Kaufempfehlung für eine Stichsäge

joh.t.

ww-robinie
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bei den Zwergen
Der Beitrag ist schon älter; die Kaufüberlegungen bleiben für andere/spätere Interessenten allerdings immer wieder neu.

Ich hatte bisher drei Stichsägen:
Eine billige Baumarkt-Bügel-Stichsäge,
eine Bosch-grün-Bügel-Stichsäge (weiß das Modell nicht mehr)
und bis vor kurzem die Bosch GST 18V-155 BC.

Letztere habe ich wegen der Geschwindigkeitskontrolle für Nicht-Holz-Materialien als Bügelvariante gekauft.
Die Säge war gut und zuverlässig, mir aber weder exakt noch stark genug. Denn ich wollte sie zum Ablängen von Schnittholz verwenden, damit ich dieses in meine Heimwerker-Werkstatt bekomme. (Spart Euch bitte Antworten, dass man das mit einer Handkreissäge viiiiieel besser machen kann...)

Nun habe ich seit kurzem die Mafell P1cc gebraucht gekauft (Sie ist 4 Jahre alt/jung.) und ausprobiert:
- Sie ist unglaublich kraftvoll wie keine andere, die ich je in der Hand gehabt habe. (Ich hatte noch nie irgendeine Mafell-Maschine in der Hand.)
- Sie hat ohne irgendeine Mühe 62mm starke Weißbuche (sehr hartes Holz) gesägt, als wäre es Baumarkt-Sperrholz.
- Obendrein war der Winkel (mit langem Bosch-Sägeblatt) zu 100% rechtwinklig. Dabei hat die Maschine keine Sägeblattführung, auf die andere Maschinenhersteller bauen.
- Die Maschine lief sehr ruhig, ratterte kein bisschen auf dem Werkstück- ein wirklich lässiger Schnitt.

Der einzig negative Punkt ist, dass meine Sauger-Werkzeugmuffe von Festool relativ mühsam auf den Mafell-Absaugstutzen passt.
Für den Ein oder Anderen mag ein zweiter Aspekt negtativ sein: Sie ist kabelgebunden und braucht einen Stromanschluss. Für mich passt das aber.
Habe mir von einem Freund einen Adapter von P1CC zu Festool Staubsaugerschlauch drucken lassen.
 

Dietrich

ww-robinie
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Hallo,

eine Stichsäge braucht ein Tischler weniger oft wie ein Autoschlosser eine Standbohrmaschine, aber klar haben die meißten eine in der Werkstatt liegen, die haltbarsten Stichsägen hatte immer Fein, in den späten 90igern gab die 300er Festo die als besonders handlich und kurvenwillig galt, Metabo hatte in dem Topmodell immer einen sehr kräftigen VTC-Motor und gab die Schnitthöhe in Stahl mit 10mm an.
Im Leben keine Akkustichsäge, bis man die braucht ist der 1. Akku hin:emoji_slight_smile:

Gruß Dietrich
 

wirdelprumpft

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Hallo,

eine Stichsäge braucht ein Tischler weniger oft wie ein Autoschlosser eine Standbohrmaschine, aber klar haben die meißten eine in der Werkstatt liegen, die haltbarsten Stichsägen hatte immer Fein, in den späten 90igern gab die 300er Festo die als besonders handlich und kurvenwillig galt, Metabo hatte in dem Topmodell immer einen sehr kräftigen VTC-Motor und gab die Schnitthöhe in Stahl mit 10mm an.
Im Leben keine Akkustichsäge, bis man die braucht ist der 1. Akku hin:emoji_slight_smile:

Gruß Dietrich
ja, in der Werkstatt brauch ich die Stichsäge wenig, auf Montage zum sägen von Blenden, Sockel usw. schon recht häufig.
Akku ist kein Problem mehr, die LiLon halten locker 8 Jahre ohne nennenswerten Leistungsverlust.
Entladen während längerer Lagerung (3-4 Monate) ist auch kein Thema mehr.
Auch bei der Schnittleistung in 19 mm Dekorspan gibt es keine Einschränkung.
 

Pareto

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Meine Stichsäge ist auch in der Werkstatt oft im Einsatz.
Ich benutze sie für alles, was geschweift werden muss - und das ist bei mir ziemlich viel: Angefangen vom Korpus meiner Bässe über Frässchablonen, Messingbleche, Alu...

Ich verwende sie oft "umgekehrt" in der Hinterzange; also wie eine Dekupiersäge (hab ich auch), nur mit höherer Schnittleistung... nicht so groß und umständlich und nicht so gefährlich wie meine Bandsäge.
Dazu habe ich mir einen kleinen "Sägetisch" gebaut: Eine einfache Platte mit einer Bohrung fürs Sägeblatt; sie wird statt der Laufsohle aufgeschraubt. Früher hatte ich so was Ähnliches wie einen Oberfräse-Tisch.

Für meine uralte Festo (noch nicht Festool), geschätzte >30 Jahre, habe ich vor kurzem noch Ersatzteile gekauft. Sie läuft noch geschmeidig und hat Kraft wie am ersten Tag.

Zur Genauigkeit usw.:
Wenn die Säge eine untere Blattführung hat, ist die "Kurvenwilligkeit" und die Präzision ausschließlich vom Sägeblatt und der Handhabung abhängig. Tatsächlich ist Erfahrung, Routine sehr wichtig für ein genaues Arbeiten. Gerade Enge Kurven wollen geübt sein.
Ich wage zu behaupten, dass die Auswahl und Qualität des Sägeblatts bei der Stichsäge wichtiger ist als bei jeder andere Sägeart.

Auch der Winkel: Wenn der Tisch senkrecht zum Blatt steht (das setze ich voraus) und die untere Führung etwas taugt, ist der Winkel nur noch vom Sägeblatt und der Handhabung abhängig. Natürlich sollte der Tisch nicht verbogen sein, wie es oft bei Gebrauchtmaschinen der Fall ist.

Meine (überalterten) Empfehlungen: Festool oder gewerbliche Bosch. Die halten ein Leben lang.

Nachtrag: Eine Akku-Stichsäge würde ich nur für Dachdeckerarbeiten oder Baustelle in Bewegung kaufen. Das Verhältnis Gewicht / Leistung ist ungünstig und der ungünstige Schwerpunkt behindert die Handhabung.
 
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wirdelprumpft

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Ich hab mir irgendwann die Akkustichsäge fürs Montagefahrzeug gekauft. Tja was soll ich sagen,
3 Monaten später hatte ich keine mehr mit 230 V dabei. Die Vorteile überwiegen einfach. Keine der Maschinen hat mit 6ah Akku einen extrem schlechten Schwerpunkt.
Akkuschrauber, Flex, Säbelsäge, Hobelmaschine, HKS, Silikonpresse, Schlagbohrmaschine, Geradeschleifer (Dremel in groß)
Multimaster, Stichsäge. Baustrahler, Staubsauger bei Bedarf Schleifmaschine.
Gerade im Objektbereich z.b. Schulen sind Steckdose irgendwie immer zu weit weg. Bei Privatkunden ist das Sägen vor dem Haus ohne Kabelziehen auch praktisch. Mit allen Maschinen geht 15 min. Dauerbetrieb.
 

Dietrich

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Mit allen Maschinen geht 15 min. Dauerbetrieb.
Hallo,

eine solche Aussage ist an der Physik vorbei.
Denn natürlich kommt es auf die Leistungsaufnahme der jeweiligen Maschine an, für eine Stichsäge kann das u.U. stimmen, aber keinesfalls für einen Winkelschleifer oder eine Handkreissäge, dagegen können allseits bekannte Baustellenradios oder Baustrahler sogar mehr als 5 Std versorgt werden.
Ein Winkelschleifer mit 1000 Watt Aufnahme oder auch mehr, nimmt über 50A aus dem Akku, ja selbst 80 A wurden schon gemessen, ein typ. Akku wäre hier ein 5,2 Ah Akku mit knapp 100 Wh, damit läuft der Winkelschleifer etwa 1/10-Std sprich 6 min, ähnliches gilt für ähnlich kräftige Maschinen wie bspw. HKS.
Also nach wie vor eher was für den Fall der Fälle denn für die Werkstatt.
Dennoch kann ich die Begeisterung für Akkugeräte verstehen, nutze selbst einige, u.a. die 40iger Akku-Mafell, für die das auch gilt, dennoch mit dem halben 5,2er Akku über 15 m Schnittlänge in 30mm Birke MPX.
Das ist schon eine andere Welt gegenüber was vor 20 Jahren möglich war.


Gruß Dietrich
 

Pareto

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Wir sollten hier nicht schon wieder in die Akkudiskussion verfallen (an der ich mich ja auch beteiligt hatte).
 

wasmachen

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Kann da keinen finden. Ich hab immer Wechselakkus dabei, meist 3-4 Stück. + jede Maschine hat noch einen Akku sind dann 15 Akkus
Mir fallen wenig Arbeiten ein, die einen Dauerbetrieb von 15 min notwendig machen. Kommt vor, aber selten und dann ist das meist planbar.

Mir fallen wenig Arbeiten ein, wo ich mit unter 15min immer definitiv durch wäre und ich bereit wäre die ganze Baustelle nach meinen Akkus abzulaufen. Aber ich bin ja auch wie gesagt nicht im Rep.-Dienst tätig...

Das hatten wir zu Beginn der Akkuschrauber, da wars auch nicht möglich mal ne UK durchzuschrauben.

Egal...
 

wirdelprumpft

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Ja, hängt wohl schon mit der eigenen Arbeitsweise zusammen ob Akku oder 230V

Aber es ist schon erstaunlich was heutige Akkumaschinen leisten können.
Ich denk da immer an den 7.2 V Akkuschrauber von Makita..... heute müssen die Kickback einbauen damit das Handgelenk geschützt ist.
 

wasmachen

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HinternDiwan
Ja, hängt wohl schon mit der eigenen Arbeitsweise...

Ne, ich denke mehr damit was man macht...
Gerade bei selten genutzten Maschinen bin ich pro Kabel.
Die funktionieren auch noch nach Jahrzehnten....
Wenn einer jeden Tag 50 Türstöcke im Plattenbau reinklöppelt, ist das was anderes als wie wenn einer das Teil wochenlang nicht braucht und dann mal 30 Bohlen 'vorkappen' will.
Vom Mehrgewicht fangen wir garnicht an...

Ist jetzt aber auch genug Off.
 

Johannes

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Hallo zusammen,
ich habe mir 1984 eine Metabo EP564 gekauft und war immer sehr zufrieden mit der Säge. Ein Freund hatte die dann auch gekauft zusammen mit dem damals lieferbaren Kühlmittelvorsatzund wir haben damit Bullaugenöffnungen in 4 und 5mm Stahl geschnitten. Meine Säge läuft immer noch. Dann ist mir irgendwann eine Metabo STA 18 LTX 100 zugelaufen und seitdem ist die EP564 arbeitslos. Von der Leistung merke ich keinen Unterschied, aber der einfachere Sägeblattwechsel und die Unabhängigkeit vm Kabel machen sich doch sehr bekerkbar.

Es grüt Johannes
 

Handjive

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Zur Genauigkeit usw.:
Wenn die Säge eine untere Blattführung hat, ist die "Kurvenwilligkeit" und die Präzision ausschließlich vom Sägeblatt und der Handhabung abhängig. Tatsächlich ist Erfahrung, Routine sehr wichtig für ein genaues Arbeiten. Gerade Enge Kurven wollen geübt sein.
Ich wage zu behaupten, dass die Auswahl und Qualität des Sägeblatts bei der Stichsäge wichtiger ist als bei jeder andere Sägeart.
Unbedingt!

Gruss peter, der noch stolzer Besitzer eine ELU Stichsäge ist.
 

MarcBerlin

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Aber seit Dezember 2020! Das macht im Schnitt 14 pro Jahr, also ca. alle 4 Wochen einer. Absolut angemessen! :emoji_grin:
 
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