forstnerbohrer schärfen

haass

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hallo,#kann mir jemand helfen?
ich quäle mich gerade mit einem stumpfen forstnerbohrer, 35 mm
nun habe ich eine kleine diamantfeile genommen und versucht im gleichen Winkel
anzuschleifen.
das Ergebnis: er schneidet gar nicht mehr.
was kann ich da falsch gemacht haben? und wie geht es richtig?
danke für hinweise
 

raziausdud

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Wie hast Du denn geschärft? Kannst Du das für eine Foto nachstellen? Alles weiter wäre Spekulation.

Eine Frage nach Fehlern und nach der richtigen Vorgehensweise mit dem Tipp das Teil wegzugeben zu beantworten.... ich bin wohl gerade entspannt, ich überlese das jetzt einfach. Genauso wäre fast jede Frage hier zu beatworten mit: geh doch zum Tischler ...

Rainer
 

kberg10

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Dann gehöre ich wohl zu den Glücklichen, meine Fobo schneiden wie Sau. Naja, eine CBN Scheibe leistet da schon gute Dienste.
Aber frei Hand! Einfach das Schliffbild nachproduzieren, so 0,5° sollten eigentlich nicht die Rolle spielen, immer die Schneide nachleifen
die mehr abgenutzt ist. Muaaah! Durch mein Zusatzhobby Metall bin ich zu einer Diascheibe gekommen, die hat mir sofort beste Dienste
geleistet. Das eigentliche Prob ist, dass diese Ottonormalschleifer alle einen Schlingerer, jetzt hab ich einen der passt, ist aber aus der Kategorie
Stichelschleifmaschine, fünfmal so teuer halt. Zumal man an Seite schleift, nicht am Umfang.
Gruß Matthias
 

PurplePony

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Dann gehöre ich wohl zu den Glücklichen, meine Fobo schneiden wie Sau. Naja, eine CBN Scheibe leistet da schon gute Dienste.
Aber frei Hand! Einfach das Schliffbild nachproduzieren, so 0,5° sollten eigentlich nicht die Rolle spielen, immer die Schneide nachleifen
die mehr abgenutzt ist. Muaaah! Durch mein Zusatzhobby Metall bin ich zu einer Diascheibe gekommen, die hat mir sofort beste Dienste
geleistet. Das eigentliche Prob ist, dass diese Ottonormalschleifer alle einen Schlingerer, jetzt hab ich einen der passt, ist aber aus der Kategorie
Stichelschleifmaschine, fünfmal so teuer halt. Zumal man an Seite schleift, nicht am Umfang.
Gruß Matthias
Ich verstehe nicht, wie schleifst du jetzt Forstnerbohrer?
 

Hamburger Jung

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Auch wenn es so mancher nicht lesen will.
Forstnerbohrer zu schärfen ist nicht ganz trivial. Wir geben die auch weg weil es ein großen Unterschied macht. In meinen Augen hat Ben schon recht. Man muss nicht alles selber machen, insbesondere wenn der Qualitätsunterschied so groß ist.
 

haass

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das vermute ich auch! aber wie geht´s richtig?
ich hoffe die beiden Bildern zeigen mein Ergebnis gut.
ich habe mit einer kleinen diamantfeilde versucht, beide schnediflächen im vorhandenen Winkel nachzuschleifen.
IMG_0589.JPG IMG_0588.JPG
 

ChrisOL

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Habe ich mit der Dia.Feile auch schon gemacht. Ganz sachte nur innen leicht abziehen. Nie außen schleifen.
 

benben

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Ich glaube das hat bei einem 30er das letzte Mal 3,25€ gekostet. Gerade Forstnerbohrer bringt ja nichts, wenn die Runde Schneide nicht auch scharf ist.
Da hört es bei mir dann auf.
Wenn hier einer mal so ein paar Kunststoffkanten 2mm an eine Spanplatte machen möchte, dann wird hier durchaus der Gang zum Tischler empfohlen......

Stechbeitel schärfen kann man ja zu Genüge hier lesen, warum wohl?

Edit: die 3€ bezogen sich auf schärfen, nicht das @ChrisOL gleich die Adresse von meinem Schärfdienst haben möchte.....

Gruss
Ben
 

ChrisOL

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@benben das ist eine HM Schneide ausgebrochen . Denke da ist nichts mehr mit Schärfen.
Werde das mal bei Famag reklamieren. Mal sehen was die sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:

raziausdud

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Hallo Haas,

ich hab mir mal diese drei Videos angesehen, der längste zeigt es mMn am besten (und hat auch ein originellen Versuchsaufbau ...). Nach dem Ansehen kannst Du ja nochmal fragen, wenns noch was zu fragen gibt. Ich kann die dort zu sehende Thematik nur bestätigen: die billigsten Fornstenerbohrer lassen sich schärfer machen und nachschärfen. Ich mache das per Hand mit einer kleinen Diamantfeile. In einem Video wird es auch ausgesprochen: teurere Bohrer sind natürlich besser. Und einen für 50 Euro würde ich auch ehr zum Schärfen weggeben. Aber darum geht es hier nicht ...
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=forstnerbohrer+schärfen
Vielleicht liest Du mal etwas über Hobeleisen, deren Geometrie, deren Schärfen, dann bekommst Du eine Eindruck von Begriffen und Winkeln. Die Querschneiden des Forstnerbohrers machen ja nichts anderes als Hobeln. Quasi die Doktorarbeit zu diesem Thema: http://www.woodworking.de/schaerfprojekt/schaerfen-stecheisen-hobeleisen-2019-01-25.pdf

Eins noch "auf blauen Dunst": Schleifen erzeugt idR einen Grat. Diese Grat an der Gegenseite muss abgezogen, also ganz leicht abgeschliffen werden. Wenn der erst bei Hobeln/Bohren umgebogen wird, ist das Werkzeug stumpf.

Rainer
 

kberg10

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hallo,#kann mir jemand helfen?
ich quäle mich gerade mit einem stumpfen forstnerbohrer, 35 mm
nun habe ich eine kleine diamantfeile genommen und versucht im gleichen Winkel
anzuschleifen.
das Ergebnis: er schneidet gar nicht mehr.
was kann ich da falsch gemacht haben? und wie geht es richtig?
danke für hinweise
Ich denke du hast ihn nur gekitzelt, Beispiel Hobelzahnkette an der Motorsäge, drei Züge mit der Rundfeile machen schon so ca 0,3 mm weg.
 

IngoS

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das Ergebnis: er schneidet gar nicht mehr.
Hallo,

kein Wunder. Du hast die Hauptschneiden nachgefeilt und dadurch verkürzt. Nun läuft der Bohrer auf der umlaufenden stumpfen Ringschneide und die Hauptschneiden kommen gar nicht mehr zum Eingriff. Du musst die Ringschneide nachschleifen und zwar von innen die Fase. Das geht mit einem Dremel mit Schleifstift.

Gruß

Ingo
 

rafikus

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Hallo
Bei den unscharfen Bildern kann man nicht gerade viel erkennen, aber einige Hinweise habe ich trotzdem.
1. Die meisten Diamantfeilen, die heutzutage angeboten werden, sind viel zu grob um eine Schneide damit schärfen zu können.
2. In dem Bild habe ich in blau den Bereich gekennzeichnet, wo ein glänzender Strich zu sehen ist. Bei einer scharfen Schneide darf dort nichts glänzendes zu sehen sein.
3. Die Aussenschneiden müssen nicht unbedingt komplett geschliffen werden. Die grün gekennzeichneten Spitzen müssen aber richtig scharf sein. Dazu muss an beiden Seiten die rot gekennzeichnete Fläche mit der Feile bearbeitet werden.
4. Um den entstandenen Grat (bei Hartmetall hätte man das Problem nicht) an der Schneide zu beseitigen, müsste die gelbe Fläche mit einer feinen Diamantplatte oder einem guten Schleifstein (Arkansas) bearbeitet werden. Mit einer Feile hat man hier große Mühe um es richtig zu machen.

Das Material des Bohrers dürfte es erlauben gute Nadel- oder Schlüsselfeilen zu gebrauchen.

Forstner.jpg
 

haass

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Ich danke euch, Ingo und rafikus.
Was Ingo sagt, ist mir völlig klar. Ich hatte beim schärfen auch schon das Gefühl, dass ja eigentlich auch die aussenschneide geschärft werden muss. Mache ich morgen gleich.
Die bildhafte Erklärung von rafikus ist natürlich super für die einzelnen Teile des Bohrers . Werde ich morgen auch so umsetzen. Natürlich werde ich vom Ergebnis berichten.
Danke euch und einen schönen Abend.
Heiner
 

rafikus

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Und bevor du ein Bild hier hoch laden möchtest, schaue es dir mal genau an. Wenn es nicht scharf ist, dann mach einfach ein anderes.
Viel Glück mit dem Bohrer.
 

haass

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so ich habe das mal ausprobiert. bei meinen Bohrern ist die äussere schneide ca. 1 mm höher als die beiden geraden inneren schneiden.
gut habe ich auf der Innenseite nachgeschärft.
der Bohrer schneidet leider nicht besser, sondern qualmt jetzt, was auch nicht gut ist. der stahl ist inzwischen blau.
nun bin ich ratlos.
 

michaelhild

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Ich für meinen Teil mache es so, von Sachen mit denen ich mich überhaupt nicht auskenne, lasse ich die Finger. :emoji_wink:

Wenn der jetzt schon blau ist, ist ein Teil der Härte weg. Und weitere Versuche scheinen es ja schlimmer zu machen. Auf dem Bild sieht mir das auch eher nach einem "preiswerten" Exemplar aus. Daher nicht weiter rumärgern, und Ersatz besorgen. Ein 35er Bormax gibts für um 20 Euro und wenn der nicht auf ne Schraube trifft, hält der viele Jahre.
 
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