Exportverbot von Rundholz in Russlands

PurplePony

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Ich habe gerde folgenden Artikel über ein kommendes Exportverbot von rohem Nadelholz und bestimmten Laubhölzern aus Russland gelesenen.
Ich bin gespannt welchen Einfluss das auf die Preise von z.B. sibirischer Lärche in unserem Land hat.

Hier der Artikel:
Putin: Export von unverarbeitetem Holz ab 2022 verboten – russland.CAPITAL
https://www.russland.capital/putin-export-von-unverarbeitetem-holz-ab-2022-verboten
 

Túrin

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Die erste Verarbeitungsstufe erfolgt im Land. Dann wird exportiert. Ob das wirklich etwas am Exploitationsbetrieb ändert, ist fraglich.
 

joh.t.

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bei den Zwergen
Arbeitsplätze schaffen, statt nur die Rohstoffe verscherbeln ist ja sinnvoll.
Die Frage ist nur, ob dann auch die Urwälder Sibiriens nicht mehr abgeholzt werden, ergo nachhaltige Holzwerkschaft, statt Kahlschlag.
 

PurplePony

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Arbeitsplätze schaffen, statt nur die Rohstoffe verscherbeln ist ja sinnvoll.
Die Frage ist nur, ob dann auch die Urwälder Sibiriens nicht mehr abgeholzt werden, ergo nachhaltige Holzwerkschaft, statt Kahlschlag.
Von der Grundidee geht es Putin wahrscheinlich darum, die Wertschöpfung im eigenen Land zu behalten.
Wenn als Nebenprodukt eine nachhaltigere Forstwirtschaft entstünde, dann wäre das ein positiver Effekt.

Weiß jemand, wo aus der Lärche eine Rombusleiste gemacht wird?
 

JannikOS

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Wir haben schon seit längerem Probleme zeitnah kvh zu bekommen. Insbesondere Lärche Douglasie. Hängt wohl auch mit dem Handelsstreit zwischen Kanada und den USA zusammen
 

Sebl

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Wir haben in der Region einen großen Nadelholzverarbeiter (GELO Holzwerke). Bei denen ist Sib. Lärche ein substanzieller Part im Lieferprogramm... haben dieses Jahr erst einen Neubau an einem anderen Standort bekanntgegeben... Könnte leicht zum Problem werden für die glaub ich...
 

Sebl

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Ooch, aktuell gibt es bei uns genügend Potential, auch für kleines Geld.
War das auf meinen Post bezogen? Sicher gibts potential, leider ist die Sib. Lärche ja irgendwie so eine Modeerscheinung, habe jedenfalls noch keine heimische in Baumarkt gesehen und auch die Gelo schneidet bislang soweit ich weiß nur Sib. Lärche, Douglasie für UK-Hölzer und eben Fichte/Kiefer für Bauholz. Letztere Dürften großteils aus dem Umkreis kommen.... Wenn wir im Fichtelgebirge eins haben dann sind's Fichten :emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:... und damit verbunden in den letzten 3 sehr trockenen Jahren einen ausgiebigen Borkenkäferbefall...
 

Holzrad09

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Allerdings nicht in der Menge der Sibirischen Lärche.
Und nicht in der Qualität. :emoji_wink:
Sibirische Lärche ist feinjähriger,härter und zäher.
DSC_0456.JPG
Links die beiden Bretter ist heimische Lärche, rechts die Leiste ist sibirische.
Wenn es denn Lärche sein soll, dann ist die Sibirische die bessere Wahl.

Finde es übrigens gut, das Putin es nun zur Chefsache gemacht hat !
LG
 

Túrin

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Wenn es immer so wäre, wie mit diesen lediglich 2 Bretteln, dann hättest Du recht. Ist aber nicht so.
 

Holzrad09

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Wenn es immer so wäre, wie mit diesen lediglich 2 Bretteln, dann hättest Du recht. Ist aber nicht so.
Es sind nicht nur diese 2 "Bretteln" die Ich in der Hand hatte, es sind 2 Überbleibsel von mehreren Resten einer überdachten Gartenhausterrasse, die Ich vor 2 Jahren mal gebaut habe.
Und glaub mir, Ich hatte schon unzählige Fenster und Türenkanteln sowie Schnittholz aus sib. Lärche in den Händen und die ist keines falls vergleichbar mit der heimischen.
LG
 

PurplePony

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Es sind nicht nur diese 2 "Bretteln" die Ich in der Hand hatte, es sind 2 Überbleibsel von mehreren Resten einer überdachten Gartenhausterrasse, die Ich vor 2 Jahren mal gebaut habe.
Und glaub mir, Ich hatte schon unzählige Fenster und Türenkanteln sowie Schnittholz aus sib. Lärche in den Händen und die ist keines falls vergleichbar mit der heimischen.
LG
Kann ich so unterschreiben.
In Sibirien wird der Baum karge Zeiten kennen als bei uns.
 

uli2003

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Und glaub mir, Ich hatte schon unzählige Fenster und Türenkanteln sowie Schnittholz aus sib. Lärche in den Händen und die ist keines falls vergleichbar mit der heimischen.
Das stimmt. Mag aber auch ausgesucht sein, es gibt sicher auch grobjährige Lärchen in Teilen Russlands.

Dieses und letztes Jahr fallen bei uns die Jahresringe auch schmaler aus :emoji_slight_smile:
 

Dietrich

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Hallo,

eine südlichere Lage kann durch einen höheren Wuchsort durchaus kompensiert werden, umgekehrt genauso.
Sehr schön konnte ich das vor einigen Jahren im schwedischen Nationalpark Fulufjäll sehen. Dort stehen in rund 800 m. ü. d. M. teils 500-jährige Kiefern mit 40-50cm Stammdurchmesser, ganz in der Nähe steht der älteste Baum der Welt, auch eine Kiefer.
Die umgefallenen und im Bereich des Weges durchgesägten Kiefern zeigen so feine Jahrringe das man sie nicht mal eben durchzählen kann und steinhart sind die auch an der Schnittfläche. Man konnte mit scharfem Taschenmesser nichts davon abschneiden.
Die 800 m Höhenlage in der Region nördliches Dalarna entspricht im Alpenraum 1600-1800 m über dem Meer.
Außerhalb des Nationalparks stehen die schwedischen Blockhausbauer sozusagen Schlange, sie bevorzugen Holz aus der Region.

Gruß Dietrich
 

brubu

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Hallo
Bei uns sieht heimische Lärche durchaus auch so aus wie die Leiste in Beitrag #11. Die anderen Bretter sind extrem grobjährig.
Ob sibirische Lärche wirklich besser ist kann ich nicht beurteilen, lange Zeit wurden bei uns einfach Lärchendielen für Terrassen verlangt,
das war dann sibirische. Heute wird einheimische verlangt, was vor ca. 1980 übrigens normal war, und die ist nicht schlechter witterungsbeständig.
Dazu kommt die, die wir verarbeiten, aus unserem Mittelland weil die Lärche aus den Bergen, für unsere Zwecke, meist zu viele Aeste aufweist.
Gruss brubu
 

Holzrad09

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Na gut, glaub' ich Dir.
Zu Deiner Verteidigung :emoji_slight_smile:, es gibt hier schon auch, je nach Standort und Höhenlage vereinzelt feinjährige Lärchenbäume.
Da bestätigen Ausnahmen wie so oft die Regel.
Fichten und Lärchen im Alpenraum sind ja auch feinjähriger. Was Ich aber so an heimischer Lärche bisher in den Händen hatte, war schon größtenteils weitjährig.
LG
 

Túrin

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Du hast da schon recht. Von den bereits genannten standörtlichen Faktoren abgesehen, ist es auch eine Frage der Bestandesbehandlung. Die Flächen in Russland werden ja nicht forstlich bewirtschaftet, da wird nur umgeschnitten. Bei uns gibt es im Rahmen der geregelten Forstwirtschaft Behandlungsgrundsätze für jede Baumart und die jeweilige Mischung. Lärche als Lichtbaumart wird in der Jugend stark durchforstet, damit sie schneller dick wird. Das bedingt eben auch breitere Jahrringe. Das findet in Russland nicht statt.
 

JannikOS

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Verstehe den Argumentationsstrang gar nicht natürlich ist sibirische Lärche durch die Bank "feinjähriger" und dadurch auch "besser" , noch besser ist übrigens Teak.
Und was soll uns das jetzt sagen?
Wenn's irgendwie geht sollte man schon zusehen, dass man mit den heimischen Hölzern hinkommt und jedenfalls in der Zimmerei geht das ganz gut.
 

Holzrad09

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Verstehe den Argumentationsstrang gar nicht natürlich ist sibirische Lärche durch die Bank "feinjähriger" und dadurch auch "besser" , noch besser ist übrigens Teak.
Und was soll uns das jetzt sagen?
Wenn's irgendwie geht sollte man schon zusehen, dass man mit den heimischen Hölzern hinkommt und jedenfalls in der Zimmerei geht das ganz gut.
Du weißt es womöglich, aber kennt der interessierte mitlesende Neuling auch die Unterschiede zwischen heimischer und sibirischer Lärche und warum beim Terrassenbau etc. alles nach letzterer schreit, wenn es denn Lärche werden soll ?
 

Hubraumschrauber

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Dass engere Jahresringe für mehr Festigkeit steht, ist klar.

Aber:

Gibt es eine Studie die bestätigt, dass europ. Lärche ggü. Sib. Lärche aufgrund der weiteren Jahresringe weniger beständig ist?

Wenn es diese Studie nicht gibt, dann spielt der Festigkeitsunterscheid auf einer Terrasse keine Rolle und man kann bedenkenlos europ. Lärche einsetzen? Beides ist gleich gut/schlecht beständig.

Es will nur keiner weil die Importeure das bessere Marketing haben, oder man den Propheten von außerhalb mehr glaubt als den eigenen?
 

Holzrad09

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Hubraumschrauber

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