Sire Toby
ww-robinie
Hallo zusammen, da ich gerade eh nichts besseres zu tun habe, kann ich mal einen Tipp weitergeben, falls ihr auch keinen Espresso Vollautomaten habt, und nicht bereit seit viele 100 € bis über 1000 € für so ein Ding auszugeben, aber trotzdem zu faul für einen Siebträger seid (also wie ich).
Mehr durch Zufall bin ich darauf gekommen, dass die Siemens EQ 9 S500 nicht nur sehr häufig auf Kleinanzeigen angeboten wird, sondern auch mindestens einen typischen Defekt hat, der sich sehr einfach reparieren lässt und an dem die Leute anscheinend häufig verzweifeln. Ich habe inzwischen fünf dieser Maschinen jeweils unter 200 € erstanden und bei vier davon war das Problem für unter 20 € zu lösen, mit ungefähr 10 Minuten bis 20 Minuten Aufwand.
Das liegt daran, dass die BrühGruppe dieser Maschine eigentlich an zwei Stellen eine Fehlkonstruktion war. Zum einen wird ein Wasser führender Schlauch zusätzlich quasi als Rückfeder missbraucht, und knickt nach einigen 1000 Bezügen einfach ab. Und federt dann nicht mehr. Dies führt zu der typischen Fehlermeldung: „Bitte Brühgruppe reinigen“ .
Daran verzweifeln die Leute oftmals, da die Reinigung überhaupt nichts bringt. Hier muss besagter Schlauch einfach mit einer zusätzlichen Spiralfeder ertüchtigt werden. Diese Spiralfeder gibt es für wenige Euro zu kaufen, zusätzlich benötigt man noch zwei
Einohrschellen 8,8-10mm, die den Schlauch an beiden Enden absichern. (Ohne diese Schellen diskonnektiert der Schlauch sehr gerne).
Außerdem sind in der Mechanik zwei Stellen von der Abschrägung her eher unglücklich konstruiert, hier hilft ein leichtes abfeilen, um den Flankenwinkel etwas zu reduzieren (Foto zeigt diese Stelle)
Man diese Stellen zu kommen, muss man die BrühGruppe etwas zerlegen. Hier benötigt man glücklicherweise kein Spezialwerkzeug, sondern nur 3 Essstäbchen oder andere Stäbchen aus Holz, die lang genug sind. Anleitung zum zerlegen der BrühGruppe findet man zum Beispiel bei YouTube.
Tatsächlich sind mir inzwischen auch einige andere Fehler bei der Maschine begegnet, aber auch diese sind relativ gut lösbar:
Am häufigsten aus meiner Sicht:
- das so genannte Keramikventil, dass etwas in der Tiefe der Maschine verbaut ist und tatsächlich eher ganz ersetzt werden muss. Dies kostet ein mit etwas Übung circa 1 Stunde, das Ventil selber ist bitter teuer mit ungefähr 90 €. Aber auch dies sollte für einen normalen handwerklich begabten Menschen kein Problem darstellen. Außerdem lässt sich die Funktion dieses Ventils in einer Art Prüfmodus der Maschine relativ einfach prüfen, so dass man diesen Fehler bei Besichtigung vor Ort innerhalb von 30 Sekunden ausschließen kann.
Weiterer, wohl nicht seltener Fehler: die Wasserpumpe sowie das darauf sitzende Überdruckventil und der Pulsationsdämpfer. (Maschine sprotzelt, statt Milchschaum zu machen oder es geht viel Wasser direkt in die Auffangschalen). Diese sind aber mit ungefähr 30 € relativ preiswert und auch einfach zu tauschen.
Fehler, auf die ich mich nicht (mehr) einlassen würde:
Wechsel oder Löten der Hauptplatine: musste ich bei einem Freund machen aufgrund eines Überspannungsschadens (so ging das Ganze eigentlich los mit diesem Typ Maschine). Die Platine ist blöd verbaut und ein ziemliches gefummel. Ähnlich verhält es sich mit dem Antriebsmotor der Brühgruppe und dem Front Display. Beides ist deutlich mehr Arbeit zu tauschen als der Rest.
Wenn ihr aber eine S500 preiswert bekommt, die diesen Brühgruppenfehler hat, idealerweise unter 10.000 Bezügen (also gemachten Getränken), dann habt ihr wahrscheinlich gewonnen.
Warum nicht die Maschinen unter der S 500? Bei der 300 und 100 wird das ZuFührungssystem für die Milch nicht durch die Maschine gereinigt, was für mich ein deutlichen Nachteil darstellt.
Also, falls ihr mal Lust auf nach Kaffee riechende Hände habt und etwas fummeln wollt, ist das die ideale Betätigung…
(Inzwischen haben einige Freunde und Verwandte eine S500…)
Bei Fragen einfach melden
,
Tobi
Mehr durch Zufall bin ich darauf gekommen, dass die Siemens EQ 9 S500 nicht nur sehr häufig auf Kleinanzeigen angeboten wird, sondern auch mindestens einen typischen Defekt hat, der sich sehr einfach reparieren lässt und an dem die Leute anscheinend häufig verzweifeln. Ich habe inzwischen fünf dieser Maschinen jeweils unter 200 € erstanden und bei vier davon war das Problem für unter 20 € zu lösen, mit ungefähr 10 Minuten bis 20 Minuten Aufwand.
Das liegt daran, dass die BrühGruppe dieser Maschine eigentlich an zwei Stellen eine Fehlkonstruktion war. Zum einen wird ein Wasser führender Schlauch zusätzlich quasi als Rückfeder missbraucht, und knickt nach einigen 1000 Bezügen einfach ab. Und federt dann nicht mehr. Dies führt zu der typischen Fehlermeldung: „Bitte Brühgruppe reinigen“ .
Daran verzweifeln die Leute oftmals, da die Reinigung überhaupt nichts bringt. Hier muss besagter Schlauch einfach mit einer zusätzlichen Spiralfeder ertüchtigt werden. Diese Spiralfeder gibt es für wenige Euro zu kaufen, zusätzlich benötigt man noch zwei
Einohrschellen 8,8-10mm, die den Schlauch an beiden Enden absichern. (Ohne diese Schellen diskonnektiert der Schlauch sehr gerne).
Außerdem sind in der Mechanik zwei Stellen von der Abschrägung her eher unglücklich konstruiert, hier hilft ein leichtes abfeilen, um den Flankenwinkel etwas zu reduzieren (Foto zeigt diese Stelle)
Man diese Stellen zu kommen, muss man die BrühGruppe etwas zerlegen. Hier benötigt man glücklicherweise kein Spezialwerkzeug, sondern nur 3 Essstäbchen oder andere Stäbchen aus Holz, die lang genug sind. Anleitung zum zerlegen der BrühGruppe findet man zum Beispiel bei YouTube.
Tatsächlich sind mir inzwischen auch einige andere Fehler bei der Maschine begegnet, aber auch diese sind relativ gut lösbar:
Am häufigsten aus meiner Sicht:
- das so genannte Keramikventil, dass etwas in der Tiefe der Maschine verbaut ist und tatsächlich eher ganz ersetzt werden muss. Dies kostet ein mit etwas Übung circa 1 Stunde, das Ventil selber ist bitter teuer mit ungefähr 90 €. Aber auch dies sollte für einen normalen handwerklich begabten Menschen kein Problem darstellen. Außerdem lässt sich die Funktion dieses Ventils in einer Art Prüfmodus der Maschine relativ einfach prüfen, so dass man diesen Fehler bei Besichtigung vor Ort innerhalb von 30 Sekunden ausschließen kann.
Weiterer, wohl nicht seltener Fehler: die Wasserpumpe sowie das darauf sitzende Überdruckventil und der Pulsationsdämpfer. (Maschine sprotzelt, statt Milchschaum zu machen oder es geht viel Wasser direkt in die Auffangschalen). Diese sind aber mit ungefähr 30 € relativ preiswert und auch einfach zu tauschen.
Fehler, auf die ich mich nicht (mehr) einlassen würde:
Wechsel oder Löten der Hauptplatine: musste ich bei einem Freund machen aufgrund eines Überspannungsschadens (so ging das Ganze eigentlich los mit diesem Typ Maschine). Die Platine ist blöd verbaut und ein ziemliches gefummel. Ähnlich verhält es sich mit dem Antriebsmotor der Brühgruppe und dem Front Display. Beides ist deutlich mehr Arbeit zu tauschen als der Rest.
Wenn ihr aber eine S500 preiswert bekommt, die diesen Brühgruppenfehler hat, idealerweise unter 10.000 Bezügen (also gemachten Getränken), dann habt ihr wahrscheinlich gewonnen.
Warum nicht die Maschinen unter der S 500? Bei der 300 und 100 wird das ZuFührungssystem für die Milch nicht durch die Maschine gereinigt, was für mich ein deutlichen Nachteil darstellt.
Also, falls ihr mal Lust auf nach Kaffee riechende Hände habt und etwas fummeln wollt, ist das die ideale Betätigung…
(Inzwischen haben einige Freunde und Verwandte eine S500…)
Bei Fragen einfach melden
Tobi
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