Hobeln der Stirnseite

Burrito

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Hallo, ich bin gerade dabei einen Kufentisch zu bauen. Dazu verwende ich eine 32mm Leimholzplatte aus Esche. Nachdem ich die Platte geschliffen und einmal geölt habe, ich mir aufgefallen, dass die Stirnseiten nicht so glatt sind, wie ich das gerne hätte. Nach den ersten Recherchn, glaube ich zu wissen, dass ich einen scharfen Flachwinkelhobel benötige und dass die Marken Dictum und Juuma wohl gut und halbwegs günstig sind. Ist ein Einhandhobel mit einer Eisenbreite von 35 mm bereits zu klein für mein Vorhaben? Die Länge der Stirnseite beträgt 70 cm. Danke!
 

DaBa

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Hallo Burrito,

das geht schon, ist aber nicht ganz so trivial wie es sich anhört.
Die Betonung liegt auf scharf !
Rasiermesserscharf … kommt aber kein Hobel aus der Box (egal wie teuer).
Unbedingt ein Opferholz an der hinteren Werkstückkante verwenden.

Viel Erfolg

Gruß Daniel
 

Burrito

ww-nussbaum
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Danke, mittlerweile denke ich, dass ein King 1000/6000 Schleifstein mit Schärfführung geeignet wäre, um einen Hobel scharf zu bekommen. Interessant zu wissen wäre jetzt, ob ein Einhandhobel mit 35 mm Eisenbreite für ein 32mm Leimholz ausreichend ist. M.W. soll man den Hobel ja leicht schräg ansetzen.

P.S. Ich würde zuerst üben! Die Stirnseite soll keinesfalls wellig oder sonst irgendwie falsch aussehen!
 

carsten

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Hallo

Ob da ein Hirnholzhobel das passende Mittel der Wahl ist?
Bei Leimholz gehe ich davon aus, dass es maschinell hergestellt wurde und auch mit einer Kreissäge abgelängt würde. Das müsste schon ein arg stumpfes oder schartiges Sägeblatt gewesen sein dass es der Nachbehandlung mit einem hirnholzhobel bedarf. Esche ist zudem recht grobporig das wird als Hirnholz nie so glatt wie Buche oder gar Ahorn. Für den letzten Schliff wäre hier Schleifen aus meiner Sicht , gerade wenn weder das Werkzeug noch die Übung mit selbigem vorhanden ist. In über 20 Jahren als Schreiner hab ich produktiv noch nie Hirnholz gehobelt. Wenn da was zu glätten ist, 40er Schleifpapier Excenter, Rutscher, oder klassisches Schleifklotz sehe ich da als die zielführende Lösung.
 

Burrito

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Hallo, wenn ich mir im Moment nicht noch mehr Werkzeug kaufen muss, ist mir das eh auch recht. Ja, es ist eine gekaufte Leimholzplatte, die auf Körnung 80 vorgeschliffen ist. Ich habe mit Körnung 120 - auch das Stirnholz - zu schleifen begonnen. Empfiehlt es sich nochmal über die Stirnseiten zu arbeiten und mit Körnung 40 zu beginnen?
 

Burrito

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Ich erlaube es mir drei Bilder von Leimholzplatten (Buche), welche ich heute mit den Körnungen 120-180-240 geschliffen habe, zu posten. Bei Bild 1 ist die Stirnseite noch schön glatt, Bild 2 zeigt schon eine Stelle mit einigen Vertiefungen, Bild 3 würde ich schon als Problembuche bezeichnen:





 
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michaelhild

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Puh Bild 3 ist schon heftig.
Da kann die Buche auch nichts für. Da ist was bei der Bearbeitung gehörig schief gelaufen. Wobei ich mir spontan nicht erklären kann, was das sein soll/wie es passiert ist.
 

Burrito

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Leider kann ich dazu nichts sagen, da ich nicht vom Fach bin. Die Leimholzplatten sind aus dem Internet. Da es Einlageböden werden, ist die Stirnseite in diesem Fall nicht so wichtig für mich. Gäbe es aber zumindest zu Beispiel 2 noch eine Möglichkeit der Verbesserung?
 

Burrito

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Bleibt die Frage, ob nach einer Korrektur meine Möbel noch zusammenpassen :emoji_grin:
 

ChrisOL

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Auf eine Holzleiste wird 180er Schleifpapier gelegt und dann schleifen. Für zwei Seiten die schnellste Lösung.

Mit dem ExzenterSchleifer muss man etwas aufpassen geht aber auch.
 
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