Elu Mof 77, Spindel lässt sich nicht austreiben

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Hallo zusammen,
Ich habe eine Elu Mof 77 erstanden in der Annahme , dass sie funktionsfähig ist. Es hat sich herausgestellt, dass der Fräser in der Spannzange feststeckt und sich nicht lösen lässt. Ich habe deshalb begonnen die Fräse auseinanderzubauen um die Spindel herauszunehmen: alle Schrauben entfernt, Ringmutter unten gelöst, Kohlen entfernt, oben an der Spindel Sprenring entfernt, Spannhebel für die Höhenverstellung entfernt. Ergrbnis: Motorgehäuse ist weiterhin fest verbunden, die Spindel hat sich keinen Milimeter bewegt. Ich traue mich nicht mit einem schweren Hammer von oben auf die Spindel zu schlagen, weil ich nicht weisd ob ich nicht doch irgendeine Schraube übersehen habe, die das ganze zusammen hält. Hat irgendjemand schon Erfahrungen gemacht die Spindel auszutreiben und kann mit mir auf Suche gehen ob und was ich ggf. übersehen habe?
 

Anhänge

  • image-1768381589518.jpg
    image-1768381589518.jpg
    184 KB · Aufrufe: 109
  • image-1768491332005.jpg
    image-1768491332005.jpg
    165,4 KB · Aufrufe: 107
  • image-1768579072813.jpg
    image-1768579072813.jpg
    187,3 KB · Aufrufe: 95
  • image-1768582497624.jpg
    image-1768582497624.jpg
    143,1 KB · Aufrufe: 104

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Die Spannzangenmutter lässt sich nicht abschrauben. Der Fräser hat am Schaft einen Wulst über den sich die Mutter nicht schieben lässt. Ich hatte überlegt den Fräser abzuflexen. Dann könnte ich die Spannzangenmutter abnehmen. Aber dann habe ich immer noch einen Fräser in einer Spannzange der sich nur mit maximaler Kraft axial drehen lässt. Deshalb die Überlegung mit der Spindel. Ich bin aber offen für gute Ratschläge.
 

Johannes

ww-robinie
Registriert
14. September 2011
Beiträge
7.936
Alter
67
Ort
Darmstadt/Dieburg
Hallo,
wenn sich die Überwurfmutter drehen lässt, würde ich sie zunächst festschrauben, dann ein geeignetes Zwischenstück suchen (z. B. Gabelschlüssel) und dann versuchen den Fräser damit rauszudrücken. Wenn das nicht geht, würde ich den Fräser mit einer Lötlampe fast glühend heiß machen und es nach dem Abkühlen nochmal versuchen.

Es grüßt Johannes
 

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Hallo,
wenn sich die Überwurfmutter drehen lässt, würde ich sie zunächst festschrauben, dann ein geeignetes Zwischenstück suchen (z. B. Gabelschlüssel) und dann versuchen den Fräser damit rauszudrücken. Wenn das nicht geht, würde ich den Fräser mit einer Lötlampe fast glühend heiß machen und es nach dem Abkühlen nochmal versuchen.

Es grüßt Johannes
Das mit dem rausdrücken habe ich probiert. Ohne Erfolg. Aber den Fräser habe ich noch nicht erhitzt. Das würde ich mir morgen vornehmen.
 

husky 928

ww-robinie
Registriert
19. Dezember 2015
Beiträge
2.104
Alter
64
Ort
Öhringen
Von vorne (aus Richtung Fräser) Rostlöser in die Überwurfmutter sprühen, einwirken lassen.
Fräser mit Zange packen, passenden Gabelschlüssel an der Spindel ansetzen und versuchen
den Fräser durch drehende Bewegungen zu lockern.
 

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Also: die Tipps haben nicht funktioniert . Ich habe darauf hin die Spannzange und die Spannmutter aufgeflext. Der Fräser sitzt trotzdem bombenfest. Ich habe den Eindruck dass der Vorbesitzer einen 12 mm Schaftfräser in eine zu kleine Spannzange mit Gewalt reingepresst hat. Nun bleibt nur noch aufbohren des Fräsers um ihn zu entfernen?
 

elchimore

ww-robinie
Registriert
8. August 2009
Beiträge
2.131
Ort
Villingen-Schwenningen
Wenn noch was vom Fräser rausschaut an zwei Seiten eine Abflachung schaffen, dann mit großer WP Zange versuchen zu drehen, die Spindel mit nem passenden Schraubenschlüssel (mit Verlängerung) gegenhalten......
Grüssle Micha
das müsste dann schon nen 1/2" Fräser in ner 12mm Spannzange gewesen sein......
 

carsten

Moderator
Teammitglied
Registriert
25. August 2003
Beiträge
20.525
Alter
51
Ort
zwischen Koblenz und Wiesbaden
Hallo


also ich hätte das erst mal mit Hitze und evtl Kälte (Eisspray zur Abschreckung und brechend er Rostverbindung) versucht. Die Gefahr jetzt beim Ausbohren die Spannzange zu beschädigen ist hoch. Abflexen wäre die allerletzte Variante gewesen. Ungeduld ist ein schlechter Berater.
 

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Wenn noch was vom Fräser rausschaut an zwei Seiten eine Abflachung schaffen, dann mit großer WP Zange versuchen zu drehen, die Spindel mit nem passenden Schraubenschlüssel (mit Verlängerung) gegenhalten......
Grüssle Micha
das müsste dann schon nen 1/2" Fräser in ner 12mm Spannzange gewesen sein......
Das habe ich längst versucht. Wie gesagt, der Fräser lässt sich nur um sich selbst drehen und das war es.
 

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Hallo


also ich hätte das erst mal mit Hitze und evtl Kälte (Eisspray zur Abschreckung und brechend er Rostverbindung) versucht. Die Gefahr jetzt beim Ausbohren die Spannzange zu beschädigen ist hoch. Abflexen wäre die allerletzte Variante gewesen. Ungeduld ist ein schlechter Berater.
Mit Hitze bin ich durch. Kältespray habe ich nicht probiert. Die Spannzange ist längst abgeflext, trotzdem bewegt sich der Fräser nicht heraus. Aber du meinst vermutlich die Aufnahme der Spindel. Das hält mich auch ab davon den Fräserschaft aufzubohren.
 

carsten

Moderator
Teammitglied
Registriert
25. August 2003
Beiträge
20.525
Alter
51
Ort
zwischen Koblenz und Wiesbaden
Hallo

also wenn du tatsächlich Mutter und Spanzange abgeflext hast und der Fräser immer noch festsitzt würde ich die als Ersatzteilspender verkaufen. Das würde in der Tat bedeuten das jdm den Fräser in der Spindel festgeklemmt hat. Wie auch immer das gehen mag. Mutter und Spannzange sind als Ersatzteil lieferbar. Die Spindel eher nicht. Und in eine so malträtierte Spindel würde ich keinen Fräser der mit über 20.000 U/min laufen kann/ soll einspannen.
 

kberg10

ww-robinie
Registriert
12. Juni 2019
Beiträge
1.576
Ort
Hopfgarten
Die Überlegung den Fräser abzuflexen ist wohl keine Option. Hast du probiert die Überwurfmutter bis zum Wulst rauszudrehen?
Nach Art Abdrückmutter? Eventuell eine Beilage verwenden um alle Gewindegänge zu nützen. Um zu verhindern dass sich das Gewinde frisst, vorher noch das Gewinde gut ölen, das heißt hinstellen und einen Tag einziehen lassen.
 

Schreinersein

ww-robinie
Registriert
25. Februar 2008
Beiträge
742
Ort
Aachen
Du hast jetzt die Überwurfmutter oben abgeflext? Und siehst die Stannzange und den fräserrest? Kannst Du dann den Fräser jetzt nicht auf der Ständerbohrmaschine ausbohren? oder dünner ausbohren und ein Gewinde reinschneiden und dir dadurch einem Auszieher basteln? Also auf dem Rest Mutter eine Hülse abstützen, einen Schraube ins unten geschnittene Gewinde schrauben und oben mit einem mit Durchgangsloch gebohrten Flacheisen auf der Hülse abstützen? Und dann versuchen, die Reste da raus zu drehen?
Edit: beim Ausbohren verhindern, daß Späne in Richtung Rotor fallen. Entweder gut absaugen oder mindestens mit einem Fettbatzen auffangen
 

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Die Überlegung den Fräser abzuflexen ist wohl keine Option. Hast du probiert die Überwurfmutter bis zum Wulst rauszudrehen?
Nach Art Abdrückmutter? Eventuell eine Beilage verwenden um alle Gewindegänge zu nützen. Um zu verhindern dass sich das Gewinde frisst, vorher noch das Gewinde gut ölen, das heißt hinstellen und einen Tag einziehen lassen.
Ja, das habe ich genau so gemacht. Am Ende ist mir stets die Beilage abgerutscht, weil der Fräser nicht nachgegeben hat.
 

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Du hast jetzt die Überwurfmutter oben abgeflext? Und siehst die Stannzange und den fräserrest? Kannst Du dann den Fräser jetzt nicht auf der Ständerbohrmaschine ausbohren? oder dünner ausbohren und ein Gewinde reinschneiden und dir dadurch einem Auszieher basteln? Also auf dem Rest Mutter eine Hülse abstützen, einen Schraube ins unten geschnittene Gewinde schrauben und oben mit einem mit Durchgangsloch gebohrten Flacheisen auf der Hülse abstützen? Und dann versuchen, die Reste da raus zu drehen?
Edit: beim Ausbohren verhindern, daß Späne in Richtung Rotor fallen. Entweder gut absaugen oder mindestens mit einem Fettbatzen auffangen
Das Ausbohren ist leider nicht ganz einfach. Ich weiß noch nicht wie ich die Fräse fixieren soll. Ich habe zudem nur den Wabeco Bohrständer. Dann ist der Fräserschaft aus Werkzeugstahl und nicht aus Hartmetall. Dafür habe ich keine Bohrer. Aber die kann ich mir vielleicht vom Nachbarn leihen.
 

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Hallo

also wenn du tatsächlich Mutter und Spanzange abgeflext hast und der Fräser immer noch festsitzt würde ich die als Ersatzteilspender verkaufen. Das würde in der Tat bedeuten das jdm den Fräser in der Spindel festgeklemmt hat. Wie auch immer das gehen mag. Mutter und Spannzange sind als Ersatzteil lieferbar. Die Spindel eher nicht. Und in eine so malträtierte Spindel würde ich keinen Fräser der mit über 20.000 U/min laufen kann/ soll einspannen.
Ja, das ist dann wohl die letzte Option. Ich versuche noch das Injektorenlöser Spray und evtl. den Fräserschaft auszubohren. Ich war aber vorsichtig mit der Frässpindel. Aber es kann sein, dass der Fräser gestaucht wurde und deshalb nicht rauskommt. Dann wäre auch die Spindel beschädigt .
 

rafikus

ww-robinie
Registriert
26. Juni 2007
Beiträge
4.159
Ort
Ruhrgebiet
Dann ist der Fräserschaft aus Werkzeugstahl und nicht aus Hartmetall. Dafür habe ich keine Bohrer.
Wäre der Schaft aus Hartmetall, dann hättest du kaum eine Chance dort zu bohren. Funkenerosion wäre dann die passende Methode. Bei Werkzeugstahl besteht immer noch eine Chance, mit passendem Bohrer, zu bohren. In solchen Fällen nehme ich mir einen Steinbohrer vor, dem ich , mit einer Diamantscheibe auf einem Proxxon Feinschleifer, scharfe Schneiden auf dem Hartmetalleinsatz verpasse.
Ein Bohrständer oder eine Tischbohrmaschine wäre sehr hilfreich. Von Hand, mit einem Akkuschrauber, möchte ich diese Arbeit nicht machen.

Warum hast du eigentlich die Überwurfmutter auch "geflext"? Nachdem der Fräser abgetrennt wurde hätte man doch die Mutter einfach runter drehen können. Bekommen wir ein Bild der aktuellen Situation zu sehen?
 

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Wäre der Schaft aus Hartmetall, dann hättest du kaum eine Chance dort zu bohren. Funkenerosion wäre dann die passende Methode. Bei Werkzeugstahl besteht immer noch eine Chance, mit passendem Bohrer, zu bohren. In solchen Fällen nehme ich mir einen Steinbohrer vor, dem ich , mit einer Diamantscheibe auf einem Proxxon Feinschleifer, scharfe Schneiden auf dem Hartmetalleinsatz verpasse.
Ein Bohrständer oder eine Tischbohrmaschine wäre sehr hilfreich. Von Hand, mit einem Akkuschrauber, möchte ich diese Arbeit nicht machen.

Warum hast du eigentlich die Überwurfmutter auch "geflext"? Nachdem der Fräser abgetrennt wurde hätte man doch die Mutter einfach runter drehen können. Bekommen wir ein Bild der aktuellen Situation zu sehen?
Der Fräser ist noch intakt.
 

Anhänge

  • 20260118_173041.jpg
    20260118_173041.jpg
    184 KB · Aufrufe: 88

Pareto

ww-esche
Registriert
3. Juni 2025
Beiträge
425
Ort
Links unten
Klassiker: Die Spannzange und die Überwurfmutter wurden nicht vor dem Einbau zusammengeklickt - jetzt klemmt die Zange fest.
Das passiert jedem irgendwann mal. Wahrscheinlich ist der Fräserschaft genauso vermackt wie der Rest des Fräsers und hat sich verbissen.
Der Fräser ist noch intakt.
Ist er nicht.
Der sieht aus, als hätte ihn mein Opa im zweiten Weltkrieg benutzt, um Panzer zu fräsen.

Meines Erachtens gibt es nur eine Lösung:
Fräser abflexen und herausbohren oder mit dem Dremel ausschleifen (Vorsicht wegen Überhitzung). Keine Rücksicht auf die Spannzange. Das kann schonmal ein, zwei Stunden dauern.

Zur Fixierung der Spindel bastelst du dir irgendwas mit einem Maulschlüssel oder du suchst dir eine geduldige Helferin. Gegebenenfalls montierst du die Führung und den Schuh wieder und spannst die Fräse am Schuh in die Hobelbank (sofern vorhanden). Auf volle Tiefe fahren, dann kannst du ganz entspannt arbeiten. Ein Proxxon oder Dremel wäre gut.

Alles, was mit Schlagen und Reißen am Fräser zu tun hat, schädigt die Lagerung.

Dann die Spannzange und die Überwurfmutter ersetzen.
 

Dirkules

ww-kastanie
Registriert
25. März 2025
Beiträge
26
Ort
Berlin
Klassiker: Die Spannzange und die Überwurfmutter wurden nicht vor dem Einbau zusammengeklickt - jetzt klemmt die Zange fest.
Das passiert jedem irgendwann mal. Wahrscheinlich ist der Fräserschaft genauso vermackt wie der Rest des Fräsers und hat sich verbissen.

Ist er nicht.
Der sieht aus, als hätte ihn mein Opa im zweiten Weltkrieg benutzt, um Panzer zu fräsen.

Meines Erachtens gibt es nur eine Lösung:
Fräser abflexen und herausbohren oder mit dem Dremel ausschleifen (Vorsicht wegen Überhitzung). Keine Rücksicht auf die Spannzange. Das kann schonmal ein, zwei Stunden dauern.

Zur Fixierung der Spindel bastelst du dir irgendwas mit einem Maulschlüssel oder du suchst dir eine geduldige Helferin. Gegebenenfalls montierst du die Führung und den Schuh wieder und spannst die Fräse am Schuh in die Hobelbank (sofern vorhanden). Auf volle Tiefe fahren, dann kannst du ganz entspannt arbeiten. Ein Proxxon oder Dremel wäre gut.

Alles, was mit Schlagen und Reißen am Fräser zu tun hat, schädigt die Lagerung.

Dann die Spannzange und die Überwurfmutter ersetzen.
"Ist er nicht.
Der sieht aus, als hätte ihn mein Opa im zweiten Weltkrieg benutzt, um Panzer zu fräsen." Mit intakt war gemeint, dass er nicht abgeflext ist. Ich habe meistens den Fräser in einen Schraubstock gespannt. Auf den Fräser habe ich nicht geschlagen.
 
Oben Unten