Nut oder Scharnier

mike259

ww-pappel
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Guten Morgen Zusammen,

ich habe eine kurze Frage und hoffe der ein oder andere kann helfen. Im Rahmen eines "Bastelprojektes" will ich eine Art rollenden Beistelltisch für die warmen Tage bauen. Die Konstruktion ist modular und lässt sich in drei Hauptteile zerlegen: Boden, Front und Tischplatte (die Seitentische sind nicht relevant und können außer Acht gelassen werden). Hierfür wird eine Plattenstärke von 18mm empfohlen, welche ich für recht überdimensioniert halte. Insbesondere wenn man bedenkt, dass der Tisch maximal ein Gewicht von 20-25 Kilo bei einer Länge von 1,3 Metern tragen muss. Ich würde mich daher (u.a. auch aus Kostengründen) für 12mm Sperrholz oder Multiplex entscheiden.

Dann stellt sich aber die Frage nach den Scharnieren: um die Front auszuklappen und im 45 Grad Winkel mit der Boden- und Tischplatte zu verbinden sind Scharniere vorgesehen. Ich bin ich mir nicht sicher ob Scharniere tatsächlich das Mittel der Wahl sind - ich persönlich tendiere zur Nut / Feder. Natürlich kann man aber Scharniere auf 18mm besser verschrauben als auf 12mm.

Gibt es jemanden der ähnliche Erfahrungen bereits gemacht hat?

Vielen Dank und viele Grüße
 

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Holzsinn

ww-robinie
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Ich verstehe - ehrlich gesagt - die Alternative "Nut und Feder" oder "Scharniere" nicht. Das sind doch zwei völlig verschiede Arten Konstruktionsteile miteinander zu verbinden. Scharniere sind zum klappen (wobei sich auch die Frage stellt: senkrecht ober waagrecht und da von unten nach oben oder umgekehrt?) und Nut und Feder wäre zum Schieben der Türen oder wie?
Wenn man Scharniere einbaut, muss auf alle Fälle eine Stoppfunktion eingeplant werden, damit die Schrauben der Scharniere durch zu heftiges Öffnen der Türen nicht rausgezogen werden. Beim Schieben der Türen in Nuten wäre auch so einiges zu beachten.
Ich bitte um eine deutlichere Beschreibung, was genau die Frage ist?
Melanie
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mike259

ww-pappel
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Sorry, offenbar war mein Post etwas missverständlich. Die eigentliche Frage ist: gemäß der Konstruktionszeichnung sind Scharniere zu nutzen (wie abgebildet, jeweils drei pro Seite). Ich halte die Vorgehensweise jedoch nicht für geeignet. Denn zum einen will ich eine andere Materialstärke nehmen (von 18mm auf 12mm). Zum anderen gehe ich davon aus, dass eine Nut / Feder in dem Fall mehr Sinn ergeben würde.

Wäre daher eher an einem Erfahrungsaustausch interessiert. Persönlich würde ich 12mm Sperrholz nehmen und die beiden Seitenteile nicht mit Scharnieren befestigen, sondern Nut und Feder fräsen und sie ineinander einrasten lassen. Das sollte das Ganze stabiler machen.
 

welaloba

ww-robinie
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M.E. kann bei Nut & Feder nichts einrasten. Denkst du da sowas wie Klicklaminat?
Ich sehe auch keine "Front" in der Zeichnung.
Und ja, 12 mm Material, fast egal welches, passt nicht so gut zu "Scharnier". Langer Rede kurzer Sinn: Mir erschließt sich die Frage nicht.
 

Dutrag

ww-buche
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Nut und Feder wird bei 12mm eng und labbrig, nur Falzen wird labbrig.
Ich habe einen Küchenturm aus 21mm MPX gemacht und die Stufen mit etwas Spiel 8-10mm tief eingenutet. Wenn ich die Stufen nicht festschraube, ist die ganze Geschichte ziemlich instabil.
Die Scharniere haben den Vorteil, dass du die Seitenwände nicht verlegst und vereinfachen dir den Zusammenbau, weil dir die Wände nicht abhauen.
Du könntest evtl. so etwas probieren, aber auch nur in 18mm, um das 10mm einzunuten. Trotzdem haut dir dann entweder die Rückwand oder beide Seitenwände ab.
1771943048470.png
 

wirdelprumpft

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Mit 12 mm MPX-Platten Schrank bauen würde ich nicht machen.
Auf jeden Fall Birke/Buche Multiplex und kein Pappelsperrholz oder ähnliches.
Solange man mit M3 durchschraubt bekommt man die Bänder in12 mm fest - mit Spax hat man wenig aussicht evtl. hält ne 3x10 aber wie lange?
Es gibt spezielle Topfbänder für dünnes Material.

Korpusverbinung - die Mittelseite genutet könnt gehen, außenseite wie in #5 auch. Da MPX leider nie sonderlich gerade ist mit sicherheit kein Spaß
Denke mal 8x4 mm Falz im Boden und 4 mm Nut mit 5 mm Tiefe in der Seite könnte gehen.
Falls Rollen drunter kommen wird man noch ne Aufkantung am unteren Boden benötigen dami nichts durchhängt. Rückwand/hoher Traverse bringt auch nochmal Stabilität


Nachtrag:
IMG_5018.jpeg
 
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Dutrag

ww-buche
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Ich würde mal sagen dass die beiden Zeichnungen in #1 nichts miteinander zu tun haben.
Doch, das erste Bild ist die Rückwand und die Seitenwände, nur auf der Rückwand liegend statt "stehend" und Oberseite Richtung Ansicht. Die kleinen Klötze sind die Auflagen für den Klappmechanismus.
Habe auch ein wenig dafür gebraucht, bis ich es gesehen habe.
 

magmog

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Guuden,

bei solchen Konstruktionen mit dünnem Material und Beschlägen habe ich meistens Blindnieten, bzw Poppnieten
eingesetzt. Hält besser als Schrauben in wesentlich stärkerem Material.
 
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