x60x1300 mm. Eine Seite habe ich zunächst grob mit Richtstäbchen und Raubank gehobelt, damit das Stück stabil durch die DH330 laufen kann. Sobald eine Seite gehobelt wird, wird dabei auch die andere Seite leicht gehobelt. Dadurch bekommt man zwei Seiten, die parallel und flach sind.

Anschließend habe ich das Holz auf der Werkbank befestigt und unten ein paar Stücke Spannplatte untergelegt, sodass das Werkstück ungefähr 10 mm hoch liegt. Die Raubank habe ich seitlich aufgelegt, um die 90°-Kante herzustellen. Da ich bereits etwas Übung mit dem Hobel habe, war das schnell erledigt. Wichtig ist dabei, richtig zu hobeln, also den Hobel am Anfang und Ende nicht umzukippen (Hobel muss scharf sein).

Die Gegenseite ging anschließend durch die DH330, und damit war es erledigt. Alle Ecken sind 90° und sehr genau. Das ist definitiv mehr Genauigkeit, als man bei 90 % der Projekte benötigt. Bei meinem aktuellen Projekt brauche ich diese Genauigkeit allerdings. In der Welt der Handwerkzeuge brauche ich ansonsten eigentlich nur eine Fläche und eine Kante, die perfekt sind.

Natürlich wäre eine richtige Abrichte schneller, aber dafür habe ich keinen Platz.

Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich mir eine lange Stoßlade bauen, in der das Werkstück gut befestigt werden kann. Dann ist alles fest, und man kann den Hobel etwas dagegen drücken und richtig greifen, besonders bei Eiche und anderen härteren Hölzern.

Etwas wie das:

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