kleiner Tellerschleifer

Dieses Thema im Forum "Projektvorstellung" wurde erstellt von Sel, 25. Oktober 2019.

  1. Sel

    Sel ww-buche

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    Radebeul
    Hallo,

    bin am Bauen für meinen Tellerschleifer. Der hat einen Drehstrommotor mit 370 Watt drinnen, rund 1000 U/min. Ich kann die Drehrichtung wechseln (Rechts-/Linkslauf). Die Scheibe hat einen Durchmesser von 250 mm. Soweit funzt alles prächtig.

    4.jpg

    Natürlich fehlen noch paar Teile, bin ja nicht fertig. Und genau dazu habe ich paar Fragen.

    Der Schleifteller wird mittels 6 Magneten gehalten. Also, ich habe in der Motorscheibe die Magneten eingebaut, die Scheibe mit dem Schleifblatt wird darauf aufgeklickt. Zeige ich noch genauer, wenn Interesse besteht. Das Ziel der Aktion ist, das ich meine Scheiben schnell wechseln kann (Körnung, Verschleiß). Habe jetzt 3 Scheiben gebaut, jede mit anderer Körnung und eine Polierscheibe (Filz). Die Schleifblätter sind geklebt.

    Einen Vorteil habe ich schon bemerkt: Gegenüber Scheiben mit Klettbefestigung sind meine Scheiben absolut eben und hart, da gibts keine krummen Flächen beim Schleifen. Nachteil ist natürlich, das ich jeden winzigen Schlag der Motorscheibe merke (kleines Rattern, stört aber nicht beim Schleifen). Der Rundlauf ist immer sehr gut, auch nach einem Wechsel der Scheibe.

    Allerdings werde ich nun aufgrund des kleinen Schlags meiner Motorscheibe (rund 2/10 mm) diese Scheibe neu bauen. Ich bekomme den Schlag nicht weg. Das liegt am leider etwas zu groß geratenen Bohrloch für die Motorachse, die Scheibe "wackelt" irgendwie.

    Ach so, meine Frage.
    Wie soll ich den Tisch an der Maschine gestalten? Ich würde den mit Nut machen (für diverse Anschläge). Seitlich wird der Tisch leicht hinten überstehen. Ist es empfehlenswert den Tisch kippbar zu machen, sind negative Winkel notwendig? Und bis zu welchem Winkel, vielleicht 50°? Ist ein seitlichen Kippen (Drehen) nötig?
    Letztendlich wird das lediglich ein mechanisches Problemchen. Aber wenn ich das schon baue, dann irgendwie richtig :emoji_slight_smile:

    LG Sel
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Oktober 2019
    jjthiel gefällt das.
  2. WinfriedM

    WinfriedM ww-robinie

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    Negativer Winkel, also über waagerecht nach oben kippen, halte ich nicht für nötig und wird auch gefährlich. Seitlich kippen ebenso nicht. Einfach nur von waagerecht bis 45 Grad. Der Drehpunkt sollte an der Vorderkante des Tisches liegen, damit er sich beim kippen nicht von der Scheibe wegbewegt.

    Magnete finde ich nicht unkritisch. Wenn da bei 1000 UPM was wegfliegt, kann das schon gefährlich werden.
     
  3. Funnky

    Funnky ww-eiche

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    Unser Telerschleifer besitzt in beide Richtungen Winkel und ich finde es sehr praktisch.
    Kommt halt ganz drauf an was du machst
     
  4. Sel

    Sel ww-buche

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    Stimmt, habe ich gar nicht bedacht. Beim höheren negativen Winkel wirds Werkstück ja eingeklemmt und von der Schleifscheibe "gefressen" (incl. daran angelegten Fingern).
    Die Magnete sind in der Motorscheibe 1cm versenkt und festgeklebt. Die eigentliche Scheibe für die Schleifblätter ist mittels Hülsenmuttern mit den Magneten "verbunden". Da kann nix wegfliegen, selbst wenn sich ein Teil lösen würde.

    Werde die neue Grundscheibe aus Pertinax bauen, aufgeschraubt auf ein Stück Buchenholz. Dieser Buchenholzkern kommt auf die Motorachse. Solche Materialien kann ich besser bearbeiten als Multiplex in diesem speziellen Fall. Wird auch stabiler. Das mit den Magneten passe ich dann an.

    LG Sel
     
  5. DrTebi

    DrTebi ww-pappel

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    Interessantes Projekt, vor allem weil ich vor kurzem ein sehr ähnliches Projekt gebaut habe. Ich erlaube mir hier mal es vorzustellen.

    Ich fing erst mit einem Plattenspieler an... doch der Motor war viel zu schwach. Ich entschied mich dann nach einiger Recherche für einen Getriebemotor. Mit etwas Glück fand ich einen auf eBay, der auf etwa 500 U/min läuft und sehr stark ist (1/2 PS).

    Als Platte benutze ich einen relativ schweren Plattenspieler Teller. Ich benutze auch Schleifpapier auf Scheiben, meine Scheiben sind Laserdiscs. Diese sind etwa 30cm im Durchmesser, was recht ideal ist und perfekt auf den Plattenspieler Teller passt. Ich klebe das Schleifpapier auf diese drauf (ich benutze zur Zeit vier: 150/400/800/1500). Die Laserdiscs sind billig gebraucht zu bekommen, und wenn das Schleifpapier auf ist, benutze ich eine neue Laserdisc (der Klebstoff löst sich nicht mehr nach einiger Zeit).

    Auf derselben Ebene wie der Teller ist eine "Corian" Platte, von einer alten Küchenablage. Zum schleifen meiner Hobeleisen habe ich mir einen Block gebaut, wo ich das Eisen fest rein schrauben kann. Das beantwortet irgendwie dann auch deine Frage... kein Tisch :emoji_slight_smile: Aber vielleicht verstehe ich was falsch, der Tellerschleifer soll doch für Beitel und Hobeleisen sein, oder?

    Was ich unbedingt haben wollte bei meiner Maschine war Nass-schleifen. Meiner Erfahrung nach kann man so viel bessere Ergebnisse erzielen. Doch das spritzt natürlich ohne Ende... daher der große graue Schutzrahmen, den ich aus einer Ölwanne geschnitten habe.

    Ich bin sehr zufrieden mit der Maschine, kann so ein Projekt nur empfehlen. Das schwierigste ist es, einen geeigneten Motor zu finden. Um sich die Komplikation mit Riemen etc. zu ersparen, ist ein Getriebemotor mit der richtigen Übersetzung ideal (300-800 U/min z.B.).
    Das nächste Problem, wie du selbst schon bemerkt hast, ist es alles ohne wackeln zum laufen zu bringen. Dazu braucht man viel Geduld... mein Plattenspieler Teller ist nicht 100% flach am Bohrloch, ich musste die beste Position nach einigem suchen finde.

    Laserdiscs als Scheiben sind nicht optimal, aber es funkioniert. Alles andere kann teuer werden. Vielleicht werde ich später mal den Plattenspieler Teller mit einer flachen, ca. 1cm dicken präzis geschliffenen Aluminium Scheibe austauschen.

    Es gibt auch ein ganz kurzes Video wo man meine Maschine in Aktion sehen kann:


    Ich hoffe mein Beitrag konnte inspirieren...

    P.S.: Ich wohne seit längerem in den USA, sorry wenn mir manchmal die deutschen Fachbegriffe fehlen :emoji_slight_smile:

    R0015887.JPG R0015888.JPG R0015898.JPG
     
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  6. Sel

    Sel ww-buche

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    Am Anfang von deinem Beitrag dachte ich erst an Verarsche. Doch dann...
    Gar nicht schlecht deine Idee. An die (durchaus große) Schwungmasse des Tellers einen passenden Motor, obendrauf die Schleifscheiben. Ideen muß man haben! :emoji_slight_smile:
    Danke fürs Zeigen.

    LG Sel
     
  7. DrTebi

    DrTebi ww-pappel

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    Gern geschehen.

    Habe aber mittlerweile bemerkt dass ich den Begriff etwas flasch verstanden hatte—mit deinem Tellerschleifer sollen ja Holzstücke geschleift werden können. Mein Tellerschleifer ist nur für Beitel und Hobeleisen gedacht. Aber vielleicht trotzdem eine Inspiration hoffe ich :emoji_slight_smile:
     
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  8. Sel

    Sel ww-buche

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    Ihr wolltet Ergebnisse sehen, ok.

    Mit der neuen Scheibe aus Pertinax läuft die Maschine nun wirklich rund. Habe den Hartholzklotz hintendran noch mittels vier Schrauben am Teller arretiert, so das sich die Zentralschraube nicht lösen kann bei Rechts-/Linkslauf. Damit die Sache vorne glatt abschließt habe ich 2K-Kleber draufgemacht und verschliffen.

    5.jpg

    Auf die Pertinaxscheibe habe ich eine Magnetfolie geklebt (1,2mm stark). Das ist nun meine Grundlage.

    6.jpg

    Auf die Schleifscheiben habe ich hintendrauf Ferrofolie geklebt (0,6mm). Man sagt auch Eisenfolie dazu. Die Scheiben pappe ich dann direkt auf meine Maschine.

    7.jpg

    Das Geniale dabei ist, das ich nix abbauen brauche zum Wechsel der Scheiben. Solange die Scheibe nicht vollflächig an der Magnetfolie anliegt, läßt sie sich leicht verschieben. Damit kann ich die Zentrierung (und den Rundlauf) ganz gut hinbekommen. Pappt die Scheibe richtig vollflächig an (und dazwischen ist kein Staub), so habe ich eine Haltekraft, welche durchaus mit Klett vergleichbar ist. Auch bei höherem Druck beim Schleifen verrutscht die Schleifscheibe nicht. In der Aufbauhöhe bin ich aber flacher als mit Klett und die Scheibe ist wesentlich härter und viel glatter. Alles zusammen ergibt das ein besseres Schleifergebnis (besonders bei Metall). Und der Scheibenwechsel dauert echt weniger als 10 Sekunden.

    Will ich meine Filzscheibe zum Polieren (von Metall) anbauen, so muß der Staubfang ab (6 Schrauben). Beim Polieren brauche ich ja keine Absaugung. Mache ich selten das Polieren, daher ist mir die Arbeit mit den sechs Schrauben auch nicht zuviel. Außerdem kann ich mir noch eine dünnere Filzscheibe kaufen, die dann noch in meine Maschine ohne Abbauaufwand passt.

    8.jpg

    Ist nicht ganz einfach diese ganze Geschichte. Ich habe einige Versuche mit verschiedenen Scheiben, Magneten, Klett, Magnetfolie etc. gebraucht um zum endgültigen Ergebnis zu kommen. Ich muß wirklich öfter mal die Schleifscheibe tauschen, da ich neben Holz auch Metall verarbeite. Und da will ich weder großartige Demontierungen vornehmen müssen, noch viel Zeit zum Wechseln investieren. Übrigens, Stahl und Magnet... Na klar haften die abgeschliffenen Stahlpartikel an meiner Scheibe. Jedoch brauche ich die Schleifscheibe nur abzunehmen, kurz ausklopfen, wieder dranpappen und weiter gehts!

    Jetzt baue ich nur noch einen Tisch ordentlich vorne dran und zeige euch bald das Endergebnis. Hat alles eine Weile gedauert. Nicht zu ändern. Dafür passt es jetzt.

    LG Sel
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. November 2019
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  9. Helibob

    Helibob ww-esche

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    Hi,
    zum Tisch ein paar Gedankengänge:
    Winkelverstellung so wie von @WinfriedM angemerkt.
    Möglichkeit zur Verstellung des Abstandes zur Scheibe, evtl. eine austauschbare "Spaltkante".
    Bei eingestellten 45 ° erhöht sich sonst der Spalt direkt auf der Oberseite (deine Auflagefläche) auf.
    Würdest du die Platte auf Gehrung schneiden, ist sie sehr empfindlich (zumindest bei der dir angestrebten Holz-Baulösung).

    Auch kannst du diese mal austauschen bei Verschleiß/Beschädigung der "Spaltkante".

    Gruß Matze
     
  10. Rudy60

    Rudy60 ww-fichte

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    Hallo Sel!

    Habe vor ca. 7 Jahren auch mal einen kleinen Tellerschleifer gebaut.

    Stelle dir mal 2 Bilder und 2 Zeichnungen hier von meiner Konstruktion ein...vielleicht als kleine Anregung. Kannst sie dir ja mal ansehen.

    Die Maschine war zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz fertig...Schleifpapier nur Provisorium!

    Schöne Grüße
     

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  11. DrTebi

    DrTebi ww-pappel

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    Sel, das sieht doch schon alles sehr gut aus. Die Lösung mit den Magnet Scheiben ist sehr interessant und klever. Nun bin ich nur noch gespannt wie der Tisch aussehen wird. Rudy's Lösung sieht sehr professionell aus, das würde ich als Inspiration benutzen.

    Warum ist der Tellerschleifer eigentlich Kastenförmig? Damit man ihn auch horizontal benutzen kann? Zum Schleifen von Stemmeisen und Hobeleisen wäre das sicherlich vorteilhaft.

    Würde auch gerne ein Bild der Elektrik sehen, mich interessiert wie die Vor- Rückwärts Schaltung aussieht. Das geht bei meinem glaube ich auch, ich dachte aber ich würde es nicht brauchen, bis ich dann mal versucht habe ein Küchenmesser von beiden Seiten zu schleifen... "sicher" kann man so was nur machen wenn man die Richtung wechseln kann, sonst fliegt einem das Messer leicht weg!
     
  12. schrauber-at-work

    schrauber-at-work ww-robinie

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    Moin,

    das wäre mir viel zu viel Aufwand. Wenn man ernsthaft am schleifen ist muss man ja öfter mal das Schleifmittel wechseln (da stumpf). Da jedes mal die "Ferrofolie" wegwerfen und was neues zusammenbappen wäre mir zu doof, zudem Ressourcenverschwendung.

    An meinem Eigenbau (Aufsatz für die Drechselbank) werden die Scheiben geklettet, konnte bisher keinen Nachteil feststellen (auch beim schleifen von Stahl nicht). Mein Tisch wird mit 2 Flight-Case Verschlüssen fixiert und ist mit einem Handgriff abgenommen um das Schleifpapier zu wechseln. Winkelverstellung habe ich keine, bisher nicht vermisst.
    Für die Nut im Tisch habe ich einen "Gleiter" mit einstellbarem Winkelanschlag (liegt auf dem Heizkörper auf dem Bild), Bauteil 90° drehen und schon benötigt man keinen verstellbaren Tisch.
    Kann die Drechselbank auch links- und rechtsrum laufen lassen, wobei eine Drehrichtung für nen Tellerschleifer vollkommen ausreicht.

    [​IMG]

    Absaugung funktioniert auch astrein, mein Schleifteller hat Löcher, die Schleifscheiben ebenfalls. Montiert/ demontiert ist der Aufsatz in <1min. Rund- und Planlauf wird durch eine, aus Buchenholz gedrechselten Morsekonus der in der Spindel sitzt sichergestellt. Schleifteller besteht in meinem Fall aus Siebdruckplatte und wurde vor dem bekleben mit Klett plan gezogen (~0,02mm Toleranz).

    Gruß SAW
     
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  13. Sel

    Sel ww-buche

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    Danke für deine Hinweise :emoji_slight_smile:

    Klar bekommst du mit der Drechselbank Rundlauf/Planheit viel besser hin als ich freihändig am Motor. Aber egal, ich habs ja verwirklicht.

    Die Ferrofolie werfe ich nicht einfach weg. Ist das Schleifmittel stumpf oder abgenutzt, dann habe ich fertig geklebte Ersatzscheiben zum Sofortwechsel. Die abgenutzte Scheibe kommt in den Backofen und wird bei ca. 90-110°C warmgemacht. Dann löst sich das Schleifpapier praktisch schon von alleine ab. Ich kaufe neues Schleifpapier mit Klebeseite, das kommt auf die (nachträglich noch gesäuberte) Ferrofolie und fertig. Ich denke das deine Klettvariante und meine Magnetbefestigung jede so ihre Berechtigung hat. Natürlich ist Schleifpapier mit Klebeseite bissel teurer. Aber das sind ja nur paar Cent.

    Deine Variante mit dem Winkelanschlag klingt wirklich gut. Ich überlege mir das mal.

    LG Sel
     
  14. Sel

    Sel ww-buche

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    @Rudy60
    Ist ja super was du da zeigst, danke! :emoji_slight_smile: Werde sicher deine Zeichnungen für meinen Tisch gut gebrauchen können.

    @DrTebi
    Kastenförmig ist der Tellerschleifer, weils einfacher ist das so zu bauen, hat keinen besonderen Hintergrund.
    Ich betreibe den Motor mit Drehstrom. Dafür gibts fertige Schalter zur Umkehr der Drehrichtung (aber niemals bei laufender Maschine die Drehrichtung umschalten!!!). Bei einem Einphasen-Wechselstrommotor ist das praktisch unmöglich (es gibt wenige Ausnahmen, wo das aber funktioniert). Nur wenns ein Gleichstrommotor wäre, dann geht wiederum die Umschaltung der Drehrichtung.

    LG Sel
     
  15. schrauber-at-work

    schrauber-at-work ww-robinie

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    Nabend,

    Verlink mal deine Bezugsquelle, würde mich interessieren.
    Meine Schleifmittel sind vom Trockenbauschleifer "zweckentfremdet".
    Ich denke preislich kommst da nicht mit "paar cent" hin.

    Mal noch paar Bilder.

    [​IMG]

    So lassen sich auch "vermachte" Hobeleisen in den passenden Winkel vorschleifen (Achtung: Bei Stahl bleibt der Staubsauger aus!)

    [​IMG]

    Tisch ab zum wechseln des Schleifmittels

    [​IMG]

    demontiert <30 Sekunden

    [​IMG]

    Zur Inspiration. Wichtig (in meinem Fall) ist die "Indexierung", Tisch "dockt" Formschlüssig und im Winkel an.


    Gruß SAW
     
  16. DrTebi

    DrTebi ww-pappel

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    @Sel : Mein Motor ist dieser: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    Man kann schon die Richtung umdrehen. Ich kenne mich mit den deutschen Begriffen nicht so aus :emoji_frowning2: Habe erst hier in den USA das Basteln so richtig angefangen. Aber soweit ich das verstehe, ist das auch ein Drehstrom Motor.

    @schrauber-at-work : Sieht klasse aus. Schleifst du damit auch Stemmeisen und Hobeleisen? Würde mich interessieren, allein der Bezug von sehr feinem Klett-Schleifpapier ist etwas schwierig, vielleicht kennst du eine Quelle?
     
  17. schrauber-at-work

    schrauber-at-work ww-robinie

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    Moin,

    ja schleife damit auch Hobel & Stemmeisen, allerdings nicht gebrauchsfertig.
    Zum ausschleifen von Scharten oder in Form bringen von "verhunzten" Hobeleisen geht das Top.

    Edit: Hab ein ganzen Konvolut an alten Hobeln, Stemmeisen...geschenkt bekommen. War kein einziges Eisen benutzbar.

    Gehen danach aber noch über Wasserstein (Spiegelseite manuell, Fase elektrisch, Mikrofase wieder manuell) für die Endschärfe.
    Schleifmittel hab ich von Miotools, haben bis Korn 400 im Angebot (mein feinstes ist K 240).

    Gruß SAW
     
  18. Sel

    Sel ww-buche

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    Ich habe mal einen Motor rausgesucht, der eventuell dasselbe Anschlußbild deines Motors hat.

    motor-klein.jpg

    Ist von der Bauart her ein anderer Motor, spielt hier keine Rolle.
    Der Motor hat 3 Anschlüsse (gibt auch welche mit 4 Anschlüssen, dann sind aber 2 Drähte zusammengefasst). Hier ist der gelbe Anschluß in der Mitte der Klemme. Da kommt ein Pol der Netzspannung dran. Der Kondensator ist an die beiden anderen Anschlüsse geklemmt (hier rot und blau). Der andere Pol der Netzspannung kommt dann entweder an die eine Seite vom Kondensator oder an die andere. Bei Strom an blau (und gelb) ist Rechtslauf, bei Strom an rot (und gelb) ist Linkslauf. So zumindest das Schaltungsprinzip. Bei deinem Motor könnten sogar die Farben gleich sein wie in meinem Beispiel, aber darauf gebe ich keine Garantie!

    Du bräuchtest also einen geeigneten Umschalter (netzspannungstauglich, Strom beachten) mit 3 Stellungen, einpolig. Stellung 1 Linkslauf, Stellung 2 Null oder Aus, Stellung 3 Rechtslauf.

    Im Prinzip entspricht hier die Schaltung der eines Drehstrommotors mit Anlaufkondensator (sogenannte Steinmetzschaltung, mußt mal googln).

    Edit:
    Bei deinem Link unter "connection" ist in der verlinkten PDF alles sehr gut beschrieben. L1 und L2 sind die Anschlüsse der Netzzuleitung, die Beschaltung des Motors ist nach dem entsprechenden Bild dann zu machen. Also entsprechend der Bilder "low voltage connections", das Prinzip ist so wie ich es oben beschrieben habe.
    Übrigens ist das ein sehr schöner Getriebemotor, allerdings zum echt extrem hohen Preis.

    @schrauber-at-work
    Der Händler wurde mir hier im Forum empfohlen, gebe ich gerne weiter, ist wirklich top! Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    LG Sel
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2019 um 18:56 Uhr
  19. DrTebi

    DrTebi ww-pappel

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    Vielen Dank für die Erklärung! Es ist schon einiges her dass ich meinen Schleifer gebaut habe, jetzt erinnere ich mich dass ich das PDF ja auch schon mal gesehen habe! Ich war glaube ich nur zu faul noch einen Schalter einzubauen, hatte auch keinen parat.
    Der Motor ist wirklich klasse für meinen Zweck, bezahlt habe ich aber nur $100, da ich ihn gebraucht gefunden habe. Hier gibt es auf eBay desöfteren mal nette Angebote wie diesen. Ich musste den Motor nur um einen 90 Anschluss für die Getriebe Entlüftung ergänzen, da der Motor normalerweise nicht horizontal eingebaut wird.

    @schrauber-at-work : Was bedeutet "Fase Elektrisch"? Bin immer sehr neugierig wie andere ihre Eisen schleifen. Ich mache die Spiegelseite auch immer auf Wassersteinen, die andere Seite auf dem Tellerschleifer.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2019 um 20:44 Uhr
  20. schrauber-at-work

    schrauber-at-work ww-robinie

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    Moin,

    Bedeutet auf ner Scheppach Tiger mit 250-er Nasschleifscheibe.
    Gruß SAW
     
  21. DrTebi

    DrTebi ww-pappel

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    Alles klar, verstehe. Nass schleifen ist auch die bessere Lösung, was wahrscheinlich auf der Drehbank kompliziert wäre.
     
  22. schrauber-at-work

    schrauber-at-work ww-robinie

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    Ist eine Drechselbank, die Drehbank steht in der Metallwerkstatt in der Garage, wäre nicht in den Keller zu bekommen (zu groß & zu schwer).

    Nass würde auf der Drechselbank
    a) keinen Sinn
    b) riesen Sauerei
    c) den Tellerschleifer kaputt

    machen.

    Gruß SAW
     
  23. Sel

    Sel ww-buche

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    Radebeul
    Beim Naßschleifen stelle ich mir die Sauerei nicht unbedingt um die Scheibe drumrum vor. Denn das Rumgespritze kann man gut auffangen. Schwieriger wirds mit der Motorwelle. Klar, kommt ein Dichtring drüber, fertig. Nur wenn die Scheibe waagerecht ist, dann hält der Dichtring nicht lange durch. Der wird einfach abgeschmirgelt, bis die Brühe in den Motor läuft (oder ins Getriebe). Ist es eine senkrechte Schleifscheibe, dann hats die Schleifbrühe etwas schwerer den Dichtring zu schmirgeln, sie läuft vorher ganz gut ab.

    Hab mal was von Prallscheiben gehört. Die kommen vor den Dichtring und sind fest und dicht mit der Motorwelle verbunden. Die drehen also mit und verteilen das über die Schleifscheibe gelaufene Wasser in die Umgebung. So könnte der Dichtring theoretisch sogar trocken bleiben. Kommt sicher auch auf die Form der Prallscheibe und des Gehäuses drumrum an.

    Ganz schlimm (oder mechanisch echt kompliziert) wird es sicherlich, wenn Naß- und Trockenschliff auf einer Maschine gemacht wird UND der Schleifteller waagerecht ist.

    LG Sel
     
  24. Roterbischof

    Roterbischof ww-kastanie

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    Ludwigshafen
    Hallo, also eure Maschinenbauprojekte sehen sehr ordentlich aus finde ich gut, auch wenn ich selbst glaube ich nie auf die Idee gekommen wäre mir einen Tellerschleifer selbst zu bauen. War noch nie mein Werkzeug. MFG
     
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