Lattenrost nach Stiftung Warentest bauen

nils_eckert

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Hallo zusammen,

ich lese schon seit eingier Zeit hier im Forum immer gerne mit, konnte aber mit der Suchfunktion zu der folgenden Frage nicht wirklich eine Antwort finden.

Wir wollen in Anlehnung an die Empfehlung der Stiftung Warentest selber einen starren Lattenrost bauen. Das passt auch zur Empfehlung des Herstellers der Matratze (Casper).

Hier das Video von Stiftung Warentest: https://www.youtube.com/watch?v=_yr8g8bhNPY

Allerdings fänd ich das ganze in Birke Multiplex ein bisschen solider als mit Fichte-Tanne :emoji_wink:.

Die Idee war zwei 90x200 Rahmen zu bauen. Das Bett hat in der Mitte einen Träger. Mit der TKS würden wir dann ca. 90cm lange 5-6cm breite Streifen für die Latten herstellen und diese als "Latten" verwenden. Insgesamt vermutlich ca. 20 Stück pro Seite.

Jetzt habe ich testweise mal einen 5cm breiten Streifen von der 12er MPX Platte abgeschnitten. Irgendwie biegt sich das schon ziemlich durch und ich bin skeptisch geworden.

Habt ihr hier vielleicht Empfehlungen? Lieber die 17,5er MPX nehmen? Breitere Streifen? Oder ist gar Fichte/Tanne 18x80 (wie beim Test) besser geeignet?

Würdet ihr die Latten mit dem Rahmen verschrauben / verleimen?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!
 

IngoS

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Hallo,

Multiplex biegt sich sowieso stärker als vergleichbares Massivholz, weil ja die Hälfte der Furnierlagen quer zur Hauptrichtung verlaufen. Wenn du dann noch dünneres Material verwendest, kein Wunder, wenn es nicht funktioniert.
Das im Film vorgeschlagene 18 mm Material ist mehr als doppelt so biegesteif wie 12 mm Material.

Nimm das vorgeschlagene Holz und es wird gut funktionieren.
Nur drauf achten, dass man in den Querlatten nicht gerade mittig sehr große Äste hat.

Gruß

Ingo
 

raziausdud

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Hallo Nils,

und auch Holz ist nicht gleich Holz. Im hiesigen Baumarkt zb gibt es Fichten-Leimholzplatten, da sind die Iahressringe dermaßen breit, dass das Ganze ehr Pappe als Holz zu sein scheint. Da es hier also auf die Tragkraft ankommt: auf feiniähriges Holz achten. Ich will nicht sagen, dass es das in keinem Baumarkt gibt. Beim Sägewerk/Tischler bekommst Du das auf Anfrage aber bestimmt.

Grüße
Rainer
 

nils_eckert

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Ja, im Film nehmen sie 18mm Fichte-Tanne. Ich dachte, dass vielleicht 12mm Multiplex steifer ist.

Aber verstehe ich es richtig, dass auch das 17,5mm MPX nicht so Biegesteif ist, wie das 18mm Massiv-Nadel-Holz?
 

Georg L.

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Als vor ca. zehn Jahren unsere damaligen Lattenroste soweit abgenudlt waren, dass wir sie ersetzen wollte, habe ich auf Rat eines Freundes einfach gehobelte Dachlattenstücke im Abstand von 15mm auf Streifen alter Auto Sicherheitsgurte getackert. War in einer halben Stunde erledigt und hält bis heute. Und gut schlafen kann man darauf auch.
Multiplex würde ich auch nur verwenden wenn es mindestens 15mm stark ist. Und dann wird es schnell teurer als die Fichtenbretter-Variante.
 

IngoS

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Ja, im Film nehmen sie 18mm Fichte-Tanne. Ich dachte, dass vielleicht 12mm Multiplex steifer ist.

Aber verstehe ich es richtig, dass auch das 17,5mm MPX nicht so Biegesteif ist, wie das 18mm Massiv-Nadel-Holz?
Ja, das verstehst du richtig, besonders schlecht, wenn aus Unkenntnis auch noch obere und untere Lage bei den Latten Querholz sind.
Außerdem holst du dir noch unnötig mit irgendwas geleimtes Zeug ins Bett.
Laufen die Auflagehölzer bei deinem Bett durch, kannst du dir, wie oben beschrieben ein Rollrost anfertigen und sparst dir auch noch die Längsholme.

Gruß

Ingo
 

derdad

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Einen schönen Abend!
Bei 18mm Massivholzlatten hast du 18mm Längsholz. Bei 18mm MP3 hast du, grob gesagt, 9mm Längsholzschichten und 9mm Querholzschichten. Obwohl man es nicht so sagen kann, da die mittlere Zone eine neutrale Zone ist. Die Tragkraft und Biegefestigkeit ergibt sich aus Zugspannung unten und Druckspannung oben. Und jetzt schaltich den Klugscheissermodus wieder aus
LG Gerhard
 

dascello

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Ich habe das im Sommer gemacht: Ich nahm gehobelte Latten, 40 x 60 mm hochkant. Davon 22 Stück. Matratze drauf, supersteif!
Auch bei meinem Gewicht.

Gruß

Michael
 

ChrisOL

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Hallo

für das selbst gebaute Bett für meine Tochter habe ich 18mm Fichtenleisten verwendet. Das hält bei 90 cm Breite bestens. Auch mit Kind und einem Erwachsenen biegt sich da nichts durch. Hüpfende Kinder hat es bisher auch klaglos überstanden.

Nur Mut 18mm Fichte hält schon was aus.

Link zum Bild
woodworker
 

Friederich

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...einfach gehobelte Dachlattenstücke im Abstand von 15mm auf Streifen alter Auto Sicherheitsgurte getackert.
Ideal zum Transportieren. Passt zusammengerollt sogar auf den Fahrradgepäckträger. (Wenns denn noch Fahrräder gäbe mit Gepäckträger:emoji_slight_smile:)
Dachlatten sind ein geniales Material. Billig und überall leicht zu bekommen.
Statt Sicherheitsgurte gehen auch Rolladengurte. Auch überall zu bekommen.
Wenns besonders steif sein soll, auf 3-4 Längslatten schrauben. Zwei nahe an den Rändern, 1 oder zwei in der Mitte.
Jeder Mehraufwand ist überflüssig.

Ich hab zunehmend den Eindruck, so ein ganz fester Rost ist auf Dauer gesünder als diese ganzen überteuerte High-Tec-Spezial-Konstruktionen.
 

WinfriedM

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Theaterlatten wären auch noch eine Idee, die sind schon gehobelt:

Theaterlatten Fichte Ostrau - Holzmüller GmbH plywood

Die Sache mit dem Lattenrost hab ich auch noch nie richtig verstanden. Da gibt es das volle Spektrum an Meinungen. Manche Experten meinen, dass die Flexibilität eines Hightec-Lattenrostes mit verschiedenen Zonen ganz wichtig ist. Und andere schwören auf völlig unflexible Unterlagen, auf die die Matratze kommt.

Persönlich hab ich den Eindruck, dass die 15cm dicken Matratzen in sich flexibel genug sind, so dass ich keine Flexibilität eines Lattenrostes brauche.
 

pixelflicker

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Also ich muss sagen, bei dem Aufwand und Umfang den die Stiftung Warentest für ihre Tests betreibt, da kann man denen schon trauen, wenn die sagen, dass die Meisten Lattenroste die Eigenschaften der Matratzen eher verschlechtern und man mit einer steifen Unterlage besser fährt. Ich werde jedenfalls kein großes Geld für Lattenroste mehr ausgeben sondern in Zukunft auch einfach Latten zusammentackern oder einen Rollrost kaufen (die kosten ja nix).
 

MOORI

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Hallo,
das hängt doch wie immer von den Details ab.
Hat man eine feste dünne Matratze, kann diese sich nicht an die Körperform anpassen, das übernimmt dann teilweise der Lattenrost.
Eine weiche dicke Matratze kann den flexiblen Lattenrost ersetzen, da reicht vermutlich ein stabiler Unterbau.
In dem Artikel wird immer wieder auf Rückenschläfer verwiesen. Das sind nicht die Mehrzahl der Menschen.
Auch finde ich den Artikel extrem mau, gerade für Stiftung Warentest. Solche verallgemeinernden und mehr schlechten als rechten Vergleiche kenne ich sonst nur von RTL und Kabel1.
Damit hat sich SW keinen Gefallen getan finde ich. Sonst lege ich schon Wert auf die Berichte von SW. Ich finde das Konzept eigentlich gut.

Wir haben auch viel getestet. Ich finde ja auch dass die Matratze das wichtigste ist, aber so pauschal wie hier dargestellt, glaube ich nicht, dass es so ist.

Gruß
Haluk
 

Holz-Fritze

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Wir haben auch viel getestet. Ich finde ja auch dass die Matratze das wichtigste ist, aber so pauschal wie hier dargestellt, glaube ich nicht, dass es so ist.

Gruß
Haluk
Mit Sicherheit nicht, als wir neue Matratzen gekauft haben, konnte ich die unterschiedlichen Einstellungen des Latterostes an der Wirbelsäule meiner Frau deutlich sehen. Nur mit der Matratze ist es kaum hinzubekommen ,dass die Wirbelsäule wenn man auf der Seit liegt gerade wird. Mit einem einstellbaren Lattenrost kann man auf jeden Fall den besseren Kompromiss zwischen Rücken und Seitenlage finden.
 

WinfriedM

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@Pixelflicker: Einerseits Zustimmung. Andererseits testen auch die nur auf der Basis, was die als "optimaler Schlaf einer Normperson" definiert haben. Schaut man sich an, wie sich da die Vorstellungen der letzten 50 Jahren verändert haben, sieht man, dass man sich auch da irren kann.

Trotzdem: Warum braucht es 2 federnde Systeme? Eine Matratze kann doch 100% von dem übernehmen, was wir uns da an Anpassungsfähigkeit an den Körper wünschen.

@Holz-Fritze: Wer sagt denn, dass eine gerade Wirbelsäule beim Seitenschlaf das Optimum ist? Das sind doch auch nur Vorstellungen, die vermutlich in den nächsten 30 Jahren noch einige male revidiert werden. Die Forschung ist bei solchen Dingen keinesfalls schon am Ende angekommen.
 

Friederich

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...Nur mit der Matratze ist es kaum hinzubekommen ,dass die Wirbelsäule wenn man auf der Seit liegt gerade wird.
Die Frage ist halt, ob das wirklich vorteilhaft ist? Auf den ersten Blick scheint es natürlich so. Aber vielleicht dreht man sich ja im Schlaf unbewusst so, dass die Wirbelsäule mal in die eine oder andere Richtung gedehnt wird? Indem man sich am harten Untergrund soz. abstützt? Man hat ja manchmal das Bedürfnis, sich in eine bestimmte Richtung stark zu dehnen.
Der Vorgang des gesunden Liegens ist wohl nicht so trivial, wie es auf den ersten Blick scheint.
Ich hatte mal einen Kollegen aus einer entfernten Gegend mit sehr einfacher Lebensweise. Er sagte, bei ihnen gäbe es keine Rückenprobleme. Man sitzt auf dem Boden und schläft auf dem Boden.
Daran denke ich immer, wenn ich die Highteclattenroste mit Pipapo für mehrere Hundert Euros sehe...
 

WinfriedM

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@Friederich: Deine weiterführenden Gedanken mit dem Dehnen und dem Drehen hatte ich auch. Nur nicht aufgeschrieben. :emoji_slight_smile:
 

dascello

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Mal ganz ohne Theorie: Seit ich den Lattenrost weggeschmissen und die Kanthölzer unter der Matratze habe, stehe ich ohne Kreuzschmerzen auf.

Weiß

Michael
 

tiepel

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Mal ganz ohne Theorie: Seit ich den Lattenrost weggeschmissen und die Kanthölzer unter der Matratze habe, stehe ich ohne Kreuzschmerzen auf.

Weiß

Michael
Hi,
Und bei mir ist es genau anders herum.
Ich muss aber hinzufügen, dass ich Rückenprobleme habe. Ich brauche einfach eine gute Matraze, die nicht zu hart ist.
Mein Lattenrost ist im Schulterbereich punktuell flexibel. Für mich als Seitenschläfer ein Riesenvorteil.
Gestern noch im Hotel, ne war nicht der Bringer.
Gruß Reimund
 

WinfriedM

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Mal ganz ohne Theorie: Seit ich den Lattenrost weggeschmissen und die Kanthölzer unter der Matratze habe, stehe ich ohne Kreuzschmerzen auf.
Bei so einem schönen selbstgebauten Lattenrost ist der Placebo-Effekt natürlich sehr ausgeprägt. :emoji_grin:

Aber im ernst: Solche Placebo-Effekte sollte man nicht unterschätzen. Es ist irre, was einfach durch den Glauben, dass etwas wirkt, so alles funktioniert. Ich nehme mittlerweile ganz bewusst Placebos, wenn ich mich krank fühle und ich werde schneller wieder gesund.
 

TomfromMuc

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....na wenn wir schon so weit weg vom Thema sind, dann werfe ich mal das "Wasserbett" in den Raum. Ich hätte es nicht gedacht, aber seit dem wir eins haben.... einfach genial so ein Ding. Und für alle Holzbastler: ganz einfach zu bauen :emoji_slight_smile:

LG Tom
 
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