Nutfräser bricht nach wenigen Zentimetern

maart

ww-kastanie
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Hallo zusammen,

ich nutze von ENT einen Nutfräser 10367. Dieser ist jetzt zwei mal hintereinander nach wenigen Zentimetern vom Schaft abgeschert. Ich habe keinen Druck aufgebaut und es ging ganz leicht. Irgendwie verstehe ich nicht warum...

Liegt dies an der Qualität der Fräser? Ich nutze diesen in einer Dewalt-Oberfräse DW 625e.

Danke für Tipps!
maart
 

yoghurt

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Hallo,
Ohne jetzt zu suchen, was für ein Schaft, welcher Fräsdurchmesser, wie viel auf einmal gefräst (Tiefe), welches Material bearbeitet? Hast Du eine Nut gefräst?
 

maart

ww-kastanie
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Hallo yoghurt,

Schaft 8 mm
Fräser 8 mm, Kopflänge 30 mm

Ich habe eine Nut von 20 mm Tiefe in Eiche gefräst.

maart
 

summa4ever

Gäste
Hallo maart,

hast du das in einem Gang gemacht oder wieviel mm Frästiefe? ...wenn in einem Rutsch wird das der Fehler sein, 20mm ist zuviel. Glaub Faustregel war max. halber Fräserdurchmesser in einem Fräsgang?! - bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liege.

Viele Grüße
Benedikt
 

WinfriedM

ww-robinie
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Ich denke auch, in der Eintauchtiefe liegt der Fehler. Ich würde in einem Gang nur 4-8mm eintauchen. Und gut absaugen.
 

maart

ww-kastanie
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Hallo,

ich hatte vorher mit dem gleichen Fräser, aber kürzerer Fräskopf (20 mm) schon viele Meter bearbeitet. Das ging butterweich ohne Druck natürlich. Deswegen verstehe ich jetzt nicht, warum mir die 10 mm längeren Fräser nach wenigen Zentimetern abbrechen...

Danke für eure Antworten.
maart
 

maart

ww-kastanie
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Hallo,

ja, in einem Ruck habe ich die 20 mm gefräst. Wäre es nicht so leicht gegangen, hätte ich vermutlich auch Schrittweise gearbeitet.

maart
 

moto4631

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Es ist nicht nur der Druck das entscheidende Kriterium sondern auch der reibungslose Spantransport des Fräsers.
Wenn der die Unmengen Späne nicht anstandslos wegtransportieren kann (und dafür sind 8mm in 20mm Tiefe einfach viel zu wenig) dann bremst das den Fräser während die Fräse selbst munter weiterdreht.

Das Ergebnis hast Du jetzt zweimal erlebt. :emoji_wink:
 

maart

ww-kastanie
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Hallo,

ja, verstehe. Würde es besser mit einem 12 mm / 8 mm und 20 mm Fräskopflänge klappen?

maart
 

moto4631

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Es klappt auch mit dem 8mm Fräser aber halt nicht in einem Rutsch.
Das wirst Du mit einer handgeführten Fräse niemals hinkriegen.

Du kannst einfach nicht 20mm tief in einem Rutsch fräsen.
Das geht nicht...
 

maart

ww-kastanie
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Hallo,

Danke, ich habs verstanden. Das Thema ist somit erledigt.

Gruß
maart
 

WinfriedM

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Gefährlich sind auch Resonanzen, wo sich der Fräser vibrationsmäßig "aufschaukelt". Da ist es dann möglich, dass ein Fräser nicht im Resonanzbereich ist und deshalb nicht so zum Brechen neigt und ein anderer schon. Trotzdem bist du mit beiden Fräsern in einem unzulässigen Bereich, wenn du 20mm in einem Rutsch fräst.
 

matchesder

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OK, Thema ist geklärt. Könntest Du trotzdem ein paar Bilder von den Bruchstellen
hochladen? Rein aus Interesse.

Der längere Fräser hat mit den größeren Hebel eine größere Belastung.
Vielleicht hat das den Unterschied gemacht, dass es mit den kürzeren gerade noch
ging und der längere halt dann überlastet war.

Grüße
Martin
 

schrauber-at-work

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Wenn ich tiefer Nuten fräse hab ich mit ØFräser = maximale Schnitttiefe pro Durchgang bisher nie Probleme gehabt.

So wo sind hier die Oberfräsen-Profis?

@Stefan: Ahorn ist ja relativ weich und gut Zerspanbar, ich denke in Eiche, Robinie o.ä. wird es dann schon Grenzwertig.

Gruß SAW
 

ranx

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moin,

ich fräse das zum Geld verdienen, also gewerblich, da kostet jeder erneute
Durchgang Zeit und Geld. Einfach ausprobieren!

LG uwe
 

moto4631

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Er hats schon zweimal probiert, deshalb existiert auch der Thread hier. :emoji_grin:

Bin kein Holzfaserexperte aber ich kenne Eiche als hart und faserig, sicher nicht vergleichbar mit Ahorn (das ist ja fast Balsaholz) oder MPX das sowas wie Fasern gar nicht mehr kennt (dafür sehr hart ist).

Dein Video ranx ist schon recht interessant, so schnell würde ich mich nicht trauen. :eek:
 

Holz-Christian

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Hallo, diese geradschneidigen Fräser taugen allgemein nicht viel.

Mit einem VHM Spiralnuter kann man schon ganz anders zur Sache gehen.
In der Arbeit fräse ich mit dem BAZ bis 45mm Hartholz mit einem 16er Spiralschruppfräser in einem Durchgang.

Gruß Christian
 

Benston

ww-ahorn
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moin,

ich fräse mit einem ø5mm Fräser knapp doppelten Durchmesser tief in
Birke MPX, und das auch recht zügig.

https://www.youtube.com/watch?v=HOsWfQzBcgo

LG uwe
Hi Uwe,
klappt bei dir vielleicht besser, weil du komplett durchfräst? Hier wurde ja schon gemutmaßt, dass der mangelhafte Späneabtransport bei tiefen Nuten ein Problem sein kann. Das hast du bei deinem Vorgehen "frei in der Luft" ja nicht. :emoji_slight_smile:

Grüße
Ben
 

ranx

ww-robinie
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Hi Uwe,
klappt bei dir vielleicht besser, weil du komplett durchfräst? Hier wurde ja schon gemutmaßt, dass der mangelhafte Späneabtransport bei tiefen Nuten ein Problem sein kann. Das hast du bei deinem Vorgehen "frei in der Luft" ja nicht. :emoji_slight_smile:

Grüße
Ben
Ja, das geht schon leichter wenn der Fräser durchgeht. Bei 15er MPX und fast aufgebrauchter
Schneidenlänge fräse ich auf 3 Durchgängen zu 5-6 mm, aber ohne zu messen.
Wenn der Fräser nicht richtig zieht war es zu Tief, dann gehe ich etwas in der Tiefe zurück.
Am Tag sind das schon mal 100 Ausschnitte die gefräst werden bzw. wurden, die CNC macht
das jetzt grösstenteils. Abgebrochen sind uns von 100 Fräsern 3 Stück, weil sie stumpf waren
und nicht weil der Vorschub zu groß war.
Da sind bei der CNC schon mehr Fräser drauf gegangen... mittlerweile sind die da auch mit
DIA-Bestückung und Spiralgenutet, das Formatieren ist aber bei der Bearbeitung hinzugekommen.

LG uwe
 

Túrin

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Wenn ich tiefer Nuten fräse hab ich mit ØFräser = maximale Schnitttiefe pro Durchgang bisher nie Probleme gehabt.

So wo sind hier die Oberfräsen-Profis?

@Stefan: Ahorn ist ja relativ weich und gut Zerspanbar, ich denke in Eiche, Robinie o.ä. wird es dann schon Grenzwertig.

Gruß SAW
Uha, sorry, mein Fehler. Ich fräse das mit 'nem vhm-Spiralnuter. Habe den Eingangsbeitrag falsch gelesen.
 

yoghurt

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Faustregel:
Max Frästiefe = halber Fräserdurchmesser
Hallo,
vielleicht einigen wir uns darauf, dass diese Faustregel auf der sicheren Seite liegt und eine gute Basis ist um sich nach oben heranzutasten. Es ist ja auch immer die Frage ob ich mal ein Stück Nut fräse oder ob ich so viel habe, dass es sich lohnt das Verfahren zu optimieren.
 
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