Fräsen eines Hoftors (Trespa-HPL Platten) mit Shaper Origin

armin_m

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Hallo zusammen,
ich habe ein Edelstahltor das mit 10mm Trespa-Platten beplankt ist.
Aktuelle Farbe und Ausführung wollten wir ändern.
Erster Gedanke war, die Platten gegen Aluminium Bleche auszutauschen dass gelasert und lackiert worden ist.
irgendwie war uns der Gedanke die gut erhaltenen Platten wegzuwerfen bzw. für ein vielleicht anderes Projekt zu nutzen.

Unser Ansatz ist…
- die bestehenden Platten abzunehmen, anschleifen und mit 2K-Lack in Eisenglimmer zu lackieren
- dann die eigentliche Aufgabe mit dem Shaper (bekomme ich die Tage mit entsprechenden Fräsern VHM für HPL) ist das Motiv auf die Platten zu bekommen

Ich habe das Tor entsprechend aufgemessen bzw. einen Scan gemacht. Das ganze in Onshape übernommen.
Nächster Schritt war die Erstellung des Motivs. Dafür haben wir ein Image in Inkscape umgewandelt und in verschiedenen Ebenen wegen der Frästiefe umgewandelt.
Zur Zeit bin ich noch am verfeinern um die Überlappung der Blätter und Äste richtig zu haben.
Wenn die Fräse da ist möchte ich einen Test auf einer größeren Platte machen.

Das Motiv und die Flächen/Flügel ist beigefügt.
Leider liegt die erste Motiv noch im Hintergrund.
Den Stamm und die Äste dachte ich mit 2,5mm und die Blätter mit den Blattadern in 1,5mm. Eventuell mit 60 oder 90 Grad Fräser.

Wenn ich das arbeiten mit dem Shaper richtig verstanden habe, muss ich die Fläche mit den Dominos im entsprechenden Abstand bekleben. Die SVG dann je pro Torflügel, Fräser und Frästiefe im Shaper laden, Dominos scannen und dann fräsen?! Arbeiten im Freien mit Absaugung und FFP Masken.

Was meint Ihr? Bin ich auf dem richtigen Weg oder habt Ihr Tipps was ich auf jeden Fall umsetzen oder beachten soll?



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holzer1998

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Grundsätzlich geht das und sieht sicher gut aus. Ich habe jetzt schon mehrfach "Grußkarten" aus weißem HPL/ CPL mit schwarzem Kern gemacht.

Ich würde bei der Größe überlegen dickere Fräser zu nehmen. ca. 1mm Tiefe reicht tendenziell aus. Wenn du einen 45° oder 60° Fräser nimmst kannt du natürlich mit der Tiefe auch die Dicke beeinflussen.

Außerdem musst du sicherstellen, dass bei den "dichten" Fräsgängen der Äste und Blätter genügend Dominos Tape heil und sichtbar bleibt. Denn sobald du durch ein Domino durchgefräst hast wird es zur Erkennung unbrauchbar. Evtl. macht es Sinn in mehreren Etappen zu fräsen.

Wenn du noch keine Erfahrung mit der Shaper hast solltest du vorher ein paar kleinere Projekte machen um dich an die Maschine und die Handhabung zu gewöhnen. Auch solltest du darauf achten, dass bei dem Material der Fräser relativ scharf ist. Also lieber einmal früher wechseln.
Und dann bietet es sich natürlich an einzelne Objekte mal in einem Probestück zu fräsen um zu sehen wie es letztendlich rauskommt.

Je nachdem wo du herkommst gibt es hier im Forum einige Shaper Owner, bei denen du sicherlich mal vorbeikommen kannst, wenn du konkrete Fragen zur Handhabung etc. hast.

Hast du Shpaer Studio? Da lassen sich die Fräsbreiten/ Fräsgänge simulieren.

Und dann nimm dir ordentlich Zeit. Ich habe mal für ein Abschiedsgeschen ca. 75 Unterschriften eingefräst. Das waren irgendwas zwischen 4 und 5h. Dein Projekt sieht mir da noch ein wenig aufwändiger aus.

Wird bestimmt klasse.
 

armin_m

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Danke für die Rückmeldung.
Da bin ich schon mal froh dass mein Ansatz in die richtige Richtung geht.
Fräser habe ich mehrere auf der Einkaufsliste. Zwei 3 und 6 mm Durchmesser und jeweils ein 90 und 60 Grad Fräser.

Wegen dem Tape… der Ansatz mit mehrere Etappen hatte ich auch auf dem Zettel. Wenn es nach dem Testen in die Umsetzung geht zuerst den rechten Flügel und dann in der ersten Etappe den Stamm, dann die Äste und der letzte Durchgang die Blätter. Wobei vielleicht die umgedrehte Reihenfolge Sinn macht?!
Das Tape habe ich 2 separate Rollen mit dabei. Dann halt immer nachkleben. Müssen die dann nachträglich eingelesen werden oder?

Von der Zeit wird sicher mehrere Wochenende oder Abende drauf gehen

Die Probestücke stehen auf jeden Fall ganz oben auf der Liste bevor ich anfange.

Shaper Studio ist eine sehr gute Idee. Wenn man das simulieren kann ist das eine gute Überprüfung…
 

holzer1998

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Fräser habe ich mehrere auf der Einkaufsliste. Zwei 3 und 6 mm Durchmesser und jeweils ein 90 und 60 Grad Fräser.
Schau mal bei hc-Maschinentechnik und Sorotec nach Fräsern und auch Spannzangen. Die Originalen sind eigentlich nur bei den Aktionen mit -15% erträglich.

Wegen dem Tape… der Ansatz mit mehrere Etappen hatte ich auch auf dem Zettel. Wenn es nach dem Testen in die Umsetzung geht zuerst den rechten Flügel und dann in der ersten Etappe den Stamm, dann die Äste und der letzte Durchgang die Blätter. Wobei vielleicht die umgedrehte Reihenfolge Sinn macht?!
Du musst auf jeden Fall darauf achten, dass die Fräse eine ordentliche Auflage hat. Wenn beim Stamm zu viel weggefäst wird kippt die Maschine in die Tasche (natürlich ja nach Größe).
Das Tape habe ich 2 separate Rollen mit dabei. Dann halt immer nachkleben. Müssen die dann nachträglich eingelesen werden oder?
Wenn du Tape nachklebst musst du immer neu scannen. Die Funktion heißt "Scan erweitern". Habe ich bisher selten gemacht und bin mir nicht sicher, ob dann auch die Rasterpunkte übernommen werden.

Shaper Studio ist eine sehr gute Idee. Wenn man das simulieren kann ist das eine gute Überprüfung…
Shaper Studio ist in der Vollversion kostenpflichtig. Es gibt eine "Probierversion". Da weiß ich aber den Leistungsumfang nicht.
 

armin_m

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Alles klar. Danke für den Tipp mit den Fräsern. Aktuelll schaue ich bei sautershop.de

Habe mich gerade bei Studio angemeldet. Schau mer mal… :emoji_slight_smile:
 

holzer1998

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Alles klar. Danke für den Tipp mit den Fräsern. Aktuelll schaue ich bei sautershop.de
Ich glaube, dass die anderen etwas günstiger sind. Die ganz kleinen (1mm) habe ich auch schon im 10er Pack bei Amazon bestellt. Da kann man nicht viel falsch machen.

Und den Griffmuldenfräser aus dem Shaper Sortiment gibt es fast baugleich bei Contorion (Stier) für einen Bruchteil des Preises.
 

Avogra

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Die verschiedenen Tiefen musst du auch nicht zwingend in mehrere SVGs aufteilen. Du kannst in Studio, oder auch über ein Zusatztool in andere Grafik-Programmen wie Affinity Studio oder illustrator die gewünschte Tiefe für jede Kontur kodieren. Beim fräsen kannst du sie dann jeweils manuell oder mit der Erweiterung Autopass automatisch übernehmen.
Die Tiefen in mehreren SVGs hat aber auch auf jeden Fall Vorteile. Alleine schon wenn du dadurch Blätter und Äste+Stamm sortiert nacheinander fräsen willst.
Also bitte nur als Erläuterung, nicht als besseren Weg verstehen.
 

Helibob

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Falls du das mit Fräserbreiten kostenlos vorher prüfen möchtest, ob der gewählte Fräser-Ø Probleme macht - ich persönlich kenne das "Shaper-Origin-Ökosystem" nicht, was da geht oder extra kostet - kannst du das mit Estlcam testen.
Arbeite selbst damit sonst mit DXF - SVG ist jedoch möglich, laut mWn.
Gruß Matze
 

Avogra

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Wenn du Tape nachklebst musst du immer neu scannen. Die Funktion heißt "Scan erweitern". Habe ich bisher selten gemacht und bin mir nicht sicher, ob dann auch die Rasterpunkte übernommen werden.
Meint ihr mit Rasterpunkten das Grid? Das bleibt komplett erhalten. Beim letzten Projekt hatte ich genau den Fall: erst die ganzen inneren Details gefräst und bei der Kontur waren dann stellenweise zu wenig Dominos im Sichtfehlt. Fräsung unterbrochen, zusätzliches Tape geklebt, Scan erweitert und dann genau an der Stelle weiter gefräst wo ich unterbrochen hatte.

Wenn möglich macht es auch immer Sinn, einzelne Konturen von unten nach oben, bzw von vorne nach hinten zu fräsen. Dann werden die durchfrästen Dominos nicht mehr benötigt. Das ist natürlich ift nicht möglich.
 

armin_m

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Ja ich denke damit ist das Grid gemeint. Der Tipp mit Shaper Studio war sehr gut. In der kostenlosen Basisversion geht das schon. Man kann 3 Projekte an den Shaper exportieren.
Ich habe den aktuellen Stand als eine svg in Studio geladen um damit etwas zu spielen. Mach ich in der finalen Version wie schon beschreiben anders (je Torhälfte und nach Stamm, Äste... unterschieden).

In Inkscape muss ich noch deutlich nacharbeiten. Studio erkennt einige Taschen nicht da hier wahrscheinlich noch Überschneidungen vorhanden sind. Aber es schaut schon mal nicht schlecht aus oder? :emoji_wink:

Wenn ich die Videos vom Shaper richtig verstanden habe, brauche ich einen Bezugspunkt was über eine Kante eingelesen wird. Das ist ja normalerweise ein 90° Winkel. Die habe ich leider in dem Projekt an keiner Stelle da das Tor der Straßenneigung angepasst worden ist.
Meine Idee wäre dass ich rechts unten den Bezugspunkt nehme und mit einem Laser den rechten Winkel auf die jeweiligen Platten übertrage. Entweder mit einer Reißnadel oder mit einem kleinen Schlitz an der Seite der Platte. Die würde ich nach dem Lackieren noch sehen.

Diese virtuelle Linie könnte ich dann doch einlesen? Flacher gerader Gegenstand an der Kante ...

Unten noch ein paar Screenshots von dem aktuellen Stand in Studio...
Was sind eigentlich die weißen Balken z.B. im Stamm?

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Avogra

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Du brauchst nicht zwingend einen rechten Winkel. Um das Grid zu legen musst du ja drei Punkte abtasten. Durch die ersten beiden Punkte wird eine Achse gelegt. Die zweite Achse geht senkrecht dazu durch den dritten Punkt.
Der dritte Punkt darf auch auf der ersten Kante liegen. Wenn du also zB den Anschlag der Torhälften als Kante verwendest, reicht es, dir noch eine gemeinsame Höhe anzureißen. Die noch zu verlängern ist nicht notwendig.

Die Blätter sehen ja einfach nach einer Kontur aus. Ich würde drüber nachdenken, jedes Blatt nur als eine Fläche zu entwerfen und nur die Kontur der Fläche einmal nachzufräsen. Die Kante hat dann natürlich nur genau die Breite des Fräsers, aber du halbierst die Anzahl an Fräsungen. Die Adern dann als einfache Linien (offene Kontur) die du auf der Linie fräst.

Wie groß wird denn so ein Blatt? Ich vermute, du müsstest mit dem jetzigen Entwurf jedes Blatt sogar mit mehreren Fräsern fräsen: Einen dünnen damit du in alle Details rein kommst und einen größeren weil du mit dem Feinen sonst ewig brauchst. In der Regel werden die Kanten mit größeren Fräsern auch deutlich sauberer. Du willst einen feinen Fräser also nur da verwenden, wo es wegen der Details wirklich notwendig ist.
 
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