Parkett schleifen und neu lackieren

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Navas, 8. Dezember 2017.

  1. Navas

    Navas ww-kiefer

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    46
    Ort:
    Stuttgart
    Guten Tag zusammen,

    Ich werde meinen parkettboden etwas aufhübschen und suche ein paar Tipps.

    Es ist ein stäbchenparkett.

    Ich werde eine walzenschleifmaschine ausleihen, rotex und winkelschleifer vorhanden.

    Welche schritte mache ich nacheinander. Welche körnung fange ich an und bei welcher höre ich auf? Wann spachtel ich die vorhandenen fugen?

    Habt ihr tipps was lack und fugenkitt angeht?
     
  2. Holz-Christian

    Holz-Christian ww-robinie

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    Hallo, die Anfangskörnung ist vom Zustand des Bodens abhängig, also wie viel runter muss.
    Alten Lack mit mäßigen Kratzern bekommt man mit P 36 gut runter.
    Bei tiefen Kratzern und Verfärbung beginnt man mit P24.
    Dann aufsteigend P60, P80, P100.
    Vom Schleifstaub des P100 kann man dann die Fugenmasse anrühren.
    Nach dem Spachteln mit P80, 100, und 120 überschleifen.
    Feinporige Hölzer wie Buche oder Ahorn bis P 150 schleifen.

    Bei Spachtellösung und Lack habe ich mit Pallmann gute Erfahrungen gemacht.

    Gruß Christian
     
  3. Navas

    Navas ww-kiefer

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    46
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    Stuttgart
    Danke für die Antwort.

    Reichen zwei lackaufträge? Kann ich für grundierung und endlack den gleichen nehmen?
     
  4. Holz-Christian

    Holz-Christian ww-robinie

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    Bayerischer Wald
    Da musst du die Verarbeitungsrichtlinien des jeweiligen Herstellers Zurate ziehen.

    Gruß Christian.

    Edit: beim Schleifen peinlich darauf achten dass man die Kratzer der vorherigen Schleifgangs entfernt.
     
  5. mike kuhn

    mike kuhn ww-nussbaum

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    Die wesentlichen Sachen hat Christian schon geschrieben. Wir benutzen den Lack von Bona, aber Pallmann ist genauso gut. Auftragen tun wir 2 Mal als Grundierung, nach dem 2. Anstrich Zwischenschliff mit Excenter und 120 er Papier.
    Grobschliff des Bodens diagonal links und rechts. Achte darauf eine möglichst schwere Schleifmaschine auszuleihen, am besten die Hummel von Lägler, dazu eine Randschleifmaschine, wesentlich besser als Flex und Rotex. Die schwere Maschine ist zwar beim Transport mühsamer, beim Schleifen aber viel effektiver. Zum Ausleihen Betrieb bevorzugen, der auch selbst Parkettschliff anbietet, die haben meist bessere Maschinen und in der Regel besser gewartet (da habe ich mich letztes Jahr nicht daran gehalten weil mir die Fahrerei zu weit war und der Boden relativ klein , also beim Holzhändler ausgeliehen - 1 Mal Kontakt von Schleifmaschine mit Heizkörper, gefunkt und - glücklickerweise - FI draussen. Nie wieder).
    Ansonsten immer schauen dass du die Einsetzpunkte wo du die Maschine absenkst auf einer Linie sind und diese Linie wenn möglich nicht im Lichteinfall eines Fensters liegt. Wenn Du darauf achtest kannst Du die Ansetzstellen leicht mit der Randschleifmaschine egalisieren.

    gruss mike
     
  6. joh.t.

    joh.t. ww-esche

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    bei den Zwergen
    hallo,

    als Laie keine Wa0lzenschleifmaschine sondern eine Quadro ausleihen, Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    Die braucht das gleiche Schleifpapier wie die Rotex.

    Mit einer Walzenschleifmaschine braucht man Übung. Mit ner Quadro wesentlich weniger.

    VG Johannes
     
  7. mike kuhn

    mike kuhn ww-nussbaum

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    Die Quadro genauso wie die Trio von Lägler werden von den Herstellern jeweils für Fein und Zwischenschliff sowie für Aufarbeitung von Fertigparkett empfohlen. Grundschliff von stark beanspruchtem Parkett ist eher nicht der vorgesehene Anwendungsbereich. Der Parkettleger den wir kennen und eine Trio hat schleift auch zuerst mit der Hummel.

    gruss mike
     
  8. joh.t.

    joh.t. ww-esche

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    544
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    bei den Zwergen
    Hallo,

    ich sag mal ja aber: mit einer Hummel kann man wenn man es zum erstenmal macht soviel Riefen Macken schräg sonstig schleifen, dass ich empfehle , auch wenn es ein bißchen länger dauert alles mit der Quadro oder Trio zu machen. Außerdem kann man die komplette Range an Schleifpapier Dm 150 verwenden.

    Im Verleih kosten 2 Maschinen auch vielmehr als 1 ein bißchen länger.

    VG Johannes
     
  9. mike kuhn

    mike kuhn ww-nussbaum

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    Erbach
    Hi Johannes,
    Deine Bedenken zwecks Neuling und Hummel sind sicher richtig. Manche Neulinge haben sogar Bedenken dass sie mit der Hummel in Nullkommanichts durch Dielen oder Parkett durchschleifen und mit der Maschine ein Stockwerk tiefer landen - bitte nicht lachen, das hatten wir schon öfters. Wenn der Boden vor 15 20 25 Jahren mit Lack.behandelt würden sind das in den allermeisten Fällen Kunstharzlacke weil die im Gegensatz zu Wasserlacken oder gar Ölbehandlungen die Riefen vom Querschliff durch Tellerschleifer schön zukleistern. Wenn nun aber der neue Wasserlack darauf kommt und der alte Lack darunter nicht vollständig entfernt wurde wird's eben fleckig und sieht halt besch... aus. Das gleiche bei Neulingen die sich nicht trauen einen Nadelholzdielenboden mit 24 oder 36 Papier diagonal zu schleifen und lieber in Längsrichtung mit 60 er Papier drüberhoppeln. Dann sieht man die Hoppelspuren ringsum die Äste, die ja härter als das umliegende Holz sind - die sind dann höher, links und rechts davon auf der Fläche die Bandriefen.
    Kurz zusammengefasst: Entweder mit den richtigen Werkzeugen die Arbeit gründlich machen oder wenn man sich das nicht zutraut lieber jemanden holen der das kann - das wäre dann wahrscheinlich auf lange Sicht günstiger.

    gruss mike
     
  10. Holz-Christian

    Holz-Christian ww-robinie

    Beiträge:
    2.347
    Ort:
    Bayerischer Wald
    Mike hat’s schon geschrieben:
    Den Mehrscheiben Tellerschleifern fehlts an Abtragsleistung.
    Ab P60 sind die aber eine super Sache.
    Aber den gröbsten Dreck sollte man erst mit dem Hummel runterziehen.
    Dabei ist wichtig während des Fahrens die Schleifwalze abzusenken bzw. Anzuheben.
    Übungssache.
    Niemals mit abgesenkter Schleifwalze stehen bleiben.
    Das kann insbesondere Fertigparkett mit dünner Nutzschicht in Sekundenschnelle irreparabel beschädigen.

    Gruß Christian
     
  11. magmog

    magmog ww-robinie

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    63500, am Main
    Guuden,

    nichts für Anfänger und blutige Laien!
    Zumindest das Abschleifen des alten Lacks vom Profi machen lassen!
    Das Rändeln und Feinschleifen geht dann auch als DIY.
     
  12. ukunz

    ukunz ww-esche

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    Ulm/Donau
    Außerdem bitte ich zu überlegen ob LAck oder Öl. Mit Öl kann man viel besser mals später asubesesern und muss nciht alles rungerschleifen, wie bei Lack. Der alten (stinke)Lack war ja sehr stabil. aber da wo ich die Neune Wasserlacke benutzt hatte mußte viel früher was erneuert werden. Daher habe ich jetzt eher geölt. Gruss Ulli
     
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