Holzunterbau auf Beton verkleben

NOFX

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Hallo liebes Forum,
ich war gestern bei einem Freund, der in seiner Küche und Flur den alten Bodenaufbau rauswerfen möchte und einen neuen rein um eine Fußbodenheizung zu integrieren. Der aktuelle Bodenaufbau sieht wie folgt aus, von unten nach oben: Betondecke, 70x70 Kanthölzer, 20 mm Dielen, alter verklebter Vinyl, HDF-Lage und 20 mm Fertigparkett.
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Da sein ursprüngliche Plan war die, die 70x70 mm Kanthölzer zu belassen, alles darüber rauszureißen und dann OSB, EPS-Trägerplatte für FBH, Fermacell-Trockenstrick und dann Klickvinyl darauf zu legen, wären das ca. 30 mm höher als der ursprünglichen Boden. Dieser stößt aber am Übergang der halboffenen Küche ans Wohnizmmer, im Flur an die Wohnzimmertür und an der Treppe wird die unterste Stufe auch sehr niedrig (ist sowieso schon niedriger als die restlichen, da ursprünglich auf Höhe des Bodens ohne Parkett und HDF.

Mein Plan war jetzt, alles rauszureißen (spart auch massiv Zeit, da man zwischen der Unterkonstruktion mit der Tauchsäge den kompletten alten Aufbau durchtrennen kann) und alles neu aufzubauen mit flacherer Unterkonstruktion mit 40x60 Latten, wie im Bild zu sehen.

1771842900177.png

Jetzt kommt die eigentliche Frage: Ich würde die Latten mittels Kreuzlinienlasers und Verglasungsklötzen ausrichten (eventuell mit dem Elektrohobel bei Buckeln im Boden etwas dünner machen), dass die perfekt auf gleicher Höhe sind. Wie befestigen wir dann die Latten vernünftig am Untergrund?
  • Zig Löcher bohren, Dübel setzen etc. wäre ja extrem aufwändig und laut...
  • Eine andere Idee wäre auf einen druckfesten Kleber zu setzen. Hier wird ja häufig Ponal Statik empfohlen für die Verklebung von Treppenstufen, der ist aber natürlich recht teuer bei zig laufenden Metern Latten. Was gäbe es da noch an empfehlenswerten Lösungen?
  • Ginge auf ein Schaum wie https://www.otto-chemie.de/bau/ottopur-op-920, der wird explizit mit "Zur Montage von Holz-Treppenstufen geeignet" beworben
  • Montagekleber, wobei ich da nichts sinnvolles gefunden habe, was nicht schrumpfen würde.
  • Geht sowas wie Injektions-/Verbundmörtel? Den hatte ich selber zum Einkleben von Armierungen in eine bestehende Betonkonstruktion genutzt und der ausquellende Mörtel wurde extrem druckfest.
Vielleicht gibt's auch ganz andere Ideen, bisher wurde ich dahingehend hier noch nie enttäuscht... :emoji_slight_smile:
 

NOFX

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was spricht gegen einen ganz klassischen Heizestrich?
Es wird alles nach und nach gemacht und die ersten Räume (im OG) sind schon mit dem System begonnen.

Außerdem weiß ich nicht, inwieweit das die Statik wegen des Mehrgewichts Probleme machen könnte, da es sich um ein Nachkriegshaus mit Betonkappen-artigen Decken handelt.
 

NOFX

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Hallo,

mir ist da nach unten zu wenig bis gar keine Dämmung. Soll das so?

Gruß Ingo
Zwischen die 40 mm kommt noch Steico Flex Dämmung, die ist nicht eingezeichnet.

Die Räume darunter (Keller) sind aber auch noch Flur bzw. Treppenbereich die zu weiteren Wohnräumen führen also gerne ein wenig mitgeheizt werden dürfen.
Hallo

Es gibt von Fermacell auch Trockenestrichplatten mit eingefräster Bahn für Fußbodenheizung. Ich würde eine Beratung von einem Fachmann vor Ort in Anspruch nehmen. Das was du beschreibst hört sich irgendwie zwischen Gebastel und Murks an.
Ich würde es wahrscheinlich auch anders aufbauen, die Sachen sind aber schon gekauft, da im OG bereits damit begonnen wurde. Daher zumindest meine Idee, nicht noch eine Stufe zwischen Räumen zu haben, sondern die Unterkonstruktion flacher zu machen und die eben neu auszurichten/verkleben oder was auch immer.
 

samsds

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Zwischen die 40 mm kommt noch Steico Flex Dämmung, die ist nicht eingezeichnet.

Die Räume darunter (Keller) sind aber auch noch Flur bzw. Treppenbereich die zu weiteren Wohnräumen führen also gerne ein wenig mitgeheizt werden dürfen.

Ich würde es wahrscheinlich auch anders aufbauen, die Sachen sind aber schon gekauft, da im OG bereits damit begonnen wurde. Daher zumindest meine Idee, nicht noch eine Stufe zwischen Räumen zu haben, sondern die Unterkonstruktion flacher zu machen und die eben neu auszurichten/verkleben oder was auch immer.
Dann eher die Lösung Trockenestrich - Fermacellschüttung auf Höhe abziehen, darauf Bodenplatten mit Stufenfalz, dann die Trägerplatte für die FBH und weiter...
 

kberg10

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Wenn du Wert auf Ebenheit legst würde ich zu einem Fließestrich raten. Super eben und nach einer Woche ausheizen ist er fertig.
Wegen der Statik würde ich mir keine allzugroßen Gedanken machen. 1m² wiegt ca 150 kg bei 50 mm Stärke was ja völlig ausreichend ist.
Wenn im 1sten Stockwerk oder drüber kann ich zu einer Trittschalldämmung raten.
 
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Es gibt von Fermacell auch Trockenestrichplatten mit eingefräster Bahn für Fußbodenheizung.
Hallo,
es gibt Fräsmaschinen, die Nuten für Heizungsschläuche in Nut- und Federbretter fräsen. Demnach würde ich vermuten, dass man diese Nut- und Federbretter auch fertig gefräst im Handel bekommt. Ich wüsste jetzt aber auf Anhieb nicht, nach welchem Begriff man suchen müsste.
Gruß
 

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ww-esche
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Ich sehe das Problem am Dübeln nicht so recht? Die müssen ja nur gegen Verrutschen sichern. Es braucht also nicht viele und keine großen Durchmesser. Vorbohren, Senken, Nageldübel durchstecken und festhämmern. Sofort fest, keine Gefahr beim weiteren Arbeiten noch was zu verschieben.
Der Hauptaufwand, bei weitem, dürfte das Ausrichten sein.
 

Martin45

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Ich sage direkt vorweg. Von solchen Systemen habe ich kaum bis keine Ahnung. Aber wieso müssen deine 40x60er Latten vollflächig verklebt werden?
Intuitiv hätte ich da wenn man Kleber will jeden Meter einfach einen dicken Klecks gesetzt.
 

Alter Polier

ww-buche
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Da ich ja nun nicht zu den Jüngsten in dieser Runde gehöre , als Lehrjunge hab ich Lagerhölzer mit verlegt.Ich mußte aller 80 cm einen 100 Nagel beidseitig Einschlagen ,5 cm sollten die rausstehen.
Der Geselle hat ausgerichtet und unterkeilt , ich musste dann Zementmörtel in Batzen setzen.
Der Fußboden,schöne Dielen, existiert heute noch.
 

Küstenharry

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Ich habe bei uns auch Kreuzlattung als UK für den Dielenboden. Dieser ist aber nicht mit dem Unterboden befestigt, dafür aber mit Schüttung ausgefüllt. Da bewegt sich nichts.
Daneben steico floor Platten Fußboden für die Fußbodenheizung.
 

PhilFuel

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Ich habe letztens erst eine Unterkonstruktion mit Mörteltaschen gesetzt. Einfach Mörtel in Gefrierbeutel gefüllt, lose auf den Betonboden aufgelegt, die Latten draufgelegt, eingedrückt und ausgerichtet. Da kann nicht viel schief gehen, geht kaum günstiger und ist auch keine Sauerei.
 

Mater1984

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Wir haben hier auch zig Böden neu gemacht. Aber auf Holzbalkendecke.
Wenn Geld fürs Material eine Rolle spielt würde ich die Balken jeden Meter gegen verrutschen sichern. Entweder mit Dübeln oder Kleber.
das Material scheinst du ja schon da zu haben und auch Erfahrung damit.
Sonst würde ich persönlich bei deinem Aufbau auf entweder auf ne Ausgleichschüttung zurückgreifen und da drauf dann Trockenestrich mit eingefrästen Fußbodenheizungsnuten oder auf normalen Estrich mit Heizleitungen.
Ich verstehe dein Bild so, dass du die 40x60 Hölzer, OSB, Heizleitungen auf Platten vermutlich, Trittschalldämmung und dann Bodenbelag hast.
Ergibt also ca. 60-80mm Aufbau.

Wie groß ist der Raum? Wie wichtig ist es, dass wenig Dreck entsteht und muss der Raum innerhalb von ein paar Tagen wieder nutzbar sein?
 

NOFX

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@Mater1984 Ja, das Material ist schon soweit da, was die FBH (das ist ein EPS Platte als Träger für die Rohre) angeht. Bislang sollten der Bodenbelag raus und die alten Dielen, die vernagelt sind, alle mit dem Brecheisen entfernt werden und dann darauf neu aufgebaut. Eine Schüttung fände ich auch praktischer, die wäre ja schnell zwischen die Latten gekippt und abgezogen.

Der Raum ist jetzt schon offen zum Wohnzimmer, in den Durchgang kommt über die meiste Breite später eine Kücheninsel aber neben der bleibt ein Durchgang, sodass ein Höhenunterschied blöd wäre, deshalb eben meine Idee des neuen Aufbaus. Die Küche ist ca. 2,5 m x 4 m, der Flur 1,2 m x 6 m (plus etwas Breiter am Ende vor der Treppe). Dreck zu vermeiden, der über Sägespäne/-staub wäre natürlich gut.

@Alter Polier und @PhilFuel die Idee mit Mörtel ist auch nicht schlecht, es geht vor allem darum, dass man punktuell ausrichtet mittels den Verglasungklötzchen ich aber ein besseres Gefühl habe, wenn die Latten zumindest etwas großflächiger unterfüttert sind. Verrutschen kann wegen der OSB Lage nachher eh nichts mehr. Ein schnell aushärtender Mörtel macht das ganze dann auch zügig wieder belastbar.
 

Mater1984

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@Mater1984 Ja, das Material ist schon soweit da, was die FBH (das ist ein EPS Platte als Träger für die Rohre) angeht. Bislang sollten der Bodenbelag raus und die alten Dielen, die vernagelt sind, alle mit dem Brecheisen entfernt werden und dann darauf neu aufgebaut. Eine Schüttung fände ich auch praktischer, die wäre ja schnell zwischen die Latten gekippt und abgezogen.

Der Raum ist jetzt schon offen zum Wohnzimmer, in den Durchgang kommt über die meiste Breite später eine Kücheninsel aber neben der bleibt ein Durchgang, sodass ein Höhenunterschied blöd wäre, deshalb eben meine Idee des neuen Aufbaus. Die Küche ist ca. 2,5 m x 4 m, der Flur 1,2 m x 6 m (plus etwas Breiter am Ende vor der Treppe). Dreck zu vermeiden, der über Sägespäne/-staub wäre natürlich gut.

@Alter Polier und @PhilFuel die Idee mit Mörtel ist auch nicht schlecht, es geht vor allem darum, dass man punktuell ausrichtet mittels den Verglasungklötzchen ich aber ein besseres Gefühl habe, wenn die Latten zumindest etwas großflächiger unterfüttert sind. Verrutschen kann wegen der OSB Lage nachher eh nichts mehr. Ein schnell aushärtender Mörtel macht das ganze dann auch zügig wieder belastbar.
Dann würde ich einfach die Mörtel Idee wählen oder mit Klötzchen unterfüttern und pro Latte min 3x dübeln.
Abstand zwischen den Latten ca. 50 cm.

Dann die Zwischenräume mit Schüttung oder Mineralwolle/Styropor auffüllen. Osb drauf usw. :emoji_slight_smile:
 
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