Elu Mof 77, Spindel lässt sich nicht austreiben

Dirkules

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Hallo zusammen,
Ich habe eine Elu Mof 77 erstanden in der Annahme , dass sie funktionsfähig ist. Es hat sich herausgestellt, dass der Fräser in der Spannzange feststeckt und sich nicht lösen lässt. Ich habe deshalb begonnen die Fräse auseinanderzubauen um die Spindel herauszunehmen: alle Schrauben entfernt, Ringmutter unten gelöst, Kohlen entfernt, oben an der Spindel Sprenring entfernt, Spannhebel für die Höhenverstellung entfernt. Ergrbnis: Motorgehäuse ist weiterhin fest verbunden, die Spindel hat sich keinen Milimeter bewegt. Ich traue mich nicht mit einem schweren Hammer von oben auf die Spindel zu schlagen, weil ich nicht weisd ob ich nicht doch irgendeine Schraube übersehen habe, die das ganze zusammen hält. Hat irgendjemand schon Erfahrungen gemacht die Spindel auszutreiben und kann mit mir auf Suche gehen ob und was ich ggf. übersehen habe?
 

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wasmachen

ww-robinie
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Aus der wirtschaftlichen Sichtweise eine Profis hast Du vermutlich recht.
Aber ich haette schon den Ehrgeiz die Sache zu zerlegen, wenn es meine Fraese waere. Und dann weiter zu sehen.
Kostet ein wenig Zeit und kein Geld. Fuer Hobby kann man das machen finde ich.

Hat jetzt mit Profi nichts zu tun.
So n Ding dreht mit grob 20000 U/min die Runde, da brauchst nix vermurktes , wo vll der Fräser hält oder auch nicht und vll n Lager grad aufgibt.
Mir ist bei ner kleinen OF, so n 1Kw Ding, mal bei nem Rundungsfräser R8 eins von den 2 aufgelöteten Messern abhanden gekommen. Bei voller Drehzahl, grad Tiefe nachgestellt. So ne Murksfräse, wo einfach alles immer klemmte. Habs kaum geschafft des Maschinchen noch festzuhalten geschweige denn abzuschalten....

Man sollte seine Grenzen halt auch grob kennen. Wenn mans unbedingt zerlegen will, kann man pragmatisch mitn Fäustl auch n paarmal draufkloppen, dann isses auch auseinander. Grad gestern mit so n Diebstahlssicherungsding , was am Schuh dranngeblieben ist, gemacht.
 

Dirkules

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Hast du #23 nicht gelesen? Die Spannzange ist jetzt schon ein Fall für die Tonne.


Es sollte kein Gummihammer sein, sondern ein normaler Hammer, aber auch keiner mit 500g (oder mehr). Es soll ein harter Impuls an den Fräser abgegeben werden damit sich die Spannzange in ihrem Sitz löst. Also am Fräser ziehen und gleichzeitig leichte Schläge mit dem Hammer (radial) darauf geben.
Genau so habe ich es gemacht. Es war ein Hartgummihammer und natürlich habe ich damit auf die Gripzange geschlagen die oberhalb des Wulstes am Fräser schön eng anlag. Aber das mache ich gefühlt seit 2 Wochen: den Fräser um die eigene Achse drehen und dabei kein Stück vorankommen. Ich gehe natürlich vorsichtig ans Werk weil ich weder die Spindel noch die Lager beschädigen möchte. Das Problem ist, dass man sich kaum vorstellen kann, dass das nicht irgendwann zum Erfolg führt. Getreu dem Motto- verdammte Axt ,das muss doch irgendwann mal klappen. Tut es nur nicht. Ich bin weder Profi noch Novize. Meine Lehre zum Holzmechaniker liegt zwar ein Weilchen zurück aber etwas Erfahrung habe ich gesammelt . Keine Ahnung was ein Kollege aus der Metaller-Fraktion für Möglichkeiten hat, die ich nicht habe aber ich bin mit meinen Bordmitteln am Ende. Ich werde nochmal meinen Feinmechaniker-Nachbarn fragen aber dann bohre ich den Fräser eben auf.
 

Karker Rabau

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Hallo,

die Ungeduld war wirklich ein schlechter Berater.
Warum nicht den Fräser in den Schraubstock gespannt (so fest wie irgend möglich!), die Überwurfmutter so gelöst, daß die Spannzange etwas Luft hat und dann auf die Mutter klopfen. Meine Wahl wäre Plastikhammer 20 g mit Hartholzklotz oder Alu. Dazu in jedem Fall einen zweiten Mann, der die Fräse hält.

Das sollte jetzt auch noch gehen:
Neue Mutter besorgen, den Wulst am Fräser wegschleifen, die Mutter wie beschrieben aufschrauben und los geht's. Die Mutter muß in möglichst vielen Gängen greifen damit die Gewinde nicht beschädigt werden, andererseits muß die Spannzange etwas Luft haben. Wenn sich dann was tut die Mutter entsprechend weiter lösen. Rostlöser u.ä. hast Du ja schon genug (?) dran getan.

Querbohrungen im Fräser schwächen ihn nur, sind also kontraproduktiv. Das kann man machen, wenn man da quer min. 10 mm durchschieben kann.

Viel Erfolg
Heinz
 

fahe

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Die einzige erfolgversprechende Möglichkeit stand ja meiner bescheidenen Meinung nach schon auf der ersten Seite, wurde da leichthin abgetan... und später final zunichte gemacht.

Ich (und Johannes sicher auch) hätte auch nicht versucht, den Fräser mit einem Gabelschlüssel oder ähnlichem herauszuhebeln, sondern hätte Stück für Stück weitere Zulagen zwischen Überwurfmutter der Spannzange und dem Ring am Fräserschaft platziert und auf die Kraft vertraut, welche die Mutter beim Aufschrauben mittels zwei Maulschlüsseln erzeugt. Vorher den Schaft schön eingesuppt. Nach den ersten Millimetern Mutter wieder runter, weitere Beilagen, Mutter wieder... Und wenn das wirklich nicht funktioniert hätte, wäre das Ding in die E-Schrott-Kiste gekommen.
 

Dirkules

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Die einzige erfolgversprechende Möglichkeit stand ja meiner bescheidenen Meinung nach schon auf der ersten Seite, wurde da leichthin abgetan... und später final zunichte gemacht.

Ich (und Johannes sicher auch) hätte auch nicht versucht, den Fräser mit einem Gabelschlüssel oder ähnlichem herauszuhebeln, sondern hätte Stück für Stück weitere Zulagen zwischen Überwurfmutter der Spannzange und dem Ring am Fräserschaft platziert und auf die Kraft vertraut, welche die Mutter beim Aufschrauben mittels zwei Maulschlüsseln erzeugt. Vorher den Schaft schön eingesuppt. Nach den ersten Millimetern Mutter wieder runter, weitere Beilagen, Mutter wieder... Und wenn das wirklich nicht funktioniert hätte, wäre das Ding in die E-Schrott-Kiste gekommen.
Auch das habe ich mehrfach versucht. Null Effekt.
 

Karker Rabau

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Nicht so pessimistisch sein, erst muß die Spannzange raus, dann kann man doch erst was sagen. Sieht doch eher danach aus, daß der Fräser schon seit Ewigkeiten drin ist und die Spannzange leicht festgerostet ist. Dann wäre der Sitz der Spannzange sicher zu retten. Ich verweise noch mal auf meinen vorigen Beitrag, der im Prinzip auf das hinausläuft, was Falk gerade schreibt - nur eben ohne Wulst und Spannmutter weil die Spannmutter ja weg ist. :emoji_slight_smile:

Gruß
Heinz
 

fahe

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Auch das habe ich mehrfach versucht. Null Effekt.
Will ich nicht glauben. Das Drehmoment, das man damit entwickeln kann, bevor man das Gewinde final versaut, sollte ziemlich beachtlich sein.* Und wenn das nicht hilft... Ähm, ja. Ich schrob es. Hab' allerdings auch ein bisschen "Fräsenauswahl".

* Ich bin jetzt zu faul zum Recherchieren. Vielleicht weiß ein Metaller wie @schrauber-at-work so etwas aus der Westentasche.
 

kberg10

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Ich vermute mal dass da einer das Verfahren "Reibschweißen" erfolgreich angewendet hat.
Somit ist eigentlich nur noch eine Dokumentation des obigen Verfahrens möglich und diese in den Ordner "was man mit Oberfräse nicht machen soll" einzuhängen.
 

Kerstenk

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Metall auf Metall erhitzt sich bis zur Weißglut durch genügend Rotation.
was hier aber eher nicht der Fall ist, mehr eine Art Kaltverschweißung, sage extra Art, in Verbindung mit Rost.
In Spannzangen kommt es immer wieder vor, dass Rost entsteht, wenn nicht ganz trockene Materialien verarbeitet werden und die Fräser über Monate oder länger drinnen verweilen. Ich kenne das von der CNC, hier sind Standardfräser oft über viele Monate drinnen, da kommt es immer wieder zu Rostansätzen, nicht äußerlich, sondern innen drinnen. Habe schon Spannzangen deshalb entsorgt, Halter mit Stahlwollen wieder reinigen müssen.
 
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