Pflaumenholz Stamm auftrennen

totti82

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Hallo an alle,
ich habe zwei Pflaumenholzstämme bekommen.
Sie sind 160cm lang und haben einen Durchmesser von 30 und 40cm. Beide sind Kernfaul.

Da Pflaumenholz ja sehr schnell reissen soll, will ich sie auftrennen.
Die Sägewerke der Region haben alle abgewinkt, da sie erst ab 250cm auftrennen können und haben mir geraten daraus Brennholz zu machen...

Hat einer einen Tipp, wie man so einen Stamm auftrennen könnte?

Oder kennt einer zufällig einen Betrieb in der Region Aachen, der so etwas kann?

Vielen Dank

Thorsten
 

totti82

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Naja, das mit der Bandsäge ist so eine Sache. Ich hab grad ein Sägewerk am Telefon gehabt, das auch eine Bandsäge hat, die anderen hatten angeblich keine, aber ihm wars zu gefährlich, wegen Eisen, das im Stamm sein könnte.
 

fritz-rs

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Auf jeden Fall muß der gesamte Splintbereich abgetrennt werden.
So schön er im Kontrast mit dem Kernholz steht, er reißt ganz schlimm und die Risse wandern dann auch ins Kernholz.

Gruß Fritz
 

Túrin

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zu hause
Naja, das mit der Bandsäge ist so eine Sache. Ich hab grad ein Sägewerk am Telefon gehabt, das auch eine Bandsäge hat, die anderen hatten angeblich keine, aber ihm wars zu gefährlich, wegen Eisen, das im Stamm sein könnte.
Bei Obstbäumen ist die Angst nachvollziehbar. Aber dafür gibt's Splittersuchgeräte. Wenn Du den Aufwand treiben möchstet, frage mal im Forstamt nach. Die haben dann und wann solches Gerät.
 

muh

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Naja, das mit der Bandsäge ist so eine Sache. Ich hab grad ein Sägewerk am Telefon gehabt, das auch eine Bandsäge hat, die anderen hatten angeblich keine, aber ihm wars zu gefährlich, wegen Eisen, das im Stamm sein könnte.
Bis eben bin ich davon ausgegangen daß wirklich jedes Sägewerk ein Metallsuchgerät
für die Splittersuche besitzt und einsetzt.
Melde dich bei einem Metalldetektorforum an, schildere dort dein Problem.
Unter der Rubrik " Auftragssuche" wird dir sicher jemand gegen Obolus helfen können.
Manche machen so was umsonst wenn etwas Kaltschale lockt, oder wenn sie den Garten in dem die Bäume stehen/standen mal eben durchsuchen dürfen.
In Aachen gibt es einige Schatzsucher die helfen können.
 

totti82

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Das Sägewerk, das die Bandsäge hat, hat auch ein solches Splittersuchgerät. Also ich hab ihn gefragt, ob es nicht solche Geräte gebe, die Metallteile aufspüren können.
Seine Antwort war, dass man bei den Geräten aber nie ganz sicher sein könnte, dass die auch alles fänden. Und die Reparatur einer Bandsäge, bei der natürlich dann auch die Führung kaputt gehen würde, würde schnell 1000€ oder mehr kosten.

Hört sich für mich eher nach einer Ausrede an, um den kleinen Auftrag abzuwimmeln. Kann ich ja auch verstehen. Zwingen kann man ihn eh nicht...

Ich wollte mal die Tischler durchtelefonieren, ob die vielleicht einen kennen, der sowas macht. Soweit ich weiss, gibt es ja auch noch Tischler, die sich solche Hölzer besorgen. Also die müssten ja dann bescheid wissen.

Kann man so einen Stamm eigenlich spalten, oder ist das unmöglich? Das Holz wirkte recht spaltfreudig.

Sonst bleibt im Notfall nur die Kettensäge, aber das wär schon blöd.

Eine Frage noch zum Splint. Muss der wirklich ganz weg? Falls einer den Stamm aufschneiden könnte und man Kanthölzer mit Splintholzanteil da raus bekäme, würden die in den Abmessungen dann auch noch reißen? Oder reißt das nur am ganzen Stamm?
 

Herbert 10

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Also ich bin stolzer Besitzer einer Blockbandsäge .

Ich habe im Vorjahr auch Obstholz aufgetrennt wo einige Nägel drinnen waren .
Das einzige was bei Nagelkontakt kaputt geht ist das Bandsägeblatt.

Aber bei einem so dünnen Bäumchen könnte man auch nach baldigen Nagelkontakt noch fertigschneiden , ohne das sich das Band zuviel verläuft.

Danach ist das Band natürlich sofort zu wechseln .

Ich würde das mit eimem Besitzer einer so wunderbaren Maschine so vereinbahren : Falls das Band tatsächlich bschädigt würde , würde ich ihm einfach die Bandkosten von etwa 30-50 Euro ersetzten.
 

SimonS

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Hallo,
es gibt in deiner Gegend bestimmt auch mobile Sägewerke. Diese setzen eine Bandsäge ein. Mobil heißt, die könnten umherfahren, haben an ihrem Heimatstandort aber meißt bereits aufgebaut. Minimale Länge wäre z.B. 80cm, kommt aber auf die Säge an. Bei Nagelkontakt wird wie oben bereits erwähnt nur das Blatt stumpf. Sollte kein Problem sein.
Grüße
Simon
 

muh

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Also ich hab ihn gefragt, ob es nicht solche Geräte gebe, die Metallteile aufspüren können.
Seine Antwort war, dass man bei den Geräten aber nie ganz sicher sein könnte, dass die auch alles fänden.
Das ist nur teilweise korrekt.
Wenn man ganz sicher gehen will muss man sagen daß diese Geräte nur bis maximal 15 cm tief ins Holz suchen können.
Manche gehen auch 25 cm und mehr, aber dann nur auf größere Objekte.
Dann hängt es sehr stark davon ab ob der Benutzer auch mit dem Gerät umgehen kann.
Eisenteile bis runter zur Größe einer halben Stecknadel können bis 5 cm Tiefe noch aufgespürt werden.
Wenn falsch bedient wird oder wenn eine Schraube aus Edelstahl im Holz ist gibt es keine Anzeige.
Ich weiss das weil ich zwei dieser Geräte besitze.
Wenn ich vorher keinen Test mache kann ich sowieso nicht sicher sein daß was angezeigt wird.
Ein innen hohler Baumstamm sollte aber durchsucht werden können.
 

Herbert 10

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Bin auch etwas am überlegen mir so ein Ding anzuschaffen .

Was kostet sowas , das leistbar ist und trotzdem was taugt ?

Muß man da cm für cm abscannen , dh den Stamm auch öfters drehen ?
 

muh

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Einfach den Stamm entlang, darf halt kein Metall in der Nähe sein.

Im Prinzip ist das nichts anderes als ein Metallsuchgerät wie es auch Schatzsucher verwenden.

Ich habe einmal ein solches Schatzsuchgerät das extrem empfindlich ist.
Kostet etwa 900 Euro neu.

Dann habe ich ein mir unbekanntes sogenanntes PI Gerät das ich bei
ebay für ca 45 Euro geschossen habe. Das reagiert stark auf Eisen.

Ich kann dir keinen Rat geben welches Gerät du kaufen solltest.

Manchmal weden bei ebay aus Militärbeständen Minensuchgeräte des
Herstellers Schiebel aus Österreich angeboten.
Mit etwas Glück für 160 Euro zu haben.
Besser geht es nicht. Zeigt aber Nichteisen schlecht an.
Das Gerät ist aber etwas umständlich zu handhaben da
die Elektronik an einem Kabel ist und um die Schulter getragen werden muss.
Außerdem hat es keinen Lautsprecher. Sondern einen Kopfhörer der nur
an diesem Gerät passt.

Die russichen Geräte kosten etwa 80 Euro. Würde ich aber nicht kaufen.

Sogenannte Spielzeugdetektoren können funktionieren, aber man kann auch Pech haben. Billiger China Kram. Hersteller die so tun als ob sie Qualität wären
kann man als Laie leider nicht unterscheiden. Hier wird oft Seben oder Hartmann genannt, bzw wird drüber gemeckert. Sobald in der Typenbezeichung das Buchstabenkürzel MD auftaucht
besser Finger weg.
 

Herbert 10

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Danke für deine ausführliche Erklärung.


Ich halte mal auf jedem Fall die Augen offen
 

Felix49

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Hi,

ich habe auch schon Zwetschke u. andere aufschneiden lassen.
Zwetschke nicht zu dünn aufschneiden lassen, verzieht sich beim Trocknen sehr.
Splint dranlassen, toller Kontrast !
Notfalls mit Kettensäge u. Führung aufschneiden lassen.
Ist eines meiner Lieblingshölzer.

Gruß
Felix
 

Hermann.

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Sonst bleibt im Notfall nur die Kettensäge, aber das wär schon blöd.
Nimm die Kettensäge. Ich habe eine Linde mit ähnlichem Maß mit der Kettensäge aufgeschnitten. Ging ohne Probleme und wesentlich schneller als den Stamm zum Säger und zurück zu transportieren.

Du solltest den Schnitt am Stamm vorzeichnen und zwischendurch kontrollieren.
 

Herbert 10

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Ich hab das früher auch öfters mit der Kttensäge gemacht .

Mir graut jetzt noch wenn ich daran denke....................
 

totti82

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Wie dick sollte man bei Pflaume denn die einzelnen Bretter schneiden, damit sie sich nicht zu sehr verziehen?
 

Felix49

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Hi,

das verziehen kannst Du nicht verhindern, aber dass das Brett nach dem Abrichten zu dünn ist.
 

eisenwurm

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Wenn Du eine Kettensäge hast, dann sollte es damit machbar sein.
Bei Youtube gibt es viele Videos.
[ame=http://www.youtube.com/watch?v=UtGiU_ueAt4&feature=related]Sägewerk Eigenbau - YouTube[/ame]

Als Führung würden für die paar kurzen Schnitte einige Bretter reichen. Das Problem bei Längsschnitten sind aber die langen Späne, die mit normalen Ketten entstehen. Ich glaube, die Ketten für Längsschnitte haben stumpfere Winkel.
Wenn ich im Wald Brennholz mache, schneide ich sehr dicke Stücke erst längs an und spalte den Rest mit einem Keil. Dabei verstopft der Ketteneinzug manchmal und ich muss die Späne zwischendurch von Hand entfernen.

Richtig zugeschnitten habe ich bisher nur einen dicken Stützbalken aus Fichte, Es war schon eine Herausforderung, hat aber viel weniger Aufwand bedeutet, als einen Säger zu suchen.
 
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