Garagendach erneuern

Woodfelix

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Hallo zusammen,


das Dach meiner Garage muss erneuert werden. Der Vorbesitzer hat die Garage gemauert und nach eigener Aussage einen umlaufenden Ringbalken betoniert. Die Maße der Garage sind in Grundriss und Ansicht dargestellt, damit ihr euch ein besseres Bild machen könnt.


Das Dach hat aktuell ein Gefälle von 2 %, das über die lange Seite verläuft. Vermutlich wollte man die lange Dachrinne vermeiden. Das Gefälle scheint bereits über den Ringbalken ausgebildet zu sein. Zwischen den Balken wurde mit Beton ausgefacht. Darauf liegen aktuell Zahnstocher mit einem Querschnitt von etwa 8 × 8 cm, darauf eine Schalung aus Brettern und eine bituminöse Abdichtung.


Ich möchte im Wesentlichen die Abdichtung und die Unterkonstruktion erneuern, habe damit aber praktisch keine Erfahrung. Dazu hätte ich folgende Fragen:


  1. Würdet ihr das vorhandene Gefälle so lassen, oder würdet ihr zusätzlich ein Gefälle über die kurze Seite herstellen? Falls ja, wie würdet ihr das sinnvoll umsetzen?
  2. Würdet ihr die neuen Balken, ich würde grob von 8 × 16 cm ausgehen, direkt einzeln auf dem Ringbalken verdübeln, oder würdet ihr auf beiden Seiten eine Fußpfette aufschrauben und die Balken darauf auflagern? Ich sehe dabei das Problem, dass die derzeitige betonierte Ausfachung zwischen den Balken entweder weiter genutzt werden müsste oder die neue Fußpfette darauf aufliegen müsste. Das Wegstemmen erscheint mir vom Aufwand her eher ungünstig.
  3. Es soll wieder eine bituminöse Abdichtung werden. Könnte man als Schalung auch OSB-Platten verwenden, oder wären Holzdielen dafür die bessere Lösung?
  4. Seht ihr für so ein Garagendach grundsätzlich noch andere sinnvolle Optionen, insbesondere mit Blick auf eine spätere PV-Nutzung?

Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen.
 

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Micha83

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Moin.
Hast du denn schon einen Bauschaden am bisherigen Dach?
Oder warum willst du komplett abreißen?
Die aktuellen Sparren sind in der Tat etwas wenig, selbst auf die 2,65 m Spannweite.
Wäre es nicht eine Option, längs unten drunter einen doppelT Träger zu ziehen, so die Spannweite der Sparren zu halbieren und nur die Dachhaut zu erneuern? Zur Not, wenn der doppelT Träger zu massiv wird bei der Länge, nochmal mittig einen quer drunter, sollte für die Höhe vom Auto ja immer noch reichen.
Grüße Micha
 

Martin45

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Wieso neu?
Gibt noch Trapezblech, statt Schweißbah .
 
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Roterbischof

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Hallo, die Balken sind tatsächlich zu dünn, und der Abstand zu groß , bei einem achsabstand von 60cm sollten da ungefähr mindestens 140 mm x 100 mm Balken heraus kommen, das sollte dir aber ein Statiker nach weisen. Klar kann man das über dimensioniert und sich den Statiker auf eigenes Risiko sparen. Bei 2 % Gefälle muss man hier große schneelasten einkalkulieren. Die pv kommt mit ordentlich windlasten dazu. Die Balken kann man mit balkenschuhen stumpf zwischen den betonringanker Schrauben. Man kann die 25mm osb nehmen bei 50cm sparenabstand (60cm achsmaß). Würde aber eher 22 mm seekiefer nehmen . Als Belag eher so was wie bauder fpo, wegen der Langlebigkeit, das rechnet sich. Es gab hier schon.mal einen th in dem wir so etwas besprochen haben, findest du bestimmt. 8 x 16 erbalken wären schon gut, aber vielleicht eher 10 x 16, 22mm plattenstärke ist gesetzliche Pflicht. Mfg
 

Woodfelix

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Moin.
Hast du denn schon einen Bauschaden am bisherigen Dach?
Oder warum willst du komplett abreißen?
Die aktuellen Sparren sind in der Tat etwas wenig, selbst auf die 2,65 m Spannweite.
Wäre es nicht eine Option, längs unten drunter einen doppelT Träger zu ziehen, so die Spannweite der Sparren zu halbieren und nur die Dachhaut zu erneuern? Zur Not, wenn der doppelT Träger zu massiv wird bei der Länge, nochmal mittig einen quer drunter, sollte für die Höhe vom Auto ja immer noch reichen.
Grüße Micha
Hallo Micha,

leider hängen die Balken in der Mitte bereits um etwa 4 cm durch. Die vorhandene Abdichtung stammt aus dem Jahr 2003, und ich möchte noch in diesem Jahr eine aufgeständerte PV-Anlage auf dem Dach installieren.

Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass der nachträgliche Einbau eines Stahlträgers sowohl kostenintensiver als auch arbeitsaufwändiger ist, als das Dach komplett zurückzubauen und neu aufzubauen. Allerdings ist es nur ein Bauchgefühl…
LG Felix
 

Woodfelix

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Hallo, die Balken sind tatsächlich zu dünn, und der Abstand zu groß , bei einem achsabstand von 60cm sollten da ungefähr mindestens 140 mm x 100 mm Balken heraus kommen, das sollte dir aber ein Statiker nach weisen. Klar kann man das über dimensioniert und sich den Statiker auf eigenes Risiko sparen. Bei 2 % Gefälle muss man hier große schneelasten einkalkulieren. Die pv kommt mit ordentlich windlasten dazu. Die Balken kann man mit balkenschuhen stumpf zwischen den betonringanker Schrauben. Man kann die 25mm osb nehmen bei 50cm sparenabstand (60cm achsmaß). Würde aber eher 22 mm seekiefer nehmen . Als Belag eher so was wie bauder fpo, wegen der Langlebigkeit, das rechnet sich. Es gab hier schon.mal einen th in dem wir so etwas besprochen haben, findest du bestimmt. 8 x 16 erbalken wären schon gut, aber vielleicht eher 10 x 16, 22mm plattenstärke ist gesetzliche Pflicht. Mfg

Hallo,
vielen Dank für deine zahlreichen Hinweise!

Aktuell beträgt der Achsabstand der Balken etwa 90 cm. Daher könnte man zunächst grob von einem Querschnitt von 100 × 160 mm ausgehen. Die endgültige Dimensionierung würde ich selbstverständlich noch von einem Kollegen oder vom Holzlieferanten berechnen lassen.

Bei der Befestigung habe ich allerdings noch einige Fragezeichen. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, wurde laut Vorbesitzer ein bewehrter Ringbalken betoniert und die Felder zwischen den Balken anschließend mit Beton ausgefacht.

Diese „Ausfachungen“ würde ich nur ungern herausschneiden oder ausstemmen. Vielleicht stelle ich mir das schwieriger vor, als es tatsächlich ist, aber aktuell kann ich mir nicht vorstellen, wie man das sauber und ohne größeren Aufwand durchführen könnte.

Falls die Ausfachungen erhalten bleiben, würde ich daher überlegen, die neuen Balken über Winkel direkt seitlich, unterhalb der neuen Balken, am Ringbalken zu befestigen. Ich denke mir, dass an dieser Befestigungsstelle am besten Kräfte aufgenommen werden können. Alternativ könnte ich eine Fußpfette auf der aktuellen Oberkante des Rohbaus und damit auch im Ringbalken verankern. Dadurch wäre ich bei der Anordnung der Balken deutlich flexibler und könnte die Anschlüsse mit Balkenschuhen sauber ausführen.

Wie würdest du das lösen? Gibt es aus deiner Sicht eine sinnvollere Variante?
 

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Roterbischof

ww-robinie
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Hallo @Woodfelix wenn du oben bei mir richtig liest, findest du das Wort balkenschuhe, das ist die Art metallwinkel, die du brauchst. Bei 90cm Balkenabstand bräuchtest du wahrscheinlich 30 mm funierplatten, das ist dann etwas sinnfrei. Mfg PS. Viel Spaß mit deinem Projekt.
 
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