Erika 70 Ec. Motor/Getriebe fest bzw. dreht schwer.

Ilei

ww-birke
Mitglied seit
15 Februar 2012
Beiträge
59
Hallo.

Ich hoffe Ihr könnt mir bei meinem Problem helfen.
Meine Erika lässt plötzlich den FI fliegen. Sie läuft kurz an und nach knapp 1 Sekunde kommt der FI.
Sie lässt sich von Hand auch recht schwer drehen. Ob es am Motor oder dem Getriebe liegt kann ich noch nicht sagen. Es kratzt soweit auch nichts und darum gehe ich nicht von einem Lagerschaden aus. Was ja dennoch nicht bedeuten muss das es keiner ist. Habe auch nichts verklemmtest gesehen. Schon durchleuchtet.

Wollte den Motor dazu abbauen, bekomme den nur nicht runter. Schon mal wer gemacht?
Die 4 Schrauben am Gehäuse sind runter. 1mm geht es auch zurück, dann hängt es. Ist es noch geklippst?

Wenn das Ritzel runter muss, dann könnte es problematisch werden. Einmal weils optisch aussieht als ob die Welle vorne an der Mutter zur Sicherung aufgeweitet wäre ( Kann ich schlecht erkennen). Und einmal weil ich nicht weiß wie ich die Mutter am besten gelöst bekomme. Es dreht ja mit.

Anbei ein paar Bilder und ein kurzes Video in der zip. Wusste nicht wo ich das fix hochladen kann.


Ich hoffe sehr das Ihr mir hier helfen könnt. Möchte sie noch nicht zu Reparatur senden.
Vielen Dank schon einmal! :emoji_slight_smile:


ansicht1.jpg
ansicht2.jpg
getriebe.jpg
fett1.jpg
fett2.jpg
elektronik.jpg
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:

Ilei

ww-birke
Mitglied seit
15 Februar 2012
Beiträge
59
Schade das ich den ersten Beitrag nicht mehr bearbeiten kann.

Problem gelöst. Über die wirkliche Ursache kann ich nur Vermutungen anstellen. Letztendlich hatte ich nur den Kollektor mit Vlies gereinigt. Bei einem späteren Testlauf hatte dann wieder alles funktioniert.
Warum jetzt der FI ausgelöst hatte kann ich nicht sagen. Ich vermute das es durch den Dreck am/im Kollektor einen Fehlerstrom gab. Finde es nur seltsam das es nicht über einen Schutzleiter (Schukostecker) läuft. Es ist keiner vorhanden. Warum braucht es hier keinen?
Wie löst der FI aus?

Das Schleifen / Quietschen kommt von der Bremse. Es ist also eine verbaut.
Auch wenn stellenweise im Netz anders geschrieben wird. Auf der Explosionszeichnung (von Mafell direkt) ist auch nicht zu lesen bzw. zu erkennen.
Vom Abrieb/Schmutz gereinigt läuft es auch wieder angenehmer.

Zum abnehmen des Motorgehäuses muss, neben den 4 Schrauben, noch der Magnet (Drehzahlgeber) abgeschraubt werden.
Dann geht es mit Geduld, wackeln und einem flachen Schraubendreher runter.
Der Anker geht übrigens sehr leicht raus. Man muss nur zu zweit sein.
Einer hält den Anker ordentlich fest, der andere dreht die Mutter auf. Achtung: Linksgewinde !
Dann zieht man ihn ganz leicht aus dem Lager. Auf die Passscheiben acht geben!

Man sieht schön das die Elektronik bei den Schleifkohlen recht verstaubt ist. Das sah im Motor auch nicht besser aus.
Insgesamt war sehr viel feinster Staub im Motor. Auch dort wo der Riemen läuft war sehr viel.

Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen das die paar Tage Pause ganz nett waren um die Technik etwas besser kennen zu lernen. :emoji_slight_smile:

Hier jetzt noch ein paar Fotos dazu. Vielleicht kann es ja mal jemand gebrauchen.

Bremse.jpg
Lager.jpg

Anker.jpg
Anker2.jpg
Magnet.jpg
Riemen.jpg
Elektronik.jpg
 

Komihaxu

ww-robinie
Mitglied seit
18 Februar 2014
Beiträge
3.512
Ort
Oberfranken
Finde es nur seltsam das es nicht über einen Schutzleiter (Schukostecker) läuft. Es ist keiner vorhanden. Warum braucht es hier keinen?
Wie löst der FI aus?
Du bist sicher, dass es der FI war und keine Sicherung?

Damit der FI auslöst, muss irgendwo ein Strom gegen Erde abfließen. Wenn es keinen Schutzleiter gibt und du beim Berühren keine "gewischt" bekommen hast, dann musste es eine weitere Verbindung gegen Erde gegeben haben. Leitfähiger Saugschlauch? Kontakt zu einem Heizungsrohr?

Wenn die Erika frei im Raum (ohne Kontakt zur Erde) auf Ihren Gummifüßen steht, keinen Schutzleiter hat und du bei Berührung keine gewischt bekommen hast, dann kann es gar nicht an der Maschine liegen.

Hast du an der gleichen Steckdose schon andere Geräte ähnlicher Leistung betrieben? Es kommt vor, dass FI bzw. Steckdosen falsch verkabelt werden und dann erst auslösen, wenn etwas leistungsstärkere Geräte angeschlossen werden.
 

Ilei

ww-birke
Mitglied seit
15 Februar 2012
Beiträge
59
Grüß dich.
Ja, es war der FI.

Es war die Steckdose in der sie immer Steckt. Andere wurden auch getestet.
Die Erika stand frei, ohne Absaugung auf Pflastersteinen. -> Fi
In der Werkstatt auf Betonboden mit Absaugung und ohne. -> FI
Auf der Werkbank (zum zerlegen) mit Gummifüßen. -> FI
Alles mehrmals getestet. Keine gewischt bekommen. Sicherung hält.
Es wurde, vom Problemtag bis zum Tage an dem es wieder ging, rein nichts am Stromkreis geändert!
Außer etwas Licht wurde zeitgleich auch nichts verbraucht.
An dem Stromkreis hab ich zum Testen noch meine große Mauer-Flex getestet. Die ging.

Die einzigste Änderung, mit vorher/nachher Effekt, war die Reinigung des Kollektor.
Keiner kann sich hier wirklich einen Reim drauf machen.
Unser Elektriker war ja da um den Motor durchzumessen. Er hat es auch mitbekommen.
Ein anderer meinte:
Ein FI löst aus, wenn ein Fehlerstrom überschritten wird. In der Regel sind es 0,03mA. Wohin der Fehlerstrom fließt, ist egal. Er kann über die Schutzleiter oder über irgendeinen Weg in die Erde fließen.
Es kann schon sein, dass über den Kohleabrieb Strom in die Erde geleitet wurde...
HIer tu ich mir mit den Gummifüßen der Werkbank etwas schwer.
 

Ilei

ww-birke
Mitglied seit
15 Februar 2012
Beiträge
59
Warum, weil ich Gummifüße sagte?
OK, es sind große Lenk-Rollen mit Hartgummi (Kunststoff). :emoji_innocent:
 

uli2003

ww-robinie
Mitglied seit
21 September 2009
Beiträge
11.779
Alter
55
Ort
Wadersloh
Nein, weil der Fehlerstrom natürlich nicht über die Gummifüße fließt, sondern über den Erdungsleiter im Kabel. Da könnte die Maschine sogar schweben. :emoji_wink:
 

Ilei

ww-birke
Mitglied seit
15 Februar 2012
Beiträge
59
Achso. Ja eben. Genau darum tu ich mir da ja auch schwer . :emoji_slight_smile:
 
Oben Unten