Ein Versuchsaufbau: Dübelbohrungen mit der Kopierhülse

idasenpop

ww-ulme
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Hallo zusammen,

ich habe etwas ausprobiert, zwar mit mäßigem Erfolg, möchte aber trotzdem darüber berichten.

Ausgangspunkt war die Idee eine Kopierhülse von der Oberfräse an einem mobilen Bohrständer zu befestigen,
um mit Hllfe einer Schablone passgenaue Dübelverbindungen herstellen zu können.

Mit der Oberfräse funktionieren Dübelbohrungen ja sehr gut, nur ist die Tiefe der Bohrungen vom Hub der Fräse
und der Fräserlänge abhänging. Darüber hinaus sind Dübelbohrer für die Fräse relativ teuer und bei einem Duchmesser
von 10mm ist zumindest für die 8mm Spannzange Schluss.

Also warum nicht die Kopierhülse an einen Bohrständer schrauben und dann mit einer Schablone fast beliebige und tiefe Dübelbohrungen herstellen?

Angefangen habe ich mit einer 3d-gedruckten Adapterplatte die sich unter den Bohrständer schrauben lässt.
An der Platte wird die Kopierhülse verschraubt und vorher mit einem Zentrierdorn zentriert.
Dabei zeigte sich schon, dass mein Bohrständer einige Zehntel Spiel hat.

Dann habe ich zum Test eine Schablobe mit 20mm Löchern für die 20mm Kopierhülse gedruckt und ein Anschlagholz drangeschraubt,
um immer gleich von der Werkstückkante referenzieren zu können.

Der erste Test war ein Holzgestell mit 32 Bohrungen und das Bohren an sich hat gut und schnell funktioniert.
Es zeigte sich aber auch, dass das Spiel in der Führung sich in der Position der Bohrung deutlich auswirkt.
Viele Bohrungen waren deutlich als außermittig gebohrt zu erkennen, die Dübel haben trotzdem gepasst.
Die Teile ließen sich aber nicht, wie gewünscht, an der Referenzkante bündig zusammenfügen.

Das Gestell habe ich dann nicht fotografiert und entsorgt, habe jetzt aber von einem Teststück Fotos gemacht.
Erstaunlicherweise sind die Bohrungen besser geworden -> Vorführeffekt.

Die Abweichungen kommen aus dem Spiel des Bohrständers, da bin ich mir sicher und bei meiner Variante
mit Bohrfutter wird der Hebel mit dem zusätzlichen Gewicht des Akkuschraubers am Ende natürlich groß.
Der Ständer ist für solche "Spielchen" einfach nicht gemacht.
Die Idee das Spiel mithilfe von Kugelspannschrauben zu redzuieren haben ich wieder verworfen,
da mir die ganze Konstruktion doch ein wenig unhandlich ist.
Es wäre besser eine Art langsam drehenende, kompakte Oberfräse mit 2-3cm mehr Hub zu haben, oder eben einen Duodübler. :emoji_wink:

So ganz falsch finde ich die Idee aber nicht, man könnte schließlich auch eine 30er Kopierhülse nehmen und dann mit einem
Forstnerbohrer arbeiten.

Natürlich sind auch Dübelbohrhilfen eine Alternative, sind ja zu genüge beprochen.

Was meint ihr dazu? Hat von euch schonmal jemand ähnliches probiert?

Besten Gruß
Victor
 

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Avogra

ww-esche
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Hallo Victor,
Ich hab mir gerade erst einen Bohrständer gekauft und suche diverses Zubehör, u.a. Forstnerbohrer, und da ist dein Bericht als erstes aufgepoppt. Mir ist direkt eine Idee eingefallen: Wenn du den Ständer eh schon mit 3D-gedruckten Teilen erweiterst, dann könntest du das Spiel gut eliminieren, indem du oberhalb der Kopierhülse noch eine Führung für den Bohrer selbst einbaust. Dann kann das Futter so viel wackeln wie es will. Ich hab mehrere von diesen Sets, also die Variante mit allen Größen von 3..10mm: https://de.aliexpress.com/item/1005004780286499.html. Die haben minimales Übermaß, aber noch so wenig, dass es für Dübel sehr gut passt.
Eine Aufnahme dafür oberhalb der Kopierhülse einbauen. Und wenn du nach dem Einspannen des Bohrers den oberen Anschlag tief genug einstellst, dann verlässt der Bohrer auch nie die Hülse, so dass du nicht neu einfädeln musst.
Als nächstes noch ein Anschluss für den Sauger und die Reihen gehen nochmal etwas flotter, weil du nicht zwischenrein weg pusten musst.
 

idasenpop

ww-ulme
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Vielen Dank für dein Mitdenken!
Damit könnte man den Aufbau sicher noch verbessern, allerdings wollte ich mit Absicht auf die Bohrhülsen verzichten, um eben größere Freiheit beim Bohrerdurchmesser haben zu können.

Ich hab aber auch den Fehler gemacht Holzbohrer mit Zentrierspitze zu benutzen. Da wäre ich mit Metallbohrern vielleicht besser „gefahren“.
Insgesamt ist mir der Aufbau auch zu hoch, da sind diese Einhandmaschinen schon deutlich benutzerfreundlicher und schneller im Handling.
 

Avogra

ww-esche
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Also in dem Set sind alle ganzen Größen von 3mm bis 10mm drin, eine rausschrauben, andere rein schrauben. Denke das sollte alle Anwendungsfälle abdecken. Aber klar, wenn es zu hoch aufbaut, ists natürlich auch unpraktisch. Der obere Anschlag hilft auch nicht, dass es handlicher bleibt?

Naja, ich fand den Gedanken ganz cool und will noch nicht ganz wahrhaben, dass er nicht praxistauglich ist X-)
 

idasenpop

ww-ulme
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Also in dem Set sind alle ganzen Größen von 3mm bis 10mm drin, eine rausschrauben, andere rein schrauben. Denke das sollte alle Anwendungsfälle abdecken. Aber klar, wenn es zu hoch aufbaut, ists natürlich auch unpraktisch. Der obere Anschlag hilft auch nicht, dass es handlicher bleibt?

Naja, ich fand den Gedanken ganz cool und will noch nicht ganz wahrhaben, dass er nicht praxistauglich ist X-)
Ja da hast du natürlich recht, damit deckt man das meiste ab. 12mm wäre sicher auch nicht schlecht für etwas stabilere Verbindungen.

Bei einem Bohrständer mit Eurohalsaufnahme und ohne Bohrfutter ist es sicher besser, da weniger hoch, aber dafür habe ich keine Maschine und ich wollte das System gerne ohne Netzstrom betreiben können.

Ich teile deine Meinung voll und ganz, aber wahrscheinlich ist der Ständer einfach das falsche Ausgangskonstrukt. Es müsste kompakter sein, eben wie eine kleine Oberfräse.
Aber du kannst mit der Schablone eben freie Dübelabstände wählen und bist nicht an ein 32er Raster o.ä. gebunden. Das finde ich auch richtig praktisch.
 
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