Eichen Terrasse, wie schleifen und pflegen?

faido

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Hallo, ich habe eine terrasse aus ca 3cm dicken Eichen Bohlen. Diese wurden luftgetrocknet und sinnd dementsprechend teilweise etwas rissig etc. Wir haben die Bohlen bisher erstmal nur mit 60er geschliffen was schon ein erstaunlich angenehmes Ergebnis gebracht hat.

Was sollten wir nun.zur Pflege beachten? Feiner schleifen, damit die Oberfläche dichter ist gegen das Wetter? Macht ölen sinn, oder sollte man es glrich lassen weil man das dann immer wieder machen muss?

Was ist mit den kleinen Oberflächen Rissen, dort kann ja Wasser tiefer eindringen, sollte man diese mit sägemehl/leimpaste schließen? ich befürchte das wird durch die Holzbewegubg eh wieder reißen. :emoji_thinking:

Die Terrasse hst keine Überdachubg aber ist von unten komplett belüftet, wir haben sie dieses Frühjahr gebaut
 

carsten

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Hallo

nutzen. Auf keinen Fall die Risse oder sonstige Fugen mit was auch immer zuschmieren. Absplitterungen am Rand kann man mit scharfem Messer oder Schleifpapier entfernen, bzw glätten. Besen, Spachtel bereitliegen haben um Blätter usw die sich in Ecken und Fugen sammeln zu entfernen, damit sich keine Staunässe bildet. Alles andere finde ich für Holz am Boden draußen mehr oder weniger sinnlos.
 

WinfriedM

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Was sollten wir nun.zur Pflege beachten? Feiner schleifen, damit die Oberfläche dichter ist gegen das Wetter? Macht ölen sinn, oder sollte man es glrich lassen weil man das dann immer wieder machen muss?
Machen müsste man nichts. Aber mein Eindruck ist, dass ein einmaliges Ölen einen gewissen positiven Effekt hat. Es hat zwar den Anschein, dass es wenig bringt, weil es nach 2-3 Jahren abgewittert ist. Aber ich glaube, es wirkt tiefer im Holz noch deutlich länger und verringert die Feuchteaufnahme. Dafür muss es aber ein wirklich gut einziehendes Öl sein. Im einfachsten Fall wäre das simples Leinölfirnis.
 

WinfriedM

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Wäre da nicht rohes Leinöl (also ohne Sikkative) besser geeignet? Das müsste doch tiefer einziehen, da es langsamer trocknet?
Eigentlich ja (also gereinigte Lackleinöl), Problem dabei ist aber, dass der Regen es wieder ausspült. Dauert ja ewig, bis es trocken ist.

Wenn die Terrasse für 2 Wochen trocken bleibt und ordentlich besonnt wird, könnte es gehen.
 

VeronikaW

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@carsten Ich häng mich hier mal an, weil der Fred noch aktuell ist. Wir sind gerade dabei eine Bambusterasse abzuschleifen. Da hatte ich mir eingebildet das Holz vergrauen lassen zu können... Nachahmung kann ich echt nicht empfehlen. Barfuß laufen auf den Dielen ging mittlerweile gar nicht mehr. Man holte sich ratzfatz fiese feine Splitter.
Nun haben wir auch in einigen Dielen lange Risse, die wir mit 2K Holzkitt verschließen wollten, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann. Deswegen würde mich jetzt interessieren, warum du auf keinen Fall Risse zuschmieren würdest, also welche Nachteile das mit sich bringt. Oder geht es schlicht darum, das es eh nicht hält und man dann nur kleinere Risse hat, die dann potentiell schlechter abtrocknen?
 

carsten

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Hallo

richtig es gibt für bewitterte Holz Flächen im Außenbereich (und da zähle ich jetzt Bambus als Gras einfach auch mal dazu) keine Dichtmasse die da funktioniert
 

WinfriedM

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Man könnte das schon machen und z.B. mit Epoxidharz Risse auffüllen. Es gibt aber zahlreiche Problempunkte. Schmierst du nur 2K-Spachtel rein, wirst du nie durch den ganzen Riss in der Tief kommen und die Klebewirkung wäre sehr gering. Holz arbeitet und es reißt dir direkt wieder auf. Dann hast du einen etwas schmaleren Riss daneben, der vielleicht noch schlechter abtrocknet. Wenn du es wirklich gut machen willst, müsste der ganze Riss mit Epoxy gefüllt werden. Das ist aber nicht einfach, dafür müsste man die Diele demontieren, sonst läuft es dir unten durch. Und dann hat man auch durch fast jedes Füllmaterial eine wasserundurchlässige Sperrschicht im Holz, was der Abtrocknung auch entgegenwirken kann.

Gibt auch Hölzer, die so viel Kraft entwickeln, dass selbst Epoxy wieder reißt. Wobei man Epoxy noch etwas füllen könnte mit Glasfaserschnipseln. Das wirkt verstärkend.

Da hatte ich mir eingebildet das Holz vergrauen lassen zu können... Nachahmung kann ich echt nicht empfehlen. Barfuß laufen auf den Dielen ging mittlerweile gar nicht mehr.
Ob das mit Öl wirklich besser wird, wäre da auch noch die Frage. Ich würde erstmal tiefergehend imprägnieren und dann ein schichtbildendes Öl auftragen. Schichtbildend wäre z.B. Osmo Terrassenöl.
 

VeronikaW

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@carsten Danke! Dann weiß ich, auf was ich mich einstellen muss und werde mir gegebenenfalls das Verspachteln der kleinsten Risse gleich schenken. Mit den größeren Schadstellen muss ich leide was tun oder neue Dielen legen. Hach, ist das so schön einfach mit Dielen im Innenbereich. Da spachtel ich was von meinen Wachsstangen rein und fertig.

@WinfriedM Ich hatte ein paar Jahre brav geölt. Kann natürlich sein, das das Material da einfach noch nicht so bewittert war und deswegen fußtauglich. Das Splittern fing erst an, nachdem ich mit dem Ölen aufgehört hab. Die Terrasse ist mittlerweile knapp 14 Jahre alt.

Imprägnierung ist jetzt ein ganz neues Thema für mich. Was nimmt man optimalerweise dafür? Ich hab jetzt von aMBooo Bambus-Pflege-Öl gekauft. Da heißt es, es schütze auch vor Witterungseinflüssen. Als schichtbildend wird es auch bezeichnet. Sollte ich zuvor noch was Anderes auf die frisch geschliffenen Dielen auftragen?

Die Risse sind übrigens nicht durch die ganze Diele, sondern oberflächlich. Ich hab mal versucht das zu fotografieren.

Anhang anzeigen IMG_0168.MOV

An einer Stelle hat es tiefere Abplatzungen, also ne regelrechte Furche im Holz.

Anhang anzeigen IMG_0169.MOV

Der Gedanke war in der Tat das mit 2K Holzkitt auszuspachteln. Nach Epoxi hatte ich auch geschaut, aber bei der Preisdifferenz (repair care), war ich eher zurückhaltend. Wenn der Kit für 30 Euro nicht hält, na gut, ist doof. Aber bei Repair Care legt man erst mal 60 Euro fürs Grundmaterial hin, dann soll man eigentlich noch grundieren, wieder 30 Euro, dann mag man das evtl. nicht in durchsichtig und schon ist man wieder 60 Euro los und eigentlich bräuchte man auch noch das Dosierteil und schwups hatte ich über 200 Euro im Warenkorb. Das wär dann ärgerlich für: Hält auch nicht.
 

WinfriedM

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Aber bei Repair Care legt man erst mal 60 Euro fürs Grundmaterial hin
Das geht aber auch sehr viel billiger. Die passenden Lieferanten für Epoxidharz sind r-g.de, hp-textiles.com oder epodex.com.

Lad besser mal ein paar Bilder hoch, deine Videos scheinen nciht unterstützt zu werden, ich kann die nicht anschauen.
 

VeronikaW

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:emoji_frowning2: Ich bin nicht wirklich IPhone-tauglich. Das Teil macht beim Fotografieren immer auch so ein kurzes Video. Ich wollte eigentlich die dazugehörigen Bilder hochladen, aber das Format des Iphones hat das Forum nicht erkannt, die Videos schon. Ich schau mal, das ich die Bilder umformatiert und dann hochgeladen bekomme.

IMG_0168.jpg IMG_0169.jpg

So besser?

Oh und danke für die Quellenangaben zum Epoxidharz!
 

WinfriedM

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So oberflächlich fehlendes Holz, wie auf dem zweiten Bild, kannst du problemlos mit Epoxy ausspachteln. Damit das länger hält, würde ich es noch braun oder grau einfärben. Und du kannst da als Füllstoff ordentlich Schleifstaub einmischen.

Wichtig bei Epoxy: Auf Arbeitsschutz achten, mindestens doppelt Einweghandschuhe aus Nitril tragen und alle 30min wechseln. Du brauchst auch eine Feinwaage mit 0,01 g Auflösung und musst penibel genau das Mischungsverhältnis einhalten. Und dann auch sehr gut vermischen. Zuerste Epoxy gut vermischen und dann kannst du schrittweise Füllstoffe zufügen und nochmal mischen.

Hier hatte ich mal ein paar Tipps zusammengeschrieben:
* http://www.wikidorf.de/reintechnisch/Inhalt/Epoxidharze
 

SebastianThiel

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Es ist nicht nötig, eine Waage zu kaufen, die zwei Stellen hinter dem Komma ausgeben kann.
Erstens ist Epoxidharz nicht so empfindlich beim Mischen und zweitens könnte man niemals zwei Komponenten auch so perfekt mischen, das es zu 100% vermischt wäre.
Ich halte das für einfach nicht machbar - weder händisch noch maschinell.
Irgendwo bleibt immer etwas ungemischt hängen und dann braucht es keine zwei Stellen hinter dem Komma.

Ich hab über viele Jahre verschiedene Marken mit der Küchenwaage abgewogen und es wurde immer hart.
Das Epoxidharz von Uhu Endfest immer nur per Augenmaß. Das war mehrere hundert Male beruflich bedingt.

Grundsätzlich sollte man aber penibel durchmischen, da es nichts schlimmeres wie nicht aushärtendes Epoxidharz gibt, das man entfernen muss. Auch wenn man einfärbt, nicht einfach die komplette Farbe reinkippen weil man nichts über haben möchte. Je nach Mengen, kann das dann nicht aushärten, da die Farbe alles streckt.

Epoxidharz ist nicht UV stabil und ich weiß nicht, ob beigemischte Farbe was daran ändert.
Also für eine Terrasse in der Sonne... Keine Ahnung, ob es nach mehreren Monaten anfängt, sich aufzulösen, zu schrumpfen oder Risse zu bekommen. Jedenfalls vergilbt es nicht einfach nur.
 

WinfriedM

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Epoxidharz ist nicht UV stabil und ich weiß nicht, ob beigemischte Farbe was daran ändert.
Schon richtig, aber selbst nicht eingefärbt hält das ein paar Jahre. Färbt man es zusätzlich ein oder packt man Füllstoffe rein, geht das problemlos auch über 10 Jahre gut. Packt man dann noch ein schichtbildendes Öl drüber, was auch noch eingefärbt ist, wirds noch unproblematischer.

Erstens ist Epoxidharz nicht so empfindlich beim Mischen
Bei Epoxy braucht es eigentlich immer eine 100% genaue Mischung. Das liegt daran, dass chemisch ein bestimmter Teil Harz eine ganz genaue Menge Härter braucht, damit alles 100% vernetzt. Stimmt es nicht 100%, dann vernetzt ein Teil nicht. Das bedeutet nicht, dass es sofort sichtbar wäre oder gar nichts mehr hart wird. Die Eigenschaften verschlechtern sich aber sofort, wenn die korrekte Mischung nicht stimmt.

Es gibt nur wenige Epoxy-Systeme, wo man tatsächlich variieren darf und die dann auch noch 100% vernetzen. Ich meine, UHU Endfest zählt darunter. Steht dann auch im Datenblatt. Macht man bei den Tuben, weil hier klar ist, dass der Anwender es gar nicht so genau dosieren kann.

Bei Polyesterharzen oder 2k-Lacken ist es typisch anders, da stößt ein Härter eine chemische Reaktion an, die dann immer vollständig abläuft in weiten Grenzen der Härterzugabe.

Und was die Waage angeht: Eine Waage mit 0,01 g ist eh nicht auf 0,01g genau. Vielleicht sind es 0,05g Genauigkeit. Solche Waagen gibts auch schon für unter 20 Euro. Und je genauer man abwiegt, um so unkritischer sind dann minimale Mischfehler.
 
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