Parkett: Welche Holzart ist besonders robust?

Steve06

ww-fichte
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Hallo,
ich möchte demnächst meine Wohnung mit Parkett verlegen (Massiv oder Fertig). Nun weiß ich aus Erfahrung, dass manche Parkette dazu neigen, schnell Spuren (z.B. von dünnen Damenschuhabsätzen) zu hinterlassen. Welche Hölzer sind also besonders hart, um das zu vermeiden?

Vielleicht kann jmd. auch zu meiner Zusatzfrage Stellung nehmen: Lieber Massiv- oder Fertigparkett?

Ich bin dankbar für jeden Rat!

Beste Grüße
Steve
 

Festool24

ww-ulme
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Hallo Steve, Fertigparkett ist auch Massivholz, da kommen wohl die üblichen verdächtigen zum Zuge Eiche Buche Ahorn etc ...
 

500/1

ww-esche
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Hallo,
es gibt auch schwimmend verlegte Massivdielen, vielleicht sind die ja was für dich?
Ich kann Eiche empfehlen durch die Holzstruktur fallen Kratzer usw. so gut wie nicht auf. Es gibt seit kurzem auf angefaste Sortimente, die dürften nochmal ein weniger unempfindlicher sein, da die Fasen ja auch ein wenig "Unruhe" hineinbringen. Eine andere Neuerung ist sogenanntes Thermoholz welches nochmals eine härtere Oberfläche aufweist und nebenbei etwas widerstandsfähiger gegen Wasser ist.
 

GlücksPilz

ww-birke
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Guten Morgen!

Ich würde die Vorschlagen du überlegst dir welche Anforderungen du an deinen zukünftigen Boden stellst. Dann wird es einfacher sein zu entscheiden ob Massiv- oder Fertigparkett. Und welche Holzart im einzelnen.

Willst du viel oder wenig ausgeben?
Willst du deine Räume schnell wieder nutzen können?
Willst du selbst beim Verlegen tätig werden, oder nicht?
Musst du evtl. eine bestimmte Höhe vom Produktaufbau einhalten?
Wirst du längerfristig in der Wohung bleiben wollen/müssen?

Diese Fragen könneten dir evtl schon mal helfen was dein Entscheidungsproblem für Massiv bzw. Fertigparkett angeht.

Und was die Tatsache angeht dass vorher geschrieben wurde Fertigparkett sei auch Massiv, ist nur teilweise richtig. Die Deckschicht ist natürlch massiv und aus einer Holzart, aber der gesamte Produktaufbau ist anders als Massivparkett. Und dementsprechend die Produkteigenschaften und Anforderungen.

Zur Holzart kann ich auch nicht wirklich weiter helfen. Kann nur soviel sagen dass du mit einem Laubholz sicherlich bessere Festigekeiten (wegen in der Regel höherer Dichte) als mit Nadelhölzern erzielen wirst.

Naja, und das mit der Fase ist auch mit Vorsicht zu genießen. Du musst dir Gedanken über die Reinigung machen. Stell dir vor du hast z.B. einen Ahorndielenboden und siehst überall den Dreck in den Fasen...sieht nicht super aus. Und das Bild wird durch die Fasen auch nicht wirklich unruhig, sondern es werden die Abmessungen der einzelnen Dielen/Stäbe nur noch in den Vordergrund gestellt.
 

Steve06

ww-fichte
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Erstmal schön der Reihe nach...

Wow, das ist ja schon mal eine ganze Menge für's erste, ich bedanke mich für jeden Post.

Da ihr mir eine so umfassende Beratung anbietet, will ich einfach mal die Fragen von Glückspilz der Reihe nach abhandeln:

Willst du viel oder wenig ausgeben?
Also zunächst soll eine Fläche von etwa 40m2 verlegt werden. Sagen wir mal 5000 EUR.

Willst du deine Räume schnell wieder nutzen können?
Was heißt schnell, wäre schön wenn das ganze in 1-2 Wochen über die Bühne ist.

Willst du selbst beim Verlegen tätig werden, oder nicht?
Klar, außerdem mein Vater und ein Nachbar von uns, der Schreiner ist (er kostet allerdings was)

Musst du evtl. eine bestimmte Höhe vom Produktaufbau einhalten?
Glaube nicht. In der Küche sind Fließen und ich in dem Flur der zur Küche soll Parkett führen; also klar dass der Parkettboden nicht so hoch sein sollte, dass man erst mal eine ganze Stufe hinuntermuß um in die Küche zu gelangen :emoji_wink:. Also ich denke das sollte kein Kriterium sein.

Wirst du längerfristig in der Wohung bleiben wollen/müssen?
Ist eine Eigentumswohnung. Auch wenn ich selbst nicht dort immer wohnen werde möchte ich natürlich länger etwas davon haben, auch im Sinne einer Werterhaltung oder gar -verdelung des Objekts.

Das Holz sollte nicht zu hell sein und die Oberfläche am Ende eher glatt, also bitte kein Dreck in den Fasen am Ende.

Ich habe nochmal ein paar allgemeine konzeptionelle Fragen:
Massiv- vs. Fertigparkett:
- welches ist haltbarer?
- was sind Vor- und Nachteile von schwimmender Verlegung (zusammenstecken) vs. Verklebung (oder gibt es da noch was anderes?)

Beste Grüße und Dank an alle,
Steve
 

vollholz

ww-robinie
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Hi Steve,
in dieser Preislage würde ich zum Massivparkett raten. Es ist mit entsprechendem Aufbau deutlich langlebiger. Herkömmliche Stabparkette 19, besser 22mm stark sind vom Material her günstiger als Fertigparkett. Wenn man bei der Verlegung etwas Eigenleistung mit einbringt, halten sich die Verlegekosten auch in Grenzen. Das ist ein ganz anderer Boden, ECHTES Parkett sozusagen. Bei der Holzart gehts einmal um die tatsächliche Härte und darum, wie es mit Benutzungsspuren aussieht. Bei Kirschbaum tuen Kratzer wirklich weh, bei Eiche nimmt man sie kaum wahr. Wenn es dunkler werden soll: Amerik. Nußbaum, Merbau, Räuchereiche.
Grüße,
jens
 

cerasus

ww-pappel
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Hi steve,
würde dir auch zu Massivparkett in Eiche, Buche oder ähnlichem raten, bei deinem Preislage und Eigeninitiative müsste da was sehr ordentliches dabei sein :emoji_stuck_out_tongue:!!!

Vorteil von Massivparkett, er "klappert" nicht so, wie Fertigparkett und du kannst ihn öfters abschleifen.
Du solltest Ihn auch selber verlegen können, zumal du ja einen Schreiner an der Hand hast. Das schleifen danach erfordert etwas Übung, ist aber machbar....(hab sogar ich auf hingekriegt....:cool: )
Unterhalt dich doch mit deinem Nachbarn, was der sagt.....

Oberfläche: ich bin Fan von Ölen, würde dir aber, wenn du die Wohnung nicht selber bewohnst doch eher zu Lack raten, da der geölte Boden etwas mehr Sorgfalt von den Benutzern erwartet. Solltest du später mal selber die Wohnung nutzen, kann man immer noch den Boden komplett abschleifen und Ölen.

grüße
 

GlücksPilz

ww-birke
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Hi Steve!

Da es ja deine eigen vier Wände sind würde auch ich dir zum Massivparkett raten.
Ist sicherlich ein Investition in die Zukunft.

Die Haltbarket:

Massiv hat in der Tat eine längere Haltbarkeit. Die Nutzschicht beim Fertigparkett ist in der Regel dünner als der Teil der Oberwange bei Massivholz.

Verlegung:

Massivparkett kannst du entweder Nageln oder Kleben.
Fertigparkett wird schwimmend Verlegt oder aber auch geklebt.

Wenn du aber sowieso verklebst, dann nimm gleich Massiv. Du wirst nur mit der Oberflächenbehandlung bei Massivparkett immer viel mehr Arbeit haben als bei Fertigparkett. Denn wie der Name schon sagt, der eine ist in der Regel eben schon fertig.

Die Verlegung von Fertigparkett, kannst du alleine auf jeden fall hinbekommen. Ist wirklich nicht schwer, vorausgesetzt du beachtest die vom Hersteller vorgegebenen Hinweise.
Bei Massivparkett rate ich dir dringend davon ab das selbst zu machen. Auch ein Schreiner oder Tischler muss da nicht unbedingt ein Garant dafür sein, dass das was wird. Besonders die Oberfläche Bedarf übung und Fachwissen.

Also: Auch wenn ich ein Freund des Massivparkett´s bin, wenn dus selber machen willst solltest du lieber Fertigparkett wählen.
 

jotb

ww-nussbaum
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bei parador auf der homepage gibts massivholzdiehlen als clicksystem. wäre evtl auch eine alternative.
 

GlücksPilz

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Kenn die Massivdielen mit dem Klicksystem. Ist ja auch ganz nett, aber eben nur eine Verlegehilfe. Das Kleben bzw. Nageln bleibt dir nicht erspart. Und die Dinge die du sonst noch beachten musst verschwinden dadurch auch nicht, würd ich sagen. In wiefern die Massiven mit fertiger Oberfläche interessant sind, da kann ich mir kein Urteil bilden. Habe auch keine Ahnung wie da die Passgenauigkeit ist.
 

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Hallo ich übrelege zwischen Birkenparkett und Ahornparkett was ist davon besser?
 

frankundfrei

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Damenschuhe und Parkett

Nun weiß ich aus Erfahrung, dass manche Parkette dazu neigen, schnell Spuren (z.B. von dünnen Damenschuhabsätzen) zu hinterlassen. Welche Hölzer sind also besonders hart, um das zu vermeiden?

Sorry, aber egal welches Parkett Du nimmst:

Solche "Pfennigsabsätze" oder "Nagelabsätze" lochen jeden Holzboden - die schaffen sogar Naturstein. Vermeiden lässt sich da also mit der Holzauswahl nichts. Das Schadensbild lässt sich nur etwas einschränken.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
 

Schreinersein

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Moinsen,

Hainbuche ist knüppelhart, aber nicht grad günstig und bestimmt nicht als Fertigparkett zu bekommen... Eiche kannst Du definitiv mit den Pfennigabsätzen stanzen. Gibt ein schönes Muster um Schreibtische (hatte mal eine Kollegin mit Affinität zu solchen Absätzen - je näher Du dem Schreibtsch kommst, desto enger werden die Einschläge:emoji_grin:)
 

WinfriedM

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Wir haben hier ein Modehaus mit Eicheparkett. Sieht lustig aus, pro Quadratmeter bestimmt 100 Einschläge. Zum Glück ist die Oberfläche geölt/gewachst, da macht das nicht so viel.
 
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