BeADesigner

ww-pappel
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Hallo,

ich bin BWL-Studentin und gleichzeitig von besonderen Möbeldesigns fasziniert. Beim Rumstöbern nach solchen Themen bin ich auf folgenden Beitrag aus dem Forum gestoßen: https://www.woodworker.de/forum/ideenvermarktung-t26249.html

Nun bin ich so angetan von einer Art "Ideenbörse" für Wohndesign, dass mir das gar keine Ruhe mehr lässt.

Ich spiele mit dem Gedanken, eine solche Ideenbörse tatsächlich umzusetzen. Dabei würde ich neben der frei zugänglichen Veröfentlichung nützlicher Informationen aus der Betriebswirtschaftslehre (Schutzrechte, Preisbestimmung, Zielgruppen finden etc.) auch Werbung bei Tischlereien, bereits etablierten Möbeldesigner, Möbelhandelsunternehmen, Suchmaschinenoptimierung usw. betreiben, so dass eine relativ hohe Besucherrate von Unternehmen erzielt werden könnte, die dann Kontakt zu "Designer-Newcomern-Profilen" aufnehmen können. Als Gegenleistung wäre eine kleine Einmalzahlung von den sog. Newcomern denkbar, denen ein Profil auf der Webseite erstellt wurde.

Allerdings fehlt mir die Erfahrung in der Möbelbranche. Deshalb: Was sagt Ihr zu der Idee? Würdet Ihr dafür Geld ausgeben? Denkt Ihr, dass das Publikum groß genug wäre?

Schonmal vielen Dank im Voraus,
Anne
 

Hans-Friedrich

ww-robinie
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Die Idee ansich hört sich ja recht nett an, was mich aber stört ist folgendes:

Als Gegenleistung wäre eine kleine Einmalzahlung von den sog. Newcomern denkbar, denen ein Profil auf der Webseite erstellt wurde.
Klar, du musst irgendwoher Geld bekommen, du wirst das ja auch nicht aus Spass an der Freude machen.
Aber kannst du mir Newcomer, der ich mich bei dir anmelde und dir Geld zahle, auch garantieren, dass sich Firmen für mich interessieren?
Nein, kannst du natürlich nicht. Wie denn auch.
Wahrscheinlicher ist, dass mein Geld, wovon ich als Newcomer sowieso nicht all zu viel habe, weg ist, ohne das ich einen wirklichen Vorteil davon habe.

Ich will dir wirklich nichts unterstellen, aber das ganze sieht für mich ähnlich den "Werbung auf Auto" Verkäufern aus, bei denen du dich für einen kleinen Obolus in deren Datenbank aufnehmen lassen kannst, von wo dich dann Firmen engagieren.

Bedenke das bitte.
 

BeADesigner

ww-pappel
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Vielen Dank für die erste und sehr schnelle Antwort.

Ganz ausgereift ist die Idee noch nicht, das gebe ich zu. Auch denke ich, dass der ein oder andere dadurch wirklich entdeckt/ bekannt werden kann. Aber allen kann man es halt nicht garantieren.

Ich werde mich nochmal intensiv mit den Modalitäten auseinandersetzen müssen...vielleicht rein werbefinanziert, doch dann leidet die Qualität...

Vielleicht auch noch interessant: Die ersten Überlegungen der Einmalzahlung wären wirklich gering, so 20 bis 30 Euro (einmalig!), vielleicht gestaffelt nach Anzahl der Bilder, Ausführlichkeit, Position des Profils etc.

Einmalige Kosten und ich putze dafür die Klinken!

Wenn jemand andere Ideen der Finanzierung/ Umsetzung/ Anregungen hat, immer her damit! :emoji_slight_smile:

Liebe Grüße
 

Hans-Friedrich

ww-robinie
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Das wichtigste ist, dass du die ranholst, die deine Zahlende Kundschaft dann engagiert/entdeckt.
Da musst du ansetzen und da musst du auch schnell Erfolge verbuchen, sonst wird keiner für deinen Dienst zahlen wollen.
 

Bombaer

ww-nussbaum
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Und ein weiteres Problem sehe ich in dem Schutz der Ideen - das eine oder andere habe ich schon länger mit mir herumgetragen, aber noch keinem Betrieb präsentiert. Denn ohne Gebrtauchsmusterschutz wäre dem Kopieren durch die Schreiner keine Grenze gesetzt...
 

BeADesigner

ww-pappel
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Ein Geschmacksmusterschutz muss dann auf jedenfall schon vorliegen, denn die Seite sollte nicht dazu dienen, dass Ideenklau einfach gemacht wird.

Dazu würde ich dann auch genaue Informationen ausarbeiten und mit veröffentlichen (wie soetwas anzumelden geht, welche Kosten auf einen zukommen etc.).

Aber ich denke, dass jeder, der ernsthaft mit dem Gedanken spielt, sein Design einem Unternehmen zu präsentieren, ein Geschmackmusterschutz beantragt haben sollte - sonst könnten Sie folgendes sagen: "Vielen Dank für Ihre Anfrage, aber "zufällig" haben wir auch schon so ein Design..."

Liebe Grüße
 

Bombaer

ww-nussbaum
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Dann wäre ein guter Leitfaden, vielleicht sogar mit entsprechendem Formularschrank oder gar einem passenden Service (kann man Geschmacksmuster vielleicht auch irgendwo Online brantragen?) eine sehr gute Ergänzung.

Ich denke, die Bereitschaft, eine Idee so zu teilen steigt mit der Einfachheit des Anbietens und der "Ertragssicherheit", sprich der geringeren Gefahr über den Tisch gezogen zu werden.
 

michael

cheffe
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Ehrliche Meinung von mir:
Entweder du gibst erst mal ganz viel von dir, also Zeit, Arbeit, Herzblut ect. für umsonst, dass so eine Plattform erst mal bekannt und vor allem genutzt wird und dann kannst du dir über die Vermarktung, sprich Einnahmen Gedanken machen. Alles andere würde hier reine Zeitverschwendung werden.

Das ganze nennst du für dich dann, erste Beta Version, an der du alles testen und optimieren kannst. Den Zulauf kontrollierst, Kontakte knüpfst und Zeit, Zeit, Zeit und Liebe, liebe, liebe und Herzblut, Herzblut und ich wiederhole Herzblut investierst und der Rest, der kommt dann oft von ganz allein, wenn die Idee gut war.
So sind ´se alle angefangen die "Apples", die "Windows", die "SAP´s", die Twitter´s, die Facebookler und wie sie alle heißen auf dieser Welt.

Ich will dich nicht komplett desillusionieren, aber erst die Leidenschaft, dann die Kohle, gerade im Internet gilt das.
Und dann machen, einfach machen und nicht so viel überlegen, ob das wohl klappen könnte.
Deine Investitionen ist nur deine Zeit, etwas Webspace und evt. Fahrtkosten. Keine einzige Maschine, Mitarbeiter ect.
Der Verlust wäre also nicht sehr hoch für dich, außer du vernachlässigst dein Studium.

Zur Idee noch selber, ich glaube, dass es da nicht so viele potenzielle Kunden gibt.
Die meisten klopfen direkt bei Tischlern oder der Holz-, Möbelindustrie an oder
produzieren gleich in Eigenregie und vermarkten Ihre Möbel dann auch selber,
das Internet bietet dazu ja auch mittlerweile reichlich Möglichkeiten.
Für den Verkauf gibt es dann z.B. Plattformen für selbstgemachtes:
Möbel , Wohnen - Leben - Haushalt - vondir.de
Wohnen + Leben: Möbel online kaufen - DaWanda
Handgefertigtes Möbel auf Etsy - Aufbewahrung, Bank, Bett, Bücherregal
Oder gleich ein eigener Shop.
Nie war es so leicht seine Produkte an Frau oder Mann zu bringen wie heute.

So, wenn dein Wunsch nach solch einer Plattform jetzt noch immer groß genug ist, dann fange am besten noch heute an und setze dein Traum in Taten um.

Dies sind meine kleinen Gedanken zum Thema.
 

BeADesigner

ww-pappel
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Vielen lieben Dank für die ganzen Antworten!

Ich werde mir alles nochmal gründlich durch den Kopf gehen lassen, Varianten durchgehen und ein Konzept erarbeiten. Eure Anregungen etc. haben mir sehr geholfen.

Auch der Buchtipp war gut, werde mir dieses demnächst holen!

Danke, danke, danke :emoji_slight_smile:

Liebe Grüße
 
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