Pergolabalken schützen?

amdultra

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Hallo!

Ich habe von unserem alten Dachstuhl restbalken und bau gerade eine Pergola damit auf.

Die Balken der Konstruktion sind 14x14 (Säulen und Querbalken) die "Sparren" oben 10x12 hoch.

Ich denke sinnvoll wäre es wohl die Balken gegen wasser von oben zu schützen. Was wäre dafür denn am besten geeignet? Gibt es da Bänder, oder sollte man da schon ein Blech draufgeben?

Danke
 

IngoS

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Hallo,

eine Pergola mit irgendwelchen Blechen, oder Abdeckungen drauf, sieht immer bescheiden aus.
Das Holz ist halt frei bewittert und hat dadurch eine begrenzte Lebensdauer.
Nimmt man Lärche, oder Eiche hält das unbehandelt so 20 Jahre. Fichte ist schneller hin, aber gute 10 Jahre werden es auch sein.
Wichtiger, dass die Pfosten keinen Erdkontakt haben. Da sind die sonst sehr schnell abgefault.
Irgendwie streichen würde ich nicht.

Gruß Ingo
 

amdultra

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Danke für die Antwort!

Die Steher habe ich auf Pfosten Träger montiert, die sind rund 10cm vom Boden entfernt und darunter Schotter, also von unten wirds nicht bewittert. :emoji_slight_smile:

Das mit der Optik ist eben die Sache, so rein aus Holz gefällt es uns Recht gut. Den Rahmen habe ich Mal aufgebaut.

Da es wir gesagt die Verwertung vom alten Dachstuhl ist ist es halt "leider" Fichte. Dafür wurde sie aber nicht entsorgt :emoji_wink:

Ich habe die Pfosten so montiert das Risse möglichst nicht oben / an der bewitterungsseite sind.
 

Holzrad09

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Ich denke sinnvoll wäre es wohl die Balken gegen wasser von oben zu schützen.
Am Ende kann man es machen wie man will.
Und wenn man die Pergola wirklich nutzen will, dann sollte man sie möglichst komplett überdachen. :emoji_slight_smile:
Spass beiseite, Du kannst Dein Holz schützen und z.B. Dachpappschweißbahnstreifen aufschweißen, Du kannst auch das ganze Ding mit klarem Makrolon überdachen oder einfach so lassen und nach 10 Jahren neu bauen.
LG
 

amdultra

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Hätte noch eine Frage dazu...baue halt nur Stückchen Weise weiter wenn die Zeit es Grad erlaubt. :emoji_slight_smile:

Ich bekomme aber da gewackelt nicht weg. Anbei ein Foto. Es sind oben derzeit aber nur 2 Sparren zum Fixieren, 4 folgen noch, vielleicht wirds dann besser?

Vorne stehen die Steher auf 14er einschraubhaltern, hinten auf betonierten Mauer mit unträgern. Ich weiß dass H-pfostenträger anscheinend besser wären. Vorne könnte ich notfalls noch auf solche ändern und Einbetonieren, würde es aber gerne vermeiden.

Lt. Foto links/Rechts ist es sehr stabil. Aber vorne/hinten gibt es noch Bewegung. Stabilisiert sich das wenn ich kopfbänder zumindest links am Foto noch 2 montiere?

Habe aber das Problem das Sparren und Balken nicht übereinander verlaufen. Ich könnte mir am Steher absetzen und dann neben dem Sparren das Kopfband rauflaife. Lassen und seitlich verschrauben. Sonst passen die abstände nicht...bringt das dann trotzdem was?

Danke
 

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NOFX

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Wenn du das ganz links und ganz rechts einbauen kannst, wird das schon reichen. Nur eine Seite reicht wiederum nicht.
 

Luchs

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Danke für das Bild, dachte schon, der Senkrechte Balken wäre breiter als der aufliegende Balken.

Wegen dem Holzschutz würde ich am Holz prinzipiell gar nix machen. Je nach Alter des Dachstuhls sind da ja auch noch Holzschutzmittel drin.

Worüber ich mir Gedanken machen würde, wären die Bepflanzung und Besonnung gerade im Winter. Immergrün? Starkwüchsig (Hopfen, Bohne) oder brutalwüchsig (Glyzinie, Kiwi, Wein, macht Haus kaputt)? Wie dicht im Sommer und wieviel Wasser steht da drunter? Im Winter im Schattenloch oder schön bewindet und besonnt? Wie ist der Anschluß und Abstand zum Haus, damit die brutalwüchsigen Pflanzen da nix verbrechen? Zugänglichkeit?

Kann man alles machen, muß sich aber je nachdem drauf einstellen. Bei immergrünen Pflanzen würde ich z.B. eher eine Metallpergola nehmen.

Und Tipp: sehe zu, daß man an ein paar Stellen mit der Leiter von unten durch das Blätterdach kommt. Erleichtert das schnippeln ungemein.
 

amdultra

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so....also danke mal für die Tipps! Mittlerweile steht das Ding und mit jedem Kopfband wurde das merkbar stabiler!

Jetzt würde ich gerne noch eine Trapezblech draufmachen, da nach testsitzen die Sonne direkt draufprallt. Damit wäre die Frage des Holzschutzes auch erledigt :emoji_wink:

Habe aber jetzt nur rund 4 Grad gefälle. Die Vorgabe von 14 Grad vom Blechhersteller werde ich nicht erreichen, was aber wohl egal ist weil da geht es nicht um regendichtheit.

Ich würde aber die Sparren etwas noch versenken um ein wenig mehr gefälle zu erreichen. Jetzt liegen die einfach "fast plan" auf. Google sagt da macht man "kerven" rein. Sparren sind 12cm hoch. Wie tief darf/sollte ich die maximal ausschneiden? Nur wie ich den richtigen Winkel finde ist mir noch nicht ganz klar :emoji_laughing:
 

Martin45

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Bei so einem einfachen Konstrukt wie eine Pergola würde ich mir nicht zu viele Gedanken um 4° vs. 14° Neigung machen. Bei einem Haus oder Halle mit Trapezblech mag das richtig sein, aber bei einer Pergola sehe ich das entspannter, wird ja kein Dachdecker-Gesellenstück.
Eine Terrasse oder Pflaster nach Norm hat mindestens 2°, Hauptsache das Wasser läuft ab, das sehe ich als gegeben. Das Wasser wird etwas länger drauf stehen/schlechter trocknen und vor allem die Tropfkante ist ungünstiger. Aber bei einer Pergola....
 

IngoS

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Hallo,

so eine flache Neigung funktioniert, Vorausgesetzt, die Bleche werden in der Länge nicht gestoßen. Also nicht übliche 2m Baumarktware, sondern Bleche im Zuschnitt in richtiger Länge verwenden.

Gruß Ingo
 

Schraubzwinge894

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Solltest du doch Kerven machen wollen zum Anzeichnen:
Sparren auf der höheren Seite so weit unterfüttern, wie du ihn auf der niedrigen Seite ausschneiden möchtest. An einem Sparren alles parallel zu den beiden Pfetten anzeichnen. Ausschneiden.
Solange unter dem Trapezblech nicht flächig Holz ist, würde ich mir wegen der Steigung auch keine Gedanken machen.

Bedenken aber mögliche Schneelast und entsprechend notwendige zusätzliche Lattung.

Wenn es nur um Sonnenschutz geht, wäre ein Sonnensegel zwischen den Pfosten evtl. eine einfachere und schönere Lösung?
 

Mr.Ditschy

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Jetzt würde ich gerne noch eine Trapezblech draufmachen, da nach testsitzen die Sonne direkt draufprallt. Damit wäre die Frage des Holzschutzes auch erledigt :emoji_wink:

Habe aber jetzt nur rund 4 Grad gefälle. Die Vorgabe von 14 Grad vom Blechhersteller werde ich nicht erreichen, was aber wohl egal ist weil da geht es nicht um regendichtheit.
Und ich wollt schon schreiben, welchen Vorteil man sich von einer Pergola wirklich verspricht, wenn kein "Dach" darüber ist.
Sind die 14° Herstellerangaben bei einem Stoß? Ansonsten wenn das ohne Stoß hinbekommst und nur in Höhen verschraubst, hast ja nur eine Bahn - oder dichtest das am Stoß gegen die Kapillarwirkung ab (habe ich auch schon gemacht).
Doch Blech schaut von unten nicht prickelnd aus, also wenn dann eher zuvor abbrettern oder lieber ein lichtduchlässiges Dach wählen und ggf unterhalb Sonnenschutz spannen, das hat mehr Charme und kannst bei Regen und Sonne sitzen und das Holz bleibt geschützt.
 

amdultra

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Hm, irgendwo hab ich was verbockt.

Hab jetzt Mal Latten rauffelegt und Höhenunterschied nachgemessen. Damit komme ich bei 360 länge nur auf 1 Grad gefälle. Das wird zu wenig sein.

Vorne wenn ich 3cm ausklinken komme ich dann auf 1,67..immer noch wenig. Hm
 

amdultra

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Gesamtlänge würde ich 360 brauchen. Durchsichtig wäre der Dame auch lieber. Aber gibt's so durchsichtig Platten überhaupt durchgehend so lAng?
 
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