Fußleisten schrauben oder kleben?

IngoS

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Hallo,

meine Fußleisten sind angebracht. Es handelte sich ja um selbst gemachte Fichtenleisten, 20 mm dick und 90 mm hoch. Wie das bei Massivholz so ist, verformen sich die Leisten immer etwas. Mit Kleben wäre ich da nichts geworden. Habe 6mm Bohrungen in die Leisten gemacht. So konnte ich gleich mit dem Bohrhammer durchbohren. 6 mm Dübel und Schrauben 4,5 x 70 ergaben eine gute Verbindung und ich konnte die leicht krummen Leisten auch an den zum Teil leicht krummen Wänden richtig anziehen.

Gruß

Ingo
 

uli2003

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Bei geraden Wänden nehme ich einen zähen MS-Polymer, der hat eine hohe Anfangshaftung.
Das hält.
Wichtig beim Kleben - nicht durchgehend kleben, sondern punktuell.
Mehr muss gar nicht sein.

Grüße
Uli
 

Ebe

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Nachdem ich beim Schrauben von Sockelleisten schon zweimal eine Leitung angebohrt habe (die waren nicht ordnungsgemäß verlegt sondern schräg) und es mir dabei einmal am Samstag nachmittag die Hauptsicherung vom Haus gefetzt hat: nur noch kleben - egal wo!
Grüße
Ebe
 

Heener

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Bei Innendämmung kommt man um Verklebung gar nicht herum.
Acryl, Silikon oder Montagekleber, der übrig war. Kann man alles nehmen.
Ingos Thread ist ja schon ein paar Tage alt....
Hauptprobleme sind mEn buckelige Wände, zu starre Sockelleisten oder mürbe Putz/Mauerwerk. Sich in jede Delle legende Sockelleisten sehen auch nicht so toll aus.....der Mittelweg muss es meist werden.

Bei starren Sockelleisten im Altbau haben wir bei Sanierungen oft nach der Kante der Leiste den Putz angepasst.

Falsch verlegte Heizleitungen knapp hinter Wandoberfläche habe ich auch schon festgespaxt.....(die sollten eigentlich nie im Sockelbereich 150mm liegen)
 
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chips

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Ich arbeite immer so: Flexiblen Kleber von Würth punktweise auftragen dann noch mit der Heissklebepistole ein paar Punkte auftragen, dabei die Leiste ganz knapp vor die Wand legen dann einfach an die Wand klappen - etwas einrichten ist noch möglich. Bei langen Teilen wäre Helfer fein, geht aber wenn man gelenkig ist auch allein - man hat ja 2 Hände und 2 Füße :emoji_wink:
l
Wichtig dabei ist ein guter Heisskleber. Dann hält das sofort. (Der Montagekleber sorgt dann für die dauerhafte Haftung) Auch soll der Montagekleber nicht ganz auf null zusammengedrückt werden, das geht aber mit den eingefrästen Sicken bei den meisten Leistenprofilen gut.
Das Wichtigste sind aber die passgenauen Gehrungen - da schaut man sofort drauf. Die schneide ich mit der Kappsäge - die verschiedenen Winkel lassen sich gut einstellen. Die Gehrungen werden noch verleimt. (evt. mit Klebeband fixiert)

Wenn ich der Farbe an der Wand nicht traue, schabe ich sie mit einem alten Stemmeisen etwas ab.
Buckel in der Wand gleiche ich nur mit Acryl aus das nachher überstrichen wird. Sonst Silikon.

Hatte noch keine einzige Leiste die mit der beschriebenen Methode locker geworden ist.

Schnell geht das auch.

Schrauben in den Leisten finde ich optisch nicht tragbar. - Kittstellen von den geschossenen Nägeln auch nicht.

LG Harald
 
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isso

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Das hängt von der Leiste ab. Alles ausprobiert, alles mal gut und mal nicht gut.

Hier im Altbau massive Leiste, knapp unter 10cm hoch, oben rund, geschraubt 5*80 mit 6er Dübel durch das 6er Loch geschlagen.

Es soll möglich sein den 6er SDS direkt durchs Holz zu jagen. Und nein, noch niemand hat die nicht ganz kleinen Schraubenköpfe bisher angesprochen.

Hey, war aber vorm Einzug fertig :emoji_grin:

Hält und sieht sauber aus......
 

isso

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Abgelenkt von den, natürlich zu genüge vorhandenen, handwerklichen Highlights :emoji_innocent:
Die Küche......
 

Kunstbohrer

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Was beim kleben immer gut ist:
Goldband auf den Boden kleben und dann einen Klotz mit Doppelseitigen Klebeband auf dieses kleben. So kann man so kann man auch mal krummen Leisten/Wänden das Ankleben lernen.
Ich hab dafür einen extra Sockellseistenkleber. Keine Ahnung ob der besser ist. Sieht aber beim Kunden gut aus.

Das mit dem Heoßkleber von Dölken muss ich glatt auch mal probieren
 

PrimaNoctis

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Zum Thema anschrauben:
Nach Problemen mit Wasser in der Vergangenheit bin ich mittlerweile ein Fan von Schrauben, gerade bei Holz (statt z. B. weiß).
3,5x55mm gelb verzinkte Dielenschrauben (schmaler Kopf) mit TX 10 in 5er Fischer-Dübel. Halt gut und man sieht die Schrauben wenig. Gesenkt habe ich nicht noch vorab. Natürlich muss man mit etwas Gefühl...

Leiste ist 15x100mm, MDF EI furniert. In Massivholz sicher noch besser wegen des Selbstdenkens.

Das eine Photo ist aus 75cm Höhe.
IMG_20260103_210927.jpg
IMG_20260103_211348.jpg
 

weissbuche

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Wir haben ja noch alles mit Me Liko 4,5x60 geschraubt und immer schön die Schlitze waagerecht. Es gibt doch vermessingte Spax oder Torx mit Liko, die sehen doch gut aus. Gerade bei Parkett bin ich ja auch ein Fan von 1/4 Stableisten, da können die Leisten beim Renoschliff dran bleiben. Kleben im Altbau halte ich für bedenklich, da man häufig nicht weiß, wie der Untergrund beschaffen ist. Aber die Kleber werden wohl auch immer besser, da mag das gehen.
 

Heener

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Wir haben ja noch alles mit Me Liko 4,5x60 geschraubt und immer schön die Schlitze waagerecht. Es gibt doch vermessingte Spax oder Torx mit Liko, die sehen doch gut aus. Gerade bei Parkett bin ich ja auch ein Fan von 1/4 Stableisten, da können die Leisten beim Renoschliff dran bleiben. Kleben im Altbau halte ich für bedenklich, da man häufig nicht weiß, wie der Untergrund beschaffen ist. Aber die Kleber werden wohl auch immer besser, da mag das gehen.
Oft liegt es nicht am Kleber, sondern am Untergrund....
...oder am Handwerker
 

dsdommi

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So mache ich das auch. Da die Nägel dann leicht versenkt sind sieht man die nicht.
Und selbst im Altbau hällt das richtig gut.
 

kberg10

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Hallo nochmal,

ich glaube ihr habt mich nun genug vor dem Kleben gewarnt.
Ich habe mal ein Waschbecken austauschen müssen, das an der Wand angeklebt war. Da sind gleich ein paar Fliesen mitgekommen.

Gruß

Ingo
Das hatte ich August auch veranstaltet, dem Himmel sei Dank das die Fliesen ganz geblieben sind, weil schon etwas großformatig.
Irgendwann sollte man sich schon überlegen wie gut etwas halten soll, die meisten Leisten hab ich mit Messingschrauben angedübelt.
Bei unebenen Wänden würde ich dann zusätzlich mit Acryl arbeiten. Sonst sind auf einem Meter 5 Schrauben erforderlich.
 

RHilde

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Ich habe bislang alle Sockelleisten geklebt und zusätzlich genagelt, hat wunderbar funktioniert, aber darauf möchte ich eigentlich gar nicht hinaus.
Ich hatte meinem Cousin bei der Renovierung seines Schlafzimmers geholfen und er hatte die Sockelleisten bereits besorgt. Dabei wurden die Sockelleisten auf Befestigungsclips gesteckt, welche vorher an die Wand gedübelt wurden. Hat wunderbar funktioniert und die Befestigung damit unsichtbar. Ich habe das als sehr angenehme Variante empfunden und wundere mich deshalb, wieso hier gar keiner diese Variante bevorzugt?
 

Salrok

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Ich fürchte das es von den eigenen Wänden abhängt.

Ich Schlafzimmer hab ich vor einigen Jahren die Clip-Variante, welche RHilde erwähnt, verwendet. Find ich bisher die schlimmste Variante überhaupt. Ja, du siehst keine Befestigung, aber das wars dann auch schon, dübeln musst du trotzdem. Dafür hält das bei mir schlecht, teilweise fällt die Sockelleiste vom Clip wenn ich mitm Staubsauger dran stoße. Geradeziehen (in den 80er warten die Wände halt nicht unbedingt auf der Fläche gerade) kann die Variante auch nicht.
Um den Kamin rum wollte ich die Sockelleiste nur kleben, um nicht in den Kamin bohren zu müssen. Das wär eigentlich die schnellste Variante und man sieht nichts davon, aber hält halt einfach 0. Hab sie dann nachträglich geschraubt...

Vor 2 Jahren hab ich die neuen Sockelleisten im Wohnzimmer genagelt. Hält besser als die Clips, aber auch hier muss die Wand sehr gerade sein. Irgendwas hindrücken/hinziehen kannst vergessen. Vorher brechen die dünnen Stifte einfach, oder der Stift hält gar nicht erst im Putz...

Die besten Erfahrungen hab ich mit Andübeln gemacht und werde ich Zukünftig auch wieder immer so machen.
Ja man sieht die Schrauben (hat sich noch keiner bei mir deswegen beschwert) und es ist die aufwändigste Variante. Aber man macht das ja nicht alle 5 Jahren.
 

Martin Graf

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Wir haben heute mal wieder ein Zimmer neu gestrichen. Dabei habe ich mich wieder mal über die geschraubten Sockelleisten gefreut. Sind in ein paar Minuten demontiert, so dass das Streichen problemlos funktioniert und anschließend wieder in wenigen Minuten montiert. Hat bei der ersten Montage vielleicht etwas mehr Zeit gekostet, das relativiert sich jetzt aber. Und die Schraubenköpfe stören mich auch nicht.
Gruß Martin
 

Time_to_wonder

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Wir haben heute mal wieder ein Zimmer neu gestrichen. Dabei habe ich mich wieder mal über die geschraubten Sockelleisten gefreut. Sind in ein paar Minuten demontiert, so dass das Streichen problemlos funktioniert und anschließend wieder in wenigen Minuten montiert. Hat bei der ersten Montage vielleicht etwas mehr Zeit gekostet, das relativiert sich jetzt aber. Und die Schraubenköpfe stören mich auch nicht.
Gruß Martin
Ging mir genauso. Ich musste ein Stück Tapete ablösen, was ja immer eine feucht-fröhliche Angelegenheit ist. Was war ich froh, dass ich als Erstes die Leisten abschrauben konnte und mir der ganze Siff nicht da drauf läuft. Und beim Tapezieren muss man unten auch nicht so peinlich exakt sein. Zum Schluss kommt die Leiste drauf und es sieht automatisch gut aus.
 

ClintNorthwood

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ALLE, bei denen ich in 20 Jahren die Fußleisten abgeschraubt habe aufgrund neuer Bodenbeläge waren froh/freudig überrascht oder fast begeistert, dass keine Schraubenköpfe mehr zu sehen waren.
Naja, Geschmäcker sind halt verschieden.
Es gibt jedoch auch diese Dinger als Alternative...:emoji_wink:
 

tiepel

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ALLE, bei denen ich in 20 Jahren die Fußleisten abgeschraubt habe aufgrund neuer Bodenbeläge waren froh/freudig überrascht oder fast begeistert, dass keine Schraubenköpfe mehr zu sehen waren.

Hi,
das Jetzt-Gefühl dieser Personen kann ich sicherlich verstehen....
Wahrscheinlich sind das aber auch Personen, die nichts selber machen, aber vielleicht 10 Jahre später die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, was dann eine Änderung/ Renovierung für einen Rattenschwanz mit sich bringt.

Ob Schrauben möglich sind, hängt natürlich auch von der Farbe ab.
Alle "holzfarbenen" Fußleisten habe ich mit Messing- Schrauben geschraubt. Mit kleinem Kopf ist das Recht unauffällig.
Ich war froh, das in einigen Zimmern so gemacht zu haben.
Fernseher an eine andere Stelle verlegt, Netzwerkkabel neu z. B. ... . Leisten abschrauben und die Kabel hinter die Leiste.
Das ist es minimalinversiv und unauffällig.
Auch die Blendrahmen der Türen habe ich mit ein paar Linsenkopfnägeln fixiert, sodass ich die Kabel um die Türen herum verlegen konnte.
Würde ich IMMER wieder so machen!
In einem Raum waren ausdrücklich weiße Fußleisten erwünscht. Strukturputz...
Da habe ich die Befestigung mit Klipsen verwendet. Allerdings punktuell mit Druckluftangler unterstützt. Glücklicherweise mussten die noch nicht wieder ab.
Gruß Reimund
 

Mr.Ditschy

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Das liegt eigentlich nur am eigenen Anspruch, also wenn Wand oder Boden mal wieder renoviert wird, ob man dann die Fußleiste mit oder ohne Schäden demontieren möchte.

Ich bin definitiv Team ohne Schäden.
Zumindest habe ich mich schon oft genug geärgert und würde jeden Handwerker darauf hinweisen, dass solche Holz-Sockelleisten nicht zu kleben sind. Selbst nageln nur bedingt, also nur, wenn beim Demontieren nicht mehr Putz von der Wand rausbricht usw. - alles schon gehabt. Zu vermeiden ist aber auch, z.B. beim streichen die obere Sockel-Fuge mit Acryl zu füllen oder Tapete auf die Leiste zu kleben usw. ...

Ein NoGo ist somit kleben, also bei mir wird somit auch nur geschraubt und habe zuletzt sogar Clip-Halter probiert - das ging erstaunlich gut und ja, das war keine Vollholzleiste (hatte zumindest den Vorteil, die Befestigungspunkte sehr individuell zu setzen, also egal wohin oder wie oft verschraubt, ist das nicht zu sehen. Ist gerade wenn wo Leitungen sein könnten oder mal mehr Druck benötigt wird, ganz praktisch.).
 

Kunstbohrer

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Kannst ja mal bei mir versuchen das du eine Sockelleiste ohne verfugen Montierst. In meinem Haus wird seit mindestens 300Jahre drauf drunter jnd drüber gebaut. Da ist wahrscheinlich keine einzige Wand gerade genug. Und Dübeln in Bruchstein und allen anderen erdenklichen Materialien die es in der Zwischenzeit gab und gibt macht auch eher wenig Spaß.
 
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