Ein neues Bett

borisffm

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Hallo,

Ich plane gerade ein Bett zu bauen. Die Idee habe ich im Netz gefunden und ein wenig überarbeitet.

Das Gestell und Betthaupt plane ich aus Eiche, ich habe noch paar Bohlen liegen. Die Bohlen sind nicht optimal, was Verzug angeht, deswegen habe ich in der Konstruktion Gratleisten vorgesehen.
Die Latten will ich aus MPX herstellen, evtl. HPL-Beschichtet.
Ich habe Bilder von erstem Entwurf angehängt.

Was meint Ihr darüber?

Gruß

Boris

bett1.jpg bett2.jpg bett3.jpg bett4.jpg
 

dascello

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Ungewöhnlich, Latten längs und ohne Wangen. Müsste ich drüber nachdenken. Allerdings schmerzen mit die Schienbeine jetzt schon, wenn ich diese Holzspieße sehe, wo sonst das Fußteil ist.
 

dascello

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In jedem Fall sollten die MPX-„Latten“ höher sein. So 80 mm. Das könnte sonst doch noch durchhängen. Außerdem stärkt das, bei größerem Ausschnitt, auch die Verbindung zu den massiven tragenden Elementen gegen das Wackeln in der y-Achse
 

sonicbiker

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Moin,
MPX als Lattenrost halte ich für nicht so sinnvoll, weil nur die Hälfte das Materials die passende Faserrichtung hat, die für die Tragfähigkeit sorgt. Manche halten MPX natürlich für schick...aber davon sieht man unter der Matratze nichts.
Viele Grüße, Wolfram
 

borisffm

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Hallo,

Danke für eure Kommentare.

Die Konstruktion ist nicht wirklich ungewöhnlich. Es gibt viele industriell hergestellte Modellen, die Latten längst haben. Ich glaube, dass es aus Japan kommt und ist eine Weiterentwicklung von Tatami / Matratze auf beheiztem Boden.
Gewöhnlicher Lattenrost hat, denke ich, zwei Funktionen. Federung und Luftzirkulation für die Matratze. In meiner Konstruktion bleibt nur Luftzirkulation. Liegekomfort soll dann zu 100% Matratze erledigen.

@dascello : Ich verändere die Lattenabmessungen. Das macht natürlich Sinn.

@Peter Schiendzielorz : Darüber habe ich gar nicht gedacht. Viele ähnliche Konstruktionen haben auch nichts dafür, und ich denke, dass die Matratze nicht verruchten wird, wenn aber doch, dann kann man etwas überlegen. Flüssiggummi zum Beispiel.

@sonicbiker . Ich habe für MPX entschieden, weil es einfach zu beschaffen ist und Händler, wo ich meistens einkaufe, wird für mich auch Zuschnitt erledigen. Alternativ wäre möglich noch die Latten aus Nadelholz, zum Beispiel, herzustellen. Das ist dann Bauholz und es ist ziemlich kompliziert mehr oder weniger gerade Latten zu finden. Ich habe bis jetzt keine Händler gefunden, der mir so was anbieten kann.

@teluke Ich denke, dass bei richtiger Dimensionierung von Latten und Verbindungen, wird es genug stabil. Alternativ kann man noch die „Gestellteile“ zusammen verbinden. Das kann man aber auch nachträglich machen.


Boris
 

ger-247

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Moin,
denkst du bei MPX an Standardabmessugen 18 bzw 19 mm? Das halte ich für zu dünn. Nicht wegen der Stabilität, sondern ich hätte eher bedenken, dass die Matratze zu wenig Auflagefläche hat und zwischen die Leisten gequetscht wird und wohlmöglich Schaden nimmt.
In deiner Zeichnung sind das gerade mal auf die Breite des Bettes von 120cm gesehen 26cm Auflagefläche und gut ein Meter Luft.

Grüße Guido
 

fragnix

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Soll das noch ein Lattenrost drauf (ich denke nicht)? Ansonsten fehlt doch sowohl die Federwirkung der Latten, auch auch deren mittige Unterstützung.

Lattenroste gibt es doch ständig kostenfrei am Sperrmüll, immer wieder in sehr guter Qualität.
 

dascello

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Ich bin da beim TE. Lattenroste werden überbewertet. Ich schlafe schon lange auf einer Matratze, die auf hochkant montierten 6 x 4 cm Kanteln lagert.
Seitdem geht es meinem Rücken.....besser.

Aber es ist richtig: 80 x 35 mm Vollholz wäre ein gutes Maß.

Der nette Schreiner um die Ecke hobelt sowas aus. Kostnitviel.
 

Hondo6566

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Seh nur ich das so oder ist das wirklich eine Fehlkonstruktion?
Nur weil es vieleicht schick aussieht muss es nicht praktisch sein. Form follows function heißt es und nicht umgekehrt.
 

Hondo6566

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Kein Urteil, eine Frage.
Die Leisten werden sich durchbiegen, wenn diese um 90Grad gedreht wären wäre die Durchbiegung geringer.
 

dascello

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Kein Urteil, eine Frage.
Die Leisten werden sich durchbiegen, wenn diese um 90Grad gedreht wären wäre die Durchbiegung geringer.
Ich glaube nicht, dass Bretter von 80 x 35 Hochkant (z.:emoji_sunglasses: unter der lastverteilenden Matratze nennenswert durchhängen. Womit ich dir aber Recht gebe: Lohnt das? Man sieht das Coole daran ja gar nicht.
 

Besserwisser

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Ich finde den Entwurf sehr interessant.
Lattenrost et al. wird mehr als überbewertet, da gibts interesannte Studien zu.
Ich denke, dass die 60mm ausreichen. Die freie Länge liegt ja nur bei deutlkich unter anderthalb Metern.
Aber: Die Frage ist tatsächlich, wo die Längsstabi her kommt. Da gäbe es zB als Möglichkeiten:
-Verschrauben der Spanten von oben
-Knappe Passung-> viel Reibung
-Starke "Verzahnung", also mehr Höhe als die 60mm zwischen Fuß und Spant
 

borisffm

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Kein Urteil, eine Frage.
Die Leisten werden sich durchbiegen, wenn diese um 90Grad gedreht wären wäre die Durchbiegung geringer.
Hallo Andreas,

Multiplex Hochkant gestellt wird sich unwahrscheinlich durchbiegen.
Hallo Andreas,
ich glaube da siehst du was falsch. Es ist vorgesehen das die eisten 60/80mm hoch sind und 2-3 cm breit. Die sind also vom Querschnitt hochkant.

Es grüßt Johannes
Abgebildet sind die Leisten 60x20mm. Wenn ich bei MPX bleibe, verändere ich die Dimension bis auf 80x20+ oder nehme ich mehr Leisten und bleibe bei 20mm. ich weis noch nicht was besser wäre. Alternativ habe ich noch über Furnierschichtbalken 70x42 gedacht. Gibt es bei Hornbach und die sind gerade.
https://www.hornbach.de/shop/Furnierschichtholz-42x70x2400-mm-WoodPro/5506218/artikel.html
Boris
 

Hermann82_94

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Soll das noch ein Lattenrost drauf (ich denke nicht)? Ansonsten fehlt doch sowohl die Federwirkung der Latten, auch auch deren mittige Unterstützung.

Lattenroste gibt es doch ständig kostenfrei am Sperrmüll, immer wieder in sehr guter Qualität.
Die neuen Matratzen sind meistens so, dass sie die Federung übernehmen, da sind super tolle Lattenroste für ein Haufen Geld sogar Kontraproduktiv. Man braucht ihn eigentlich lediglich für die Lüftung.
Wenn es sauber gemacht ist und noch Streben für die Steifigkeit zwischen Kopf- und Fußteil drin sind sehe ich auch kein Problem zwecks Stabilität.
Ich würde mich bezgl. der Auflagefläche mal im Matratzenhandel erkundigen, ob das reicht oder die Leisten zu schmal sind...
 

borisffm

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Wegen Auflagefläche habe ich auch schon nachgedacht. Ich habe für mich vor einem Jahr selber Lattenrost (wegen Rückenproblemen) gebaut. Auflagefläche wurde ca. 50%. Bei der Konstruktion was jetzt plane habe ich mit ca. 40% angefangen. Danach sah ich dieses Model: https://www.betten.de/metallfreies-bett-innovatives-stecksystem-tojo-parallel.html und habe Auflagefläche reduziert (bis auf 26%). Bett ist 1m breit.

Boris
 

Hondo6566

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Jedes Material biegt sich durch wenn es keine flächige Auflage hat. Die Höhe der Durchbiegung wird im wesentlichen vom Randfaserabstand, dem Elastizitätsmodul und dem Biegemoment abhängen. Da können die Leisten auch doppelt so hoch sein, eine Durchbiegung gibt es immer. Und je weiter weg die Auflagepunkte sind desto größer das Biegemoment. Die Frage ist ob die Durchbiegung im relevanten Bereich liegt oder zu vernachlässigen ist. Das ganze nennt sich auch Hookesche Gesetz.
Sollte dem einen oder anderen was sagen.
 

borisffm

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Aber: Die Frage ist tatsächlich, wo die Längsstabi her kommt. Da gäbe es zB als Möglichkeiten:
-Verschrauben der Spanten von oben
-Knappe Passung-> viel Reibung
-Starke "Verzahnung", also mehr Höhe als die 60mm zwischen Fuß und Spant
Verschrauben will ich nicht. Ich plane es um mit starkem Verzahnung und höhere Leisten

Ich sehe aber ein anderes Problem beim Verzahnung. Alle ähnliche Projekte, was ich gesehen habe, wurden vollständig aus MPX gemacht. ich will "Gestellteile" aus Massivholz bauen. ich befürchte, dass wegen seitlichen Druck auf die "Zähne", können die abgebrochen werden. Das ist so was wie Zinken quer zur Faser.

Boris
 
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Hallo,
bei dieser Diskussion stelle ich mir schon lange die Frage: Ist es denn wirklich sinnvoll, ein dynamisch belastetes Möbel mit derart vielen stramm sitzenden Passungen (Holz an Holz) zu konstruieren? Sollte man nicht gerade solche Passungen auf ein Minimum reduzieren, um das Entstehen von Knarzgeräuschen zu vermeiden?
Gruß
 
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