Lässt sich aus meinen Dielen noch was machen?

Heliosares

ww-pappel
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Hallo WW-ler, :emoji_slight_smile:

ich bin letztes Jahr zwecks Studium kurzfristig in eine Einzimmerwohnung gezogen, die halt hier und da ihre Macken hat. Leider auch einen fleckigen Teppich.
Beim Saugen an den Zimmerkanten bin ich auf Holzdielen gestoßen, da der Teppich auf dem Boden nicht befestigt ist.

Also gleich mal den halben Teppich des Raumes aufgerollt und geguckt was sich dadrunter so verbirgt. Im Anhang findet ihr die Bilder dazu.
Das Erste Bild zeigt den generellen Zustand der Dielen, während die folgenden die zwei am stärksten beschädigten Stellen zeigen.

Ich erwarte mir von einer Aufarbeitung keinen Fußboden der aussieht wie neu. Wenns etwas rustikaler endet hab ich da garkein Problem mit. Zeit ist auch kein Thema, ich bin ja Student. :emoji_wink: Außerdem bin ich handwerklich nicht komplett unbegabt und den Umgang mit Osmo Hartwachsöl bin ich durch kleinere Projekte auch gewohnt.

Was mich allerdings gewundert hat, dass die Nägel alle schon versenkt waren. Normalerweise wird hier darauf extra hingewiesen dies zu tun. Könnte das ein Zeichen dafür sein, dass hier schonmal abgeschliffen wurde und die Dielen dementsprechend zu dünn sind?

Desweiteren wäre natürlich interessant zu wissen wie man mit den gezeigten Problemzonen verfahren sollte, falls eine aufarbeitung machbar ist!

Ich bedanke mich schonmal fürs Lesen und kommende Antworten.

MfG Philipp

P.S.: Um was für eine Holzart handelt es sich denn hier eigentlich? Ich hab in einer Ecke mal leicht angeschliffen und der Holzton ging leicht ins rötliche.
 

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zündapp

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Ja, kannst Du schon machen. Da die Dielen nicht behandelt sind dürfte das relativ einfach sein. Da es eine Mietswohnung ist würde ich aber darauf achten, dass sich der Aufwand in Grenzen hält. Dass der Boden schon mal behandelt wurde glaube ich nicht. Die Problemzonen würde ich soweit ausschleifen, dass Du Dir keine Spreisel in die Füße holst. Die Alterntive wäre, in diagonalen Bahnen den Boden soweit runter zu planieren, bis Du eine ebene Fläche hast - das dauert ne Weile und kostet Schleifbänder.
Du wirst aber mit Schleifmaschine leihen, Bänder und Versiegelung kaufen locker 200,00 Euro los - ich würde daher eher über einen Teppich nachdenken. Ich habe auch schon viele Vermieter glücklich gemacht mit abgeschliffenen Böden und renoviertem Stuck. Nochmal würde ichs nicht machen.

Gruß

Zündapp
 

frankundfrei

ww-robinie
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Alte Dielen aufarbeiten

Hallo Philipp,

zuerst würde ich gut abwägen, wie sich der vorhersehbare Aufwand zu Deiner Mietdauer hält.

Wenn das für Dich soweit passt und Du willst da ran gehen, dann lass Dir das unbedingt schriftlich von Deinem Vermieter genehmigen. Vielleicht bezuschusst er auch Deine Mühen.

Ich würde an einer Stelle nachprüfen, wie dick die Dielen tatsächlich sind. Jedes schleifen nimmt Dir ja was von der Statik.

Wenn das soweit in Ordnung ist, dann kannst Du loslegen. Je gröber Du anfängst, umso mehr braucht es an Schleifgängen. Bei dem Nadelholz würde ich mit einem 40er Korn anfangen und alles auf Sicht so schleifen, dass es mir gefällt. Anschließend 60er, 80er, 120er und dann 180er bzw. 120er Schleifgitter mit einer Einscheibenmaschine.

Natürlich empfehle ich Dir, den Boden nicht zu versiegeln - sondern zu ölen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
 

Torsten61

ww-esche
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... Ich erwarte mir von einer Aufarbeitung keinen Fußboden der aussieht wie neu. Wenns etwas rustikaler endet hab ich da garkein Problem mit. ...
MfG Philipp

Hallo Philipp,

wenn Du obiges tatsächlich ernst meinst - frisch ans Werk.

Wir haben ein ganzes Haus solcher und sehr viel schlimmerer Böden.

Ähnliche Stellen wie von Dir gezeigt - haben wir einfach ausgeschliffen.
Soweit, daß man sich keine Splitter in die Socken zieht. Fällt nicht weiter auf.

Es ist ein völlig anderes Wohngefühl als mit Tepichboden (den ich gar nicht mag und auch nirgends habe)


mit freundlich Gruß
Torsten
 

Helmut60

ww-esche
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Hallo Philip,

interessant kann auch sein, sich das Raumklima ohne den Teppig mal "genau anzufühlen". Ein Bekannter von mir hat im Sommer 3 Lagen alten Teppig von solchen Dielen gerissen.. geschliffen, geölt.... um in der kalten Jahreszeit feststellen, das der Teppig nicht wegen dem ausehen der, sondern "der Zugigkeit" des ganzen Dienlenbodens... zum abdichten gedacht war.

:emoji_slight_smile: Helmut
 

frankundfrei

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Dielen aufbereiten ...

Könnte auch sein, dass solche drei Teppiche den nötigen Trittschalschutz für die Bewohner darunter dargestellt haben.

Lauter wirds natürlich ohne...

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
 

gleiter

ww-robinie
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Servus!

Die Dielen schauen mir sehr nach Fichte aus.

Und weil ein gleichmäßiges Vergrauen im Innenraum eher ungewöhnlich ist tippe ich auf simplen Schmutz, der sich im Laufe der Jahre abgelagert hat. Möglicherweise gab's da sogar nie eine Oberflächenbehandlung, war früher gar nicht so unüblich.

Da wurden die Böden eben noch naß gescheuert.

Oder es war von vorne herein ein Belegen mit Auslegeware gedacht, das könnte dann auch die extra tief eingetriebenen Nägel erklären. Zudem ein Indiz dass der Unterbau sehr gut ist und der Boden noch gut hält.

Insgesamt an Hand der Bilder eine durchaus machbare Aufgabe.

Bedenken solltest Du allerdings dass - wenn Du den Boden ölst - Du mit einer guten Woche rechnen mußt bis die Oberfläche auch nur halbwegs benutzbar ist.

In den von mir bewohnten Mietobjekten haben sich die Vermieter übrigens immer beteiligt, ein guter Deal war wenn sie die Materialkosten übernommen haben. Dann sollte das Ergebnis aber auch herzeigbar sein.

Für die Ecken und ganz am Rand brauchst Du zusätzlich auch noch einen Excenter- oder (kleinen) Bandschleifer, kann man auch leihen.

Gruß, André.
 
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