Kurze Einschätzung Tragfähigkeit Maschinentisch

horsthorst

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Hallo zusammen,

ich habe für eine Tischbohrmaschine (160 kg) einen Unterstand gebaut und würde euch um grobe Einschätzung bitten, ob sich da was (oder hoffentlich nicht) durchbiegt.

Aufbau ist folgender: Auf einem soliden Multiplex Korpus liegt eine 40 mm Buchenplatte auf. Innen ist die Platte von unter durch eine Multiplexstrebe (40 mm x 150 mm verstärkt. Die Strebe liegt auf der Höhe, wo später ungefähr die Säule der Bohrmaschine ist. Ich denke, das reicht, aber vielleicht sieht man ja schon auf den ersten Blick, falls dem nicht so ist. noch kann ich was machen, z.B. noch eine Stahlstande vorne einbauen o.ä.

Vielen Dank euch und beste Grüße

Jan
 

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Dietrich

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Hallo Jan,

für eine 160kg TBM, dazu kommen evtl. Anbauten wie Anschlagsystem, Auflagegewicht des Werkstücks und der Vorschubdruck am Stern, täte ich lieber eine Schweißkonstruktion sehen.
Man glaubt nicht wie 30mm MPX sich unter Last biegt, und eine 160kg TBM hat kein weiches Untergestell verdient.

Gruß Dietrich
 

horsthorst

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Hallo Dietrich,

ich hatte tatsächlich zuerst einen Standard Maschinentisch von einem recht großen Hersteller, aber der war schief und krumm verschweiß, da bin ich dann in den Eigenbau übergegangen und dachte, damit eine recht stabile Basis geschaffen zu haben...

Gruß
 

Little John

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Hallo Jan,
die Platte ist auf jeden Fall stabil genug für deine Bohrmaschine. Allerdings kann ich auf Grund der Fotos nicht beurteilen, ob die Kontruktion deines Unterschranks in sich stabil genug ist. Soll der Schrank zusammen mit der Maschine noch bewegt werden? Dann wäre mir die Basis zu klein.

Es grüßt Johannes
 

horsthorst

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Hallo Johannes,

nein, das bleibt dort stehen und wird nicht bewegt. Der Unterbau sieht wie auf dem angehängten Foto aus. Nach meinem Verständnis sollte das durch die seitlich und oben mit dem Korpus fest verbundene Strebe passen, so jedenfalls die Planung. Der Korpus steht seinerseits auf einem massiven Untergestell.

Gruß Jan
 

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IngoS

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Hallo,

grundsätzlich wird es halten. Allerdings wäre mir bei dem Gewicht die Seitenstabilität vorn zu gering. Da würde ich an Stelle der oberen Schublade auch noch eine Zarge einbauen.

Gruß

Ingo
 

Dietrich

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Hallo Jan,

ich bleibe dabei, jetzt wo der Schrank in Gänze sichtbar ist, der reicht nicht!
Bei solchen Untergestellen reicht es nicht etwas zu fertigen was gerade so reicht....oder vllt. auch nicht, gefordert ist Sicherheit, sprich auch eine mehrfach Belastung darf nichts ausmachen.
Ein hölzernes UG in der Machart wie ein Hobelbank UG eben kleiner wäre angebracht, da könnte dann ein Schubladenschrank eingesetzt werden, der dann nichts zu tragen hat.
Auf der gezeigten oberen Platte wird eine 160kg Maschine recht weich stehen...

Gruß Dietrich
 

keks010982

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Am besten gießt du den ganzen Schrank mit Beton aus. Sonst wird das niemals halten... Ironie aus!
So ein Quatsch - auf den Schrank kannst einen Panzer stellen ohne das was passiert. Was soll denn da nicht halten? Soll die senkrechte MPX knicken oder was? Die ist doch nicht höher als 80cm?! Also ich würde auf den Schrank - komplett ohne Bauchschmerzen - 800kg stellen.


Gruß Daniel
 

Hondo6566

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Also ich sehe es auch wie Dietrich, es ist ja nicht nur das Gewicht der Maschine die auf den Schrank drück (der Bohrer wiegt ja auch was :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:) sondern Werkstück, Maschinenschraubstock und Hebelkraft beim Drücken bringen das dann irgendwann mal Richtung 200 Kg, da wird der Schrank in die Breite gehen.
Ich habe meine auf 70er Kanthölzer mit Zarge in der Mitte und Oben/Mitte je 40er Platte aufgesetzt. Wiegt aber nicht ganz so viel wie deine.
 

Little John

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Hallo Jan,
falls du deinen Unterschrank auf Grund der Bedenkenträger noch etwas stabilisieren möchtest, kannst du unter dem mittleren Auszug noch einen Konstruktionboden einbauen (mindestens 18mm dick). Damit verlierst du ein wenig Höhe in der unteren Schublade, erhöhst aber den Torsionswiderstand.

Es grüßt Johannes
 

horsthorst

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Vielen Dank für eure Einschätzungen, ja da bin ich jetzt natürlich ins Grübeln gekommen. Johannes' Idee finde ich gut und wird auch jetzt noch umsetzbar sein. Hat einer eine Idee, wie ich Schrauben von außen vermeiden kann? Dübel oder Lamellos gehen ja nicht mehr...

Gruß Jan
 

horsthorst

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Ja da habt ihr natürlich Recht, ich versuche halt gerne Ästhetik und Funktionalität zu verbinden, wenn es geht :emoji_sweat_smile: Zur Not gingen Lösungen "von außen", das stimmt schon.

Wie wäre es hiermit:

Statt nur einen Zwischenboden - wie vorgeschlagen - zwei Böden zwischen die Schubladen und das mit den Lamello Clamex P-14 Flexus, meinetwegen vier Stück auf jeder Seite. Zugbruchfestigkeit in Buche wird mit 810 N angegeben (wobei ich jetzt nicht so gut einordnen kann, was das für meine Konstruktion bedeutet).


Jan
 

Dietrich

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Hallo Jan,

wirklich stabiler wird der Schrank nicht durch Einbau von waagerechten Zwischenböden, wir kennen alle den Ikea Effekt Rückwand raus und das ganze Ding klappt wie ein Kartenhaus zusammen, sondern durch passgenauen Einbau einer Vorderwand in Rückwandmanier, also keine Schubladen!

Gruß Dietrich
 

horsthorst

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Hallo Dietrich,

theoretisch ja, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass da Schwingungen zur Seite hin auftreten die zu einem kritischen Winkel/Wanken führen würden. Außerdem, wie gesagt, sind beide Seitenwände oben durch die Zwischenstrebe (15 cm) bei einer Gesamthöhe von ca. 70 cm fest miteinander Verbunden (verleimt, Dominos und zusätzlich mir der Decke verschraubt), da denke ich nicht, dass es seitliche Bewegungen geben wird. Die Zwischenböden - so hatte ich das verstanden - sollen ja eher dem potentiellen Auseinanderbiegen der Seitenwände bei senkrechter Belastung dienen. Bitte korrigieret mich, wenn das anders gemeint ist.

Gruß Jan
 

Daniboy

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Wäre mir auch zu wenig.

Eher eine "richtige" Werkbank mit Stahlrahmen kaufen und den vorhanden Schrank fürs Zubehör drunterschrauben.

Ich finde auch für ein Maschinengestell sollte ein viel höherer Sicherheitsfaktor für unvorhersehbare Belastungen vorgesehen werden.
(Auch aus anderen Richtungen als nur durch das Maschinengewicht)
 

fitter2joiner

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Hallo HorstHorst

mir fällt auf, dass du zuerst baust und dann das Forum befragst.
Meinst du nicht, der umgekehrte Weg wäre der bessere gewesen?
(Nur so als Tipp für die Zukunft)

Aber ein wirklich schönes Schränkchen hast Du da gebaut:emoji_thumbsup:.
Liebe grüße und viel Glück
 

Dietrich

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Hallo Little John,

wir versuchen Kollege Jan hier zu helfen, so toll war Dein Witz jetzt nicht das er in die Diskussion passt!

Gruß Dietrich
 

Holz-Christian

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Lasst doch mal die Kirche im Dorf, 40er Bucheplatte und nicht gerade dünnwandiger Multiplexkorpus sollen auf geschätzten 45cm Spannweite inclusive Verstärkungstraverse ein 160 Kilo Bohrmaschinchen nicht tragen?
@Dietrich ,für Deine „Holzbearbeitungsmaschinen“ würde das im Umkehrschluss aber ausreichen?
 

Dietrich

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Hallo Christian,

verstehe die Frage nicht?
Übrigens eine 40 mm Buchenplatte sehe ich nicht auf dem Bild.

Gruß Dietrich
 

Dietrich

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i.O. das verhindert Durchbiegung der oberen Schrankplatte, ändert aber nichts an der Bauart.

Gruß Dietrich
 
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