Erster Handhobel

Strawanski

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wenn ich mir Videos über japanische Schreiner ansehe, sieht man etwas anderes. Der Span ist da völlig egal. Ich denke mal, dass dieser Gedanke auf einem Missverständnis beruht. Es gibt eine Disziplin, deren einziges Ziel es ist, einen möglichst dünnen aber durchgehenden Span zu erstellen. Das ist vermutlich eher eine Sportart als dass es irgendwas mit dem Handwerk des Tischlers zu tun hat.
Aber der Beitrag klingt eh nach Sarkasmus, von daher ... :emoji_wink:
 

Sven1988

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Mit einer sehr fein geschliffener Schneide muss ich viel weniger Kraft beim Stemmen ausüben. Bei 6000 abzuziehen dauert es ja keine ganze Minute bis da einen Grat zu spüren ist. Wie meinst du das mit Arbeitsaufwand, hast du noch weitere Steine nach 1000? Ich höre bei 6000 auf und ziehe es direkt danach mit dem Leder ab. Wenn ich merke, die Schneide wird stumpf, ab zum Leder. 10-15 Sekunden abziehen und es geht weiter.
Habe Steine bis 10.000, aber wie gesagt irgendwann habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht wie notwendig sowas wirklich ist. Wenn man bspw. einen Schrupphobel am Sägerauen Brett anwendet, kommt es sowieso nicht so sehr auf die Oberflächenqualität an. Auch meine Raubank fürs Fügen kommt mit 1000er Körnung perfekt aus und hinterlässt samtweiche Oberflächen. Bei meinem Putzhobel und meinem Grundhobel müsste ich die feinere Körnung mal genauer testen, ob das evtl. etwas bringt. Bei meinen Stemmeisen mache ich ebenfalls beim 1000 Schluss. Wenn man da ein paar mal mit dem Klüpfel schlägt um bspw. eine halbverdeckte Zinkung in amerk. Nussbaum oder Walnuss zu bearbeiten ist die Abnutzung der Schneide diese Poliererei es m.E. einfach nicht wert. Der grösste Teil meiner Hobeleisen besteht aus O1 Stahl. Es ist aber auch blauer Papierstahl, A2, SK4 und irgendein anderer Stahl bei den ECE Eisen in meinem Einsatz. Ich persönlich finde den O1 Stahl und den blauen Papierstahl von der Schärfbarkeit bisher am besten. Muss aber auch ganz offen sagen, dass ich nicht täglich 10 Stunden mit diesen Werkzeugen arbeite und meine Erfahrungen lediglich auf der Hobbyebene angesiedelt sind.
 

Strawanski

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Habe Steine bis 10.000, aber wie gesagt irgendwann habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht wie notwendig sowas wirklich ist. Wenn man bspw. einen Schrupphobel am Sägerauen Brett anwendet, kommt es sowieso nicht so sehr auf die Oberflächenqualität an. Auch meine Raubank fürs Fügen kommt mit 1000er Körnung perfekt aus und hinterlässt samtweiche Oberflächen. Bei meinem Putzhobel und meinem Grundhobel müsste ich die feinere Körnung mal genauer testen, ob das evtl. etwas bringt. Bei meinen Stemmeisen mache ich ebenfalls beim 1000 Schluss. Wenn man da ein paar mal mit dem Klüpfel schlägt um bspw. eine halbverdeckte Zinkung in amerk. Nussbaum oder Walnuss zu bearbeiten ist die Abnutzung der Schneide diese Poliererei es m.E. einfach nicht wert. Der grösste Teil meiner Hobeleisen besteht aus O1 Stahl. Es ist aber auch blauer Papierstahl, A2, SK4 und irgendein anderer Stahl bei den ECE Eisen in meinem Einsatz. Ich persönlich finde den O1 Stahl und den blauen Papierstahl von der Schärfbarkeit bisher am besten. Muss aber auch ganz offen sagen, dass ich nicht täglich 10 Stunden mit diesen Werkzeugen arbeite und meine Erfahrungen lediglich auf der Hobbyebene angesiedelt sind.

Das klingt sehr nachvollziehbar. Ich muss das auch erstmal in Realität evaluieren. Wenn man nur über ein Thema liest, passiert es schnell unnötiger Perfektion in unnötigen Bereichen hinterher zu jagen und das eigentlich Wesentliche zu übersehen.
 

Sven1988

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Das klingt sehr nachvollziehbar. Ich muss das auch erstmal in Realität evaluieren. Wenn man nur über ein Thema liest, passiert es schnell unnötiger Perfektion in unnötigen Bereichen hinterher zu jagen und das eigentlich Wesentliche zu übersehen.
Beim Grundhobel kommt mein Gedanke vor allem auch daher, wenn ich eine Zapfenverbindung gegen die Faser nachverputze, dann könnte sich eine höhere Schärfe vielleicht ebenso lohnen, wie bei der hauchdünnen Spanabnahme beim Putzhobel.
 

rafikus

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Beim Grundhobel kommt mein Gedanke vor allem auch daher, wenn ich eine Zapfenverbindung gegen die Faser nachverputze, dann könnte sich eine höhere Schärfe vielleicht ebenso lohnen, wie bei der hauchdünnen Spanabnahme beim Putzhobel.
Das wird bei einem Grundhobel nicht helfen. Gegen die Faser, ohne Spanstaucher, ohne Hobelmaul, das wird "nix".
 

Sven1988

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Das wird bei einem Grundhobel nicht helfen. Gegen die Faser, ohne Spanstaucher, ohne Hobelmaul, das wird "nix".
Naja nix würde ich definitiv nicht sagen, dafür hat das bisher zu gut funktioniert. Das es nicht perfekt ohne Vorschneider etc. ist ja sowieso klar, aber darum geht es auch an der Stelle nicht.
 
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