Möbelbau von A bis Z

matrix102

ww-pappel
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Hallo,!

Ich bin ein ambitionierter Hobbyschreiner mit guter Werkstatt und Maschinen (Altendorf, Hofmann, Casolin, SAC, usw.).
Ich kenne mich auch eigentlich sehr gut mit Maschinen aus, allerdings stoße ich beim Möbelbau immer wieder auf kleinere oder größere Problemchen:

Erst Lackieren, dann Zusammen bauen? Oder umgekehrt?
Holz komplett beizen, oder nur die Sichtseite?

Korpus mit Dübeln bauen oder schlitzen/zapfen?

Na ja, das meiste hat bisher geklappt, aber ich fände es riesig, wenn ich mal in einem größeren (oder auch kleieren) Betrieb für ein zwei Tage über die Schultern gucken könnte. Vornehmlich im Massivmöbelbau und auch im Möbelbau aus Plattenwerkstoffen. Von der Konstruktion bis zum Lackieren, einfach alles mal sehen. Ich würde selbstverständlich auch zupacken (natürlich ohne Bezahlung) und würde mir auch extra dafür mal ein paar Tage frei nehmen.

Also, wenn es da draußen jemanden gibt, der mir das mal zeigen könnte....wäre klasse.



gruß

guido
 

predatorklein

ww-robinie
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Moin

Schau mal bei den Volkshochschulen,da werden öfters mal Kurse in Holzbearbeitung angeboten.

Die Firma " Scheppach " hat früher auch mal Seminare veranstaltet,die waren wirklich fachlich recht ordentlich.

Der Schreiner führt Projekt XY aber auch nicht immer nach einem bestimmten Schema durch,wie (fast) überall führen oft verschiedene Wege nach ROM :emoji_grin:
Sprich man entscheidet von Fall zu Fall wie man ein bestimmtes Projekt angeht.
Dabei spielt natürlich die vorhandene Erfahrung eine große Rolle.

Bei deinem recht ordentlichen Maschinenfuhrpark würde ich mich mal im Bekanntenkreis nach einem erfahrenen Schreiner umkucken.

Wenn der bei dir die Maschinen mitbenutzen kann hat der sicher nichts dagegen dir was zu zeigen.
Und 4 Hände sind oft besser als 2 :emoji_wink:

In einer Schreinerei mal paar Tage mithelfen wird nicht viel bringen,mal ganz davon abgesehen geht das auch versicherungstechnisch nicht so einfach.
Passiert was in der Zeit kann es eine Menge Ärger geben.

Gruß
 

markus-gaertner

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grüß dich,

Ob du erst lackierst oder erst zusammenbaust hängt eigentlich nur von deinem Leim ab, denn lackierst du zuerst, so brauchst du einen lacklösenden Leim damit sich zwischen dem Holz und dem Leim eine Anhangskraft aufbauen kann.
Klar ist auch dass eine feretige Oberfläche mit sehr viel Behutsamkeit verleimt und verspannt werden muss. Ich gehe davon aus dass es klar ist dass in so einem Fall auf Zulagen keinesfalls verzichtet werden kann. Man muss zwar beim Verleimvorgang etwas mehr aufpassen was aber dagegen auf jeden Fall zu erwähnen sei ist dass eine Fläche die voher ohne störenden Möbelkorpus außen rum lackiert worden ist sauberer ist. Für einen Lackierer bestimmt klar.

Eine furnierte Fläche muss zwar immer beidseitig furniert werden (Absperren!), eine Rückwand aber auf der Wandseite zu beizen macht keinen Sinn!
Kostet nur Zeit und Geld

Schlitz und Zapfen ist keine Korpuseckverbindung sondern eine Rahmeneckverbindung. Wegen der Rahmeneckverbindung sagt man allgemein dass ein Dübel genauso viel hält wie ein Schlitz und Zapfen. Wobei ich zwischen Schlitz u. Zapfen und gestemmten Zapfen unterscheide.
rechne ich mir die Leimfläche aus die meine Verbindung hat so muss ich festetellen mein gest.Zapf. hat am wenigsten, dann kommt der Dübel und zu guter letzt der Sch.u.Zap.

Die Konstruktionsbreite, Dübellänge gibt es allerdings in jedem Tabellenbuch nachzulesen

"Tabellenbuch Holzberufe - Sieglarer Straße 2 , 53842 Troisdorf
ISBN 3-441-92350-2"

Ein Tabellenbuch habe ich z.B. immer bei mir um jederzeit nachschlagen zu können. Und wer eine Altendorf besitzt.... noch dazu ist so etwas ja eine lohnende Investition


MfG Markus

....ein Hobel der nicht pfäuft...
 

yoghurt

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Hallo Guido,

ich teile predatorkleins Meinung nur teilweise: Nach meiner Erfahrung gab es in allen Betrieben in denen ich Praktikant, später Lehrling und dann Geselle war immer die Möglichkeit als Praktikant zu arbeiten. Wie das versicherungsrechtlich abgesichert war weiss ich zugegebener Maßen nicht....
Im anderen Punkt gebe ich ihm aber Recht. Und zwar muss man als Praktikant schonsehr viel zeit mitbringen und sehr viel Glück haben um die für Dich interessanten Kenntnisse zu erlangen bzw. in die entsprechenden Arbeitsgänge involviert zu werden.
Von daher.... wärest Du in meiner Nähe, was gäbe ich dafür, eine Möglichkeit zu haben Deine Maschinen nutzen zu können....!!! Und so wie mir geht es anderen auch - da findet sich sicher jemand, der Dir sein Wissen bietet und dafür mal bei Dir arbeiten kann!
markus hat ja ansonsten schon einige Antworten geliefert und mit weiteren fragen bist du ja hier auch ein gerngesehener Teilnehmer!

Gruß

Heiko

(der jetzt losgeht und den Excenterschleifer mit dem Haushaltsstaubsauger koppelt und heimlich heimlich die neue Schreibtischplatte auf dem Couchtisch schleifen und ölen wird.... wie gut das meine Frau hier nicht mitliest und übers Wochenende weit weit weg ist.....)
 

magmog

ww-robinie
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guude Guido,

in welchwer gegend bist Du denn beheimatet?
ich hatte einen ähnlichen praktikanten in meinem betrieb, er meint heute noch, er habe eine menge über das selbsverständliche im umgang mit holz und die "grunddenke" im tischlerberuf sehr gut gelernt. das sei das wichtigste für ihn gewesen, die nicht mitbekommenen techniken könne er sich auf dieser grundlage in weiten teilen jetzt sehr gut selber interpolieren. außerdem kommt er immer noch mal zum gedankenaustausch und tip abholen bei mir vorbei.

gut holz, justus.
 

zap01

ww-pappel
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Hi

Danke für die Tips, habe die Firmen mal angeschrieben.

Ich fange so langsam an richtig lust auf's selbermachen zu kriegen.

Habt Ihr Links und/oder Literaturhinweise, wo man sich in das Thema MDF lackieren mal ein bisschen einlesen kann.

Ein Link mit Produktangabe und -hinweis wäre auch toll.
Es kommt mir besonders auf die Erstellung einer glatten Büroalltagstauglichen Oberfläche an.

Thx so long.:emoji_slight_smile:
 
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