Lebensmittel Wasser, wie geht ihr damit um?

Holzfummler

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Moin,
in den 90 zigern Jahren (Hausbau am Rande Berlins, kein Abwasseranschluß) habe ich mich erstmalig mit dem Thema Regenwasser auseinandergesetzt.
Brauchwasser für Toilette und Waschmaschine müssen ja nicht unbedingt Trinkwasserqualität haben. Auch wollte ich nicht den Garten mit "teurem Stadtwasser" gießen
Die Erstellung einer Regenwassernutzungsanlage (Auffangkörbe mit Grobfilter, 2 Tanks a 1500l, Pumpe, Verrohrung etc.) hätten damals rd 5000,- DM gekostet.
Die Alternative war, einen Brunnen (Brunnenloch, 9m tief) setzen zu lassen, Kosten damals rd 500 DM. Der hat auch gut 25 Jahre gehalten. Vor 3 Jahren musste er erneuert. werden. Jetzt habe ich eine Industriepumpe von Wilo mit elektronischer Steuerung im Einsatz und bin zufrieden.

Seltersflaschen schleppe ich schon ganz lange nicht mehr, ich nutze ein Sprudelsystem mit Stadtwasser. Seit kurzem ist eine Entkalkungsanlage im Einsatz um den Putzaufwand zu reduzieren und die Heisswassergeräte länger leben zu lassen.

Wie sieht es bei Euch aus?

Gruß
Thomas
 

benben

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Ich habe im Garten IBC Container und sammle da. Unser Leitungswasser trinke ich ohne Sprudel. In der Firma haben wir "Flaschenwasser", einfach weil man so mehr trinkt und viele Kollegen Sprudel wollen, haben wir aber auch still.
Wir haben auch sehr weiches und wohl ziemlich gutes Leitungswasser. Versorgung für Brauchwasser im Haus haben wir nicht. Ein Großteil ist aber auch vermietet und wir haben genug anderes zu tun. Vielleicht später......

Gruss
Ben
 

KalterBach

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Wir haben eine 4.000 Liter Zisterne für den Garten und eine Entkalkungsanlage. Diese nur, da wir nach einer Woche keine Lust mehr auf putzen hatten. Bei dem Härtegrad hier im Südwesten, geht es ohne nur schwerlich.

Regenwasser zum Spülen und Waschen war uns beim Hausbau zu teuer. Meine Eltern haben es nach 20 Jahren wieder zurück gebaut. Die Tanks waren im Keller und Paps wollte weder das viele Wasser im Keller noch den Platz belegt haben.

Ich finde die Brauchwassernutzung für Toilette und Waschmaschine gut, aber... siehe oben.

Wenn ich beim nächsten Haus mehr Eigenleistung machen darf, dann kommt auf jeden Fall eine Regenwassernutzung.

Wir haben auch so einen Wassersprudler - bei uns schmeckt das Wasser aber auch nicht so schlecht. Trotzdem halte ich einen Notvorrat an Mineralwasser und der wird natürlich turnusmäßig getrunken.
 

petermitoe

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Ich, bzw wir haben ca anno 2000 eine 7000L Zisterne für Klo, Wama und Garten installiert.
Das ist eine tolle Sache aber rechnen tut es sich nicht.

Vor ein paar Jahren mussten wir 3 Wasseruhren für verwendetes Regenwasser eine für den Garten verwendetes Wasseg und eine für das nachgefüllte Trinkwasser im Kreislauf indtallieren lassen, das war so teuer wie die Ersparnis in 3-5 Jahren ...
Das hiesige Landtratsamt schrieb auch im Amtsblättchen das waschen mit Regenwasser jetzt schädlich wäre :emoji_astonished: und wir hatten das nach den Jahren und Kindern gar nicht gemerkt ... :emoji_upside_down:

Es ist immer noch ein gutes Gefühl aber ob ich als inzwischen ernüchtertes Midlife-Modell nochmal dafür investieren würde????
Das Regenfass am Schuppen ist irgendwie einfscher ...
 

Dietrich

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Hallo Thomas,

seit 22 Jahren haben wir eine 12,5 m3 Betonzysterne von Mall-Beton neben dem Haus eingegraben, alle Toiletten und die Waschmaschine hängen da dran. Etwa 70m3 werden im Jahr entnommen, der Rest läuft ins Kanalnetz. Sehr gerne hätte ich noch eine Überlaufversickerung gebaut aber es war mir zu nah am Haus.
Die Anlage ist damals als sehr groß ausgelegt worden, war mein Wunsch, und hat sich in den Trockensommern als Segen erwiesen, lediglich im April 2003 und im August 2018 mussten wir Trinkwasser nachspeisen.
Eine Abdeckung von weit über 99% ist damit über den langen Zeitraum erreicht.
Regenwasser auf zu fangen und zu nutzen ist aktiver Umweltschutz und Hochwasserschutz, es dürfte m.M. nach beim Neubau gar keine Wahl bestehen sondern vorgeschrieben sein.
Und natürlich trinken wir Trinkwasser aus der Leitung, was erwiesenermaßen besser ist als jedes Flaschenwasser.

Gruß Dietrich
 

Holzfummler

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Das hiesige Landtratsamt schrieb auch im Amtsblättchen das waschen mit Regenwasser jetzt schädlich wäre
Als wir frisch den Brunnen hatten, haben wir mal eine Wasserprobe analysieren lassen. Obwohl hier damals die Abwasser versickert wurden, waren keine Koli-Bakterien nachweisbar, dafür etwas anderes erhöht (weiß nicht mehr genau was), so dass sich das nicht als Trinkwasser geeignet hat.
Regenwasser vom Dach hat den Nachteil, dass es alles mitspült, was auf dem Dach drauf ist. Ein Grobfilter ist Pflicht, auch muß das Sammelbecken relativ kühl sein, um eine Verkeimung zu vermeiden.

Ich finde es toll, dass auch Ihr Euch Gedanken gemacht habt und bewußt mit dem Lebensmittel Wasser umgeht.

In der Großstadt und Mietswohnung hat man keine Einflußmöglichkeiten.

Gruß
Thomas
 

petermitoe

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Einen Grobfilter haben wir drin und durch die Einbautiefe (das oberste Niveau des gesammelten Wassers ist in 2Metern Tiefe) empfinde ich das Wasser auch im Sommer als frisch, aber trinken tun wir es auch nicht :emoji_wink:
Ob die Effizienz in mehrstöckigen Mietshäuser gegeben wäre, wage ich zu bezweifeln, die Fläche ist ja recht klein.

Aber schade ist es, das der immense Einsatz nichtmal ein wenig gefördert wird, es gibt dadurch nicht mehr Abwasser als vorher sondern nur einen zusätzlichen Einsatz vor dem Ablauf.
 

Mr.Ditschy

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Hab auch ne Zisterne und nutze dessen Wasser mittels Tauchpumpe für Garten usw. ....

Ich, bzw wir haben ca anno 2000 eine 7000L Zisterne für Klo, Wama und Garten installiert.
Das ist eine tolle Sache aber rechnen tut es sich nicht.

Vor ein paar Jahren mussten wir 3 Wasseruhren für verwendetes Regenwasser eine für den Garten verwendetes Wasseg und eine für das nachgefüllte Trinkwasser im Kreislauf indtallieren lassen, das war so teuer wie die Ersparnis in 3-5 Jahren ...
Naja, Problem sind ja wenn nur die Abwassergebühren, sprich solange man am Gebühren-System das Abwasser mit bezahlt wird, ist das halt so! Also Regenwasser nutzen und in den Kanal leiten und nichts dafür bezahlen, ist nicht. Ebenso möchtest du nicht Frischwasser nutzen das nicht in den Kanal läuft, dann aber dennoch dafür Abwasser bezahlen.

Daher ist m.E. wenn auch nur die Regenwassernutzung für den Garten interessant und das Frischwasser bleibt im Haus mit den Kanalgebühren ... und selbst wenn die Zisterne mal leer läuft, wird halt mit Frischwasser von oben nachgefüllt, ist das einfachste.
 

brubu

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Hallo
Bei uns wäre der Aufwand unverhältnismässig, nicht das Frischwasser verursacht die grossen Kosten sondern das Abwasser, bei Regenwassernutzung
ist eine separater Zähler für dieses Wasser vorgeschrieben wenn es nach Gebrauch in die Kanalisation fliesst. Das ist richtig so sonst bezahlen
Regenwassernutzer nichts für die teure Abwasseraufbereitung. Ein zusätzlicher amtlicher Zähler koste aber auch.

Somit ist die Regenwassernutzung nur im Garten ideal, aber dieser liegt bei uns nicht beim Haus und Dachwasser gibt es dort nicht

Gruss brubu
 

Dietrich

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Hallo Brubu,

noch 3 Jahre so trocken wie die letzten 3 dann redet keiner mehr von unverhältnismäßig, wenn es mit der Klimaänderung so weitergeht haben wir in 10 Jahren Trinkwasser nur noch zum Trinken, Kochen und Hygiene, alles andere läuft mit Niederschlagswasser.
Und mit beidem wird ein sparsamer Umgang gefordert.

Gruß Dietrich
 

Mr.Ditschy

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Hmm, bei uns hat sich am Grundwasserspiegel nichts verändert, der ist so wie immer und Wassserknappheit durch trockene Sommer gabs ja immer schon.
Problem ist denke eher der zeitliche Niederschlag, der irgendwie immer weiter auseinander liegt. Kann mich noch an abendliche Wärmegewitter erinnern, heute gibt es diese kaum noch ...
 

ChrisOL

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nach beim Neubau gar keine Wahl bestehen sondern vorgeschrieben sein.
Hier war das vor über 10 Jahren schon eine Auflage beim Neubau, um die Oberflächenentwässerung zu entlasten. Wir haben auch eine >10k Liter Zisterne, da geht es das ganze Wasser vom Dach und von der Auffahrt rein. Das versickert langsam im Grundwasser, im Sommer kann ich lange Wasser für den Garten ziehen.
Rechnen darf man das nicht, sinnvoll ist es trotzdem, finde gut das sich da langsam ein neues Bewusstsein durchsetzt.

Nächstes Thema ist ein PV Anlage auf dem Dach, nur mit einem größeren Speicher Akku kann ich mich noch nicht anfreunden.
 

Dietrich

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Hallo Ditschy,

"trockene Sommer gabs immer schon", ist ein bisschen wenig.
Beispiel: Ich kannte Landwirte die vom ´47er Trockensommer berichteten wo die Kartoffeln keinen Tropfen Regen bekamen und vielerorts Ernte Totalausfälle zu beklagen waren, Winzer hingegen berichteten vom ´47er Jahrhundertwein.
2003 war in weiten Teilen unseres Landes, wettermäßig, eine Wiederholung von ´47, ich persönlich erinnere mich das es zwischen Weihnachten 2002 und Ende April 2003 bei uns gar keinen Niederschlag gab.
Alle 50 Jahre wäre also kein Thema, wenn nicht 2018, 2019 und 2020 wäre, es sei denn wir haben die nächsten 150 Jahre kein trockenes Jahr mehr, dann würde die Regel wieder stimmen und wir könnten uns beruhigt zurück lehnen.
Wir erleben leider eine Häufung von Wetter/Klima Lagen die es eigentlich nur selten in unseren Breiten geben dürfte.

Gruß Dietrich
 

Batucada

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Auf'm Land und nicht in der Stadt
Vor ein paar Jahren mussten wir 3 Wasseruhren für verwendetes Regenwasser eine für den Garten verwendetes Wasseg und eine für das nachgefüllte Trinkwasser im Kreislauf indtallieren lassen, das ....
Da hab' ich gleich ein paar Fragen zu. Wollte da wer mitschneiden? Auf welcher rechtlichen Grundlage mischt sich da die Kommune ein?

Batucada
 

Holzrad09

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Auf welcher rechtlichen Grundlage mischt sich da die Kommune ein?
Hallo
Abwasser, meist Zweckverbände und Kommune gehören in der Regel zusammen. https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserzweckverband
Und da sich die Abwassergebühren nach der Entnahme aus der Trinkwasserleitung richten, müssen alternative Entnahmestellen wie Regenwasserzisternen, Brunnen etc mit einer Wasseruhr versehen werden, nicht dass die Zweckverbände zwar das Abwasser kriegen aber dafür keine Kohle sehen.
LG
 

brubu

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Hallo zusammen
Zur Klarstellung meines Beitrags #9, den habe ich aus unserer persönlichen Situation mit Altliegenschaft geschrieben. Zudem bin ich "südlicher
Ausländer".
Selbstverständlich begrüsse ich die Nutzung von Regenwasser. Beim Neubau eines Einfamilienhauses ist das problemlos ausführbar.
Das EFH ist aber wohl auch die Wohnform mit dem grössten Landverbrauch. Ich bin zwar nicht im EFH, aber auch ein "Sünder" in der Natur
ausserhalb des Siedlungsgebietes, trage aber mit Autobahn-, Fluglärm (vor Corona) auch einen Teil der negativen Auswirkungen unserer
Gesellschaft. Meinetwegen hat noch nie ein Flugzeug Schadstoff ausgestossen weil ich nicht einsehe wozu ich in der Welt herumfliegen
soll. Diesbezüglich habe ich eine grosse Bildungslücke.

Regenwasser nutzen ist grundsätzlich gut weil damit Aufwand und Energie für die Aufbereitung von Trinkwasser gespart werden kann.
Unser beängstigendes Klimaproblem mit immer weniger Niederschlag führt aber dazu, dass wir immer weniger Regenwasser haben.
Das beobachte ich schon länger bei einem Gewässer in unserer Nähe. Beiträge im Fernsehen über immer trockenere Gebiete in Deutschland und
Osteuropa machen nachdenklich.

Ich hoffe mein Abschweifen vom Thema ist zulässig, sonst bitte nicht lesen oder löschen.

Gruss brubu
 

Dietrich

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Hallo Brubu,

es geht weniger um die Energie und Aufwand für Trinkwasser beim Nutzen von Regenwasser.
Es geht um die Schonung der Grundwasservorräte, beim sinnvollen Einsatz von Regenwasser, bei weitem nicht nur im Garten, können in jedem Haushalt über 50% Trinkwasser eingespart werden, es verbleibt ein großer Teil dort wo es her kommt.
Die selteneren aber oft starken Regenereignisse füllen nämlich sehr viel schlechter die Grundwasservorräte als der berühmte tagelange Landregen.
Aber ausreichend große Auffangbehälter werden nach wie vor gefüllt, und können genutzt werden.

Übrigens die Geschichte mit den zusätzlichen Wasseruhren spart man sich bei uns, es gibt eine Berechnungsformel in die die Quadratmeter Dachfläche eingehen die für Regenwasser genutzt werden und welche die in den Kanal laufen. Danach wird bezahlt.

Gruß Dietrich
 

uli2003

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seit 22 Jahren haben wir eine 12,5 m3 Betonzysterne von Mall-Beton neben dem Haus eingegraben, alle Toiletten und die Waschmaschine hängen da dran. Etwa 70m3 werden im Jahr entnommen, der Rest läuft ins Kanalnetz.
Mich würde jetzt auch bei dir einmal interessieren, wohin das Abwasser läuft und wie die Entsorgung/Aufbereitung bezahlt wird.

"trockene Sommer gabs immer schon", ist ein bisschen wenig.
Das Niederschlagsmittel ist unverändert, es regnet nicht weniger. Es regnet nur zu anderen Zeiten.

es geht weniger um die Energie und Aufwand für Trinkwasser beim Nutzen von Regenwasser.
Es geht um die Schonung der Grundwasservorräte, beim sinnvollen Einsatz von Regenwasser, bei weitem nicht nur im Garten, können in jedem Haushalt über 50% Trinkwasser eingespart werden, es verbleibt ein großer Teil dort wo es her kommt.
Wo denkst du denn, kommt das Trinkwasser der Stadtwerke her? Es wird nur zentral aufbereitet, weil das wesentlich wirtschaftlicher und umweltschonender ist als eine Eigenversorgung. Die örtlichen Versorger bekommen sogar erhebliche Probleme, wenn nicht ausreichend Wasser abgenommen wird, und das nicht nur finanziell, sondern auch technisch.

Niemand kann mir erzählen, dass die Eigenaufbereitung von Regenwasser sinnvoller ist als die Nutzung von Stadtwasser, außer im Garten, wo das infrastrukturell sehr einfach zu handhaben ist.

Wir sind übrigens Selbstversorger. Nicht, weil mir das Spaß macht, sondern weil hier keine öffentliche Versorgung installiert ist.
Heißt: 2 Bohrlöcher, jährlich zu prüfen, 2 Pumpenanlagen mit Enteisung und Entkalkung, die immer gewartet werden müssen, ein 3-Kammersystem mit jährlicher Schlammabfuhr, dahinter ein großer 2-Kammer Klärteich, was beides regelmäßig gemessen und geprüft wird. Passen die Teichtiefen nicht mehr oder es ist zu viel Grün drum herum, wird gebaggert oder gesägt. Ist zu viel Betonkorrosion am Kammersystem, wird repariert oder erneuert.
Passen die Wasserwerte nicht, wird gechlort oder anderweitige Chemie zugegeben.

Die Wasserversorgung ist gar nicht so trivial.
 

Dietrich

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Hallo Uli,

logisch nutzen wir Trinkwasser aus der Leitung, aber eben nicht für Waschmaschine und Toilettenspülung, dazu braucht es keine Aufbereitung nur eine Einsammlung mit Grobfilter und eine Entnahme mit Feinfilter.
Als Nutzer von Regenwasser zahlen wir eine Pauschale, in der auch die Abwassergebühren enthalten sind.
Es geht auch nicht drum unser hervorragendes öffentliches Trinkwasser schlecht zu machen oder nicht wert zu schätzen, ganz im Gegenteil, es ist einfach zu wertvoll für die Toilettenspülung und die Waschmaschine.

Gruß Dietrich
 

uli2003

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Als Nutzer von Regenwasser zahlen wir eine Pauschale, in der auch die Abwassergebühren enthalten sind.
Ah, OK. Das Problem ist ja weniger das Frischwasser, als mehr die Aufbereitung des Abwassers.
Ich nutze kein Regenwasser, dieses wird in den Bach geleitet und ergänzt unser Grundwasser.
Unser Trinkwasser ist übrigens von sehr guter Qualität, die Filterwirkung des Bodens ist einfach kaum technisch nachstellbar.

Regenwasser nimmt unterwegs einiges an Partikeln mit, und das nicht erst auf dem Dach. Wenn ich dann noch an die paar Hundert qm Dachfläche denke, die gewiss noch streckenweise mit asbesthaltigen Well-5 Platten belegt sind - ne, damit möchte ich nicht mal die Wäsche waschen.
 

Dietrich

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Hallo Uli,

Deine Bedenken bez. Regenwasser sind unbegründet.
Vor Jahren, schätze um 2005 gab es eine TÜV Untersuchung bez. aufgefangene Regenwässer in Deutschland, habs auf die Schnelle nicht gefunden, aber an vielen Orten könnte man das Regenwasser sogar trinken...auf jeden Fall aber die Qualität von Badegewässern.
In einem Haus mit Asbestdach will man schon garnicht wohnen.
Die Partikel vom Dach werden im Vorfilter zurück gehalten, die sehr feinen Anteile setzen sich ab, deshalb gibt es Absetzziisternen mit beruhigter Lagerzone.
Zusätzlich gibt es einen Feinfilter in der Entnahme.
Es gibt kein Problem mit der Wasserhygiene, jedenfalls nicht für die normale Bevölkerung, sprich im Krankenhaus und Altersheim ist es natürlich ausgeschlossen, einfach aus Sicherheit.

Gruß Dietrich
 

Mr.Ditschy

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Woher hast Du diese Information?
Von einem Löschbrunnen, der hängt am Grundwasserspiegel und der pendelt sich wie noch vor Jahrzehnten auf den selben Höhen ein. Daher sind wie schon erwähnt, wenn die Regenzeiten anders geworden.

Die Umstellung zu natürlichen Regenwasser Versickerungen oder erst über Zisternen laufen zu lassen, hat auch nichts mit Grundwasserknappheit zu tun (unseres kannst eh nicht trinken), sondern gehört zum allgemeinen Hochwasserschutz ... weiter verursacht natürlich jedes Wasser das nicht durch die Kläranlage läuft, weniger an Kosten, daher verbauen viele Gemeinden mittlerweile ZweiRohrsysteme in die Straßen, eins für Regenwasser und eins für das Abwasser.
 
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