Movento Schubkasten Konstruktion

Gurmi

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Ich möchte aufschlagende Schubkästen (mit aufschlagendem Vorderstück) mit einer Zinkenfräse bauen. Wenn ich vorder und hinterstück schmäler mache dann sehe ich seitlich nur einen schwalbenschwanz der in der luft hängt bzw wenn ich ihn abschneide sehe ich ein loch, das schaut nicht sehr gut aus.
um das zumindest vorne zu lösen dachte ich mir ich konstruiere den schubkasten wie einen innenschubkasten wie dargestellt im blum Katalog s.413 rechts oben und setze den ganzen schubkasten tiefer in den korpus, so würde ich mir die vorderen ausnehmungen sparen, hinten brauch ich die ausnehmungen unbedingt, dazu fällt mir keine Lösung ein…
Spricht da etwas dagegen? Oder gibt es eine alternative Lösung dafür?
Danke vorab! Peter
 

carsten

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Hallo

ich denke das ist kein direktes Thema für blum. @J. Blum GmbH Hab es deshalb mal verschoben. Hinten braucht es keine Ausnehmung. Hinten endet das Hinterstück AUF dem Boden. Deshalb auf der Seite 413 auch gestrichelt gezeichnet.
Die Kupplung wird dann nach vorn ins Vorderstück geschraubt. Ich hab häufig die Kupplung noch mit einem Streifen Spiegelklebeband ( doppelseitiges Klebeband) auf den Schubkastenboden geklebt.

In dem Bild bei dem Schub ganz rechts gut zu erkennen. Heute wird auch vielfach vorn wie das Hinterstück gefertigt. Spart den Arbeitsschritt des Ausklinkens. Der Boden wird dann auch vorn nur geschraubt. Siehe der unterste Schubkasten ganz links. Ach ja Bild stammt vom Shop von Cheffe,, denke der hat nix dagegen.
 
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Gurmi

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Hallo Carsten, ich hab mich vielleicht schlecht ausgedrückt: ich mache schwalbenschwanzzinken mit einer scheer zinkenfräse. Da die Schwalbenschwänze an den seitenteilen sind würde - wenn ich vorder und hinterstück schmäler machen würde - der unterste schwalbenschwanz im leeren stehen weil dort ja keine zinken mehr sind weil vorder und hinterstück ja schmäler sind. Deshalb war meine überlegung, das vorderstück gleich breit wie die seitenstücke zu machen und die kupplung am vorderstück anzuschrauben. Da ich ja vorne noch eine front aufdoppeln musss (soll ja aufschlagend sein) würde der ladenauszug um die holzdicke weiter im Korpus drinnen sein.
Und da wäre die frage ob das was ausmacht oder ob es eine bessere Lösung gibt
hab versucht das in dem angehängten foto darzustellen, keine ausklinkung, dadurch rückt die kupplung nach hinten IMG_0100.jpeg
ps: Du hast recht, in der zeichnung sind beim innenschubkasten auch die ausklinkungen erforderlich, die gestrichelten linien hab ich übersehen
 
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brubu

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Hallo
Ich würde Vorder-und Hinterstück niedriger machen und höher setzen wie im Foto links unten. Das geht auch mit Schwalbenschwanzzinken.
Einfach eine Leiste o.ä. in die Lehre einlegen die der Distanz entspricht. Mach zuerst kurz eine Probeecke. Früher wurden nur die Hinterstücke
höher gesetzt um hinterher die Böden von hinten einschieben zu können oder gar nach Schwund nachzuschieben.
 

Gurmi

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Hallo, das mit dem einlegen einer leiste muss ich erst ausprobieren, ich muss ja verhindern dass am seitenstück unten ein Schwalbenschwanz entsteht. Ich glaub ich muss eine Testschublade aus billiger fichte machen um das alles auszuprobieren, auch ob es nicht vielleicht doch so geht wie auf meinem bild. Danke allen für die inputs, lg Peter
ps werde berichten!
 

carsten

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Hallo

richtig Muster machen alles andere ist Theorie.
Das Problem ist dass die Zinkenfräsen alá Scheer auf ein Raster setzen. Während die klassische Zinkung frei ist in der Einteilung.
Diese Freiheit muss man sich eben auch bei der Zinkenfräsenzinkung nehmen.
Ob nachher der erste Zinken im Raster liegt ist egal und auch der Abstand vom letzten Zinken zur Nut für den Schubkastenboden muss nicht im Raster sein. Ob der nachher 10, 15 oder 25 mm Abstand hat ist für die Funktion des Schubkastens egal. Den Abstand oben und zur Nut hin kann man dann vermitteln z.B. durch eine Distanzleiste ( siehe #4).
Einzig der Abstand Nut bzw Schubkastenbodenunterseite zu untere Kante ist relativ fix.
movento_va_blumotion_760h_766h_g3.jpg

Zwischen 12 und 15 mm. Kannst du also auch noch in die Variable zum Vermitteln einfließen lassen.
Die 28,5 mm kannst du ignorieren.
Wichtig noch die SKW. Die errechnet sich ja aus Lichte Korpusweite minus 42 mm. Die ist einzuhalten. Die definiert die Position der Innenseite des Schubkastens IM Korpus. Dieser Bereich unter dem Schubkastenboden dient nämlich als Führung für den Auszug. Deshalb ist es auch egal ob die Dicke der Schubkastenseite 12 oder 16 mm beträgt. Die SKW bleibt gleich.
Zu dem SKW musst du beim Zinken für den Zuschnitt von Vorder- und Hinterstück noch die Stärke deiner SchubkastenseiteN addieren
 

brubu

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das mit dem einlegen einer leiste muss ich erst ausprobieren, ich muss ja verhindern dass am seitenstück unten ein Schwalbenschwanz entsteht.
Unten an der Seite gibt es einen viel breiteren Schwalbenschwanz, ganz unten fräst du einfach nichts mehr, dann bleibt dort das Material stehen.
Die Zinkenteilung am niedrigeren Vorder- und Hinterstück bleibt damit normal.
 

derdad

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Um Klarheit zu schaffen. Du schreibst:

Ich möchte aufschlagende Schubkästen (mit aufschlagendem Vorderstück)

Du machst also einen Schubkasten, und das Vorderstück wird praktisch als Blende draufgeschraubt?
LG Gerhard
 

uli2003

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Warum machst du nicht alles gleich hoch und die Ausklinkungen nachher? Dann gibt’s auch kein Loch.
Natürlich muss die Bodennut in der unteren Schwalbe liegen.
Du kannst den Kasten auch um die Materialstärke tiefer machen, dann musst du jedoch die Schienen um die Distanz mehr in den Korpus einrücken.
 
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