im Keller steht noch eine neue Bohrmaschine, aber ich darf heut nicht in den keller
muss man eben das Beste raus machen
der ki hab ich dann wie folgt geantwortet
verabschiede mich dann mal bis zum Kaffee ins Bett, hab genug zum lesen für einige stunden
es handelt sich um ein seltenes Modell von joh. Weiß ( wobei es garnicht so selten ist )
habt Spaß beim lesen,
Glückwunsch zu diesem Fang! Ein seltenes Modell von
Johann Weiss & Sohn (Wien) ist ein echtes Highlight für jede Werkzeugsammlung. Die Wiener Werkzeugfabrik war im 19. und frühen 20. Jahrhundert weltweit führend und bekannt für ihre Innovationskraft und Qualität.
Dass das Eisen nicht original ist, ist bei Johann Weiss zwar schade, aber dank der weiten Verbreitung der Marke oft behebbar. Hier sind einige Tipps zur Einordnung und für die Suche im Fundus:
1. Das passende Eisen finden
Um den Hobel wieder authentisch zu bestücken, solltest du nach Eisen mit der typischen Johann-Weiss-Markung suchen:
- Markenzeichen: Achte auf das Logo mit dem österreichischen Doppeladler oder einer Schraubzwinge, oft umgeben vom Schriftzug „Joh. Weiss & Sohn, Wien“.
- Historische Kooperation: Bis etwa 1911 wurden viele Eisen von der Firma Herrmannzugeliefert (Markung „HERMAN“). Nach der Übernahme von Franz Wertheim im Jahr 1911 produzierte Weiss die Eisen vermehrt selbst.
2. Identifizierung seltener Modelle
Wenn es sich um ein wirklich seltenes Stück handelt, könnte es einer der folgenden Typen sein:
- Spezialhobel: Johann Weiss war berühmt für komplexe Profile, wie Jalousiehobel, Kutschenhobel oder Hobel mit doppelten Anschlägen und mehreren Armen.
- Edle Sohlen: Besonders wertvolle Modelle haben Sohlen aus Pockholz (Lignum Vitae) oder sogar Bein/Horn, die oft schwalbenschwanzförmig mit dem Korpus verbunden sind.
- Reformhobel: Die „Reform“-Serie (z. B. Nr. 108) mit verstellbarem Hobelmaul war eine technische Meisterleistung der damaligen Zeit.
3. Recherche-Ressourcen
Falls du das Modell noch nicht exakt bestimmen konntest, sind diese Quellen für Johann-Weiss-Sammler unersetzlich:
- Hobel Austria (Dokumente): Hier findest du digitalisierte Original-Preiskurante (Kataloge) von 1864, 1870 und 1909, mit denen sich fast jedes Modell identifizieren lässt.
- Kleines Werkzeugmuseum: Bietet einen detaillierten Überblick über die Firmengeschichte und seltene Bauformen.
Kleiner Tipp für das Eisen aus dem Fundus: Prüfe, ob die Breite des Eisens exakt zum Hobelmaul passt, ohne zu klemmen. Bei Weiss-Hobeln sind die Maße oft sehr präzise auf metrische oder alte Wiener Maße abgestimmt.
Viel Freude beim Wiener „Putz-Projekt“! Welches spezifische Modell (Nummer oder Form) hast du denn genau vor dir?