Garderobenständer mit Baumstamm bauen

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von maria0204, 13. Juli 2016.

  1. maria0204

    maria0204 ww-pappel

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    Hallo zusammen,
    ich hätte mal eine Frage an die Holz-Profis. :emoji_wink:
    Und zwar habe ich vor kurzem in einem Möbelhaus einen Garderobenständer entdeckt (VK: ca. 250 €). Sieht folgendermaßen aus: Der Ständer ist ein behandelter Baumstamm, d.h. abgefeilt etc.. auf einem runden ausgesägten Holzstück montiert und oben ca. 5 Edelstahl-Haken montiert, um dann die Kleidung daran aufzuhängen.
    Da wir sehr naturverbunden sind daheim viel im Garten/Wald etc. arbeiten und auch handwerklich viel machen, hätte ich gedacht warum nicht selber versuchen?
    So nun möchte ich demnächst einen passenden Stamm bei uns im Wald suchen... gerne Fichte, ansonsten finde ich vielleicht auch im Internet etwas in der Nähe (habe schon ein paar Anzeigen gefunden, z.B. Zwetschgenholz, leider waren die aber zu dick).
    Wie soll ich denn den Stamm dann am besten anfangen zu behandeln? Wie bekomme ich die Rinde vom Stamm, ohne den Baum "zu verletzen"? Soll er am besten trocken stehen und dann die Rinde mit der Hand abmachen? Und anschließend feilen? :confused:
    Ich bin um alle Tipps sehr dankbar. Vielen Dank vorab und schöne Grüße! :emoji_slight_smile:
    Maria
     
  2. Clemens J.

    Clemens J. ww-esche

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    Hallo,

    Bei dem "Holzstamm" hnadelt es sich um eine Birke, die ganz frisch geschält wurde.
    Das geht mit einem Taschenmesser recht einfach. Den Fuß bilden zwei Holzplatten die an den Ecken mit Rundhölzern verbunden sind. Bei der oberen Platte wurde der Stamm durch eine Bohrung in entsprechender Größe durchgesteckt und von unten verschraubt.

    [​IMG]

    Gruß Clemens
     
  3. maria0204

    maria0204 ww-pappel

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    Guten Morgen Clemens,
    danke für deine Anleitung und dem Bild. Ich versuche mal mit meinem alten Handy eins hochzuladen, wie ich das gesehen hatte... sieht aber ähnlich aus.

    Danke und Viele Grüße
    Maria
     
  4. maria0204

    maria0204 ww-pappel

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    Hier das Bild...
     

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  5. AhornBay

    AhornBay ww-esche

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    Schönen guten Morgen Maria,

    ähnlich ja - es gibt aber einen sehr essentiellen Unterschied. Auf Deinem Bild ist die gesamte Last/der riesen Hebel an einem Punkt konzentriert (= unten an der Platte). Bei Clemens wird das Risiko aufgefangen, indem ein zweiter Haltepunkt durch die zweite Ebene eingebracht wird.

    Der Kleiderständer wird so ca. mannshoch sein. Wenn Du jetzt von unten durch das Brett in den "Stamm" eine Schraube/Gewindestange einbringst, wirken an diesem Punkt Kräfte mit einem Hebel, der ca. 1,8 m lang ist. Nimm Dir mal einen Besenstiel, fixiere ihn an einem Punkt und drücke am anderen Ende. Da kommt einiges an Kraft zusammen.

    Wenn "so", wie auf Deinem Bild, sollte es ein "recht dicker" Stamm sein (so hast Du mehr "Fleisch", das den Kräften entgegenwirken kann). Eine möglichst lange Schraube, besser noch Gewindestange eingebracht (z. B. durch Kleben). Dann könnte es gehen.

    Die Idee ist witzig, mein's wäre es nicht. Wenn ich an meine Rasselbande zu Hause denke, hätte ich keine Lust, da jeden Tag zu ermahnen, nicht zu dolle, nicht zu viel usw. Von Besuch ganz abgesehen.

    Herzliche Grüße

    Tom
     
  6. maria0204

    maria0204 ww-pappel

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    Hi Tom,

    danke für deine Infos. ... ohje :emoji_slight_smile: Ja die Bedenken habe ich auch, die Gefahr dass das Teil umkippt bei zu vielen Jacken.. . Oder dass unsere Katze sich dranmacht :eek: Aber der im Kaufhaus wirkte wirklich sehr stabil und 'wuchtig'.... Kannst du mir vll noch etwas dazu sagen, wie ich am besten mit dem Stamm anfangen soll? Z.b.i. Haus trocknen lassen oder in der Sonne... damit man dann die Rinde mit der Hand entfernen kann... am besten so dass ich den Baum nicht verletze.. und mit welchem Werkzeug mache ich dann am besten weiter...


    Vielen Dank für eure Tipps und liebe Grüße :emoji_slight_smile:

    Maria
     
  7. db73

    db73 ww-kastanie

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    35
    Hallo Maria,

    zum entfernen der Rinde kann ich leider nichts beitragen, ich habe sie dran gelassen :emoji_slight_smile:

    Ich habe mir im Winter einen langen Ast von ca. 3m länge im Wald geholt, da wurden einige Bäume geschlagen und ich habe gefragt ob ich mir etwas mitnehmen darf. Da wurden mir erst einmal ein paar Fragen gestellt: Was möchten sie denn damit machen? Nachdem ich es erklärt habe, haben mir die Jungs bei der Auswahl geholfen und die Motorsäge angeworfen.

    Ich habe jedoch keine Garderobe gebaut sondern eine Stehlampe. Ich stand vor dem gleichen Problem wie du, wie kann man den langen Ast standfest vor dem umkippen sichern.

    Ich habe mich dann für eine Gehwegplatte mit den Abmessungen von 40 x 40 x 5 cm als Fuß (so eine Platte wiegt ca. 4 Kg) entschieden. In der Mitte habe ich ein Loch gebohrt und von unten eine lange Schlüsselschraube von ca. 20 cm durch die Platte mit dem Ast verbunden. In meinem Fall hält das sehr gut und da kippt nichts obwohl der Ast gebogen ist. Allerdings habe ich an dem Ast kein Gewicht wie z.b. durch Kleidung. Damit habe ich keine erhöhte Hebelwirkung.

    Clemens hat es mit dem zweiten Boden sehr gut gelöst, somit reduziert er die entstehende Hebelwirkung.

    Falls dein Ast sehr gerade gewachsen ist, könnte es ggf. mit einer Gehwegplatte auch funktionieren.

    Viele Grüße
    Daniel
     

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  8. AhornBay

    AhornBay ww-esche

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    Hallo Maria,
    - Umkippschutz: da könnte man z. B. einen "Faden" oder Draht oben festmachen und den an einem Haken in der Decke festmachen. Nicht schön, aber halbwegs vertretbar und wenn der Draht nicht allzu dick ist, fällt's kaum auf. Bei einem "schlimmen" Weihnachtsbaum hat das schon mal sehr gut bei uns funktioniert
    - Trocknen: auf gar keinen Fall in direkter Sonne. Dann treten starke Temperatur-/Feuchteunterschiede im Holz auf und das verstärkt die (ohnehin immer vorhandene...) Rissneigung noch einmal. Besser ist es, die Rinde abzumachen und den Stamm dann langsam (... ein dehnbarer Begriff; eine gute Daumenregel ist so ca. pro cm Holz = 1 Jahr - bei einem Stamm mit 6 cm Durchmesser wären das dann schon 3 Jahre...). Geht nicht. Ich würde die Rinde abmachen, in die Wohnung stellen - und mit den Rissen leben.
    - Rinde ab: das geht mit allem, was halbwegs scharf ist. Das Schweizer Taschenmesser wurde schon genannt, ein normales Küchenmesser geht natürlich auch. Ich würde für sowas ein Zugmesser nehmen, das hat man aber nicht mal eben zu Hause. Rinde mit der Hand abmachen wird nicht immer, nicht bei jedem Holz und sicher nicht über die gesamte Fläche funktionieren. Bei Birke wird's halt eine rechte Fieselei, Buche hält die Rinde meist recht gut am Holz. Schau doch mal bei Euch im Wald ein wenig rum. Such Dir einen Stamm aus (ich würde einen mit so ca. 15 cm nehmen) und probier mal ein wenig rum. Wird schon werden :emoji_slight_smile:

    Herzliche Grüße

    Tom
     
  9. McBride

    McBride ww-robinie

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    Ich würde mir auch ein passendes Stück Stammholz besorgen, am besten mit Ansatz zur Wurzel, also unten dicker werdend,
    damit man mehr Fläche hat zum Aufschrauben, da wird das Teil standfester.
    Die Rinde sofort entfernen solange der Stamm noch feucht ist, dann gehts leichter,
    und dann ab zum Trocknen, nicht direkt in die Sonne, aber paar Wochen Sommerhitze helfen schon viel.
    Der Rest kann dann in der Wohnung trocknen und mit Rissen musst du halt leben,
    die lassen sich nur schwer vermeiden wenn du nicht jahrelang warten willst.
     
  10. maria0204

    maria0204 ww-pappel

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    Hallo zusammen,

    @Daniel: Mit der Stehlampe ist auch eine sehr gute Idee.. Das wäre dann das übernächste Projekt :emoji_wink: Aber dann brauche ich jemanden der sich mit der Elektr. auskennt

    Auch an Tom und McBride, danke für die Tipps!

    Also beim Trocknen und Rinde abschälen weiß ich dann schon mal Bescheid.. Ich werde wahrscheinlich einen Fichtenstamm nehmen.. die Maserung gefällt mir so gut und wir haben einen eigenen kleinen Wald, hauptsächlich mit Fichten und Buche. Auch werde ich schauen ein Holz zu bekommen, das unten dicker ist als oben...

    Also die Risse im Holz werden mich vermutlich nicht stören, die finde ich eigentlich recht schön weil das einfach die Natur ist und nicht einfach ein Stück Blech...

    Anschließend würde ich dann den ganzen Ast abfeilen? Ich hätte gerne eine glatte Oberfläche, ungefähr wie auf meinem Bild zu sehen.. und natürlich in Natur, also ich möchte das eigentlich ungern behandeln. Oder gibt es hier anderes und "besseres" Werkzeug?

    Danke und viele Grüße Maria
     
  11. Clemens J.

    Clemens J. ww-esche

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    Hallo Maria,

    Die Rinde abmachen geht sehr gut mit einem Ziehmesser (valls vorhanden). Auch einen Holzschäler (normal für starkes Stammholz) kann man nehmen. Meist bleibt aber der Bast, den man damit nicht sonderlich gut abbekommt. Um fürher unsere Palmen richtig vom Bast saube zu machen haben wir dann alte Fensterscheiben zerschlagen und mit den Scherben den Bast abschaben, funktioniert wie eine Ziehklinge. Aber Achtung, Scherben sind scharf.

    Gruß Clemens
     
  12. maria0204

    maria0204 ww-pappel

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    Alles klar, Danke :emoji_slight_smile:
     
  13. Oldie

    Oldie ww-buche

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    Ich würde bei Fichte die Rinde dranlassen. Beim Trocknen geht die irgendwann von selber ab und somit wird der Stamm auch nicht aus Versehen beschädigt. Wenn du den Stamm dann auch gleich raumhoch machst kann man ihn auch noch an der Decke fixieren und somit die Kippgefahr ausschalten.

    Werner
     
  14. holz2006

    holz2006 ww-eiche

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    Hallo Gemeinde.

    Ich würde da auf alle Fälle zu Laubholz raten, z.B. Esche oder Erle. Die lässt sich recht gut schälen und hat auch im unterem Stammbereich ausreichen starke Äste.
    Man muß natürlich etwas geeignetes aussuchen. Bei Fichte hat man immer die Gefahr mit dem Harz und sie sieht nicht so dekorativ aus.
    Ich hab mal für einen Kindergarten so was gemacht (leider kein Bild) da stand natürlich das Problem der Kippsicherheit ganz weit vorn.
    Ich hab da unten eine achteckige Platte genommen. Darauf eine Zarge geklebt und von unten geschraubt (12 cm hoch). Dann den Stamm in den Kasten gesellt und ausgerichtet (Lattenverstrebung, Schraube von unten in den Stamm). Den Kasten mit Estrichbeton ausgegossen und oben eine achteckige Platte (zweigeteilt) aufgeschraubt. Die Schrauben mit Zierkappen Holz verschlossen. Unter den Kasten kamen dann auf Wunsch noch Möbelrollen. Der Kasten muß nach ca. 1 Jahr geöffnet werden um den Stamm wieder fest zu verkeilen (Trockenschwund) geht aber sehr gut. Die Keile dann bündig mit der Betonoberfläche abschneiden, Deckplatte wieder drauf. So können die Keile sich auch nicht wieder nach oben arbeiten.

    Nur mal so als Anregung.
    Gutes Gelingen, Axel
     
  15. asta311

    asta311 ww-pappel

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    Oberhausen
    Hallo Maria,

    ich bearbeite grad Wurzeln und mit dem Bast ist das so eine Sache. Wenn dein Stamm langsam trocknet (und die Rinde schon ab ist) geht das mit einer harten Bürste, ggf vorsichtig mit einer Drahtbürste - immer mal wieder - ganz gut.

    LG Anke
     
  16. maria0204

    maria0204 ww-pappel

    Beiträge:
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    Ort:
    Bayreuth
    Hallo,
    danke für die Infos... werde das alles auf jeden Fall berücksichtigen und mal mein Glück probieren :emoji_slight_smile: Muss auch mal schauen was bei uns im Wald zu finden ist... LG Maria
     
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