Meine Stichsäge ist auch in der Werkstatt oft im Einsatz.
Ich benutze sie für alles, was geschweift werden muss - und das ist bei mir ziemlich viel: Angefangen vom Korpus meiner Bässe über Frässchablonen, Messingbleche, Alu...
Ich verwende sie oft "umgekehrt" in der Hinterzange; also wie eine Dekupiersäge (hab ich auch), nur mit höherer Schnittleistung... nicht so groß und umständlich und nicht so gefährlich wie meine Bandsäge.
Dazu habe ich mir einen kleinen "Sägetisch" gebaut: Eine einfache Platte mit einer Bohrung fürs Sägeblatt; sie wird statt der Laufsohle aufgeschraubt. Früher hatte ich so was Ähnliches wie einen Oberfräse-Tisch.
Für meine uralte Festo (noch nicht Festool), geschätzte >30 Jahre, habe ich vor kurzem noch Ersatzteile gekauft. Sie läuft noch geschmeidig und hat Kraft wie am ersten Tag.
Zur Genauigkeit usw.:
Wenn die Säge eine untere Blattführung hat, ist die "Kurvenwilligkeit" und die Präzision ausschließlich vom Sägeblatt und der Handhabung abhängig. Tatsächlich ist Erfahrung, Routine sehr wichtig für ein genaues Arbeiten. Gerade Enge Kurven wollen geübt sein.
Ich wage zu behaupten, dass die Auswahl und Qualität des Sägeblatts bei der Stichsäge wichtiger ist als bei jeder andere Sägeart.
Auch der Winkel: Wenn der Tisch senkrecht zum Blatt steht (das setze ich voraus) und die untere Führung etwas taugt, ist der Winkel nur noch vom Sägeblatt und der Handhabung abhängig. Natürlich sollte der Tisch nicht verbogen sein, wie es oft bei Gebrauchtmaschinen der Fall ist.
Meine (überalterten) Empfehlungen: Festool oder gewerbliche Bosch. Die halten ein Leben lang.
Nachtrag: Eine Akku-Stichsäge würde ich nur für Dachdeckerarbeiten oder Baustelle in Bewegung kaufen. Das Verhältnis Gewicht / Leistung ist ungünstig und der ungünstige Schwerpunkt behindert die Handhabung.