Massivholzdielen auf Kreuzlattung verschrauben

ewigneu

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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zum Verschrauben von Massivholzdielen auf einer Kreuzlattung (Rastermaß ca. 60cm).
Wie geht man damit um, wenn die fallenden Längen der Dielen sich nicht an den Kanthölzern treffen, das wird
ja bestimmt häufig so sein und im Extremfall die beiden Ende mehr oder weniger in der Luft über der Dämmung
(bei uns Holzfaserdämmung) hängen?

Viele Grüße
Jens
 

Besserwisser

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Hm. Wieso KreuzLATTUNG? Dielen gehören auf Balken.
Die Stöße lässt man einfach so fallen. Das nehmen normal die Kopffedern auf. Wenn keine da und zuviel Angst vor Punktlasten, dann unterlaschen.
 

ewigneu

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der Bodenaufbau ist:

Betonbodenplatte ungedämmt
Feuchtigkeitsabsperrung
Kreuzlattung, dazwischen Holzfaserdämmung (Gutex Thermoflex), 2 x 8 cm oder 1x 10 cm + 1 x 8 cm
*eventuell Filzstreifen unter den unteren Kanthölzern
feuchtadaptive Dampfbremsbahn sd-variabe
Massivholzdielen

daher Kreuzlattung

Das Problem, was ich sehe, ist der Rasterabstand, angedacht sind ca. 60 cm, resultiert aus der
Breite der Holzfaserdämmplatten und die fallenden Längen.
 

IngoS

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Hallo, das hängt doch sehr von deinen verwendeten Dielen ab. Wie schon gesagt, können die Stöße zwischen den Auflagen platziert werden. Das maximale Rastermaß erfährst du aus den Verarbeitungsrichtlinien der Dielen. Keinesfalls solltest du über das zulässige Rastermaß hinausgehen.

Gruß Ingo
 

Friederich

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daher Kreuzlattung
Ach so war das gemeint. Hätte ich eher als "Konterlattung" bezeichnet.
Aber die Sinnhaftigkeit des ganzen Aufbaues leuchtet mir trotzdem nicht recht ein. Ergibt doch nur extra Aufwand und unnötige Höhe...? Luft über der Dämmung (sofern überhaupt sinnvoll) kann man doch einfacher schaffen durch nur eine Lage paralleler Lagerhölzer die etwas höher sind als die Dämmung?
Wie ist überhaupt die Situation unterhalb der Betondecke? Feuchtes Erdreich oder bewohnter Raum?

Gutex zeigt übrigens recht ausgefeilte Aufbauvorschläge.
 

Besserwisser

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Nunja,
ob die Kreuz"balkung" wirklich notwendig ist? Bringt vielleicht ein klein wenig bessere Isolation als durchgehende Balken, aber ob das den Aufbau und die damit verbundenen Nachteile rechtfertigt?
60cm Gefache ist imho zu viel, es sei denn du hast mindestens 28er Massiveichendielen. Ich würde da eher auf ein Achsmaß von 45-60cm gehen, je nach Dielenstärke.
Der gezeigte Aufbau ist auch zumindest in einem Punkt fehlerhaft- die grüne, obere Trittschalldämmung ist sinnlos und kontraproduktiv, da sie Knarzen begünstigt aber nicht enkoppeln kann.
btw: ich hab mal auf einer Schulung von einem Dielenhersteller gelernt, niemals never auf nichtunterkellerte Betonplatten zu arbeiten, es sei denn, das ist mit Bitumenmatte abgeklebt. Und habe mich später mal von einem Kunden breit schlagen lassen, auf einen solchen, ungesperrten Boden zumindest in einem Raum Parkett zu legen (der Rest war unterkellert). Hat mich viel Geld gekostet ...
 

Bastelheiko

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Der Dielenhersteller war halt sehr vorsichtig, da er ja nicht wissen kann was die Leute so treiben,wenn sie ihren Ideen oder den Ideen anderer Ideengeber freien Lauf lassen. Und eine fachgerecht verlegte Bitumenschweißbahn ist halt millionenfach bewährt.
Nur mag nicht jeder eine gesundheitlich völlig unbedenkliche Bitumenschweißbahn wo nichts ausdünstet. Die nur bei der Entsorgung plötzlich zu Sondermüll wird.
Im Zweifel einfach mal einen guten Baubiologen fragen, der im günstigsten Fall ein solches Konstrukt abdichtungstechnisch wirklich durchschaut.
Und auch Abdichtungsalternativen kennt.
Eine Bitumenschweißbahn ist nicht die einzige Abdichtung auf der Welt für solche Zwecke.
Solange unter der Bodenplatte eine kapillarbrechende Schicht vorhanden ist...
Der Rasterabstand ist allerdings in der Tat zu gering.

VG
 

Besserwisser

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Nee,
der Dielenhesteller ist nicht sehr vorsichtig, der erzählt aus Erfahrung. Letzlich will der ja so viel wie möglich von seinem Zeug verkaufen.
Ich habe auch keine Idee, was man da abdichtungstechnisch durschauen können soll. Das muss einfach sehr, sehr diffusionbremsend sein, und zwar dauerhaft. Ne normale PE-Dampfbremsfolie reicht jedenfalls oft nicht. Und völlig diffusiondicht ist nur Bitumen oder Metall.

Und wenn in der Skizze schon ein so derber Fehler drin ist wie oben beschrieben, dann weiß ich auch, wie durchdacht der Rest der Konstruktion vermutlich ist.
 

ewigneu

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Für die Feuchtigkeitssperre ist eine Bitumenschweißbahn geplant.
Die Abbildung sollte nur verdeutlichen das zwischen den Kanthölzern Dämmung ist und keine Luft.

Die Kreuzlattung macht bei einer Dämmhöhe von 18 cm für Stabilität auf jeden Fall Sinn.

Bei der grünen Trittschalldämmung würde mich interessieren, warum diese kontraproduktiv ist.
 

tomkaes

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Bei der grünen Trittschalldämmung würde mich interessieren, warum diese kontraproduktiv ist.
Weil der Sinn einer horizontalen Trittschalldämmung der Schutz des darunterliegenden Wohnraumes ist.
Die Trittschall - Längsleitung wird durch die umlaufende Fuge (Trennung des schwimmenden Fußbodenaufbaus von aufgehenden Wänden) verhindert.
Das heißt Randdämmstreifen umlaufend an alle Wände.
Bei deinen Dielen erzeugst du damit nur Knarren beim Drüberlaufen, weil deine Dielenschrauben die Bretter nicht auf die Lagerhölzer pressen können.
Von der Wasserdampfdurchlässigkeit hat die an der Stelle auch nichts zu suchen.
 

ewigneu

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Danke, verstehe.

Ist es sinnvoll unter die unteren Kanthölzer so etwas wie eine Bautenschutzmatte zu legen, damit sich diese nicht in Bitumenbahn drücken?
Fixiert man die unteren Kanthölzer mit der Bodenplatte?
 

tomkaes

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Bautenschutzmatte (Streifen unter Kantholz getackert reicht) ist immer sinnvoll, um die Abdichtung längfristig nicht zubeschädigen.
Die Matte gleicht auch kleine Unebenheiten (Schweißbahnstöße Überlappung) aus.
Nein; nicht fixieren, einfach lose drauflegen, das Paket bewegt sich freiwillig nicht mehr;
jede Fixierung wurde deine Abdichtung beschädigen / durchdringen und dein Trockenestrichaufbau wäre auch nicht mehr "schwimmend"
mit den bekannten negativen Auswirkungen auf den Schallschutz.
 

Bastelheiko

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Kannst auch dafür geeignete Kokosfaserstreifen benutzen. Laufmeter ca. ein Euro.
Und so wie Tomkase schrieb, einfach lose rauflegen.
Metallische Bolzen oder sonstwas in der Bodenplatte neigt zu Kondensat. Und dieses Kondensat führt rein theoretisch dazu, dass ausgerechnet das Holz um das Metall ständig feucht ist. Was das dann bewirkt kann man sich denken.
 

tiepel

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Hi,
habe ich alles richtig verstanden?
Von unten nach oben (nicht vollständig):
-Betondecke
-Feuchtigkeitssperre
-Dämmung
-Dielen
Offensichtlich nicht unterkellert, so wie ich mir den Aufbau ansehe. Raum beheizt.
Ist da nicht Feuchtigkeit unter der Dämmung vorprogrammiert?
Gruß Reimund
 

tomkaes

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Hi,
habe ich alles richtig verstanden?
Von unten nach oben (nicht vollständig):
-Betondecke
-Feuchtigkeitssperre
Offensichtlich nicht unterkellert, so wie ich mir den Aufbau ansehe. Raum beheizt.
Ist da nicht Feuchtigkeit unter der Dämmung vorprogrammiert?
Gruß Reimund
Eindeutig nein, deine "Decke" ist eine Bodenplatte, und falls deine "Feuchtigkeitssperre" die Abdichtungsnorm z. B. in Form einer Schweißbahn erfüllt, keine Probleme zu erwarten.
 

tiepel

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Hi,
Von mir wohl falsch formuliert, bzw. wir reden aneinander vorbei.
Beton und Feutigkeitssperre heisst für mich, der Beton ist kalt, weil darunter Erdreich.
Dann erwarte ich Feuchtigkeit unter der Dämmung.
Ich gebe zu, ich habe mich lange nicht mehr damit beschäftigt, aber werden heute Geschossdecken (z. B. zwischen Keller und Erdgeschoss) auch per Bitumen abgedichtet?
Gruß Reimund
 

tomkaes

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Nein, warum? Die Decke musst du ja nicht abdichten im Gegensatz zu einer Bodenplatte.
Warme Luft steigt bei mir nach oben, als Transportmedium der Feuchtigkeit.
Das eine feuchtigkeitsunempfindliche Dämmung (PU/EPS) auf der Rohdecke verlegt wird (gerade im Neubau) ist Standard.
 

Friederich

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Ist da nicht Feuchtigkeit unter der Dämmung vorprogrammiert?
Prinzipiell ja. Denn warme Raumluft kann, mangels Dampfsperre oberhalb der Dämmung, bis an die kalte Sperrbahn unterhalb der Dämmung diffundieren; und hier natürlich kondensieren.
Als Gegenmaßnahme sehe ich nur:
entweder eine zusätzliche Dampfsperre oberhalb der Dämmung,
oder Material mit ausreichend kapillarer Aktivität, welches die Kondensfeuchte nach oben transportiert, wo sie dann schadlos abtrocknen kann.
 
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ewigneu

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Wie kann ich bei diesem Aufbau Unebenheiten/Gefälle von 0 -1,5 cm in der Bodenplatte ausgleichen?
Wenn ich die Bautenschutzmattenstreifen / Kokosfaserstreifen unter den unteren Kanthölzer fixieren und darunter kleine Kunststoffplatten
für den Höhenausgleich, würden diese wieder die Sperrbahn eindrücken?
 

LaettaLight

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Hi,
Wenn du den Kreuzaufbau hast: Zwischen den Lagerhölzern und der Konterlage an den Schraubpunkten unterfüttern - bei Gefälle
 
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ewigneu

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Hallo, danke für den Tip. An die Lösung hatte ich nicht gedacht. Beim Einbringen der Holzfaserdämmplatten wird das Gefälle auch ein Problem. Wie bekomme ich die Dämmung in den entstehenden Zwischenraum Lagerhölzer und Konterlage. Zusätzlich muss ich noch das Gefälle ausgleichen um die Matten gerade verlegen zu können.
 

LaettaLight

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Äh warum müssen die Dämmplatten im Wasser (gerade) liegen? Wenn ich richtig verstanden habe legst du unten zwischen die Lagerhölzer eine Lage, dann die Konterlattung drauf, mit Höhenausgleich. Dazwischen wieder Dämmung - das Einzige was passiert, ist, dass es unter deinen Dielen, die oben aufgeschraubt werden Mal mehr oder 1,5 cm weniger Luft bis zu der Dämmung gibt - wo liegt das Problem? Die Lagerpunkte der Dielen sind ja die Kreuzhölzer. Die Dämmung ist so auch überall gleich stark.
 
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