Entfernung festgebackene Schutzfolie an Kunstofffenstern

Hoosier

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Hallo zusammen,

entschuldigt bitte das off-topic-Thema. Ein Freund hat eine Bau-Odysee hinter sich und steht nun vor der Aufgabe, nach ca. 4 Jahren die weißen Schutzfolien der Fensterrahmen zu entfernen. Es geht um VEKA Kunstoffenster mit Design-Folie Anthrazit.

Was wir versucht haben:
  • Dampfreiniger und Bürste
  • Spiritus und Schwamm
  • Heißluftfön und Holzschaber

Mit dem Heißluftfön geht die Folie "recht gut" runter, es bleibt aber eine hartnäckige Kleberschicht.
Mit dem Dampfreiniger geht es eigentlich am besten, aber unglaublich langsam

Ich würde zwei Schritte vorschlagen, mit dem Fön die Folie runter, und dann den Kleber entfernen --> Welche Chemikalien / Lösungsmittel könnten den Kleber entfernen? Ich kenne mich hiermit leider gar nicht aus (Aceton, Nitro, etc.?).

Danke für eure Hilfe - bitte nicht kommentieren warum sich diese Situation so ergeben hat, ist halt nun so.

VG
Richard
 

wirdelprumpft

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Manche Kunststoffe werden von Nitro oder Aceton angegriffen, würde auf ein Kunststoffreinige gehen z.b. den FSG aber ggf. vorher mal beim Fensterhersteller nachfragen.
es gibt Folienradierer, hab keine Ahnung ob die bei Kunststofffenster funktionieren, auf jeden Fall von Hand oder sehr geringer Drehzahl wegen Hitzeentwicklung.

Nachtrag:
https://stolma.de/service/pflege-wartung
Den Punkt Reinigung:
"Die Oberflächen der Kunststofffenster sind für das Reinigen mit einer leichten Seifenlauge gut geeignet. Bitte verwenden Sie zur Reinigung keine Scheuermittel, Benzin, Lösungsmittel, Alkohol oder andere aggressive Substanzen."
 
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raziausdud

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Hallo

Versuchs-Vorschlag:

Klebeband, Stoff, Pappe etc auf den verbliebenen Kleber reiben und abziehen, ein paar Mal hintereinander probieren. Oft bleibt dann nur ein kleiner Rest Kleber über. Mit versch Temperaturen ausprobieren auch mal Richtung Kühlen.

Viel Restkleber gibt mit Chemie häufig „ein Geschmiere“.

Grüße. Rainer
 

fried.chycken

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Ansonsten Margarine aufstreichen und einwirken lassen um den Kleber aufzulösen, die Mischung abwischen und mit heißem Spüliwasser entfetten.
Pflanzenöl geht auch, haftet aber schlechter an den vertikalen Flächen und läuft ab.
 

MTrp

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Ich würde es mal mit Isopropanol versuchen: Großzügig aufsprühen und eine Plastikfolie auf den Flüssigkeitsfilm, damit dieser nicht so schnell verdunsten kann und länger einwirkt.
 

Holzbienerich

ww-kastanie
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Mit Isoprop dauert das ewig. Es gibt aus dem Werbetechnikbereich Klebstoffentferner auf Ölbasis. Das greift den Kunststoff / Lacke nicht an und funktioniert nach einiger Einwirkzeit sehr gut.

Kannst auch einenTest mit Speiseöl machen, selbst das sollte bei Acrylatklebern gehen. Es entsteht ein Klebstoff-Öl-Schnodder, den du dann mit einem Kunststoffschaber (zur Not ein Teigschaber) abnehmen kannst. Zuletzt mit Prilwasser drüber und gut ist's.
 

magmog

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Ein Problem dass es solange gibt dass es eigentlich nicht mehr auftreten dürfte.
Aber die Profilhersteller wissen am besten was bei ihrer Kombination aus Folie,
Kleber und Profilmaterial am besten funzt.
Vor allem würde ich tunlichst vermeiden wollen eine endlos schmierige Klebermatsche
auf den Rahmen zu verteilen. Dann wird es erst richtig bitter. Als Zusatz kann dabei noch
der Kunststoff abgelöst werden, dann ergibt sich eine untrennbare Einheit aus Kleber und Plastik!
 

uli2003

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Stellt sich ja die Frage, ob die Kunststoffe (Kleber/PVC/Folie) nicht längst miteinander reagiert haben. Oft sind die Profile noch lackiert, und man kann schlecht sagen ob da nicht etwas chemisch reagiert, ob irgendwelche Weichmacher oder ähnliche Inhaltsstoffe anfangen zu wandern.
 

ClintNorthwood

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Hier sind keine Bastellösungn hilfreich, sondern Klebstoffentferner. Bei Autoteile Matthies heißt das Zeug Plakettenentferner.
Verwende ich seit 15 Jahren immer erfolgreich. Gleiches Zeug hat 3M und Brillux.
 

WinfriedM

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Wenns nur ein paar wenige Klebereste sind, kann man auch probieren, Duck-Tape draufzukleben und wieder runterzuiehen. Das Zeug klebt recht gut, so dass mitunter der Kleber mit runtergezogen wird. Versuch macht kluch.

Lösemittel: Waschbenzin oder Terpentinersatz ist fast immer unkritisch. Ethanol/Spiritus/2-Propanol geht bei vielen Kunststoffen auch noch, hier gehts ja vermutlich um PVC, da ist das kein Problem. Nitroverdünner oder Aceton lösen PVC an, das nicht nehmen. Es gibt auch noch Etikettenlöser, die oft auf Orangenöl basieren, da kanns aber auch schon kritisch werden, wenn überhaupt, dann nur kurzer Kontakt.

Oft hilft auch Geduld. Wenn man etwas warm macht und dann sehr langsam runter zieht, kann es gelingen, dass der Kleber komplett runtergezogen wird. Dann muss man sich nur in Langsamkeit üben. Der Winkel, wie man runterzieht, spielt mitunter auch stark eine Rolle, ob 90 Grad oder eher Richtung 180 Grad.
 

Hoosier

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Danke euch für die vielen Ratschläge!

Ich werde jetzt mal beim Hersteller anfragen, und dann mal schauen. Dann Richtung Waschbenzin, WD40 usw. Ich berichte.

edit: email an VEKA ist raus


VG
Richard
 
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depitter

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Orangenterpeten
möglichst rein, also nahe 100%.
Das ist auch die Hauptzutat von professionellen Klebstoffentferner Produkten.
Ich habe viele Jahre Fahrzeugfolien verklebt, da hast Du auch oft mit alten Kleberesten zu tun und ich nutze das schon viele Jahre.
Dazu kommt das es nicht so aggresiv zu den Oberflächen ist, natürlich trotzdem an unaufälliger Stelle testen.
Das riecht sehr lecker, ist aber trotzdem natürlich nicht gesund.

(soetwas z.Bsp.https://furth-chemie.de/orangenterpene?gad_source=1&gad_campaignid=20022874734&gclid=CjwKCAjw3ejRBhAdEiwADkqPn_MlDoBiAaQM5YjW0CGrTUgSQODWw_ctQ-_0iCqx3-EyTbBmM5jdthoCIPYQAvD_BwE)

das soll keine Empfehlung für den Shop sein sondern ein Produktbeispiel
 
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SteffenH

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Duck-Tape draufzukleben und wieder runterzuiehen. Das Zeug klebt recht gut, so dass mitunter der Kleber mit runtergezogen wird.
Das ist auch eine gute Technik, ich nenne das immer abküssen. Stück frisches Klebeband und immer auf den Restkleber drauftatschen.
 
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