Lack und Hitze - verträgt sich das?

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von Therese, 25. Juli 2008.

  1. Therese

    Therese ww-pappel

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    Hallihallo,

    ich hab ein schönes Projekt:
    Ich habe einen alten Schreibtisch restauriert. Abgeschliffen, bis das schöne Kiefernholz wieder zum Vorschein kam und dann mittels Brandmalerei-Werkzeug (Brennpeter) ein Muster in das Holz gebrannt (Mitte des Tisches). Sieht wahnsinnig schick aus. Dann hab ich den Tisch begonnen zu lackieren (Acryl Klarlack - scheint mir aber eher Lasur zu sein, weils ziemlich gut ins Holz einzieht). Die ersten beiden Schichten 5% mit H2o verdünnt (stand so auf der Dose drauf) und dann eine unverdünnte Schicht (dazwischen jeweils angeschliffen und gesäubert). Jetzt hab ich mir aber gedacht, ich möchte eigentlich gern noch jeweils auf die Tischecken ein Muster brennen. Mich hat bisher abgehalten, dass ich allein fuer das mittlere Muster schon nahezu 16h gebraucht habe, weil dieser Brennpeter einfach nicht richtig heiss wird und es eben ewig dauert.
    Ein Freund sagte mir nun ich soll doch einfach einen Lötkolben nehmen, da könne man auch sehr feine Linien machen.
    Stimmt das? Geht das schneller? Und: wie wird der Lack reagieren? Stinkt es einfach nur oder könnte er sich auch verfärben?
    Ich kann mir vorstellen, dass es in den Lacken Unterschiede bei der Reaktion gibt, aber wie finde ich das heraus?
    Wenn ich problemlos mit dem Lötkolben drauf arbeiten könnte würd ich das schon gern machen und dann einfach zu ende lackieren wenn ich fertig bin mit den Zusatzmustern.

    Freue mich über Tipps.
    Liebe Grüße
    Therese
     
  2. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Ich hab umgedreht jahrelang mit einem Brennpeter gelötet. Ist im Grunde genau das Selbe - Lötkolben und Brennpeter. Du brauchst einen Lötkolben, wo die Spitze reinpasst und du sie festklemmen kannst. Mit der Temperatur musst du schauen, darf auch nicht zu heiß werden. Etwas variieren kannst du, in dem du die Spitze etwas weiter rausziehst oder reinschiebst. Komfortabler ist eine Lötkolben, den du temperaturregeln kannst. Dafür kannst du auch einen gewöhnlichen Lampendimmer benutzen.

    Aber: Wenn Lacke verbrennen, können sehr giftige Dämpfe entstehen. Ohne Absaugung würde ich das nicht stundenlang machen. Provisorisch kannst du dir aus Lüfter + Rohr selber eine Absaugung bauen, die ins Freie bläst. Lüfter z.B. starker Computerlüfter oder Dunstabzugslüfter aus dem Küchenbereich.
     
  3. Therese

    Therese ww-pappel

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    Hallo Winfried,

    könnte sich der Lack auch verfärben? Ein Freund meinte das könnte vorkommen. Ich würd mich grün und blau (und bestimmt auch orange) ärgern, wenn der Lack plötzlich Farbe bekommt.
    Und geht es mit einem Lötkolben tatsächlich schneller? Ich hab bisher nur mit dem Peter gearbeitet und hab grad keinen Nerv mich nochmal stundenlang hinzuhocken, auch wenn ich weiss dass sich die Mühe lohnen würde.
    Eigentlich möchte ich es nur machen, wenns ein echter Vorteil ist mit Lötkolben und wenn es der Lack auch verträgt.
     
  4. ketti

    ketti ww-birke

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    im zweifelsfall: musterbrett lackieren, drauf loslöten/brennen, ergebnis begutachten....
     
  5. Therese

    Therese ww-pappel

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    Ja das würd ich schon auch machen :emoji_wink: Nur das dauert ja immer ewig bis der lack trocken ist und so weiter.
    Ich suche hier nur Ideen, was passieren könnte. Worst Case Check sozusagen.

    Trotzdem danke schonmal.
     
  6. Georg L.

    Georg L. ww-robinie

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    Wieso dauert das Trocknen ewig? Die Acryllacke die ich bisher verwendet habe sind immer recht schnell getrocknet, oftmals schneller als Lösungsmittellacke.
     
  7. Therese

    Therese ww-pappel

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    Also mit ewig lang meine ich 12h :emoji_wink: Ich hab da natuerlich nicht so die Erfahrung, vllt dauern andere Dinge noch länger.
    Ich zweifle an meiner Idee hauptsächlich wegen der Angst es könnte sich der Lack verfärben oder Stundenlang dauern weil der Kolben nicht heiss genug ist.
    Probierbrett kann ich leider erst heute abend anlegen, daher denke ich den ganzen Tag darüber nach wie sinnvoll diese Idee an sich ist.
    Wenn ich es aber richtig verstehe, könnte ich den Tisch auch einfach komplett fertig machen (wollte noch eine unverdünnte Schicht auftragen) und wann immer ich will nochmal ein Muster an den Kanten einbrennen, oder nicht? Also hätte ich jetzt gar nicht so die Eile damit. Denn eigentlich möchte ich den Tisch schon fertig kriegen, damit man ihn auch mal richtig benutzen kann. Wenn jetzt das zusätzliche Brennen noch viel Zeit in Anspruch nimmt würds mich vielleicht eher nerven?
    Ach herrje .. entschuldigt bitte. Frauen wissen ja nicht mal was sie zum Ausgehen anziehen sollen und stehen stundenlang vor dem Kleiderschrank. Und dann soll ich mich jetzt für weiter arbeiten oder beenden entscheiden.
    Ihr habt es grad nicht leicht mit mir, das gebe ich zu :emoji_slight_smile:
     
  8. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Da hilft nur eines: Nicht mehr denken, einfach machen. Muss ich mir auch manchmal sagen, nachdem ich stundenlang versucht habe, Probleme im Kopf zu lösen. Und dann nach 10 Minuten probieren war alles klar.

    Ich glaub nicht, dass der Lack dadurch grün oder blau wird, er wird wohl dunkelbraun werden an den Stellen, wo er verbrennt. Mehr nicht.
     
  9. Stick6969

    Stick6969 ww-ulme

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    Hi,

    wenn Du Pech hast, schlägt der Lack in dem Bereich den Du erhitzt kleine Blasen, sieht ziemlich unschön aus.Ohne vorher ein Musterstück angefertigt zu haben, würd´ich das Risiko nicht eingehen.Es dauert dann halt ein wenig länger,was aber doch eigentlich egal ist, oder bist Du vielleicht auf der Flucht oder so?:emoji_slight_smile:


    so long

    Stick
     
  10. Therese

    Therese ww-pappel

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    Stick:
    auf der Flucht nein :emoji_wink:
    Ihr habt recht, so werde ich das auch machen. Ist ja auch die beste Idee.

    Danke, es hilft ja auch schon einfach jemanden zu haben, der einem mal das Logische (also "einfach testen und dann machen") sagt, obwohl mans ja schon weiss.
     
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