eine neue Küche muss her

Dieses Thema im Forum "Projektvorstellung" wurde erstellt von wirklich_rainer_zufall, 23. November 2018.

  1. wirklich_rainer_zufall

    wirklich_rainer_zufall ww-eiche

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    Hallo Forum!

    Unsere alte Küche ist ein zusammengewürfelter Haufen verschiedener Stile und gefällt so gar nicht mehr. Da nun auch der Wasserhahn undicht wurde war das der sprichwörtliche Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte. Eine neue Küche muss her. Der Besuch in den umliegenden Möbelhäusern war eher ernüchternd. Mein Wunsch nach richtigem Holz könne man entsprechen ja, kein Problem. Und mit nur einer Niere lebt es sich auch ganz gut. Kurzerhand erklärte ich meiner Frau das ich die Küche selbst bauen möchte. Sie zeigte mir einen Vogel. (Nicht ganz zu unrecht.)

    Seit letztem Oktober versuche ich mir das Holzwerken beizubringen. Ich sage manchmal scherzhaft ich mache eine Youtube-Tischlerlehre. Das erste Lehrjahr ging unfallfrei vorbei und ich übte mich an ein paar Testmöbeln. Seit ein paar Wochen habe ich sogar eine freie bzw. offene Werkstatt gefunden mit viel Platz und ordentlichen Geräten.

    Alle Korpusse und Fronten werden aus Birke gefertigt. Die Arbeitsplatte und ein paar Zierleisten werden aus Nussbaum sein. Ich hoffe in spätestens einem Jahr fertig zu sein.

    Weiter geht es mit Schrank 1...
     
  2. wirklich_rainer_zufall

    wirklich_rainer_zufall ww-eiche

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    Der erste Schrank hat drei Schubladen für Geschirr und Töpfe/Pfannen. In die Fronten habe ich Nussbaumleisten eingeklebt um die glatte Fläche etwas aufzulockern. Die Schubladen sind alle genutet und verklebt. In die Front habe ich eine Gratnut eingefräst und die Seitenteile der Schubkästen haben vorne eine Gratleiste. Ich hoffe die Fronten verziehen sich nicht.
     

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  3. wirklich_rainer_zufall

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    Ich habe versucht so gut es geht auf Schrauben und Nägel zu verzichten und so viel wie möglich zu kleben. Schrank 1 ist nach 4 Bastelabenden fertig. Einmal ölen und gut ist es.
     

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  4. Neige

    Neige ww-robinie

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    @wirklich_rainer_zufall
    Eigentlich schönes Projekt, besonders die Fronten finde ich schön, aber mir fallen da auf den ersten Blick einige Punkte auf, die mir persönlich nicht gefallen.

    1. Spaltmaß
    Du hast ein recht breites Spaltmaß gewählt. Zwischen den Auszügen schätze ich um die 5mm und an den Seiten bestimmt um die 10mm?
    Wie ich finde, leidet da nacher etwas das gesamte Fugenbild wenn du Unterschränke aneinander stellst. Nehmen wir an, meine Annahme stimmt in etwa, dann hast du horizontal immer ein Fugenbild von 5mm und vertikal 20mm. Das sieh m. E. nacher nicht stimmig aus.

    Hier hab ich es mal vesucht zu veranschaulichen. Vielleicht kannst du dir dann vorstellen was ich damit meine.
    Gleichmäßiges Fugenbild:
    Fugenbild1.PNG

    so in etwa sähe es bei dir aus:
    Fugenbild.PNG

    2. Die Stege
    zw. den Auszügen hätte es bei einem geringeren Spaltmaß nicht gebraucht. Zudem hätte ich eher Unterflurauszüge gewählt, weil die meiner Meinung nach belastbarer sind.

    3. Sockel
    Das scheint mir etwas unglücklich. Du hast zwar Verstellfüße, aber kommst nicht an sie ran. In deinem Fall mußt du den Korpus für die Justierung jedes mal herausnehmen, zu Seite kippen und die Füße einstellen, weil nach dem Bild nach zu urteilen, sind die nicht von oben justierbar. Zudem gehen die Seiten durch, was das Einstellen möglicherweise noch erschwert. Hinzu kommt, dass wie ich finde, der Sockel zu weit vorne ist. Den würde ich weiter nach hinten setzen, denn wenn du davor stehst kann es sein dass du dir die Zehen anhaust, und das davorstehen unbequem ist. Dem ganzem Bild würde es guttun, wenn der Sockel (sockelblende) durchgehend wäre.

    4. Rückwand
    du hast die Rückwand oben in die Traverse eingenutet. Normalerweise ist die Rückwand weiter nach innen versetzt und an die Traverse geschraubt/getackert. Das hat u. a. den Grund, Unebenheiten an Wänden besser ausgleichen zu können.

    Alles in allem finde ich den Korpus etwas kompliziert gebaut. Hier mal ein Beispiel wie Küchenhersteller (und auch ich) Schränke bauen:
    Korpus.PNG
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. November 2018
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  5. tiepel

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    Hi,
    das Projekt werde ich auf alle Fälle weiterverfolgen.
    Sieht interessant aus.
    Ich würde das Ganze anders als Du angehen.
    Du baust offensichtlich nur einen Schrank, dann den nächsten usw.
    Ich würde nach der kompletten Planung immer gleiche Bauteile der gesamten Küche fertigen.
    Z. B. Erst alle Seitenteile der Korpusse (schreibt man das so?)
    Generell, alles was gleich ist, in einer Maschineneinstellung.
    Damit ist gewährleistet, dass gleiche Bauteile das (nahezu) exakt gleiche Maß besitzen.
    Das ist bei den Fronten wichtig, um eine stimmige Maserung und ein gleiches Farbbild zu bekommen .
    Gruß Reimund
     
  6. predatorklein

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    Moin

    Würde die Unterschränke aus Span machen , wie üblich .
    Und die Schubkästen auch .
    Hat sich gerade bei Küchenschränken bewährt .

    Die Fronten hätte ich selbst verleimt , mir wäre das Leimholz einfach viel zu " scheckig " .

    Der eingeleimte Nußbaumstreifen gefällt mir , ich baue öfters Hifi Regale aus Birke , da wird auch immer ein Nußbaumstreifen eingeleimt .

    Die 4 farblich etwas dunkleren FB kamen vom Kunden .
    Um " Geld zu sparen " .

    Und draufgestellt wird dann irgendein D/A Wandler für 1500 € .
    Oder ein modifizierter Swoboda CD Player für 3000 € :emoji_slight_smile:

    Hauptsache , was am FB gespart .

    Gruß
     

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  7. damadi

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    @Neige: danke für die guten Tipps - falls ich selbst mal eine Küche bauen muss, werde ich mich daran erinnern :emoji_slight_smile:
     
  8. wirklich_rainer_zufall

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    Vielen Dank für die Tips und Hinweise. Sogesehen gut das ich nach dem ersten Schrank und nicht nach dem zehnten Bilder eingestellt habe. Praktisch ist auch das der Schrank der linke Abschluss ist und rechts daneben der Spüler kommt. Dann fallen kleine Änderungen nicht auf.

    @Neige Danke dir, man merkt du hast einige Küchen Vorsprung. Beim Spaltmaß habe ich mich tatsächlich verrechnet. Ich habe umlaufend 5mm Überstand eingerechnet. In der Höhe passt das gut, man sieht 8mm Korpusholz zwischen den Schubladentüren. In der Breite habe ich nicht bedacht das zwei Schränke sich ja nicht eine Mittelwand teilen. Da muss ich bei den nächsten Schränken viel breitere Fronten nehmen. Ganz verstecken möchte ich den Korpus aber auch nicht, ist ja auch "richtiges" Holz.

    Die Stege habe ich bewusst so gewählt, finde ich schöner. Unterflurauszüge habe ich mir auch angesehen und die würden optisch mehr hermachen und stabiler sein. Leider gibt es einen Haken. Bei der untersten Schublade verschenkt man 4,5cm an Höhe laut Montagezeichnung. Ziel ist es aber so viel Stauraum wie möglich zu schaffen.

    Den Sockel habe ich extra so gemacht da mir die gängigen Varianten aus den Möbelhäusern nicht gefallen. Natürlich lässt es sich nicht so gut verstellen. Doch das habe ich nicht so oft vor. Und wenn man Monate benötigt alles zu bauen machen ein paar Stunden mehr beim Aufbau auch nichts mehr. Das Problem mit den Zehen wird nicht kommen. Die bisherigen Möbel (viel aus den 20er Jahren) haben ausladende Füße und es ging bisher auch so ganz gut.

    Ich habe die Standardkorpusse von IKEA genau vermessen und studiert. Dort finde ich bringe die Rückwand keine zusätzliche Stabiliät in den Korpus. Deshalb habe ich die Rückwand eingeleimt. Meine Konstruktion ist etwas komplizierter das stimmt. Ich hoffe aber das es dadurch stabiler und langlebiger wird. Der Zeitaufwand ist minimal höher. Ein paar mehr Kekse einfräsen geht schnell.

    @tiepel Ich habe erstmal einen Schrank gebaut um zu testen ob alles so funktioniert. Zum Glück habe ich nicht alle Fronten auf einmal gemacht. :emoji_grin: Ich würde gerne alle Schubladen auf einmal machen, dann alle Türen und alle Korpusse. Leider ist der Platz das Problem. In der Werkstatt (Makerspace Leipzig) gibt es sehr viel, bis auf eins - Platz. Also werde ich weiterhin Schrank für Schrank bauen auch wenn es etwas länger dauert.

    Wegen der Wiederholgenauigkeit habe ich keine Sorgen. Bisher habe ich Plattenmaterial mit der Tauchsäge klein gemacht und dann auf einer Bosch PTS10 bearbeitet. Da hatte ich bei großen Teilen schon Probleme mit der Genauigkeit. In der Werkstatt jetzt steht eine Hammer Formatkreissäge. Auf einmal sind alle Probleme gelöst, selbst die die ich noch nicht kenne.:emoji_sunglasses: Das ist wirklich ein Traum, man stellt ein Maß ein und jedes Stück wird exakt gleich groß. Es hat jetzt auch alles einen rechten Winkel.

    @predatorklein Spanplatten mag ich nicht. Ein anderes Möbel fürs Kinderzimmer habe ich aus 18mm Multiplex gebaut und auf alle Kanten Birkenfurnier aufgebügelt und mit dem Bündigfräser angepasst. Was für eine Scheißarbeit! Das mache ich nicht mehr. Ein Tischler nimmt natürlich auch kein Bügeleisen.

    Und das Holz für die Fronten selbst zu verleimen ist zwei, drei Nummern zu hoch für mich. Da muss ich noch einige Möbel bauen und Erfahrung sammeln. Bisher habe ich erst zweimal kurz mit einem Abricht- und Dickenhobel gearbeitet. Insofern ist das jetzt ein Kompromiss aus Optik und Machbarkeit. Hilft ja auch niemanden wenn ich mich verzettel und es dann nicht fertig wird oder ich jedes zweite Teil versaue und ins Feuer geben muss.
     
  9. Neige

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    Das schwabbelige Zeugs kann auch keine Stabilität bringen.:emoji_wink:
    Vom Prinzip her auch nicht tragisch, denn Stabilität bringt ja die Verschraubung von Unterschänken untereinander und zur Arbeitsplatte.

    Wenn du erlaubst, noch ein Hinweis falls nicht schon bekannt zum Kochstellenschrank. Wenn du ein autarkes (Induktion)Kochfeld einbauen solltest, denke an die Einbautiefe des Kochfeld, dass ggf. ein Schutzblech darunter muss falls eine Schublade darunter soll und dass die Schublade dann nicht so hoch sein darf.
    Dann noch zur Einbautiefe. Mach die Traversen da nicht zu breit, oder lass sie gleich ganz weg, weil ein Induktionsfeld nach vorne und nach hinten Belüftung braucht.

    Versteh das bitte nicht als Belehrung wie du was zu bauen hast, aber ich denke einige Tipps und Hinweise können ja nicht schaden.
     
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  10. predatorklein

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    Hallo

    Ist wie bei Beton , es kommt drauf an , was man draus macht :emoji_slight_smile:

    Gruß
     
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  11. wirklich_rainer_zufall

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    Ich bin dankbar für jeden Tipp! Ich möchte tatsächlich ein Induktionsfeld einbauen und es wird auch ein autarkes Feld. Der Ofen wird trotzdem direkt unter dem Feld sein. Ich habe keine Kombination gefunden mit so einem Varioinduktionsfeld. Das ich Platz drunter lassen muss war in der Zeichnung vermerkt. Der Schrank bekommt keine Rückwand. Wenn ich recht gerechnet habe müsste dann unter den Ofen noch eine Schublade mit 19 oder 20 cm Höhe passen. Allerdings ist mir noch nicht bewusst das man von vorne belüften muss. Sieht ja optisch nicht so schön aus. Muss ich mich auf jeden Fall belesen.
     
  12. wirklich_rainer_zufall

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    Spanplatten sind ja nicht per se schlecht und haben auch viele Vorteile. Es verzieht sich nichts, kann jedes gewünschte Dekor bekommen, ist unschlagbar günstig, lässt sich wunderbar automatisiert verarbeiten usw. usf. Auch ist der Designer nicht mehr an traditionelle Regeln gebunden. Aus Sicht eines Möbelproduzenten ein Traum. Und sehr günstige Möbel aus Spanplatten haben auch dazu geführt das sich wirklich jeder gut einrichten kann. Diesen Luxus gibt es erst seit einer Generation. Zuvor waren Möbel, gemessen am Nettogehalt der jeweiligen Zeit um ein vielfaches teurer. Ich war ganz überrascht als ich Vergleichspreise aus 1920, 1950 und 1970 fand wieviel Möbel oder ein Fernseher damals kosteten.

    Und trotzdem mag ich die Spanplatte nicht. Richtiges Holz mit all seinen Nachteilen fässt sich gut an, riecht gut, sieht viel besser aus und soll gut für das Raumklima sein. Leider alles sehr teuer - also selber machen. :emoji_slight_smile:
     
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  13. tiepel

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    Hi,
    Dein Beispiel zeigt, dass ein Schrank, als Prototyp sozusagen, nicht verkehrt ist.
    Platz ist natürlich ein Problem. Aber vielleicht macht es ja Sinn, zumindest den Zuschnitt für gleiche Teile in einem Arbeitsgang zu erledigen. Die Lagerfläche dafür hält sich ja in Grenzen.
    Das Risiko, alles zu verschneiden, besteht natürlich.
    Gruß Reimund
     
  14. Neige

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    Ist ja bei autark betriebenen Geräten nicht zwingend erforderlich. Wichtig ist, die vorgeschriebenen Abstände von Kochfeld und Backofen einzuhalten. Die können je nach Hersteller variieren. So kann es sein, dass z. B. bei darunterliegenden Schubladen die Platte ab 20mm Stärke vorgeschrieben ist, während bei einem Backofen darunter die Platte mind. 30mm stark sein muß.
    Hier mal ein Beispiel:
    Backofen.PNG
    Bildquelle: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    Zum Backofen unter dem Kochfeld noch ein Hinweis. Viele Backöfen sind mittlerweile mit Displays ausgestattet, was die Sicht von oben erschwert, man muss jedes mal in die Knie um das ablesen zu können. Hier wäre zu überlegen, den Backofen in einem Hochschrank vorzusehen, und dafür den Kochstellenschrank mit Auszügen auszustatten.

    Kommt ganz auf die Korpushöhe an.
    Das Gebläse braucht eine Belüftung nach vorne raus, den Spalt sieht man bei vorgezogener Arbeitsplatte fast nicht, da reichen ja die 5mm Spaltmaß aus.

    Auf jeden Fall sei angeraten, die Montagehinweise der Geräte genau zu studieren, bevor du den Schrank baust.

    Das ist schon richtig, nur sei da doch angemerkt, dass Hersteller wie z. B. Team 7 bei Leimholzplatten, aus dem die Korpusse hergestellt sind, auf höchte Qualität achtet, zudem sind bei vielen Hersteller die Massivholzküchen produzieren Fronten aus Dreischichtplatten von guter Qualität und das, inklusive hochwertiger Beschläge, schlägt sich im Preis nieder.

    Manch einer, der dann die Küche selbst baut, greift eben aus Kostengründen nicht aus hochwetigen Materiealien und wundert sich nacher, dass alles krum und schief ist, das aber nur nebenbei mal erwähnt.

    Darf ich noch fragen welche Form die Küche (1-Zeiler, 2-Zeiler U od. L......)hat?

    Ich werde jedenfalls deinen Tread aufmerksam verfolgen und wünsche dir ein gutes Gelingen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. November 2018
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  15. Túrin

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    Ausser Respekt vor Deinem Küchenbau kann ich nichts beitragen. Bin aber am weiteren Fortschritt sehr interessiert.
     
  16. Holzrad09

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    Hallo
    Ich hätte zwar auch einiges anders gemacht, aber angesichts oben stehenden Zitates gibt 's dafür 'nen Daumen hoch ! :emoji_thumbsup: :emoji_wink:
    LG
     
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  17. wirklich_rainer_zufall

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    @Neige Zwischen Unterkante Kochfeld und Backofen hatte ich bisher 5cm vorgesehen. Einen kleinen Lüftungsschlitz einzuplanen ist sicher kein Problem, die 5mm sieht man ja wirklich nicht. Die Arbeitsplatte steht 2cm über und wird das gut verdecken. Ein Hochofen :emoji_grin: scheidet aus, das klaut zu viel Arbeitplattenfläche. Es wird nur eine kleine Küche, eine Zeile mit 3m Länge plus ein Eckschrank für Vorräte auf der anderen Seite. Wenn ich noch Muße habe möchte ich im gleichen Design einen Tisch fertigen. Aber erstmal die Küchenzeile fertig bekommen.

    Zum Thema Holzqualität bei gekauften Küchen noch ein Wort. Ich habe mir zwei Modelle im Laden angesehen und man sieht den Aufwand der dort getrieben wird damit sich nichts verzieht. Ich hatte beim lokalen Holzhändler nach Dreischichtplatte Birke gefragt und den Preis für 5mm Leisten für die Kanten. Preislich wären es nochmal 1000-1200 EUR mehr für das Material. Was mich aber abschreckt ist der ernorme Aufwand. Wenn ich das richtig verstanden habe nehmen die Hersteller Dreischichtplatten und bekleben die Sichtkanten umlaufend mit Echtholzleisten. Ich denke nicht das ich das so in endlicher Zeit umsetzen könnte. Daher nehme ich mit "einfachen" Leimholzplatten vorlieb. Ob es gutgeht wird man sehen. Es werden sieben Schubladen mit vollflächigen Fronten die sich verziehen könnten. Ich hoffe die Gratleiste hilft etwas, geht aber nicht ganz durch. Die Fronten für die Oberschränke und zwei Türen unten werden in Kasettenbauweise gefertigt. Da hoffe ich kommt es nicht zum Verzug. Ich habe schon eine Probetür für einen Schreibtisch gebaut und das hält seit August und hat sich noch nicht verzogen.

    @Holzrad09 und @Túrin Danke euch!
     

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  18. Neige

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    Auf jeden Fall bin ich schon gespannt wie es fertig aussieht.
    Weiterhin viel Erfolg.:emoji_thumbsup:
     
  19. wirklich_rainer_zufall

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    Oh ja, ich bin auch gespannt ob es klappt. Im Moment sind es nur Bleistiftlinien auf orangenem Millimeterpapier. Da passt noch alles.:emoji_sunglasses:
     
  20. joh.t.

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    Wird hier gebaut oder geschrieben??
     
  21. bello

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    Zumindest wird Hilfe angeboten.


    Hallo,

    zu Spanplatten wurde schon einiges geschrieben. Egal wie labbrig so ein Korpus manchmal sein mag, wenn alles untereinander verbunden und mit der Arbeitsplatte, dann steht es stabil.

    Vielleicht hast Du noch nichts von Leimholz mit durchgehenden Lamellen gehört, gibt es eben nicht in Baumärkten, es würde Dir aber zu dem oben von Neige beschriebenen Frontbild verhelfen. Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar. , kann man über den Fachhandel bestellen. Meist arbeiten auch örtliche Baustoffhändler mit guten Lieferanten zusammen.

    Bei den Unterflurauszügen und den 4,5 cm muss Deinerseits ein Verständnisfehler vorliegen. Das geht eindeutig geringer.

    Gruß
     
  22. wirklich_rainer_zufall

    wirklich_rainer_zufall ww-eiche

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    Die Holzsorten habe ich verglichen. Birke mit durchgehender Lamelle gäbe es für 62 EUR/m² in A/B. Leider in einem sehr großen Format wo meine 140cm Schiene für die Tauchsäge nicht mehr ausreicht um es handlich zu machen. Das ist mir leider zu groß. Und so habe ich einen Markt gefunden wo ich keilgezinkte Platten (Birke) in klein bekomme für 35-40 EUR/m². Damit kann ich leben auch wenn es nicht das Optimum ist.

    Die ganzen Beschläge, Füße uns Scharniere habe ich bei SO Tech gekauft. Dort findet man folgende Montageanleitung: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
    Dort steht mindestens 41mm Platz zur Unterkante. Ein paar Millimeter Reserve hätte ich zugegeben und käme somit auf 4,5cm. Oder habe ich das falsch verstanden?
     
  23. predatorklein

    predatorklein ww-robinie

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    Moin

    Wenn der Korpus " labbrig " ist , liegt es an der Konstruktion :emoji_wink:
    Selbst bei relativ teuren Küchen aus dem Küchenstudio sind die Schränke oft relativ lieblos zusammengeklatscht .

    Mir reicht ehrlich gesagt eine Küche wie auf dem Bild .
    Nervt mich die Küche nach 3 Jahren werden mit extrem geringem Aufwand und niedrigen Kosten einfach 20 neue Fronten angefertigt .

    Und meiner Freundin gefällt es auch , daß man verdammt einfach der Küche ein neues Gesicht verpassen kann :emoji_slight_smile:

    Gruß
     

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  24. ChristophW

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    Man kann auch erst mal bis zur Mitte sägen, dann die Schiene versetzen und den Rest durch, muss ja zum zerteilen nicht auf den Millimeter genau sein. Es wirkt doch (gerade für die Fronten) sehr viel ruhiger. Kostenmäßig ist eine große Platte auch meist günstiger, wenn du noch die ganze Zeit die du da reinsteckst mitrechnest relativiert es sich doch schnell.

    Ansonsten ist das doch die optimale Ausrede sich eine längere Führungsschiene zu gönnen :emoji_wink:
     
  25. ChristophW

    ChristophW ww-robinie

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    Nee.... das ist doch der Bohrlochabstand! Es steht zwar der genaue Abstand nicht dabei, aber ich würde mal schätzen das man so ca. 2 - 3 cm Höhe hat, abzüglich 1 - 1.5 cm für den genuteten Boden bleiben so ca. 1 - 1.5 Luft, schau dir mal hier http://www.lignoshop.de/movento-vollauszug-40-kg-blumotion.html Bild 3+4 an, da wird es etwas klarer wie die Konstruktion funktioniert. Dort ist der Schraubabstand z.B. 38mm (Bild 3) bei 28mm gesamthöhe.
     
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