Metabo Dickenhobel, Tisch verlängern

Zulu110

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Hallo zusammen,
erstmal zum derzeitigen Zustand. Ich nutze den Metabo Dickenhobel DH 330 nun schon eine Weile und habe mit ihm schon einige Projekte durchgeführt.
Da ich keien Abrichte habe, nutze ich dafür auch den Dickenhobel. Ich habe mir dafür ein "Abrichtbrett" von 2m länge und 30cm Breite gebaut auf welchem die die
aubzurichtenden Bretter und Balken aufschraube und das ganze Konstrukt dann durch den Hobel schiebe. Das klappte auch immer ganz gut, ist aber sehr unhandlich,
da das "Abrichtbrett" ziemlich massiv und ausgesteift ist und mit dem aufgeschraubten, abzurichtenden Werkstücken doch schonmal ein wenig Gewicht haben kann.
Und das dann immer hin und her zu tragen ist doch ein wenig nervig.

Ich habe mir nun gedacht, ob es nicht Sinn macht den Tisch des Hobels auf der Ein- und Ausgangsseite einfach um 2m zu verlängern. Klar muss ich mir diese Verlängerung auch erstmal bauen und es muss immer erst einmal neu ausgerichtet werden, jedoch denke ich, dass das die Sache vereinfachen könnte.
Ich würde dann wo es notwendig ist eine Beilage unter das abzurichtenden Brett schrauben wo es kippelt und kann dann ja das einzelne Brett durchschrieben. Ein weiterer Vorteil wäre, dass ich, wenn ich z.B. 20 Bretter habe die auf eine Dicke gebracht werden sollen, diese hintereinander hobeln kann und nicht immer jedes Brett einzeln.

Hat so etwas schon jemand gemacht und kann darüber berichten? Ich würde für die Verlängerung beschichtete Siebdruckplatten nehmen, da diese eine glatte Oberfläche haben und die Bretter darauf vermutlich besser gleiten als auf einer Spanplatte. Ich habe nur etwas Bedenken, dass die Reibung vielleicht zu hoch sein könnte und der Hobel es dann nicht mehr durchzieht.
Da ich lange Werkstücke immer draußen auf der Terrasse hobeln muss, will ich das ganze Modular bauen, damit es mobil bleibt.
 

IngoS

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Hallo,

du scheinst ja öfter mal was abrichten zu müssen. Anstatt das Provisorium immer weiter zu vergrößern, solltest du dich nach einem gebrauchten Abricht-Dickenhobel umschauen. Je eher du dich entsprechend ausstattest, desto länger hast du was davon. Die Arbeit wird um ein Vielfaches schneller, einfacher und genauer.

Gruß Ingo
 

Hoosier

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Ich sehe es wie Ingo. Ich würde keinen solchen Aufwand und auch Platzbedarf in so eine mobil ausgelegte Maschine stecken.

Wenn es wirklich mobil bleiben muss, dann könnte dein Vorschlag schon klappen.
 

Lorenzo

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Auf so ein gezuchtel hät ich mal gar keine Lust. Das Ausrichten der Tischverlängerungen allein... Wenn das nicht passt, und zwar exakt, dann wird deine Bohle nicht gerade. Dann mit Schrauben ins abzurichtende Holz..
Da würd ich definititv eine Seite von Hand abrichten und dann durch den Dickenhobel.
Oder ne Planfräsvorrichtung mit großer Oberfräse und nem Planfräser mit großem Durchmesser.
Die zwei genannten Varianten haben auch den Vorteil dass du nicht Werkstücklänge x2 plus nochmal was brauchst.
Die Abrichte is natürlich ganz klar der angenehmste Weg und hat noch den Vorteil dass du damit Kanten fügen kannst.
 

Zulu110

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Moin, erstmal Danke für die bisherigen Antworten.
Mit dem Gedanken mir eine Abrichte zuzulegen habe ich auch schon ein paar Mal gespielt. Jedoch habe ich hier bei langen Werkstücken auch wieder das gleiche Problem und müsste mir eine Verlängerung bauen. Auch bei einer Abrichte muss das abzurichtenden Stück Holz doch vollflächig auf dem Tisch aufliegen oder sehe ich das falsch?
Da meine Bretter/Balken zum Großteil alle irgendwo zwischen 80cm und 200cm liegen komme ich hier auch wieder schnell an meine Grenzen.

Wie oben schon geschrieben muss das ganze Mobil bzw. Modular sein, damit ich die Maschine für Bretter ab einer Länge von max 1,5m nach draußen stellen kann.
 

IngoS

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Moin, erstmal Danke für die bisherigen Antworten.
Mit dem Gedanken mir eine Abrichte zuzulegen habe ich auch schon ein paar Mal gespielt. Jedoch habe ich hier bei langen Werkstücken auch wieder das gleiche Problem und müsste mir eine Verlängerung bauen. Auch bei einer Abrichte muss das abzurichtenden Stück Holz doch vollflächig auf dem Tisch aufliegen oder sehe ich das falsch?
Da meine Bretter/Balken zum Großteil alle irgendwo zwischen 80cm und 200cm liegen komme ich hier auch wieder schnell an meine Grenzen.

Wie oben schon geschrieben muss das ganze Mobil bzw. Modular sein, damit ich die Maschine für Bretter ab einer Länge von max 1,5m nach draußen stellen kann.
Hallo,

Mit ner Abrichttischlänge von ca. 1,2m (Gesamtlänge), kannst du Werkstücke bis 2m noch sauber abrichten.

Gruß Ingo
 

Zulu110

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Hallo Ingo, sorry wenn ich so doof frage aber wie geht das? D.h. bei 1,2m Gesamtlänge würde das 2m Werkstück vor der Messerwelle ja nur auf 0,6m Tisch aufliegen.
Wenn das Werkstück einen Bogen hat liegt es doch immer wieder hohl auf dem Tisch aus. Wie kann ich diesen dann raus bekommen?
 

predatorklein

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Moin

Mach was IngoS gesagt hat , besorg dir eine kleine Abricht/Dickte .
Vorzugsweise EB HC 260 .

Kriegt man jetzt immer wieder mal für 300 - 400 € .

Gruß
 

IngoS

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Hallo Ingo, sorry wenn ich so doof frage aber wie geht das? D.h. bei 1,2m Gesamtlänge würde das 2m Werkstück vor der Messerwelle ja nur auf 0,6m Tisch aufliegen.
Wenn das Werkstück einen Bogen hat liegt es doch immer wieder hohl auf dem Tisch aus. Wie kann ich diesen dann raus bekommen?
Hallo,
meine Abrichttische haben eine Gesamtlänge von 1,3m und ich habe da, mit Mühe schon 3,2 m Lange Kanteln abgerichtet, 2m sind kein Problem.
Also bei krummen Bohlen, hohle Seite nach und erst mal die Enden hobeln, bis die Fläche halbwegs Plan ist, dann insgesamt drüber schieben.
Das ist tägliche Praxis.

Gruß Ingo
 

Zulu110

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Okay, das war mir so nicht bewusst, dass das so machbar ist. Dann sieht die Sache natürlich schon wieder ganz anderes aus und eine Abrichte macht doch mehr Sinn als gedacht.
Allerdings ist die oben genannte HC 260 ja ein Kombigerät. Da ich ja schon den DH 330 habe, würde eine reine Abrichte ja genügen. Ich würde den DH 330 auch nicht abgeben wollen, da ich die Hobelbreite schon brauche. Bei der Abrichte würde dagegen auch weniger reichen.
Gibt es hier reine Abrichten die zu empfehlen aber auch noch bezahlbar sind?
 

Zulu110

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Mit gebrauchten Maschinen tue ich mich immer etwas schwer. Vor allem in dem Bereich wo ich von den Maschinen nicht viel Ahnung habe.
Was ist denn von der Metabo HC 260 zu halten? Klar wird man vermutlich Abstriche ggü. den alten von EB machen müssen. Aber ist das Teil zu gebrauchen?
Vorteil wäre, dass die Maschine Mobil ist und sich bei Bedarf dann auch nach draußen stellen lässt.
Und was ist eine "Lalo"?
 

Zulu110

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Ich habe mir gerade mal die Angebote von dem Anbieter aus den Kleinanzeigen und den verlinkten Thread von "mars85" angesehen. Das Angebot ist ja tatsächlich sehr groß und auch die HC 260 ist vorhanden.
Der Preis liegt allerdings bei dem einer neuen Metabo HC 260 DNB. Daher meine Frage, ist das neue Model von Metabo so viel schlechter als die alte EB? Zumal der Standort für das gebrauchte Gerät auch über 200km weg ist. Das müsste auch erstmal organisiert werden.
An sich gefällt mir das Model, egal ob von EB oder Metabo aber bzgl. des Gewichtes und der Mobilität ganz gut.

Edit:
Was ist denn von dieser Bernardo zu halten: Bernardo SP 150
Okay, sie hat nur 150mm Abrichtbreite, aber das sollte für mich ausreichen, das mein Material eh nicht breiter ist. Bretter werden dann in der Regel verleimt und mit dem DH330 auf Dicke gehobelt.
Vom Preis her ist sie ungefähr gleich wie der HC 260 von Metabo. Da dies aber eine reine Abrichte ist und der Aufwand für den Dickenhobel fehlt, scheint man mehr Aufwand in die Abrichte gesteckt zu haben. Tisch und Anschlag sehen auf jede Fall um einiges massiver aus.
Und die 115kg wird man mit einem entsprechenden Fahrgestell vermutlich auch noch bewegen können.
Ich habe mal versucht hier über die Maschine etwas zu finden, wurde aber nicht wirklich fündig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Dietrich

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Hallo,

die renovierten E-B´s wurden in Meppen gebaut, seit mehr als 10 Jahren lässt Metabo (unter der neuen Führung) die Maschinen am gelben Fluß bauen, das dient dazu den Preis niedrig zu halten, sonst nichts.
Selbst verwende ich seit 9 Jahren auch eine E-B allerdings eine HC 310 die bei Robland gebaut wurde.
Von daher würde ich eher nach einer 320 Ausschau halten.
Aber mit einer renovierten 260iger kann man arbeiten!

Gruß Dietrich
 

Zulu110

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Vielen Dank für den Link. Die HC 310 ist aber etwas zu groß. Bei 200kg kommen wir langsam in Bereiche die für mich nicht mehr handlebar sind.

Kann keiner was zu der von mir o.g. und verlinkten Bernardo bzw. zu meiner Frage ob die neue Metabo HC 260 viel schlechter als die alten EB's sind?
Wie gesagt, da ich ja schon den DH330 habe würde ich eher zu einer reinen Abrichte tendieren. Warum soll ich bei einer HC 260 auch Geld in den Dickenhobel investieren der ja schon da ist? Wenn ich noch keinen Hobel hätte wäre ich natürlich ganz eurer Meinung. Wobei ich die 330cm Hobelbreite schon brauche, da ich auch des öfteren Regale baue die 30cm breit sind.
 

bast_ig

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Ich habe eine gebrauchte Metabo HC 260 C(hina). Die Ergebnisse für sich genommen sind gut und für mich absolut ausreichend. Habe sie für 400 Euro bekommen und bin für den Preis zufrieden. Was mich an der Maschine nervt, sind vor allem zwei Sachen:

- Ich muss eigentlich jedes Mal vor dem Abrichten/Fügen, also auch nach jedem Umbau, erstmal die Tische nachstellen, das geht schnell, wenn man geübt ist. Nötige Sorgfalt hängt natürlich auch von den Werkstücken ab. Bei kleinen Teilen muss es nicht perfekt eingestellt sein. Nervig ist auch, dass sich manchmal auch im Betrieb die Einstellung ändert. Das kann an meinem älteren Modell liegen, ganz allgemein ist die Maschine aber nicht sehr massiv gebaut.

- Der Umbau dauert etwas und es liegen dann Anbauteile "herum", weil man die Tische nicht klappen kann. Das wäre natürlich für dich kein Problem. Es wird dann nervig, wenn man doch nochmal auf die Abrichte muss.

Grüße
Sebastian
 

dsdommi

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Also ich habe ja die Schinko Abrichte. Durch die ausziehbaren Tischverlängerungen sind 150cm Latten kein Problem. 200cm geht auch mit etwas Übung. Wenn man es perfekt haben will muss man bei 200cm Latten ein wenig nacharbeiten. Ansonsten bin ich mit der Maschine voll und ganz zufrieden. Die Späne sind schön klein , so dass man keine große Absaugung braucht. Habe da auch schon mal eine Tüte dran gemacht. Ging auch :emoji_slight_smile:
Also ich würde sie mir jederzeit nochmal kaufen. Und ich habe "nur" die Alu Tische.
Glaube die AH 200
 

Dietrich

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lt. Bildern ist das hier im Link eine Metabo HC 333 (baugleich Elektra Beckum Hobelmaschine HC 310), wie Dietrich meint
Hallo,

richtig das ist eine HC 333 die zunächst für kurze Zeit als Metabo Magnum ADH 310 verkauft wurde, die ist aber in Meppen gebaut worden.
Ich meinte die HC 310 die auch als Robland verkauft wurde. Die beiden 310er haben nichts miteinander zu tun.

Gruß Dietrich
 

Zulu110

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Moin, die Shinko Abrichte hatte ich mir auch einmal angeguckt. Diese scheint in der 200er Variante mit den Gusstischen auch eine gute Alternative zu sein. Nach all dem Input den ich hier bekommen habe, und auch nachdem ich mir alle 24 Seiten aus diesem Thread zu Gemüte geführt habe,
https://www.woodworker.de/forum/threads/shinko-dickenhobel-und-abrichte.116515/
steht bei mir im Moment eigentlich nur die Shinko und die 150er Bernardo in der engeren Auswahl. Da muss ich aber noch 1-2 Monate warten und etwas Geld beiseite legen :emoji_wink:. Die Shinko ist ca. 300€ billiger und natürlich mit 35kg viel leichter und mobiler als die Bernardo. Allerdings macht diese mit ihren 115kg auch einen wertigeren Eindruck. Insbesondere auch der Anschlag. Und fahrbar müsste man die Maschineja eigentlich auch machen können.
Was mich allerdings noch etwas unklar ist sind die verschiedenen Meinungen zu Werkstücklänge die man Abrichten kann.
Der eine schreibt, dass 2m noch problemlos machbar sind, der andere meint, dass bei 1,5m eigentlich Schluss ist.
 
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