Elu Mof 77, Spindel lässt sich nicht austreiben

Dirkules

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Hallo zusammen,
Ich habe eine Elu Mof 77 erstanden in der Annahme , dass sie funktionsfähig ist. Es hat sich herausgestellt, dass der Fräser in der Spannzange feststeckt und sich nicht lösen lässt. Ich habe deshalb begonnen die Fräse auseinanderzubauen um die Spindel herauszunehmen: alle Schrauben entfernt, Ringmutter unten gelöst, Kohlen entfernt, oben an der Spindel Sprenring entfernt, Spannhebel für die Höhenverstellung entfernt. Ergrbnis: Motorgehäuse ist weiterhin fest verbunden, die Spindel hat sich keinen Milimeter bewegt. Ich traue mich nicht mit einem schweren Hammer von oben auf die Spindel zu schlagen, weil ich nicht weisd ob ich nicht doch irgendeine Schraube übersehen habe, die das ganze zusammen hält. Hat irgendjemand schon Erfahrungen gemacht die Spindel auszutreiben und kann mit mir auf Suche gehen ob und was ich ggf. übersehen habe?
 

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Kerstenk

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Sprich: die Abstützung sollte über die Überwurfmutter realisiert werden, damit der Zughammer nicht auf die Lager dengelt
ich gehe davon aus das der Schlag gar nicht so heftig sein muss, es geht ja nur darum die konische Spannzange zu lösen. Wenn die schon auf Zug steht, braucht es nicht mehr so viel, das die Lager einen schaden nehmen, welche ich bei der Gelegenheit gleich wechseln würde. Aber wie man liest, gibt es die Mutter eh nicht mehr.
 

mj5

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N' Abend!

Zunaechst einmal moechte ich @carsten noch mal beipflichten: "Ungeduld ist ein schlechter Berater."

Und nach Betrachtung von Bild 20260118_173041.jpg wuerde ich mir dann die groesste Gripzange suchen und einen zur Welle passenden Schraubenschluessel in den Schraubstock spannen. Denn der Fraeser dreht sich ja, wenn auch unter grossem Kraftauwand.
der Fräser lässt sich nur um sich selbst drehen und das war es.
Aber dann habe ich immer noch einen Fräser in einer Spannzange der sich nur mit maximaler Kraft axial drehen lässt.
Die Welle im Schraubeschluessel blockieren, die Gripzange an den Fraeser. Ne Flasche Bier, ne Dose Spruehoel und dann langsam und geduldig, aber nachdruecklich, raus"ueberreden". Irgendwann auch mal mit leichten Hammerschlaegen gegen die Gripzange. Muss ja kein Titanhammer sein... :emoji_grin:
das die Lager einen schaden nehmen, welche ich bei der Gelegenheit gleich wechseln würde.
Lagerwechsel halte ich auch fuer sinnvoll, wenn Fraeser und Spannzange erstmal draussen sind. Denn die Lager haben ja eh schon einiges hinter sich, rein vom Alter der Fraese.

Edit:
Das Spruehoel meines Vertrauens hoert auf den schoenen Namen "Deep Creep". Ob es das auch in Deutschland gibt weiss ich nicht.
 
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Dirkules

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Lagerwechsel halte ich auch fuer sinnvoll, wenn Fraeser und Spannzange erstmal draussen sind. Denn die Lager haben ja eh schon einiges hinter sich, rein vom Alter der Fraese.
Das würde ich gerne machen. Aber ich bekomme weder die Spindel ausgebaut noch bekomme ich die Motorabdeckung entfernt. Ich hatte alle Schrauben etc. entfernt.
 

Kerstenk

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Ich besitze keinen Zughammer. Was habt ihr den alles in euren Werkstätten?
nein ich habe keinen, weis das es die gibt und wie Matthias schreibt, kann man mit einfach mitteln selber machen. Es geht nur um die Funktion, des Schlages in der Zugrichtung, denn nur mit einem solchen hat man eine Möglichkeit die verklemmte Spannzange zu lösen.
 

Dirkules

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Ich kann den Fräser weiterhin nicht aus der Spannzange rausholen. Der Injektorenlöser und die Gripzange haben keinen Unterschied gebracht. Auch leichte Schläge mit dem Gummihammer haben daran nichts geändert. Ich habe daraufhin zwei versetzte Längsschlitze mit dem Dremel in den Fräser gemacht mit dem Ziel die Spannung aus dem Fräser zu nehmen- auch ohne Erfolg.


Da mir außer der Zerstörung des Fräsers nichts mehr einfällt werde ich ihn als nächstes abflexen und den Stummel in der Zange ausbohren.


Danke euch allen für die guten Tipps!


VG Dirk
 

mj5

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Moin!
Wenn das was unser Kanadier schreibt nicht zum Ziel führt
Lese ich da leise Zweifel an den feinmechanischen Fähigkeiten der wahren Nordamerikaner?
Alles was sich nicht mit Hammer, Gripzange, Roedeldraht (und vielleicht noch "Panzerband") reparieren laesst, das ist eh eine Fehlkonstruktion! :emoji_grin:

@Dirkules :
Tu es nicht! Wenn Du den Fraeser abflext, dann hast Du keinen Angriffspunkt mehr. Dann bleibt wirklich nur noch "Bohren und Hoffen".
Im uebrigen
Da mir außer der Zerstörung des Fräsers nichts mehr einfällt
ist der Fraeser schon zerstoert und ziemlich sicher ist es die Spannzange auch. Falls die Operation mal gelingt verwende diese Teile bitte nicht mehr, sondern wirf sie weg.

Wie waere es Du nimmst Andreas' (@HolzandMore ) freundliches Angebot aus Beitrag #36 an und er schaut mal was er tun kann?
 

rafikus

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ist der Fraeser schon zerstoert und ziemlich sicher ist es die Spannzange auch.
Hast du #23 nicht gelesen? Die Spannzange ist jetzt schon ein Fall für die Tonne.

Auch leichte Schläge mit dem Gummihammer haben daran nichts geändert.
Es sollte kein Gummihammer sein, sondern ein normaler Hammer, aber auch keiner mit 500g (oder mehr). Es soll ein harter Impuls an den Fräser abgegeben werden damit sich die Spannzange in ihrem Sitz löst. Also am Fräser ziehen und gleichzeitig leichte Schläge mit dem Hammer (radial) darauf geben.
 

mj5

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Hi!

Hast du #23 nicht gelesen?
Doch, hab ich.
Der Fräser ist noch intakt.
Deshalb geh ich mal auf deine, m.E. etwas unhoefliche, Frage nicht weiter ein. :emoji_wink:

In Sachen "harter Impuls", kein Gummihammer, in axialer Richtung bin ich deiner Meinung. Keine heftigen Schlaege, sachtes Klopfen.
Und dabei die Welle am Flachkant sichern damit sie moeglichst wenig, am Besten gar nichts, von der Bewegungsenergie abbekommt.
Im Idealfall loest es die Spannzange samt Fraeser aus der Welle und dann kann man weiter sehen.
 

mj5

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Erwischt... ich hatte deinen Beitrag gelesen, aber nicht genau genug. :emoji_flushed:

Radial, also fuer mich im Umfang des Fraesers, bewegt es sich ja etwas. Wenn ich Dirk richtig verstanden habe. Sehr schwergaengig, aber es laesst sich etwas drehen. Also waere mein naechster Ansatz noch ein wenig hin- und her drehen und dabei in Fraeserlaengsrichtung (fuer mich "axial") sachte gegen die Zange zu klopfen. Also quasi das gleiche Werkzeug genau anders herum angewandt.
 

mj5

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Zange -> Gripzange. Und dann hat die "Fraeserrichtung auf einmal eine "Rein" und eine "Raus"-Richtung. :emoji_wink:
Das es wenig Sinn macht auf die Spannzange zu kloppen hatte ich als selbstverstaendlich voraus gesetzt, Sorry!
Aber wir verlieren uns, denke ich, in Haarspaltereien.

Das ganze Ding ist reif für die Tonne, Sorry!
Wenn man schon den Fräser ned rausbringt, wird das mit den Lagern auch nix...
Aus der wirtschaftlichen Sichtweise eine Profis hast Du vermutlich recht.
Aber ich haette schon den Ehrgeiz die Sache zu zerlegen, wenn es meine Fraese waere. Und dann weiter zu sehen.
Kostet ein wenig Zeit und kein Geld. Fuer Hobby kann man das machen finde ich.
 
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