Mehrschichtparkett bei 3,6mm Nutzschicht abschleifen?

Arve

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Hallo,
ich möchte auf ca. 40qm (zwei Räume) ein 2002 verlegtes Buche-Mehrschichtparkett abschleifen und neu ölen.
Der Boden ist schwimmend verlegt auf einer PE-Dämmunterlage (ohne Fußbodenheizung o.ä.).

Es ist ein Haro 3-Schicht Schiffsboden Buche gedämpft (13x180x2200mm), Oberfläche »Öl-Wachs« und wurde nach dem Verlegen mit OSMO Hartwachs-Öl behandelt (daran erinnere ich mich als damals 11-Jähriger noch gut). Das Datenblatt des heutigen Nachfolgers beim Hersteller kann ich gerne auf Nachfrage verlinken.
Die Nutzschicht wurde damals mit 3,6mm angegeben.

Mein Plan ist mit einer Lägler Trio von 60 bis 120 in den üblichen 20er-Schritten zu schleifen. Für die Kanten und Ecken habe ich einen Exzenter.

Der Boden wurde damals wegen der geringen Aufbauhöhe einem richtigen Parkett oder Dielenboden vorgezogen damit keine Stufe zu den schon vorhandenen schönen Fliesen von 1932 in Küche und Flur entsteht.

Ich habe in der Forensuche wenige Hinweise zu Mehrschichtparkett gefunden. Gibt es Tipps für ein richtiges Vorgehen?

Die Trio würde ich nutzen aus der Sorge zu schnell oder uneben den Boden abzuschleifen. Ganz ohne Risiko ist so ein Projekt nicht, das ist von Anfang an klar, im schlimmsten Fall wirds ein neuer Boden.

Christian
 

benben

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Trio ist gut, aber evtl reicht Einscheibenmaschine mit Vlies. Quasi nur auffrischen, es gibt da auch noch spezielle Reiniger.
da kann man schon einiges erreichen ohne einen komplett neuen Schleifaufbau.

Wenn Trio, würde ich eher mit 80er anfangen.

Gruss
Ben
 

elmgi

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Hallo Christian,

ich hatte bei mir vor Jahren auch einen analogen Haro 3-Schicht Boden (Esche) liegen mit ähnlich dünner Nutzschicht. Nach ca. 10 Jahren wäre eine Überarbeitung nötig gewesen, jedoch habe alle Fachleute bei diesem Ansinnen abgewunken. Einen solch dünnen Boden - schwimmend verlegt - musst Du wohl wirklich in Eigenregie überarbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Nutzschicht durchschleifen wirst, ist recht groß.
Aber da Du das Risiko ja eingeplant hast gilt hier:

No risk, no fun ! :emoji_muscle: :emoji_scream:

Gut Glück, es kann im Schlimmsten Fall nur schief gehen! :emoji_wink:
 

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ich sag , trau dich, 3,6 mm sind viel und es bleibt noch genug übrig
 

derdad

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Wieso möchtest du den Boden schleifen? Zu viele Dellen? Schmutzig? Sonstiger Schaden? 12 Jahre ist bei einem normal benutzten Boden eigentlich noch keine Zeit, dass man ihn abschleifen muss.
Ich kenne einen Bodenleger der arbeitet im Objektbereich und reinigt und behandelt alte geölte und gewachste Böden mit der "Bundeskanzlermischung" von Auro. Die Böden werden mit mit diesem Mittel, Schleifflies und Einscheibenmaschiene gereinigt und gleichzeitig neu geölt.
LG Gerhard
 

Arve

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Hallo,
vielen Dank für die hilfreichen Rückmeldungen. Die Frage nach den Fotos hat sich wirklich gelohnt, denn ich bin im Moment nicht vor Ort und hatte den Grad der Abnutzung auch nicht mehr so recht vor Augen.

Hier sind die drei absolut schlimmsten Stellen. In den 18 Jahren hat unter anderem ein Golden Retriever-Mischling diesen Boden mitbenutzt.
Das zweite Bild zeigt Feuchteschäden an einer Balkontür. Hier würde ich nur von Hand schleifen.

Der Rest des Bodens ist in ordentlichem Zustand, dass hier bestimmt auch die Bundeskanzlermischung reichen würde. Die gezeigten Stellen sind dagegen schon sehr stark abgenutzt.

Christian

ao7IsH9.jpg kHODS6r.jpg Q4ECtQz.jpg
 
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pedder

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Das Parkett hatte ich auch, nur in kürzeren Stücken. Mit Grundreinigung kommt man da nicht weiter.
Aber Abschleifen geht, haben unsere Nachmieter gemacht.

Dieses UV-Öl von Haro hat sich unter UV Bestrahlung schnell verdünnisiert.
Da würde ich lieber was richtiges nehmen.
 

Time_to_wonder

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Ich habe auch mehrere Haro-Böden und habe mir über die Sanierung Gedanken gemacht. Haro hat doch an den Schmalseiten diese Plastikleisten, die ein verlustfreies Demontieren ermöglichen sollen...

Was ich sagen will, raus damit, die Planken durchnummerieren, ab zu einer Schreinerei, die Dinger durch den ADH geschoben, ab nach Hause und neu verlegen.

Das war so ziemlich der abwegigste Gedanke, ihr könnt jetzt gern mal diskutieren, ob das sinnvoll oder völlig abgefahren ist. Schön würde es in jedem Fall werden...
 

benben

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Das mit dem hobeln bringt dich ja auch nicht viel weiter. Musst ja dann trotzdem schleifen. Macht nur Sinn mit Breitband und maschinelle Oberflächenauftrag, selbst dann würde ich es einfach schleifen und ölen im liegendem Zustand. Ist sicher weniger Aktion.

Edit: es geht bestimmt doch trotzdem irgendwas kaputt.....

Edit2: Trio halte ich für richtig, würde mit 80 er an einer schlimmeren Stelle mal testen.

Gruss
Ben
 

Arve

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Hallo Pedder,
hast du eine Empfehlung? Damals wurde zusätzlich Osmo Hartwachsöl benutzt (die verwendeten Sikkative sind beim späteren Abschleifen nicht gesundheitsförderlich). Persönlich finde ich die Kreidezeit-Produkte von der Herangehensweise sympathisch. Habe aber mit deren Fußbodenhartöl keine Erfahrung.

Was ich sagen will, raus damit, die Planken durchnummerieren, ab zu einer Schreinerei, die Dinger durch den ADH geschoben, ab nach Hause und neu verlegen.
Das wäre ein schönes Projekt. Ein geeigneter ADH steht im Schuppen nebenan. Leider wurde damals kräftig Ponal Fugenleim verwendet und Plastikleisten hatte das Produkt m.W. damals auch nicht. (Bleibt also nur das auseinandersägen, fix eine Nut einfräsen, hobeln und mit loser Feder neu verlegen. Und dann die Schnittverluste irgendwo unterm Bücherregal kompensieren. :emoji_wink: )

Christian
 

benben

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Natural hat ein Bodenöl, damit in ich sehr zufrieden. Selbst wenn das nur geklickt wäre, ich würde liegen lassen. Wenn man das macht, dann sollte das schon ein guter Hobel sein. Solche Maschinen stehen meist nicht im Schuppen nebenan, selbst bei guten Maschinen wirst du ein paar Ausrisse am Ende haben.

Bei dem Bild wird das Ergebnis sicher nicht wie "gerade neu verlegt" sein, jedenfalls nicht ohne das Risiko durchzuschlifen. Wäre trotzdem mein Weg. Trio mit 80er, evtl 60er oder 40er, zum Anfang und damn Natural Farben Bodenöl. Einfach anrufen und beraten lassen.

Gruss
Ben
 

carsten

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Hallo

ohhh ich würde da trotz der angegriffenen Optik mit 100er beginnen. grober werden kann man immer wenn der Abtrag nicht reicht. Aber draufschleifen ist "schwierig". Und durchgeschliffen hat man als Neuling /Unerfahrener schnell.
Die Trio hab ich nur einmal live erleben dürfen ( ohne eigene Erfahrung) die hat schon auch ordentlich Material abgetragen. Und mehr Als 1 mm wird man hier vermutlich nicht abtragen müssen um eine saubere Oberfläche zu bekommen. Vorsicht an kritischen Stellen nicht unbedingt mehr Schleifen. Lieber ne Macke "stehenlassen" als durchschleifen.
 

Bastelheiko

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Die Trio ist hier nur von Vorteil, wenn der Boden absolut plan ist.
Falls wellig, schleift die nicht überall. Wenn du dann versuchst, die nicht geschliffenen Stellen mit irgend etwas anderem abzuschleifen mit einem anderen Schleifbild, verzeiht dir das die Buche nicht. Sobald Öl aufgetragen wird erlebst du dann mit großer Sicherheit dein Waterloo.
Und Korn 100 am Ende oder 120 zum Polieren ist das feinste was du einsetzen solltest.

Sagt jemand der schon sein Waterloo mit einem Buchenfertigparkett erlebt hat, als dann das Öl an die Reihe kam.

Aber hol dir ein paar günstige Preise für die Schleifscheiben ein. Gibt manche Verleiher, die ein paar € für eine haben wollen.

VG
 

Arve

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Hallo Heiko,
danke.
In deinem Betrag geht es nicht um die Ränder, Ecken und ähnliches, die eh mit einer anderen Maschine geschliffen werden?

Wie würde ich denn richtig mit den Wellen umgehen? Falls es zu ungeschliffenen Wellentälern dazu käme, kann ich dann den 120-Endschliff »einfach« nochmals ganzflächig mit dem Exzenter überschleifen.

Die Ausdauer würde ich bei der Raumgröße noch knapp mitbringen.

Christian
 

benben

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Das mit den Wellen ist in der Tat ein Problem. Sollten die Wellen aber zu groß für die Trio sein, kannst du die auch nicht wirklich raus schleifen. Bist ja dann schnell durch.

Eigentlich bleibt dann nur Excenter/Rotex.

Trio zu Anfang, dann mit Rotex/Excenter weiter. Schlwifbild sollte recht ähnlich sein. Komplett gleichmäßig wird es eh nicht.

Ränder würde ich mit Rotex schleifen.

Gruss
Ben
 

marcop

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Mit etwas Erfahrung ist es problemlos möglich ein Fertigparkett mit der Hummel 40/60/80 und final mit der Trio oder Einscheibenmaschine zu schleifen.
Die Trio und Einscheibenmaschinen sind für den Feinschliff 80/100/ max. 120.
Nur mit der Trio wird ewig dauern.
 

Bastelheiko

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Hallo Heiko,
danke.
In deinem Betrag geht es nicht um die Ränder, Ecken und ähnliches, die eh mit einer anderen Maschine geschliffen werden?

Wie würde ich denn richtig mit den Wellen umgehen? Falls es zu ungeschliffenen Wellentälern dazu käme, kann ich dann den 120-Endschliff »einfach« nochmals ganzflächig mit dem Exzenter überschleifen.

Die Ausdauer würde ich bei der Raumgröße noch knapp mitbringen.

Christian
Ach so, noch mal was zum Boden. Einfach mal eine Wasserwaage vorher auflegen und die Ebenheit prüfen.

Wahrscheinlich bin ich einzige todesmutige Handwerker bundesweit, der einen ganze Wohnungsboden mit hohen Decken und mit hohen Fenstern (das bringt verdammt viel Lichteinfall der jedweden Fehler sichtbar macht) mit einer Rotex abgeschliffen hat.
Entgegen der Warnung von Schleifern, die so was selbst nie machen würden und keinerlei Erfahrung darin hatten, wie dann wohl ein Endergebnis aussieht mit einem Exzenterschleifer aussieht.,
Hatte die RO 90 mit den beiden dreieckigen Schleifaufsätzen für die Ecken. Wäre wahrscheinlich auch mit einem alten Hobel gegangen den man gekürzt hätte, um bis in die Ecken zu gelangen.
Mit Rechnung für eine angerstellten Anwältin, die sich überflüssiger Weise noch im Baubereich angesiedelt hatte., Aber mit einer angelegten Probefläche überzeugt wurde und schriftlich den Auftrag erteilt hat.
Die im Nachhinein nichts, aber auch gar nichts über das spätere Aussehen sagte und nur zu meiner Sicherheit angelegt wurde.

Mein Fazit.

Ein Exzenterschleifer ist nicht das perfekte Werkzeug für eine wirklich perfekte Holzoberfläche. Nur für deckende Beschichtungen.
Und mit einem kleinen Bandschleifer ist es noch schwieriger mit dem Handling. Für eine Tischplatte ist ok, aber nicht für einen ganzen Boden.

Es ist unmöglich, auf diese Weise eine Qualität zu erreichen, bei der ein Gutachter anerkennend nickt.
Es sah wirklich nicht schlecht aus. Sogar besser als viele Flächen, die von lustlosten Schleifern oder Schwarzarbeitern geschliffen wurden mit geeigneten Werkzeugen.
Doch wirklich gut würde es nur jemand finden, der keine Ahnung oder keine zu hohen Ansprüche hat. Was hier der Fall war.
Es gibt schon einen Grund, warum Schreiner sich eine Breitbandschleifmaschine zulegen. Und Fußbodenschleifer lieber in Faserrichtung schleifen.

Ein Exzenterschliff auf so einer großen Fläche homogen gleichmäßig durchzuführen ist seeeeehr schwierig., Dazu muss ständig die zu schleifende Fläche mit einem Strahler angestrahlt werden. Alles war du übersiehst, siehst du dann unter dem Öl umso deutlicher.

Ich habe 40er, 60er, 80iger und 100erter Körnung verwendet. Jeweils ein Paket verbraucht außer beim 40iger.
Nennenswerten Abtrag bekommst du nur mit neuem Schleifmittel bei dem 40er. Dazu noch Schleifmittel für die Ecken.
Und trau dich das nicht ohne Absaugung.

Das Endergebnis hat mich nicht überzeugt. Bei Sonnenlicht von schräg (was natürlich am schlimmsten ist) sah die Fläche nicht wirklich homogen aus. Was jedoch nur jemandem auffällt, der nach Fehlern sucht.
Sie war zufrieden. Ich nicht. Nur die Neugierde war gestillt.

Habe ziemlich genau 1,5 Tage länger gebraucht als mit Lägler & Co geplant wäre. Doch sie war angeblich Stauballergikerin und es waren 87 Stufen ohne Fahrstuhl. Sommer 2018. Rotex ist leichter als Hummel. Und Sie wollte es staubfrei.
Das Parkett war Ahorn. Bei Buche wäre ich für so eine Aktion nicht mutig genug.
Geölt wurde mit Osmo Top-Oil.

Hätte die AG nur 2000 € draufgelegt, hätte sie nun ein wirlich schönes Fertigparkett gehabt. Wäre nur ein Bruchteil des Maklerhonorares.

Viel Erfolg!
 

Arve

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Hallo,
letzten Samstag war es so weit und es hat alles super geklappt. Noch mal ganz herzlichen Dank für die vielfältigen Tipps und Hinweise! Das hat die Erfolgswahrscheinlichkeiten doch deutlich erhöht.

Am Freitagabend dann noch die Enttäuschung: Die Trio beim Verleih wurde defekt vom Vormieter zurückgegeben und muss erst einmal in die Reparatur. Kurz habe ich überlegt, stattdessen die Einscheibenmaschine zu testen. Zum Glück hatte ein Holzhändler in der Nähe die Maschine spontan frei. Dort war die Miete 25 % günstiger, die Fahrtzeit erheblich kürzer und die 200 mm Schleifscheiben mit rund 1€ pro Stück, wie ich finde preiswert (gegenüber 3-5€ beim Konkurrenten).

Im Vorfeld bin ich mit einer Richtlatte, die so lang ist, wie die Trio breit, über den Boden. Dabei haben sich so viele Wellen über 2,5mm gezeigt (gemessen mit einem verklebten Furnierstapel als Fühlerlehre), dass ich es schnell aufgegeben habe, diese einzeln zu verzeichnen.

Mit 80er Körnung war das wenige verbliebene Hartwachsöl vom Boden schnell entfernt und fast der gesamte Boden angeschliffen. Die Maschine hatte auf dem Schleifteller noch weiche Pads unter den Schleifscheiben. Dadurch waren selbst die tiefen Wellen kein Problem.

Lediglich viele Fugen wurden nicht erreicht. Da sind ich und zwei Helfer dann einmal mit dem 125 mm Exzenter mit 80er Papier drüber und haben auch noch die Ecken erledigt. Dann bin ich noch zwei Mal mit 120er-Körnung und einmal mit 120er Abranet auf der Trio drüber (jeweils mit Saugen dazwischen). Damit waren alle Kratzer, Dellen und Abnutzungen entfernt. Einzelne halbseitig lose Stäbe (z. B. Foto B unten) hat die Trio mit dem Gewicht runtergedrückt und problemlos geschliffen.

Insgesamt haben wir ein paar Stunden zur Vorbereitung gebraucht (Freitag Abend ausgeräumt, Samstag Vormittag abgeklebt, Fußbodenleisten entfernt und geputzt). Dann von Samstag 11 Uhr bis ca. 19 Uhr entspannt geschliffen und anschließend geölt und am Folgetag nochmals. Der Großteil der Schleifzeit ging auf den Exzenter mit Fugen, Ränder und Ecken schleifen. Die Staubentwicklung bei der Trio ist zu vernachlässigen. Der Makita-Exzenter hat da Schwächen, war aber alles im Rahmen.
Insgesamt habe ich auf der Trio 2 Sätze 80er und 2 Sätze 120er verbraucht. Nicht mehr verwendbar ist eigentlich nur der erste Satz 80er mit dem Wachs.

Das Ergebnis ist sicherlich nicht perfekt, aber entspricht auf jeden Fall unserer Erwartung voll. Der Boden ist frei von sichtbaren Kratzern und Dellen, sieht gleichmäßig und gepflegt aus. Lediglich an der unten gezeigten Stelle ist der Unterschied zwischen »Teppichstandort« und Rest zu sehen, da kommt aber wieder ein Teppich vor die Balkontür.

Im Knien und Streiflicht sind Kratzer sichtbar, im Alltag eher nicht.

Nächstes Mal besser machen (neben: »Erst gar kein Fertigparkett verlegen«) würde ich vor allem die Arbeitsbeleuchtung. Da würde ich eine Art tief liegendes Streiflicht bevorzugen, dass alle Kratzer und Unebenheiten hervorhebt. So arbeitet es sich deutlich entspannter. Wir haben das mit Baustrahlern auf Stativen improvisiert, die ein Helfer kopfüber über den Boden gehalten hat, das hat sich nicht bewährt (aufwendig, blendet, die alten Halogendinger werden auch noch heiß).

Christian

B_alt.JPG B_neu.jpg


A_alt.JPG A_neu.JPG
 
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Arve

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Nebenbei: Ich kam auf 3,8kg Schleifstaub, also rund 100g/m2 bei 38m2 Fläche. Bei einem angenommenem Gewicht von 700kg/m3 Buche (irgendwo bei 10% Feuchte) müsste ich, wenn die Rechnung stimmt, durchschnittlich 0,143mm Materialabtrag haben. :emoji_wink:
 
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Nebenbei: Ich kam auf 3,8kg Schleifstaub, also rund 100g/m2 bei 38m2 Fläche. Bei einem angenommenem Gewicht von 700kg/m3 Buche (irgendwo bei 10% Feuchte) müsste ich, wenn die Rechnung stimmt, durchschnittlich 0,143mm Materialabtrag haben. :emoji_wink:
Morgen
diese Rechnung hab ich schon mehrfach gemacht und war immer überrascht vom Ergebnis.
 

Bastelheiko

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Morgen
diese Rechnung hab ich schon mehrfach gemacht und war immer überrascht vom Ergebnis.
Ging mir früher genauso nach dem Abschleifen von Dielen. 3-4 volle Säcke und ein kaum messbarer Abtrag.
Gab mal vor ein paar Monaten einen Beitrag eines Profitischlers (dessen Namen ich nicht nennen mag) hier, der sich darüber lustig machte, dass die Dielen nach dem Schleifen immer dünner werden.
Solange es dem Schleifer motorisch möglich ist, nicht mit der laufenden Walze auf die Parkettoberflächen hart aufzusetzen, kann man Fertigparkett durchaus mehrfach abschleifen.

VG
 

pedder

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Vielen Dank für dem Bericht. Das ist aber auch wildes Zeug, was Haro da sortiert hat.
 
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